Was in der DDR gelesen wurde - Ein Lesetagebuch

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 194 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Anne.

  • Werner Liersch: Eine Tötung im Angesicht des Herrn Goethe

    Am 26. August 1819 reist Goethe von Jena zur Badekur nach Karlsbad. Seinen 70. Geburtstag begeht er im Reisewagen. In Weimar hat er das Wort zurückgelassen: "Ich bin zu alt zum Geburtstagfeiern." Der Stickmusterverleger Khnopf und der schweigsame Herr von Schmidt mißtrauen diesem Grund. Sie sind von weit her gekommen, ihren Dichter zu treffen. Ungesäumt verlassen sie den Weimarer "Elephanten", zu dessen Personal noch immer der Kellner Mager gehört, und eilen in einer bunten Reisegesellschaft nach Karlsbad. "Personen von Staatsrang geben ihren Zwecken aus höherer Notwendigkeit nicht selten den Charakter von Grillen", sagt der Herr von Schmidt.

    Zwei unbekannte Männer machen unbekannte Erfahrungen mit bekannten Männern. Herr Goethe ist durchaus nicht der berühmteste Gast der Sprudelstadt. Mit einem illustren Kreis deutscher Minister bereitet der österreichische Staatskanzler Metternich das Regime der Restauration vor. Die ein halbes Jahr zurückliegende Tötung des Dichters Kotzebue durch den Jenaer Studenten Sand gibt den Vorwand. Dem dunklen Weg des Veränderers Sand folgt der Roman auf einer zweiten Ebene.


    Voller Sensibilität für die historische Einsamkeit Sands, spielt der Roman ironisch ein Stück Vergangenheit durch, zu der auch die Leiden eines Geheimpolizisten, der kulinarische Genuß, die Glaubwürdigkeit des Herrn Goethe, das Verhältnis von Anarchie und Idyll gehören. Unaufdringlich entsteht aus diesen Bildern ein Bildnis von Verhältnissen und Verhaltensweisen, die über den historischen Erzählraum hinausreichen. Das Faktische verwandelt sich in eine erfundene Wirklichkeit voller ästhetischer Vergnügungen.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Autor unbekannt: Die Jadelibelle

    Su tschou, mit seinen zahllosen Palästen, Brücken und Seen als das "Chínesische Venedig" hoch gerühmt, ist Schauplatz dieses kleinen alten Romans. Sein unbekannter, offenbar aus Su tschou stammender Verfasser erzählt darin von der zärtlichen Liaison des jungen Ehemannes Zimmetflöte mit der schönen Nonne Ah Juan und dem wechselvollen Geschick des aus dieser Liebschaft hervorgegangenen illegitimen Sohnes, der es durch glückliche Fügung und eigene Tüchtigkeit am Ende doch noch zu einer einträglichen Stellung in der chinesischen Hierarchie bringt. Daß sich hinter diesem Sohn die Gestalt des chinesischen Politikers und Literaten Schen Schi Hsing aus dem 16. Jahrhundert verbirgt, der einen beispiellosen Aufstieg vom Findelkind zum allmächtigen Kanzler des chinesischen Reiches genommen hatte, gibt diesem mit leichter Hand geschriebenen Roman zusätzlich den Charakter des Historischen.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    P. D. James: Ein unverhofftes Geständnis

    P. D. James, die derzeitige britische "Queen of Crime", ist eine Meisterin des realistischen, psychologisch motivierten Kriminalromans. Gleich ihren Vorgängerinnen Agatha Christie und Dorothy L. Sayers bewegt sie sich mit souveräner Intelligenz im Reich des Verbrechens und beweist, daß Frauen mörderische Phantasie, profunde Sachkenntnis und schriftstellerische Begabung ebenso wirkungsvoll zu kombinieren verstehen wie ihre männlichen Konkurrenten. P. D. James hatte bereits einen guten Teil ihrer erfolgreichen Beamtenlaufbahn hinter sich, als sie Anfang der sechziger Jahre ihre zweite, geradezu spektakuläre Karriere als Kriminalautorin begann. Ihr sensibler, Gedichte schreibender Detektiv Adam Dalgliesh, der introvertierte Held der meisten ihrer Krimis, ist auf dem besten Wege, in der Gunst des Leserpublikums mit einem Hercule Poirot und einem Lord Peter Wimsey gleichzuziehen.


    In dem Roman "Ein unverhofftes Geständnis" geht es ungemein spannend, morbid, heimtückisch und schaurig zu. Als Adam Dalgliesh in seinem Cooper Bristol an die wildromantische Küste von Suffolk fährt, um sich dort in dem kleinen Ort Monksmere im Landhaus seiner Tante Jane vom hektischen Getriebe Scotland Yards zu erholen und über die künftige Form seiner Beziehungen zu seiner Freundin Deborah nachzudenken, ahnt er nicht, daß ihn alles andere erwartet als ein geruhsamer Kurzurlaub. Just am Tag seiner Ankunft wird eine Leiche ans Ufer gespült, und obwohl Inspector Reckless von der örtlichen Polizei für diesen Fall zuständig ist, sieht sich Dalgliesh sehr bald genötigt, die Richtigkeit seiner eigenen, unorthodoxen Theorien über die rätselhafte Untat zu beweisen. Nahezu jeder von Tante Janes interessanten männlichen und weiblichen Nachbarn ist verdächtig, aber nur einem einzigen traut Dalgliesh ein perfektes Verbrechen zu. In einer gespenstischen Sturmnacht glückt es ihm, den Mörder zur Strecke zu bringen und sein Geständnis zu erlangen - eine kriminalistische Meisterleistung, die nicht zuletzt seinem sicheren Gespür für die Abgründe der menschlichen Seele zu danken ist.


