Bernhard Hennen - Die Chroniken von Azuhr. Die weiße Königin

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

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    Yeah, endlich geht es weiter!

    Die Fortsetzung kann das Niveau des ersten Bandes halten und meiner Meinung nach auch übertreffen. War ich im ersten Teil noch manchmal mit den verschiedenen Seiten überfordert, wird das hier alles noch deutlich klarer. Eine einfache Einteilung in Gut und Böse, Schwarz und Weiß, sucht man allerdings dennoch vergebens, wie das so ist im Krieg, gibt es eben nicht immer nur Helden und Bösewichte, sondern viel Ambivalenz.

    Über einzelne Figuren will ich gar nichts weiter schreiben, denn jeder Satz könnte schon ein Spoiler sein - weiß man doch während der Lektüre nie, welcher Charakter die nächste Seite überhaupt noch lebend erreichen wird!

    Ich hab die über 600 Seiten in knapp 2 Tagen verschlungen und hibbele jetzt schon auf Band 3!


    :tipp:

    LG, Dani


    **kein Forums-Support per PN - bei Fragen/Problemen bitte im Hilfebereich melden**

  • Die Chroniken von Azuhr geht in die zweite Runde.


    Die Insel Cilia wird nicht zum ersten Mal Schauplatz eines großen Krieges. Gleich mehrere Feldherren versuchen die Rebellen des Schwertwaldes zu vernichten. Allen voran der Erzpriester Nandus, dem wohl klar ist, dass in der entscheidenden Schlacht geweissagt ist, dass die Weiße Königin erscheinen und ihr Volk retten wird. Trotzdem versucht er alles, um den Krieg auf die ein oder andere Weise für sich zu entscheiden und geht strategisch klug aber auch hart und unerbittlich zu werke.


    Währenddessen versucht sein Sohn Milan, die aus dem Ruder laufenden Märengestalten in den Griff zu bekommen und vielleicht einen Weg zu finden, um seine geliebte Felicia wider zum Leben zu erwecken. Er setzt seine magischen Fähigkeiten auf ganz neue Weise ein und durch seine Geschichten beginnt die reale Welt sich tatsächlich zu verändern. Aber es läuft nicht alles so, wie er es sich erwünscht hat. Denn kleine Änderungen der Realität verursachen, wie mir ja alle wissen, oft einen Schmetterlingseffekt und setzten manchmal eine große Lawine in Gang.


    Ein ungewöhnlich langer Prolog erzählt erst einmal aus der Vergangenheit der amtierenden Kaiserin und man muss sich als Leser etwas gedulden, bis die Story dort fortfährt, wo sie im kongenialen ersten Band endete. Bernhard Hennen lässt sich tatsächlich etwas Zeit, bis er den Spannungsbogen anzieht aber spätestens in der Mitte hatte er mich wieder mit Haut und Haar und es fiel mir schwer, das dicke Buch aus der Hand zu legen.


    Wie schon im Vorgänger besticht die Geschichte durch eine ganz eigene Exotik. Das mittelalterlich angehauchte Setting schwankt zwischen Asien und Spanien und einem Land, welches ich mal ganz salopp als ein Märchenland beschreiben würde, in dem Meerhexen, Basilisken, Riesen und Waldtrolle ihr Unwesen treiben und ein hungriger Riesenbär namens Grym ständig Leute verspeisen will.


    Stark und kraftvoll sind aber nicht nur die magischen Wesen, sondern vor allem und eindeutig an erster Stelle die menschlichen Darsteller, die charakterlich bis in die kleinste Nebenrolle intensiv und tiefgründig gestaltet sind. Brüche in den Persönlichkeiten, Reifungsprozesse, psychologische Abgründe; alles da in dieser Riege so unterschiedlicher Akteure. Der Leser wird dabei auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Liebgewonnene Personen sterben zu Hauf – das kann man nicht schönreden. Aber die ein oder andere Überraschung sorgt dafür, dass man all dies verkraftet und von der Kraft und Spannung überrascht wird, die die Handlung immer weiter vorantreibt zu einem furiosen Finale.


