03 - Kapitel 10 bis einschließlich Kapitel 14

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von SABO.

  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt - einschließlich Kapitel 14 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Tabea

  • In diesem Leseabschnitt empfand ich die Handlung als schleppend. Es werden viele Befragungen durchgeführt und ich merke für mich, dass ich gedanklich immer wieder abschweife. Wie zu Beginn bei der Personenanzahl, habe ich hier das Gefühl ich werde mit Andeutungen, Verdächtigungen bombardiert. Es fällt mir schwer, den Ueberblick zu behalten.

    Weiter wieder Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Tremaine fragt sich zu Beginn des Abschnittes warum nach dem Mord die Leute beieinander bleiben, statt in ihre Zimmer zu gehen. Mir erscheint das überaus logisch. Denn der Mörder geht frei rum, ist vielleicht einer von ihnen. Wer hat da nicht Angst ins Zimmer zu gehen und vielleicht das zweite Opfer zu werden? Auch Tremaines Interpretation von Charlottes Zustand nach dem Leichenfund finde ich an den Haaren herbei gezogen. Bei jemandem, den man gerade erst 2, 3 Tage kennt kann man doch unmöglich benennen ob die Reaktion "normal " ist der nicht.

    Grame rückt immer mehr in den Kreis meiner Verdächtigen. Warum ist der so heiter? Das passt doch was nicht....

    Den Brief empfinde ich als äusserst seltsam....wer befolgt solche Anweisungen?

    Verstehe nicht, warum Tremaine denkt, der Baum berge die Lösung? Ist das rein intuitiv...

    Wieder zwei Ubersetzungen, die ich entweder nicht verstehe oder unglücklich übersetzt wurden:

    -Der Mord hat uns gleichsam zu Bettgesellen (?) gemacht. Seite 122

    - Fest gebackenen (?) Schnee an den Schuhen. Seite 112

    Einmal editiert, zuletzt von Igela ()

  • Jeder der Gäste ist irgendwie verdächtig. Die Schilderungen der Befragungen, Unterhaltungen und der Gedanken von Tremaine kamen mir teilweise langatmig vor.

    Warum hat Beechley das dritte Kostüm gekauft? Und was sollte diese komische Brief? Wusste er, wer der Absender war? Komisch, dass er seinen Ring im Pförtnerhaus liegen lassen sollte. Damit der Verdacht auf ihn fällt? Das erscheint mir ein bisschen zu plump.


    Mir geht es wie Igela , ich bin auch der Meinung, dass Merdocai das Verhalten der anderen Gäste vorschnell beurteilt. Er kennt sie doch gar nicht.


    Benedict ist überaus gut gelaunt, das kommt mir reichlich komisch vor. Klar, vielleicht ist er froh, dass Jeremy nicht mehr unter den Lebenden weilt, aber wenn in meinem Haus ein Mord passiert, bin ich doch betroffen! Vielleicht hätte es ja ihn treffen sollen, immerhin ist ER der Weihnachtsmann vom Dienst.


    Vielleicht war der Täter ja doch nicht unter den Gästen, von den Chorsängern ist anscheinend einer zurückgeblieben.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Wieder zwei Ubersetzungen, die ich entweder nicht verstehe oder unglücklich übersetzt wurden:

    -Der Mord hat uns gleichsam zu Bettgesellen (?) gemacht. Seite 122

    - Fest gebackenen (?) Schnee an den Schuhen. Seite 112

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Übersetzerin aus dem süddeutschen / österreichischen Raum stammt. Diese Ausdrücke kenne ich von meiner Großmutter, die Tirolerin war. Auch das Wort „lupfte“ (ebook S. 111) passt irgendwie nicht in den Sprachfluss des Buches.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Stimmt! Dieses "lupfte" und die "Bettgesellen" sind mir auch negativ aufgefallen.

    Die Übersetzung holpert ziemlich dahin - leider!

  • Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Übersetzerin aus dem süddeutschen / österreichischen Raum stammt. Diese Ausdrücke kenne ich von meiner Großmutter, die Tirolerin war. Auch das Wort „lupfte“ (ebook S. 111) passt irgendwie nicht in den Sprachfluss des Buches.

    Lupfte habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Das ist mir auch aufgefallen und ist sogar das Wort in Schweizerdialekt für "heben".

  • Ich habe die Übersetzerin mal gegoogelt, die ist aus Köln. Kann aber durchaus sein, dass sie südliche Wurzeln hat. Als Übersetzerin arbeitet sie seit den 90er Jahren, allzu alt kann die Übersetzung also nicht sein.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Dieser Abschnitt zieht sich! Ehrlich: mittlerweile bin ich soweit, dass ich das Buch am liebsten weglegen würde.
    Denn irgendwie kommt es mir wie verlorene Zeit vor, dieses Buch noch weiter zu lesen.