    P. D. James (eigentlich Phyllis White) wurde 1920 in Oxford geboren; besuchte die High School in Cambridge; übersiedelte nach ihrer Heirat 1941 nach London; arbeitete 1949-1968 im staatlichen Gesundheitsdienst, 1968-1979 als hohe Beamtin im Innenministerium; veröffentliche seit 1962 etwa zehn Kriminalromane erhielt zweimal den begehrten "Silberdolch" , die Auszeichnung der Vereinigung britischer Kriminalschriftsteller.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Ich finde deinen Thread unglaublich interessant. Auf der einen Seite habe ich viele Titel gesehen, die ich selbst lesen würde. Auf der anderen Seite überrascht es mich auch ein bisschen, welche Titel hier auftauchen.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Ich finde deinen Thread unglaublich interessant.

    Danke, das freut mich.


    Es lohnt sich, auch mal im Blog selbst zu stöbern. Ich bekomme jetzt so viele Bücher, dass ich auch zwischendurch noch Beiträge poste.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Eva Strittmatter: POESIE und andere Nebendinge

    Die Poesie teilt das Geheimnis mit dem Leben. Ihr Geheimnis ist so unaufschlüsselbar, wie es das Lebensphänomen bisher für uns ist ... Dieses Geheimnis von Poesie, von Kunst überhaupt, hat etwas Faszinierendes. Es fasziniert mich nicht nur, wenn ich spüre, daß mir gelungen ist, Leben in Poesie zu verwandeln, es fasziniert mich bei jedem Dichter, den ich "treffe". Immer überkommt mich das Wundern vor dem Wunder und der "Rausch". Mich "berauscht" Poesie, und einen Dichter zu entdecken, gleich von wo und von wann, ist für mich das Größte im Leben. Das Wundern bleibt unausgesetzt.

    Eva Strittmatter

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Eva Strittmatter: Zwiegespräch - Gedichte

    Tiefempfundene Begegnung mit der Natur, gravierende Eindrücke bei Besuchen in fernen Ländern, Antwortsuche auf die drängenden Fragen nach Werden und Vergehen, Leben und Tod, Einsamkeit und Gemeinsamkeit, die Verantwortung der Menschen füreinander regten Eva Strittmatter zu lyrisch-philosophischer Auseinandersetzung an, zur erneuten Darstellung ihrer poetischen Weltsicht.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Eva Strittmatter: Atem - Gedichte

    Wie in all ihren Büchern versucht Eva Strittmatter auch in diesem neuen Band den allen Menschen gemeinsamen Erfahrungen ihre besonderen hinzuzufügen: die einer Frau im Anstieg (Abstieg) der Jahre, die sich auflehnt gegen Verfall: durch Vergegenwärtigung von Vergangenem, durch Wortbefestigung von Gegenwärtigem, so daß es dasteht wie seit immer gewesen - Sprache, der Sinn ihres Lebens, Atem, flüchtigste Dauer, das einzige wirkliche Element.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Adolph Menzel: Das Kinderalbum

    Adolph Menzels "Kinderalbum" (1863-1883), "jene Sammlung von Blättern zahmer und wilder Tiere, Blumen und Insekten", die der Maler für die Kinder seiner Schwester schuf, zählt zu dem Besten, was Menzel hinterlassen hat. Eine realistische Kunst für Kinder hatte sich angekündigt: Blätter wie "Ziege mit Holzpferdchen" oder "Rabe, einen silbernen Löffel stehlend" erwecken ungetrübte stille Heiterkeit; andere offenbaren Herbheiten, Widersprüchliches bis hin zum Tragischen.

    Menzel sparte es für Kinder nicht aus; er vernichtete damit nicht den heiteren Gesamteindruck, den der Schönheit und Freundlichkeit, doch indem er das Ernste, Groteske, Harte dazusetzte, mischte er ins Album etwas von der Dialektik des Lebens...


    Unsere Ausgabe, die sich wie keine zuvor direkt an die Kinder richtet und auch die Erwachsenen erfreuen wird, zeigt dem Betrachter zum ersten Male den ganzen Reichtum des Albums.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Kurt Kauter: Grüne Eidechse im blauen Meer - Kubanische Reisebilder

    Wenn mir die gute Fee der Märchen einen Wunsch freigäbe, möchte ich einmal mit einem großen Luftballon um die Erde fliegen. Nicht mit einem Satelliten; der zieht viel zu hoch seine Bahn. Ich möchte der Erde näher sein und vor allem den Menschen, die auf ihr leben. Dann sähe ich im Darüberfliegen ein großes, wundervoll blaues Wasser, das Karibische Meer, das zwischen Nord- und Südamerika liegt, und viele Inseln. Eine von ihnen sieht aus wie eine riesige Eidechse. Und sie ist auch so zartgrün schimmernd wie diese. Das ist Kuba, die größte der Inseln dort.