    Ja, es gibt jede Menge offene Enden und unbeantwortete Fragen. Ja, man weiß, dass es noch einen dritten Band braucht, um diese Geschichte in einen sicheren Hafen zu bringen. Und der ein oder andere Cliffhanger dräut durch die letzten Seiten. Aber dennoch kann man den zweiten Teil der Trilogie sehr zufrieden zuklappen, denn man wurde von Bernhard Hennen wieder Mal aufs Trefflichste unterhalten und kann sich freuen, dass dieses tolle Märenmärchen noch nicht zu Ende ist.


    5ratten

    :lesen:





  • Auf der Insel Cilia eskaliert der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes. Mit militärischer Übermacht rücken die Ligisten immer weiter vor und die Hoffnung der Waldbewohner liegt auf einer alten Sage, nach der die weiße Königin ihnen in höchster Not zu Hilfe eilen wird. Milan Tormeno versucht sich aus den kriegerischen Auseinandersetzungen heraus zu halten, doch überall auf der Insel erwachen Märengestalten zum Leben, und nur Milan kann sie bekämpfen.


    Das vorliegende Buch stellt den zweiten Band der Trilogie: „Die Chroniken von Azuhr“ da. Der dritte erscheint voraussichtlich im nächsten Jahr. Ich ging mit großen Erwartungen an diesem Folgeband heran, hatte mich der erste doch wirklich zu begeistern vermocht, vor allen Dingen durch seine Balance zwischen heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen und der Entwicklung der Charaktere, die mir besonders wichtig ist.


    Die ersten Seiten irritierten mich zunächst, ging es doch nicht um den Protagonisten des ersten Bandes, auf den ich eigentlich gehofft hatte. Nein der (Mammut)Prolog setzt 18 Jahre vor den Ereignissen auf Cilia ein und erzählt zunächst die Geschichte einer recht grausamen Schlacht. Erst am Ende klärt sich, warum die Schilderung so wichtig war. Für mich selbst war dieser Prolog einfach zu lang, zu ausschweifend. Ich wurde ein bisschen aus der Geschichte geworfen und empfand nur langsam Zuneigung zum General und den Karrenrittern – was für mich eigentlich den Ausschlag zu einer guten Geschichte setzt.

    Aus diesem Grund war ich mehr als glücklich, als ich endlich wieder Milan auf den Seiten begrüßen durfte. Der junge Mann hatte sich durch die Tode aus dem ersten Band verändert. Er ist härter geworden und immer wieder drängte sich mir der Vergleich mit seinem Vater Nandus Tormeno auf, dem Erzpriester. Die beiden werden sich immer ähnlicher. Milan macht zudem in der Geschichte eine wahnsinnige Entwicklung durch. Zum Glück hat er mit Rainulf einen Gefährten an seiner Seite, der ihn erdet. Milan zieht nämlich durch die Lande und erzählt Mären, in der Hoffnung Felicia wieder auferstehen zu lassen.

    Doch man sollte vorsichtig mit seinen Worten umgehen, da man nicht weiß, was davon Realität werden könnte – was für mich eigentlich die Quintessenz des Buches war. Denn überall sprossen Märengestalten aus dem Boden. Die Magie, die Hennen in den Roman gesteckt hat, ist wundervoll und Milans Erzählungen habe ich wirklich genossen, denn sie erschaffen eine vielschichtige Realität, und ich wusste nie, was im nächsten Moment wahr werden würde und was Fantasie bleiben würde. Den Aspekt habe ich wirklich am Buch geliebt.

    Auch andere Charaktere haben sich weiter entwickelt und sind gereift (was natürlich nicht bedeutet, dass sie bis zum Schluss überleben müssen. Dafür ist Bernhard Hennen zu unberechenbar).