    Die Geschichte ist zäh, die Übersetzung holprig.


    Momentan sind alle verdächtig und Tremaine stellt zum Teil seltsame Vermutungen an.

    na ja....

  • Dieser Abschnitt zieht sich! Ehrlich: mittlerweile bin ich soweit, dass ich das Buch am liebsten weglegen würde.
    Denn irgendwie kommt es mir wie verlorene Zeit vor, dieses Buch noch weiter zu lesen..

    Ich habe beschlossen heute abend noch den Schluss zu lesen und gut ist. Es sind ja nur noch schlappe 50 Ebookseiten.

    Ich bin jedoch direkt froh, geht es nicht nur mir so!

  • Beitrag von Caren ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Dabei habe ich mich sehr auf diesen Krimi gefreut. Und ich habe lange versucht, die positiven Anteile für mich hervorzuheben, aber es ist nun mal nicht jeder ist ein Hercule Poirot!

  • Sorry das ich am WE nicht mit euch schreiben konnte. Prüfungen, Weihnachtsfeste und Arbeit verstopfen meine Adventstage.


    Ich kann euch in diesem Teil verstehen. Die Vermutungen und lange Befragungen die Tremaine anstellt, sind doch mit Momenten anstrengend zu lesen.

    Allerdings gab es doch ein paar AHA-Momente für mich. Zum Beispiel als herausgefunden wird, dass es nicht zwei, sondern gleich drei Weihnachtsmänner gab, die in der besagten Nacht ihr Unwesen trieben. Da musste ich sogar auflachen, sowas amüsiert mich.

    Oder die Tatsache dass es draußen im Schnee zwei Paar Fußspuren gibt die vom Haus wegführen, aber nur eine Spur zum Haus hin.

    Oder der fehlende 14. Sternsinger. Das war doch bestimmt dieser gruselige Typ vom Anfang der Geschichte der so komisch in der Einfahrt herum lungerte.


    Stimmt! Dieses "lupfte" und die "Bettgesellen" sind mir auch negativ aufgefallen.

    Die Übersetzung holpert ziemlich dahin - leider!

    Könnte es sein dass im original Wörter benutzt wurden die in einer Art englischem "Platt" gesprochen sind und die Übersetzerin versucht nur, die Atmosphäre zu erhalten?

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

    Einmal editiert, zuletzt von nanu?! ()

  • Jeder verdächtigt Jeden. Ich glaube, diese ganzen Vorkomnisse haben mit dem wirklichen Mordfall nichts zu tun.

    Ein Weihnachtsmann (Grame) hat die Päckchen an den Baum gehangen. Der zweite Weihnachtsmann (Beechley)hat sie wieder runter geholt, um sie zu klauen, denn er braucht Geld. Der Professor hat das letzte Päckchen an sich genommen, einfach nur so, weil er dachte, Rainer braucht es ja jetzt nicht mehr. Und weil er in Wirklichkeit der Weihnachtsgrinch :elf: ist.

    Der vierzehnte Sternsinger hat die Diamanten geklaut. Grame freut sich so über Rainers Tod, weil er nun freie Bahn bei Lucia hat.

    Bei all den Verhören vermisse ich ein wenig die Denys. Keiner befragt sie, denn keiner kommt auf den Gedanken, dass sie einen Mord begehen könnte. Dabei hat sie doch auch ein Motiv. Rainer wollte verhindern das sie Roger heiratet. Vielleicht ist sie durchgedreht und hat ihn umgebracht.

    Ich glaube auch Roger kein Wort. Er sitzt die halbe Nacht draußen in der Kälte rum, weil er denkt es KÖNNTE vielleicht etwas passieren. Glaub ich dem nicht. Vielleicht haben Roger und Denys ja auch den Mord zusammen verübt.

    Ob ich mit meinen Theorien bei irgendwas richtig liege, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist es auch ganz einfach Fleming, der Butler. Weil es IMMER der Butler ist (wenn kein Gärtner in der Nähe ist :spinnen:)

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

    Einmal editiert, zuletzt von nanu?! ()

  • Ob ich mit meinen Theorien bei irgendwas richtig liegen kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist es auch ganz einfach Fleming, der Butler. Weil es IMMER der Butler ist (wenn kein Gärtner in der Nähe ist :spinnen:)

    Du wirst lachen, genau das habe ich auch schon gedacht. Mangels Gärtner war es wohl der Butler!

  • Mich hat ein viraler Infekt die letzten Tage ans Bett gefesselt, deswegen konnte ich noch nicht meinen Senf zu diesem Abschnitt geben.


    In diesem Leseabschnitt empfand ich die Handlung als schleppend. Es werden viele Befragungen durchgeführt und ich merke für mich, dass ich gedanklich immer wieder abschweife. Wie zu Beginn bei der Personenanzahl, habe ich hier das Gefühl ich werde mit Andeutungen, Verdächtigungen bombardiert.