    Marie von Ebner-Eschenbach: Die Freiherren von Gemperlein

    Die Brüder Friedrich und Ludwig aus dem uralten Geschlecht derer von Gemperlein - beide noch in den besten Jahren - haben sich auf ihr geliebtes Landgut in Mähren zurückgezogen. Der eine kaisertreu und konservativ, der andere Freidenker und Republikaner, verbringen sie ihre Tage damit, sich die Köpfe heiß zu reden und einander das Leben schwer zu machen. Doch als sich beide in ein und dieselbe Frau verlieben, spüren sie, wie sehr sie aneinander hängen, und jeder möchte dem anderen plötzlich den Vorzug lassen. Eine Frau fällt allerdings für keinen von beiden ab. Wie vordem ihre Zwietracht, bietet nun ihre übertriebene Fürsorge Anlaß zum Schmunzeln.

    Marie von Ebner-Eschenbach setzt sich in ihren Novellen und Erzählungen kritisch mit der herrschenden Adelsklasse auseinander, die sie aus persönlicher Erfahrung nur zu gut kannte. Ihre Novelle "Die Freiherren von Gemperlein", die erstmals 1878 erschien, ist eine der besten Humoresken der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Wolf D. Brennecke: Mándola

    Mándola – Südküste Siziliens: Zwei Bosse, der Herr Ferri und der Herr Rossi, beherrschen die Stadt. Aber ihre Macht wird angegriffen, selbst durch die eigenen Söhne, die auch einsteigen wollen in das „Geschäft des Jahrhunderts“. Sizilien – der größte Umschlagplatz für Rauschgift in Europa und ein Hort für Mafia in ihrer patriarchalischen Form. Ein neuer Carbinieri-Kommandant, Di Sardi, kommt nach Mándola, ungewöhnlich jung. Er ist einem Mann wie aus dem Gesicht geschnitten, der vor 12 Jahren zusammen mit zweien seiner Söhne bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kam. Ist Di Sardi wirklich der Adoptivsohn des Ministers? Maria erkennt in ihm ihren Bruder und erwartet von ihm, den „Unfall“ als Racheakt der Mafia aufzuklären, verlangt Vendetta, Blutrache. Doch die Schuldigen kommen plötzlich durch ein Attentat um, und Di Sardi gerät unter Mordverdacht. Sein Auftrag ist in Gefahr: die Fahndung nach dem geheimen Heroinlaboratorium.

    „Mándola“ – ein spannender Kriminalroman. Ein erfahrener Autor bürgt für Unterhaltung im besten Sinne.


    Wolfgang Tenzler (Hrsg.): Die Lust zu lieben - Erotische Dichtung und Prosa aus vier Jahrtausenden

    Die Lust zu lieben, das Bedürfnis nach Lebens- und Liebesgenuss, Sinnenfreude - wer wollte sie nicht kennen (oder zumindest kennenlernen)?

    Nicht zu allen Zeiten galt diese Lust als legitim, als menschenwürdig, was jedoch, wie wir erfreulicherweise sehen, die Literaten - vom Altertum bis zur Gegenwart - nicht davon abhalten konnte, sich diesem Thema immer wieder zuzuwenden, dem stets neuen, ewig spannungsvollen Thema der Beziehung zwischen Mann und Frau, in allen ihren verwirrend vielfältigen Schattierungen und Spielarten. Unsere Sammlung versucht dieser Literatur, deren weltliterarische Bedeutsamkeit mittlerweile unumstritten ist, über vier Jahrtausende nachzuspüren. Erotische Szenen, Geschichten, Reflexionen, Gespräche, Gedichte, Aphorismen, Epigramme, in denen sich derbe Erotik und ungehemmte Sinnenfreude, aber auch tiefbewegende und tragische Begebenheiten wiederfinden, vereinen sich zu einem reich illustrierten, vergnüglichen Lesebuch, das heiter und satirisch, nachdenklich und nicht ohne Polemik das Phänomen der Erotik und sinnlichen Lust zu erfassen sucht.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Martin Andersen Nexö: Die Puppe und andere Erzählungen

    Martin Andersen Nexö (1869-1954) erzählt vom ersten Star, der übers Meer geflogen kommt; Herbst- und Tanzfeste, Hochzeitsfeiern finden statt. Bigum Holzbein heiratet Ane Klumpfuß und Karen Bakkegaard einen mit einer schwarzen Tolle, der als Augen ein Paar glühende Kohlen hat. Der "Liebe Trug und Falsch" wird offenbar, und über viele Flüsse, Bäche, Felder und Wälder ist geschrieben. "So schön wie der Thüringer Wald ist wohl kein anderer Wald auf dieser Erde. Wie eine Welt für sich liegt er da, hoch unter dem Himmel, erdrückend düster oder festlich in weißen Schnee gekleidet, und scheint alles von des Himmels Zorn und des Himmels Gnade zu haben. Bergauf und bergab erstreckt er sich, und so viele Tannen sind in ihm, daß jeder Mensch auf Erden seinen eigenen Weihnachtsbaum haben könnte."

    Die um die Jahrhundertwende entstandenen Erzählungen vereinen in sich historisch Überliefertes und Selbsterlebtes; es sind angedeutete Handlungslinien und Motive, die in den großen Werken "Pelle der Eroberer", "Ditte Menschenkind", "Morten der Rote" verdichtet werden.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Zofia Nalkowska: Die Schranke

    Auf den Bürgermeister einer polnischen Kleinstadt der zwanziger Jahre wird ein Attentat verübt: Ein junges Mädchen, anscheinend eine Bittstellerin, dringt in sein Arbeitszimmer ein, schüttet ihm Salzsäure ins Gesicht und läßt sich dann widerstandslos abführen.