    Die Spannung blieb durchgehend erhalten, vor allen Dingen durch die zahlreichen Schlacht- und Actionszenen, mit denen der Autor immer wieder Spannungsspitzen setzt. Mir persönlich waren es ein bisschen zu viele Schlachten und ein bisschen zu viel Gewimmel. Ich musste das ein oder andere Mal erst sortieren, wer zu wem gehört und wer gegen wen kämpft. Eigentlich schade, da die Kämpfe wirklich spektakulär waren. Für mich gab es „Die weiße Königin“ immer wieder Höhepunkte, an deren Spitzen ich mir Hoffnung machte, dass das Buch jetzt genauso weiter geht, das ich genauso gebannt bin, wie von dieser einen Szene. Aber es gab auch immer wieder Szenen, bei denen ich geneigt war, sie zu überfliegen. Vielleicht lag es auch daran, dass Hennen mit so vielen Perspektiven jongliert hat. Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht genau.


    Ich bin selbst irritiert, dass mich dieser Band nicht so zu begeistern vermochte, wie der erste. Vielleicht auch ein bisschen frustriert von mir selbst. Ich wollte das Buch mögen. So bekommt es von mir leider nur 3,5 Sterne – ich bin trotzdem sehr gespannt auf den dritten Teil!


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Die weiße Königin ist der 2. Teil von Bernhard Hennens Trilogie Die Chroniken von Azuhr.


    Die Handlung spielt auf der Insel Cilia, auf der schwere Schlachten toben. Die Liga der Stadtstaaten bekämpft die Herzöge des Schwertwaldes, um diese und ihr Volk zu vertreiben und versklaven.

    Eine alte Sage lässt die Waldbewohner hoffen; Sie besagt, dass die weiße Königin in der Stunde der größten Not zurückkehrt und ihnen beisteht.


    Mitten in diesen Kriegswirren, versucht der junge Milan Tormeno einen Weg, die von seinem Vater getötete Felicia, wieder zum Leben zu erwecken. Allerdings hat er erst einmal genug damit zu tun, die Mären, die um ihn herum zum Leben erwachen, zu bekämpfen und das gestaltet sich schwieriger, als er es für möglich gehalten hat. Er begreift nach und nach, wie wichtig es ist mit Bedacht vorzugehen, wenn man die Wirklichkeit verändern möchte.

    Sein Vater Nandus Tormeno kämpft derweil seine eigenen Kämpfe. Mutig, sich für nichts zu schade,unaufhaltsam und einfallsreich aber auch kaltblütig, berechnend, gnadenlos und grausam verfolgt er seine Ziele, muss jedoch am Ende einsehen, dass auch er Grenzen hat.


    Wie schon im 1. Teil, haben mir auch diesmal wieder die Charaktere und Wesen in dieser Geschichte sehr gut gefallen. Selten kommt es vor, dass ich böse Personen, eigentlich mag - und in Büchern noch viel seltener, als in Filmen. Hier ist es nun so, dass Nandus Tormeno einer der faszinierendsten Charaktere überhaupt für mich ist. Selten war ich mir, während einer Lektüre, so unklar über eine fiktive Person ! Es hat mir viel Spaß gemacht die Szenen mit ihm zu lesen, auch wenn sie oftmals sehr grausam waren. Generell sind die Schlachten langwierig, grausam und sehr genau beschrieben, aber ohne sie, würde der Geschichte etwas sehr Wichtiges fehlen.

    Der Leser wird dafür mit einer unglaublich spannenden und rasanten, zumindest wenn die Schlachtszenen vorüber sind, Geschichte belohnt, die so toll geschrieben und eine so schöne Atmosphäre hat, das es eigentlich unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen !

    Während des Lesens war ich oft, verwirrt und hatte manchmal das Gefühl nicht mehr durchzublicken, hier wäre ein Personenregister hilfreich gewesen, aber wenn ich jetzt auf die beiden Bände zurückblicke, fällt mir erst auf, wie komplex das Ganze eigentlich ist und wie geschickt verwoben, wirklich toll !!!

    Ich freu mich jetzt schon riesig auf den letzten Teil


    Mein Fazit aus diesem Buch : Sei achtsam, was du wo erzählst und welche Worte du wählst, es könnte etwas losgetreten werden, was so nicht gewollt wurde.


    5ratten

    Mein Patronus ist eine Büchereule

  • ***:buchtipp:***


    Gleich vorne weg, weil ich es nicht mehr aushalte: Dies ist mein Buch des Jahres und somit auch mein Buchtipp des Jahres!


    Der 2. Teil der Trilogie der Chroniken von Azuhr startet mit einem fulminanten Auftakt. Man kommt als Leser kaum zum Aufatmen zwischen Schlachtengetümmel, Märengestalten, Jagd, Liebe und Tod. Bernhard Hennen hat in diesem 2. Band wunderbar bewiesen wie furchtbar, grausam und unmenschlich Schlachten sein können, während er auf jeder Seite auch die Menschlichkeit heraushebt. Nichts ist eindimensional und Bernhard Hennen schafft es mit unglaublichem Geschick kontroverse Charaktere vorzustellen und weiterzuentwickeln. Die Handlung wird bei der Brillianz der Charaktere beinahe nebensächlich. Die Märengestalten, die Schlachten in diesem Band führen den Leser immer weiter in die Welt von Azuhr und bringt ihn dem Schicksal Milans und der Welt ein Stück näher.


    Von mir gibt's hier in allen Belangen volle Punktzahl.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Der Krieg um den Schwertwald beginnt. Es wird an verschiedenen Fronten gekämpft und mittendrin sind natürlich Nandus und Milan Tormeno. Doch kämpfen nicht nur die Liga gegen die Schwertherzöge, sondern auch die Märengestalten werden vermehrt zu wirklichen Kreaturen, die ebenso bekämpft werden müssen...


    Bernhard Hennen hat es geschafft, eine komplexe Welt zu erschaffen, in der im Krieg zwischen gut und böse nicht mehr zu unterscheiden ist. Und wie soll man das auch tun, wo doch jede Seite zu grauenvollen Kriegsgräueltaten greift? Wie schon im ersten Band angekündigt, vermischen sich die Grenzen. Aber ein wenig fehlt mir dadurch auch manchmal das Ziel. Mir ist nicht immer so klar, worauf der Roman eigentlich hinaus will. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir Band 1 nicht mehr ganz präsent ist, weswegen ich jedem raten würde, die Zwischenzeit zwischen den Bänden nicht zu lang werden zu lassen. Und dies fordert natürlich auch den Leser. Es benötigt Konzentration, um der komplexen Handlung auch folgen zu können. Doch da Hennen wie immer durch seinen wundervollen Schreibstil brilliert, ist aufmerksames Lesen allein schon deswegen hier angesagt!


    Die Charaktere sind so facettenreich wie schon im ersten Buch und entwickeln sich stetig weiter. Vor allem auch Milans Gabe des Fleischwebens verändert einiges. Es gibt so viele spannende Charaktere, dass ich mich kaum entscheiden kann, wen ich am liebsten mag. So wie die tollen Hauptfiguren, wie Milan und Nandus sind überaus faszinierend, aber auch die kleinen Nebenfiguren wie der Meuchelmörder Falce sind einfach großartig und charakterstark gezeichnet, dass ich mich auch für eine solch zwielichtige Gestalt begeistern kann.

    Hinzu kommen all die einfallsreichen Märengestalten, die teilweise an bekannten Mären angelehnt und ein wenig verändert wurden, teilweise frei erfunden sind. Sie alle werden auf spannede Weise zum Leben erweckt und der Kampf gegen und mit ihnen ist stets interessant zu verfolgen.