    Du hast recht, Duncan ist ein bisschen gar großzügig mit dem Streuen von Verdachtsmomenten. Im Vergleich dazu geht Agatha Christie um einiges subtiler vor. Für meinen Geschmack bekommt man auch zu viel von Tremaines Gedankengängen zu lesen. Es wird mir zu viel präsentiert, deswegen fühle ich mich auch nicht wirklich zum Miträtseln eingeladen. Andererseits hatte ich wohl zu hohe Ansprüche. Ich kann es einem Autor nicht vorwerfen, wenn ich eigentlich einen Agatha-Christie-Krimi im neuen Gewand erwartete und das nicht bekommen habe.



    Ich glaube auch Roger kein Wort. Er sitzt die halbe Nacht draußen in der Kälte rum, weil er denkt es KÖNNTE vielleicht etwas passieren. Glaub ich dem nicht.

    Ich auch nicht. Das ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Viel wahrscheinlicher hat Roger mit Denys in ihrem Zimmer vorher, sagen wir mal, gekuschelt. Dann kommt das ganze Haus in Aufruhr, Denys geht nachsehen, Roger schleicht sich raus, kriegt mit, dass seine Liebste in Bedrängnis ist und stürmt über die Terrasse wieder rein. Das können die beiden aber nicht zugeben, da sie erstens nicht verheiratet sind, zweitens noch nicht einmal verlobt und das drittens Denys Ruf ruinieren würde. Außerdem würden sie sich damit noch verdächtiger machen, als sie schon sind. Wobei Mordecai Denys gar nicht verdächtigt. Weil sie ja so eine süße junge Frau ist und so verliebt. Und so unglücklich, weil der Adoptivpapa den Auserkorenen nicht mag. :rollen:

  • Ich auch nicht. Das ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Viel wahrscheinlicher hat Roger mit Denys in ihrem Zimmer vorher, sagen wir mal, gekuschelt. Dann kommt das ganze Haus in Aufruhr, Denys geht nachsehen, Roger schleicht sich raus, kriegt mit, dass seine Liebste in Bedrängnis ist und stürmt über die Terrasse wieder rein. Das können die beiden aber nicht zugeben, da sie erstens nicht verheiratet sind, zweitens noch nicht einmal verlobt und das drittens Denys Ruf ruinieren würde. Außerdem würden sie sich damit noch verdächtiger machen, als sie schon sind. Wobei Mordecai Denys gar nicht verdächtigt. Weil sie ja so eine süße junge Frau ist und so verliebt. Und so unglücklich, weil der Adoptivpapa den Auserkorenen nicht mag. :rollen:

    Ob Denys Ruf hier schwer in Mitleidenschaft gezogen werden kann, glaube ich nicht. Es ist ja kein Geheimnis mehr das die beiden ein Paar sind.

    Mich hat eher gestört, dass hier niemand Denys verdächtigt. Sie hatte genauso einen Grund, Rainer umzubringen, wie alle anderen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr, als die anderen. Immerhin wollte Rainer er verhindern, dass sie ihre Liebe heiratet. Und dabei hat er noch nicht einmal Gründe genannt, warum er Roger so sehr hasst.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Na ja, das Buch wurde in den späten 40ern geschrieben und spielt in der UpperClass der britischen Society. Da hatte man offiziell keinen Sex vor der Ehe, schon gar nicht, wenn man noch nicht einmal verlobt war. Es galten einfach andere moralische Regeln als heute. Was junge Paare hinter verschlossenen Türen taten, war das eine. Diskret hatten sie allerdings vorzugehen. Offen eine intime Beziehung zu haben, wäre eine Skandal gewesen.

  • dodo Ich hoffe, dein Infekt ist pünktlich vor Weihnachten verflogen!

    Ich gebe dir recht, ich denke, das ist auch das was mir in diesem Buch nicht gefällt...es ist von allem zu viel. Zu viele Personen, Verdachtsmomente, Verdächtige, Ueberlegungen von Tremaine...

  • Als es hiess, dass der Hausherr, in seiner Funktion des Weihnachtsmannes, doch eigentlich auch im Dorf für die armen Kinder, die nun wirklich ihren Spaß daran hätten, nicht den Nikolaus gibt, habe ich mich schon sehr gewundert. Denn wo kommen weihnachtliche Mythen am besten an? Bei den Kindern!

    Bis dahin dachte ich, er sei ein alter verschrobener Mann, der Weihnachtslaune verbreiten will, so einfach der puren Freude wegen..

    Das er es nur auf seinem eigenen Weihnachtsfest machte, hatte einen Hauch von Egozentrik, ein Egotrip mit roter Zipfelmütze.

    Das war nicht stimmig.