    Die Einwohner sind bestürzt, sie stehen vor einem Rätsel. Auch die Polizei vermag nicht, den Fall zu klären. Was hat zu diesem Anschlag geführt, der auf groteske und tragische Weise einer glänzenden Karriere ein Ende setzte? Die einzigen, die darüber Aufschluß geben könnten, die Täterin und die Ehefrau des Unglücklichen, schweigen.


    Sie wissen, daß der geachtete Mann, der als liberaler, fortschrittlicher Mensch, als fürsorglicher Gatte und liebevoller Vater gilt, durchaus nicht immer so einwandfrei handelt, wie man es allgemein von ihm annimmt; sie wissen, daß er trotz leuchtender Ideale, trotz bester Absichten klare Entscheidungen meidet und im Amt wie auch zu Hause untragbare Kompromisse eingeht.


    Aber sie schweigen, die beiden Frauen - die Gattin und die verlassene Geliebte.


    Er selbst, dieser Zenon Ziembiewicz, zieht zum ersten Mal in seinem Dasein eine Konsequenz: Er begeht Selbstmord. Aber sogar damit weicht er vor der unsichtbaren Schranke zurück, die sein ganzes Leben bestimmte - der Schranke der Konvention.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Rudolf Schramm: So ruf ich dich zu Gottes Ehr

    Die Kirchenglocke begleitet uns mit ihrem Geläut durch das Leben. [...] Zahlreiche Sagen, Legenden und Märchen ranken sich um die Glocke und Glockenbräuche und zeugen von tiefer Verbundenheit der Menschen mit ihr. Das vorliegende Buch bietet eine Auswahl solcher Sagen vom Gebiet der DDR.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Bernhard Grzimek: Zwanzig Tiere und ein Mensch

    Eine umfassende Liebe zum Tier und das Bemühen, bei jedem Leser Verständnis für die „Brüder mit den Krallen“ zu wecken, zeichnen den Autor aus. Sein Kampf, vom Aussterben bedrohte Tierarten durch vernünftige Maßnahmen zu erhalten, hat weltweit eure Unterstützung gefunden. Auch seine Bücher tragen dazu bei, das Interesse für das „Seelenleben“ der Tiere, für die Tierpsychologie zu erhöhen und dadurch die Verhaltensweise der Tiere besser zu verstehen.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Michail Scholochow: Ein Menschenschicksal

    Wenn der Lebenslauf eines Künstlers als Strombett seiner Weltsicht betrachtet werden kann … so war Scholochow die reißendste und tiefste Strömung beschieden, die die soziale Revolution in Rußland kennt.


    Scholochow war noch ein Kind, als der Bürgerkrieg am Don ausbrach. Er wurde sein Lehrmeister, stählte seinen revolutionären Willen und schärfte zugleich die ihm in die Wiege gelegte Künstlergabe.


    In dieser Hinsicht ist sein Lebenslauf fast einzigartig. Mit achtzehn Jahren wurde er bereits gedruckt. Mit zwanzig veröffentlichte er einen Band Erzählungen. Unserer älteren Generation ist erinnerlich, wie der Leser in jener Zeit, da der sowjetische Roman in den Anfängen steckte, den ersten Band des „Stillen Don“ aufnahm. Der Verfasser zählte gerade erst dreiundzwanzig Jahre. Nach der Veröffentlichung des zweiten und des dritten Bandes dieses Epos erschien der erste Band von „Neuland unterm Pflug“.


    Scholochow mied nie die Widersprüche des Lebens, einerlei, welche Epoche er schilderte.


    Nie verstärkte er tragische Situationen in tröstlichen Feldblümchensträußen. Aber die Wahrheit ist so stark, daß die Bitterkeit des Lebens, wie fürchterlich es immer ist, vom Willen und Drang zum Glück, von der Freude seiner Verwirklichung überwunden wird. – Konstantin Fedin


    Als 1941 der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen die faschistischen Eroberer begann, ging Michail Scholochow an die Front. Er war Teilnehmer der Schlacht an der Wolga und kämpfte an vielen anderen Frontabschnitten mit. In der Stanzia Weschenskaja, Scholochows Heimat, äscherten die Faschisten das Haus des Dichters ein. Seine Mutter kam bei einem Bombenangriff ums Leben.


    Die Erzählung „Ein Menschenschicksal“ (1957) handelt vom Krieg. Die Hauptgestalt, der russische Soldat Andrej Sokolow, macht die Kriegsgefangenschaft mit all ihren Martern durch und bleibt doch unbesiegt. Der nach dem Motiv dieser Erzählung gedrehte Film lief in der ganzen Welt und wurde bei den Ersten Internationalen Filmfestspielen 1959 mit der „Großen Goldmedaille“ preisgekrönt.