    So bleibt der Spannungsbogen auch konstant oben. Langweilig wird es nie, aber auch Verschnaufpausen gibt es so wenig. ;) Nichtsdestotrotz ist die Azuhr-Reihe auch weiterhin bester Lesegenuß und ich warte gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Band - auch wenn diesmal feststehen wird: Ohne einen Reread von Band 1 + 2 werde ich Band 3 nicht lesen!

  • Zweiter Band der Chroniken von Azuhr


    Auf der Insel Cilia strebt der Konflikt zwischen der Liga der Stadtstaaten und den Herzögen des Schwertwaldes einem blutigen Höhepunkt entgegen. Aufgrund der massiven militärischen Überlegenheit der Liga setzen die Menschen des Schwertwaldes ihre ganze Hoffnung auf eine alte Sage: im Moment der größten Not erscheint die Weiße Königin, die ehemalige Herrscherin des Waldes, um den Waldbewohnern beizustehen. Wird sich die Sage erfüllen und wenn ja, wann? Die Chancen stehen gut, denn seit einiger Zeit tauchen immer mehr Märengestalten auf und der junge Milan Tormeno muss allmählich lernen, welche Verbindung zwischen ihm und den Wesen besteht.


    Mit Spannung habe ich den zweiten Teil der Chroniken erwartet, wollte ich doch wissen, wie es mit Milan Tormeno weitergeht, der im ersten Band beschlossen hat, sich nicht länger für die Zwecke der beiden Kriegsparteien einspannen zu lassen. Außerdem war ich gespannt darauf, wie Milan seine Fähigkeiten als Fleischweber erforschen wird und welche Macht damit verbunden ist.


    Das Buch beginnt mit einem ziemlich langen Dialog, bei dem es ebenfalls um eine Schlacht vor 18 Jahren geht und die Grundlage für die anschließende Haupthandlung bildet. Durch die blutigen und ungeschönten Beschreibungen der Schlacht wird die ganze Hässlichkeit des Kriegs sehr gut deutlich. Man sollte auch nicht zu sehr mit einzelnen Charakteren sympathisieren, denn bei dem Autor weiß man nie, welche Figuren das Ende des Geschehens erleben werden.


    Aber auch im Hauptteil geht es zwischen der Liga und den Rebellen des Schwertwaldes kämpferisch und blutig zu, während Milan auf seine Weise versucht, die Märengestalten, die immer zahlreicher auftauchen, zu bekämpfen. Jedoch muss er ziemlich schnell erkennen, dass seine wohl gemeinten Absichten nicht immer die Früchte tragen, die er sich vorgestellt hat.


    Milan macht in diesem Buch eine merkliche Entwicklung durch, die Kämpfe sowie persönlichen Schicksalsschläge verändern den jungen Mann und sein Entschluss, sich aus dem Krieg herauszuhalten, wird immer schwerer einzuhalten.


    Bernhard Hennen schafft es spielend, mich mit seinem bildhaften und mitreißenden Schreibstil in die Welt von Cilia zu versetzen, um mit den Protagonisten mitzufiebern und mitzuleiden. Ganz großartig sind auch die märchenhaften Beschreibungen der Mären, die über Fähigkeiten verfügen, die durch die Sagen und Erzählungen über sie verändert werden können. Was das auf lange Sicht bedeutet, wird Milan als Fleischweber im Laufe der Geschichte immer klarer. Es stellt für ihn eine riesige Herausforderung dar und ich bin gespannt, ob er es schaffen wird, sie zu meistern.


    Auch der zweite Band erzählt wieder eine spannende Geschichte mit einigen unerwarteten Wendungen und überraschenden Fakten – ich freue mich jetzt sehr auf den dritten Abschlussband und bin gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird.


    5ratten

    Liebe Grüße

    Karin