    Wer ein paar sehr eindrucksvolle Bilder sehen möchte, folge bitte dem Link: https://was-in-der-ddr-gelesen…in-menschenschicksal.html


    Michail Scholochow: Der stille Don (Band 1-4)

    Der Stille Don schildert das Leben in einem Donkosakendorf in einer Phase des historischen Umbruchs. Die Handlung setzt 1912 ein und erstreckt sich über den Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Bürgerkriegs 1920. Im Mittelpunkt steht der junge Kosake Grigori Melechow – seine Jugend, seine unglückliche Ehe mit Natalja und seine große, tragisch endende Liebe zu Axinja, der Frau seines Dorfnachbarn Stepan Astachow, die in den Revolutionswirren ums Leben kommt. Als Kavallerist in einem Kosakenregiment nimmt Grigori am Weltkrieg teil; im Bruderkrieg der Donkosaken (so der Titel des dritten Teils), der nach der Revolution ausbricht, wechselt er, getrieben von seinem Streben nach Wahrheit, Gerechtigkeit und privatem Glück, mehrfach die Seiten, kämpft mal gegen die Rote Armee und mal in ihren Reihen, immer aber für die Sache des Kosakentums. Nach dem endgültigen Sieg der Bolschewiki muss er untertauchen und kehrt schließlich in sein Heimatdorf zurück, wo von seiner Familie einzig sein kleiner Sohn Mischatka am Leben geblieben ist. Die Welt der Donkosaken ist untergegangen und Grigori ein Gescheiterter, der die historische Notwenigkeit der Revolution nicht zu begreifen vermag. Über Grigori Melechows Lebensgeschichte hinaus liefert der Roman ein Panorama der Revolutionswirren am Don, das durch historische Genauigkeit besticht, und schildert zugleich detailfreudig die Sitten und Traditionen der Donkosaken – von der kosakischen Selbstverwaltung über Kleidung, Essen und Festtagsbräuche bis hin zu alltäglichen Verrichtungen wie Netzfischen im Don, Landarbeit und dem Umgang mit Pferden.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Vaclav Solc: Bei den Indianern am Titicacasee

    Bunt und vielfältig sind die Eindrücke und Erlebnisse auf einer Reise zu den Indianern am höchstgelegenen See Südamerikas, dem Titicacasee. Von der kleinen einsamen Insel Suriki geht es auf leichten Schilfbooten mit den Fischern zum Fang und auf abenteuerliche Schmuggelfahrten über die Grenze nach Peru, in rasendem Tempo auf hochbeladenen Lastwagen in die tropisch-heitere Chochabamba und in das heiße Santa Cruz.

    Ausgelassene Fiestas und erregendes Markttreiben wechseln mit Szenen aus der modernen aufstrebenden Hauptstadt La Paz und den Zollplätzen für Coca, das als begehrtes Stimulans in viele amerikanische und asiatische Länder verkauft wird. Halsbrecherische Pfade führen über verschneite Pässe zur Provinz Bautista Saavedra, in das Siedlungsgebiet der heilkundigen Kallahuaya, die mit geheimnisvoll zubereiteten Mitteln und Zauberamulette den ganzen südamerikanischen Kontinent durchstreifen und heute noch das gleiche Ansehen genießen wie zur Inkazeit, sich eine eigene Sprache bewahrten und ein beeindruckendes Geschichtsbewusstsein.


    Auf den Spuren alter indianischer Kulturen entdeckt der Prager Ethnologe nicht nur berühmte Kultstätten und Ruinenfelder aus der Tiwanakozeit, sondern er erlebt die Indianer in der Auseinandersetzung mit den Forderungen unserer Zeit.


    Erich Wustmann: Die junge Sonne Koata

    Haßerfüllt schleicht der Indianer Tupulé durch die mondlose Nacht am Rio Xingú zu einem der größten Camps der Kautschukzeit. Er hat nur noch ein Ziel: Rache! Gemeinsam mit seinen Freunden steckt er die Hütten aus dürren Palmblättern und Sapégras in Brand. In einem kurzen Kampf werden die überraschten Sklavenjäger erbarmungslos getötet.

    Was ist dem friedlichen Tupulé, dem erfahrenen Jäger und besonnenen Ratgeber, widerfahren? Eigentlich wollte er nur die junge Indianerin Koata zu seinem Bruder bringen, von dem sie ein Kind erwartete. Doch auf der langen Kanufahrt durch den Dschungel begann die Liebe zwischen Koata und Tupulé, sie wurde seine Frau, mit der er zum Stamm der Kamayurá zurückkehren wollte.


    In seinem ersten historischen Abenteuerroman gestaltet der beliebte Reiseschriftsteller Erich Wustmann am Beispiel einer tragischen Liebesgeschichte den Beginn des sozialen Dramas der südamerikanischen Indianer während der Kautschukzeit.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Gertraud Enderlein: Die Frau aus Siebenlehn – Aus Amalie Dietrichs Leben und Werk

    Mit dieser schon in der 3. Auflage vorliegenden biographischen Erzählung erfährt Amalie Dietrich, die große Tochter des Städtchens Siebenlehn, eine von reicher Kenntnis getragene Würdigung. Wir lesen, wie das Kind einer armen Heimarbeiterfamilie sich mit unermüdlichem Fleiß die umfassende Kenntnis der heimatlichen Pflanzenwelt erobert, wie sie mittellos, zu Fuß mit einem Hundekarren bis nach den Niederlanden gelangt und schließlich den Auftrag bekommt, im fernen Australien Pflanzen und Tiere für ein Museum zu sammeln. Hier beginnt, in der Erschließung der Pflanzen- und Tierwelt eines fernen Erdteils, die große wissenschaftliche Leistung ihres Lebens.

    Es geht hier um die deutsche Australien- und Naturforscherin, Botanikerin, Zoologin und Pflanzenjägerin des 19. Jahrhunderts Conradia Amalie Dietrich (26.05.1821 – 09.03.1891) aus dem sächsischen Siebenlehn. Sie entstammte einer armen Beutlerfamilie. Heiratete 1846 den Botaniker und Apotheker Wilhelm Dietrich und kam so erstmals mit den Grundbegriffen der Botanik in Berührung.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • P. Werner Lange: Seeungeheuer, Fabeln und Fakten

    Berichte über vermeintliche Seeungeheuer sind so alt wie die Seefahrt. Wir finden sie bei Aristoteles, Plinius, Homer, in der Bibel, in der Edda, bei persischen und arabischen Geographen, in den Werken skandinavischer Bischöfe und des Schweizer Naturforschers Conrad Gesner. Verfasser von Abenteuerromanen greifen sie ebenso auf wie Journalisten in der sogenannten Sauregurkenzeit.

    Ob im Nord- oder Südatlantik, im Pazifik oder Indik, in schottischen oder afrikanischen Binnenseen gesichtet, Seeungeheuer erregten und erregen die Phantasie von Seebären und Landratten wie eh und je.


    Unser Autor, P. Werner Lange, der während seiner 15-jährigen Fahrenszeit praktische Erfahrungen in der Begegnung mit Meerestieren sammeln konnte, geht nach einem intensiven Quellenstudium daran, "verschiedene 'Fabeltiere' ihres Legendenmäntelchens zu entkleiden". Er untersucht die einschlägige Literatur, Sagen und Märchen, zahlreiche Augenzeugenberichte und Pressemeldungen auf ihren möglichen Wahrheitsgehalt hin, sondert das Unmögliche aus und interpretiert das Verbleibende, auch wenn es unglaublich scheint, nach neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft. Sorgfältig ausgestattet - Lutz E. Müller hat nach zeitgenössischen Originalen 64 Zeichnungen beigesteuert, die Information und ästhetischen Reiz zugleich vermitteln -, ist so ein im besten Sinne populärwissenschaftliches Buch entstanden, das den Leser von Anfang bis Ende fesselt.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    William Golding: Papiermänner

    Der britische Nobelpreisträger William Golding beschreibt in diesem autobiographisch angelegten Roman die verhängnisvolle Symbiose zweier durch Haß und gegenseitige Abhängigkeit verketteter Intellektueller und den vergiftenden Einfluß des erfolgsorientierten bürgerlichen Literaturbetriebs auf die Beziehungen zwischen Autor und Kritiker. Wie "ein bewegliches Ziel" (so der Titel einer Essaysammlung Goldings) kommt sich mancher Schriftsteller in der Auseinandersetzung mit seinen Kritikern vor, und nicht anders empfindet es der englische Bestseller-Autor Wilfred Barclay, der den Besuch des aufdringlichen amerikanischen Literatur-Professors Rick Tucker zunächst nur als lästige Begleiterscheinung seines Erfolgs ansieht. Tucker will auf Anregung (und mit dem Geld) eines US-Millionärs eine Barclay-Biographie schreiben und wünscht dafür die ausdrückliche Genehmigung des Schriftstellers. Barclay ist von diesem Wunsch mehr abgestoßen als geschmeichelt, vor allem weil er seine selbstgewählte Abgeschiedenheit bewahren möchte. Doch Tucker wühlt mit manischer Besessenheit das Privatleben seines Idols auf, zerstört dessen Ehe und folgt dem fortan ruhelos Umherziehenden an ein halbes Dutzend exotischer Fluchtorte, ohne seinem Ziel jemals näher zu kommen. Das Verhältnis der beiden Männer nimmt immer mehr tragikomische Züge an und wird schließlich zum grotesken Kampf um ein bloßes Stück Papier, dem sie nicht nur ihre menschliche Würde opfern.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Horst Neubert: Perle Pfiffikus

    Jan Perlitz will mit der 125jährigen Familientradition brechen, den Beruf des Bergmanns zu lernen - er möchte Elektromonteur werden. Vater und Sohn geraten aneinander, denn jeder hat gute Gründe. Doch eines Tages steht der Vater vor ungeahnten Problemen, und es ist nicht zuletzt Jan zu verdanken, daß er damit fertig wird.

    Humorvoll und heiter ist die Geschichte dieser beiden "Perlen".

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Erik Neutsch: Olaf und der gelbe Vogel

    Olaf hat auf seinem Zeugnis der 1. Klasse nur eine Zwei, sonst alles Einsen. Als er ganz unten eine Fünf erkennt, ist er sehr, sehr traurig. Doch er sieht auf einem Baum einen unbekannten gelb-schwarzen Vogel, der rasch wegfliegt. Auf der Suche nach ihm geht er immer weiter aus der Stadt heraus, bis er in einem kleinen Dorf anlangt. Dort freundet er sich mit Susanne an, deren Zeugnis seinem gleicht, bis auf die Fünf. Susannes Eltern und Olafs Mutter lachen über die große Zahl auf dem Zeugnis, die Olaf so viel Kummer bereitete. Nun ist er kein bisschen mehr traurig und läuft fast jeden Tag in das Dorf zu Susanne. Als sie in der Nähe der Baustelle, die eine Verbindungsstraße zwischen der Stadt und dem Dorf errichtet, vom Regen überrascht werden, haben beide eine großartige Idee.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Novalis

    Novalis (= der Neuland Bestellende): Pseudonym für Friedrich Freiherr von Hardenberg, geboren am 2. Mai 1772 auf dem Gut Oberwiederstedt bei Mansfeld. 1785 Übersiedelung der Familie nach Weißenfels. Juni bis Oktober 1790 Schulabschluß am Gymnasium in Eisleben (nach vorangegangenem Unterricht im Elternhaus); danach Beginn des Jurastudiums in Jena. 1791 Bekanntschaft mit Schiller; erste Gedichtveröffentlichung in Wielands "Neuem Teutschem Merkur"; Fortsetzung des Studiums in Leipzig (bis Frühjahr 1793) und Wittenberg (bis Juni 1794)...

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Wsewolod Iwanow: Panzerzug 14-69

    Iwanow ist einer der profiliertesten, eigenwilligsten Schriftsteller der frühen sowjetischen Literatur. Bunt und erlebnisreich ist seine Biographie, und bunt und ereignisreich sind seine Erzählungen. Die hier zusammengestellten Prosaarbeiten - außer der Titelgeschichte, von der Ivanow später eine sehr gelungene Bühnenfassung herstellte, enthält der Band die Erzählungen Ehrenschuld, Die beiden Argamaken, Der Buchstabe G - sind der erste, unmittelbare Niederschlag von Iwanows Beteiligung am Bürgerkrieg, sie sind durchdrungen von Begeisterung für die große Sache der Revolution. Auf eine packende, expressive Weise gestaltet Iwanow den Kampf sibirischer Partisanen gegen einen Panzerzug der Weißgardisten, die Tragödie einer Mutter, deren Söhne sich einander im Bürgerkrieg als Feinde gegenüberstehen, und andere hochdramatische Geschehnisse, deren psychologische Motivierung dem Verfasser besonders am Herzen liegt.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Ich dachte immer, dass die drei Romane zusammengehören "Herr Lucius und sein schwarzer Schwan" und die "Ärztin von Lakros" Aber jetzt beim Nachlesen bei Wiki stehen sie als Einzelromane. Du hast mich aber darauf gebracht, mal wieder etwas von ihr zu lesen.

    Ich war ca. 10 und mit meiner Freundin unterwegs, wir wussten, dass in der Nähe zum Wohnort (am "Drahtzugweiher") mitten im Wald Zigeuner lebten. Meine Eltern hatten mich stets gewarnt, dorthin zu gehen - und wir (waren beide unerschrocken, meine Kindheitsfreundin noch mehr als ich) gingen hin und - besuchten sie.

    Ich weiß noch heute, dass sie uns sehr freundlich begegneten, uns etwas schenkten - und sich über unseren Besuch freuten!

    ich lebte in einer sehr politischen Familie, aber solche Vorurteile kannte ich nicht. Während des Studiums haben wir uns den Film "Das Zigeunerlager zieht in den Himmel" angesehen und die Platte dazu gehörte mit zu meinen Lieblingsplatten.

    Einmal editiert, zuletzt von Rhea ()

  • Ich habe mal wieder durchgeschaut und viele bekannte Bücher gesehen und auch unbekannte. Sehr interessant, was du so vorstellst.

    Bei den Trompeterbüchern fehlt mir natürlich der Namensgeber, "Der kleine Trompeter"Der kleine Trompeter und sein Freund. Mit Illustrationen von Kurt Zimmermann.


    Liselotte Welskopf-Henrich: „Die Söhne der Großen Bärin“, fehlen noch die Nachfolgebände:


    511+MlGOnpL._SY331_BO1,204,203,200_.jpg

  • Christoph Martin Wieland: Peregrinus Proteus

    Am 6. September 1792 meldet die „Allgemeine Literatur-Zeitung“: „Selbst als Kunstwerk wird die Geheime Geschichte des Peregrinus Proteus unter den prosaischen Schriften vielleicht die erste Stelle behaupten.“

    Und die „Allgemeine deutsche Bibliothek“ kommentiert im gleichen Jahr: „Das Ganze ist eine wichtige Bereicherung unserer schönen Literatur, und gewährt eine so anziehende und zugleich belehrende Lecture, als man von diesem Meister in Darstellung, Schilderung und Menschenkunde gewohnt ist. Aber wir hüten uns wohl irgend etwas mehr von seinem Inhalte zu verrathen, und dem vielfachen Vergnügen des Lesers vorzugreifen.“


    Naoya Shiga: Erinnerung an Yamashina – Ausgewählte Kurzprosa

    Die Titelgeschichte dieses Bandes erzählt von einem Zerwürfnis zwischen Ehepartnern, das durch die Untreue des Mannes heraufbeschworen wird. Die Entwicklung und Lösung dieses Konflikts wirkt überraschend modern, weil sie die Gleichberechtigung der Geschlechter voraussetzt. Die Präzision, mit der hier eine komplizierte psychische Situation in einfachen Worten geschildert wird, ist charakteristisch für die Kurzprosa des berühmten japanischen Schriftstellers, die erstmals in deutscher Sprache in einer umfangreichen Auswahl vorgestellt wird. Unsentimental, realistisch und poetisch gestaltet Shiga die innere Welt seiner Helden und ihre Verstrickungen mit der Außenwelt. Ausnahmesituationen, die zum Wahnsinn und zum Verbrechen treiben können, reizen ihn ebenso zur Darstellung wie alltägliche Vorkommnisse, wie Probleme der kindlichen Seele oder Vorgänge in der Natur, mit der ihn eine enge Beziehung verbindet. Die im Kreislauf der Natur symbolisierte Vergänglichkeit des Lebens und das Ringen des Einzelnen um Selbstverwirklichung sind die zentralen Themen seines Schaffens. Stilistische Brillanz und subtiles Wahrnehmungsvermögen kennzeichnen diese Kurzgeschichten und Skizzen, die Shigas humanistische Vorstellung des von gesellschaftlicher Deformierung befreiten, nach individueller Entfaltung und innerer Harmonie strebenden Menschen widerspiegeln.


    Naoya Shiga gehört zu den bedeutendsten japanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Er gestaltet Ausnahmesituationen und alltägliche Vorkommnisse, Konflikte der kindlichen Seele oder das Erlebnis der Natur mit impressionistisch wirkender Sensibilität. In seiner Kurzprosa spiegelt sich „die Eigenart modernen japanischen Denkens und Empfindens“.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Zhong Kui: Bezwinger der Teufel

    Zhong Kui, ein junger Mann, der von Geburt an außergewöhnlich hässlich, doch hochbegabt ist, unterzieht sich der Gelehrtenprüfung am Hof des Tang-Kaisers De Zong. Obwohl Erster im Wettstreit, wird er vom Kaiser wegen seiner Hässlichkeit verstoßen. Er durchschneidet sich selbst die Kehle und verstirbt. Aus Reue überhäuft der Kaiser den Geist des Toten mit höchsten Ehren und beauftragt ihn, als „Große Gottheit“ die bösen Geister in seinem Reich zu bekämpfen. Aus der Unterwelt erhält er zwei Gefährten und mächtige Helfershelfer. Siegreich zieht er zu Feld gegen alle nur denkbaren Teufel, groteske Personifikationen der üblen Charaktereigenschaften und Schwächen der Menschen, wie Betrügerteufel, Kriecherteufel, Rafferteufel, Hochstaplerteufel, Lustgierteufel oder Lügenteufel.

    In dem aus dem 17. Jahrhundert anonym überlieferten Volksbuch von Zhong Kui haben die jahrhundertelang im chinesischen Volk verbreiteten Legenden um diese Gestalt, den Helden „von stählernem Halt an treuer Gesinnung und ausgestattet mit einer teufelerschlagenden Begabung“, ihre bleibende literarische Form gefunden.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Peter Menz: Schüsse unter den Linden

    Am 2. Juni 1878 fährt in einem offenen Wagen Kaiser Wilhelm I. die Berliner Straße Unter den Linden entlang. Als er am Hause 18 vorüberkommt, fallen aus einem Fenster im II. Stock zwei Schüsse.

    Der Autor vermittelt uns ausgehend von dem Attentat Nobilings auf Wilhelm 1. - eine Schilderung Berlins und des wilhelminischen Deutschlandes zur Zeit des Sozialistengesetzes


    In der Hauptfigur des Metallarbeiters Fritz Thielecke und seiner Welt der "kleinen Leute" werden der Kampf der Arbeiterklasse um das Mitbestimmungsrecht und die an Widersprüchen so reiche Zeit der 80er und 90er Jahre besonders deutlich gemacht.


    Dem gesellschaftlichen Gegensatz von Kapital und Arbeit entspricht in der Darstellung dieses Romans der ethische Gegensatz der bösen und guten Kräfte dieser Zeit, der durch eine sehr scharfe Kontrastsituation wie des pomphaften Kaisereinzuges und des Zwickauer Bergwerkunglückes besonders unterstrichen wird.


    Lokal- und Zeitkolorit, Reden, Zeitungsartikel und Zeitereignisse werden geschickt eingeblendet.


    Robert Edwin Peary: Schlittenreise zum Nordpol

    Anfang unseres Jahrhunderts war die geographische Entdeckung der Erde im Wesentlichen abgeschlossen. Lediglich die Polargebiete, die einer Erforschung besondere natürliche Hindernisse entgegensetzten, waren als weiße Flecken verblieben.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Juri Nagibin: schwer erkämpftes glück

    Nikolai, ein Z*junge, wird in das Spritzenhaus gesperrt, weil er aus Hunger verführerisch duftende Piroggen gestohlen hat. Dort macht er die Bekanntschaft eines jungen Burschen, der die glühende Fackel der Revolution im Herzen trägt. Zum erstenmal in seinem Leben hört Nikolai von den Kämpfen der Arbeiter gegen ihre Unterdrücker, von den Zielen der Revolution, von der Roten Armee, ihren Heldentaten und grenzenlosen Opfern für eine gerechte und bessere Welt. Nikolai wird in den Wirrnissen des Bürgerkrieges hin und her geworfen, findet schließlich den Weg zur großen Gemeinschaft der arbeitenden Menschen und wird ein geachtetes Mitglied der sozialistischen Gesellschaft. Als der zweite Weltkrieg ausbricht, verteidigt er als Soldat mit heißem Herzen seine geliebte Heimat und trifft unter ungewöhnlichen, für ihn überraschenden Umständen jenen jungen Burschen aus dem Spritzenhaus wieder.

    Eine ungezwungene, einfache, aber flüssige Sprache und ein humorvoller Ton zeichnen, wie alle Kriegsgeschichten, Liebeserzählungen, Jagdabenteuer und Sportgeschichten des Verfassers, auch dieses Buch aus. Nach dem vorliegenden Roman wurde der Film "Das Geschenk des Z*" gedreht, der vor kurzem in unseren Filmtheatern gezeigt wurde.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst