02 - Kapitel 5 bis einschließlich Kapitel 9

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von dodo.

  • Hier könnt Ihr zum zweiten Abschnitt - einschließlich Kapitel 9 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Uiuiui. das wird ja richtig spannend.


    An den altmodischen Schreibstil habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ich finde, er fällt gar nicht mehr auf und es flutscht jetzt nur noch beim lesen.


    Die letzten Kapitel waren überaus interessant. Nicht nur, weil wir jetzt einen Toten haben (endlich), sondern weil sich teilweise ja richtige Abgründe auftun.

    Gerald Beechley zum Beispiel. Der feine Herr lässt sich von seinem Freund, Benedict Grame, aushalten. Bekommt sogar regelmäßig Geld von ihm. Und das Telephonat bei dem Beechley von Tremaine überrascht wurde, war ja auch sehr interessant. Beechley schuldet jemanden Geld, aber Grame will es ihm diesmal nicht geben. Wenn das nicht mal ein Motiv ist.

    Außerdem muss ich da gleich an dem Paket in Beechleys Auto denken. Tremaine konnte sehen, dass da roter Stoff aus dem Paket herauslugte. Womöglich ein Weihnachtsmannkostüm?


    Und dann gibt es eine wertvolle Diamantenkette im Haus. Befand die sich vielleicht in einem der Päckchen im Weihnachtsbaum? Derjenige der den Mann umgebracht hat, muss ja nicht unbedingt der gleiche sein der auch die Geschenke gestohlen hat.


    Und die Leiche? Es ist doch nicht Grame. Jetzt müsste man noch wissen ob der Mörder sich vertan hat und eigentlich Grame umbringen wollte, und stattdessen Jeremy Rainer erwischt hat. Hat Jeremy Rainer vielleicht heimlich an die Geschenke gewollt und hat deswegen das Kostüm angehabt? Hach, es gibt so viele Möglichkeiten.


    Der Verlobte von Denys hat komisch reagiert finde ich. Behauptet, jemand hätte ihn umgehauen, aber erzählen kann man ja viel.

    Glaubt ihr, der Sekretär Blaise ist so unschuldig wie er tut? Und Denys selbst? ist die wirklich so lieb und zauberhaft? Meistens sind ja die Nettesten am Ende solcher Krimis doch nicht so nett, wie sie immer tun :P.


    Das mit den Abdrücken auf dem Boden habe ich nicht so richtig verstanden. Waren das jetzt viereckige Spuren, wie eine schwere Kiste, oder waren das Schleifspuren von was? Und nass sollen die gewesen sein, habe ich das richtig verstanden? Hat man die Leiche rein geschleift? Das war komisch beschrieben.


    Mir fallen nachher bestimmt noch ein paar Dinge ein, die mir jetzt entfallen sind. Ich bin sehr auf eure Meinung gespannt. Mir jedenfalls gefällt der Krimi immer besser weil man so wunderbar im Dunkeln tappt.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Der zweite Leseabschnitt hat mir weitaus besser gefallen als der erste. Nun wird es auch spannend, irgendwie habe ich das Gefühl, es sind alle verdächtig. Dass, die Leiche nicht Benedict ist, habe ich gehofft und mit Jeremy als Toten kann ich leben. Das Motiv ist ja sehr unklar. Ich vermute mal, der Grund war nicht der Diebstahl der Geschenke! Für mich ist Verdächtiger Nummer eins eigentlich Beechley. Denn, dass er das zweite Weihnachtsmankostüm ins Haus gebracht hat, ist ja wohl klar. Denn, in dem Paket im Wagen konnte ja nichts anderes Rotes sein. Auch seine Reaktion, als der Tote gefunden wurde ist verdächtig. Ebenfalls seine Geldnöte. Hat er das Kollier gestohlen und Benedict ist im auf die Spur gekommen. dann hat Beechley versehentlich den falschen Weihnachtsmann getötet? Die Frage ist, warum er Tremaine eingeladen hat. Ihm wäre ja gelegen gewesen, wenn kein Detektiv im Haus gewesen wäre…. Den Weihnachtsmann,der Termine nachts beobachtet war wohl der potentielle Tote. Doch warum schleicht sich Jeremy mit Beechleys Weihnachtsmannkostüm nachts um das Haus. Irgendwie geht das nicht auf...

    Sehr gut fand ich, dass mit Tremaine Blick in die Runde, die Figuren noch kurz zusammen gefasst wurden.

  • Das mit den Abdrücken auf dem Boden habe ich nicht so richtig verstanden. Waren das jetzt viereckige Spuren, wie eine schwere Kiste, oder waren das Schleifspuren von was? Und nass sollen die gewesen sein, habe ich das richtig verstanden? Hat man die Leiche rein geschleift? Das war komisch beschrieben.


    Das habe ich auch nicht verstanden. Eine Leiche macht zwar nasse Spuren, jedoch keine Abdrücke auf dem Boden.

  • Das mit den Abdrücken auf dem Boden habe ich nicht so richtig verstanden. Waren das jetzt viereckige Spuren, wie eine schwere Kiste, oder waren das Schleifspuren von was? Und nass sollen die gewesen sein, habe ich das richtig verstanden? Hat man die Leiche rein geschleift? Das war komisch beschrieben.


    Das habe ich auch nicht verstanden. Eine Leiche macht zwar nasse Spuren, jedoch keine Abdrücke auf dem Boden.

    Das habe ich auch nicht verstanden.


    Beechley ist verdächtig. Er braucht Geld und Benedict macht diesmal nichts locker. Das zweite Nikolauskostüm hatte er doch im Auto?! Oder hat uns da der Autor auf eine falsche Spur geführt?


    Grame hat ja schon irgendwie ein kleine Macke. Das meine ich nicht negativ! Warum muss er sich als Weihnachtsmann verkleiden, wenn ihn beim Geschenke verteilen doch niemand sieht? Die Mühe könnte er sich doch sparen. Aber es ist wahrscheinlich seiner Weihnachts - Leidenschaft geschuldet.


    In modernen Krimis passiert der Mord gewöhnlich ganz am Anfang und die Ermittlungen füllen die ganze Geschichte. Hier lernen wie alle Protagpnisten VOR dem Mord kennen, das finde ich sehr sympathisch. Es ist mir im zweiten Teil auch schon leichter gefallen, die Namen den Personen zuzuordnen.


    Die Truppe, die hier zusammen feiert, ist schon sehr skurril! Diese Professor Lorring ist mir nicht so ganz geheuer. Beechley hat Geldsorgen und muss irgendwie zu Geld kommen. Charlotte hat auch ein Geheimnis. Austin Delamares Vergangenheit scheint nicht ganz astrein zu sein. Napiers sind auch schwer zu durchschauen. Keiner der Gesellschaft ist „normal“. ^^


    Von ausgelassener, fröhlicher, harmonischer Weihnachtsstimmung habe ich noch nichts gemerkt. Ihr?


    Mordecai beobachtet einen verdächtigen (?) Sänger im Chor. Ist das vielleicht der dunkle Mann, der ihm schon vorher aufgefallen ist, den er nach dem Weg gefragt hat?


    So wirklich begeistert bin ich nicht von der Geschichte, aber ich kämpfe mich durch. Jedenfalls macht es Spaß, mit euch zun spekulieren.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Caren Nee...Weihnachtsstimmung geht definitiv anders!

    Ich bin auch nicht sooo begeistert. Allerdings empfinde ich diesen zweiten Abschnitt als packender, da endlich mal was geschieht. Und flüssiger zu lesen, da die vielen Nebendetails aus dem ersten Teil weniger sind...und man sich an die vielen Figuren etwas gewöhnt hat.

  • Manches ist auch irgendwie klischeehaft! Dass er Charlotte beobachtet und sie es nachher abstreitet, das belauschte Telefongespräch von Beechley,.....

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Manches ist auch irgendwie klischeehaft! Dass er Charlotte beobachtet und sie es nachher abstreitet, das belauschte Telefongespräch von Beechley,.....

    Als das Buch geschrieben wurde, waren das noch keine Klischees, sondern total innovative Ideen. :clown:

    Schade das euch das Buch nicht so gefällt. Mir gefallen gerade die altmodische Atmosphäre und der Spaß des Detektivs am knobeln.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Manches ist auch irgendwie klischeehaft! Dass er Charlotte beobachtet und sie es nachher abstreitet, das belauschte Telefongespräch von Beechley,.....

    Als das Buch geschrieben wurde, waren das noch keine Klischees, sondern total innovative Ideen. :clown:

    Aaaaahhh - ok. :)

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Als das Buch geschrieben wurde, waren das noch keine Klischees, sondern total innovative Ideen. :clown:

    Schade das euch das Buch nicht so gefällt. Mir gefallen gerade die altmodische Atmosphäre und der Spaß des Detektivs am knobeln.

    Ich denke nun, das ist wohl weniger meine Zeitepoche. Aber ein Versuch war es ja wert.

    Mich stört eigentlich weniger die Atmosphäre oder die Handlung. Der umständliche und gestelzte Schreibstil ist es was es für mich mühsam macht.

  • Als das Buch geschrieben wurde, waren das noch keine Klischees, sondern total innovative Ideen. :clown:

    Das wollte ich auch gerade schreiben. Das Buch wurde 1949 veröffentlicht. Es ist folgt dem klassischen Krimi-Aufbau aus dieser Zeit: In einem kleinen, überschaubaren Kreis an Personen geschieht ein Mord. Ein oft harmlos wirkender Außenstehender hat es faustdick hinter den Ohren und beginnt mit der Aufklärung des Mordes. Er wird von den anderen gerne unterschätzt, nervt sie mit teilweise impertinenten Fragen und setzt ihre Antworten, ihr Verhalten und scheinbar nicht mit dem Mord in Zusammenhang stehende zufällige Begegnungen in Zusammenhang. Am Ende präsentiert er im großen Showdown, bei dem alle versammelt sind, den Mörder.


    Für meinen Geschmack blickt Tremaine ein bisschen zu sehr in das Innere seines Detektivs und verrät zu viel von seinen Gedanken und Gefühlen. An Agatha Christies Meisterschaft kommt er nicht heran. Trotzdem ist der Krimi für mich bis jetzt handwerklich gut gemacht. Er sorgt für kurzweilige Unterhaltung und lädt mich zum Miträtseln ein. Allerdings bin ich auch ein großer Freund dieser altmodischen Kriminalromane.



    Ich denke nun, das ist wohl weniger meine Zeitepoche. Aber ein Versuch war es ja wert.

    Stimmt, solange man etwas neues nicht ausprobiert hat, weiß man nicht, ob es einem gefällt.


    Der umständliche und gestelzte Schreibstil ist es was es für mich mühsam macht.

    Gerade den Stil finde ich sehr passend für diese Art von Krimis. Diese gemächliche, umständliche Erzählweise der Handlung gefällt mir gut. Wobei ich natürlich nicht eure Übersetzung beurteilen kann.

  • dodo Ich habe den nächsten Leseabschnitt begonnen...dort habe ich wieder so was Punkto Uebersetzung...doch das nehme ich mit rüber und berichte dann dort!

  • Wenn die Übersetzung nicht passt, ist das wirklich ärgerlich. Ich erwischte einmal eine Version von Jules Vernes "Kurier des Zaren", da standen mir die Haare zu Berge. Schlecht übersetzt, eingekürzt und dann auch noch Teile der Handlung verändert. Das so etwas überhaupt veröffentlicht werden darf! Man fand auch nirgends einen Übersetzer angegeben - kein Wunder, dafür hätte ich meinen Namen auch nicht hergegeben.


    Es war übrigens diese Ausgabe:

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link

  • Verquer und verquerer - das stimmt wirklich! Mittlerweile haben wir eine Leiche und viele, viele Verdächtige. Denn abgesehen von Jeremy und Tremaine haben sich alle irgendwie verdächtig benommen!

    Wobei: eigentlich erfahren wir ja viel bzw fast alles aus der Sicht von Tremaine, aber das schließt ihn als Täter doch nicht aus (Remember Roger Ackroyd!)


    Wirklich seltsam war die Tatsache, dass Roger in der Nähe war und die seltsamen Spuren, mit denen ich nicht viel anfangen kann.


    Mit dem Schreibstil habe ich mir in diesem Abschnitt schwerer getan und ein paar Mal waren die Aussagen für mich richtig "aus der Zeit gefallen". Zum Beispiel als alle um den Toten versammelt sind und Roger dann dazu kommt. Er umarmt Denys und meint dann so etwas wie "Denk nicht dran"... :entsetzt: Was für eine komische Aussage in dieser Situation. Mir ist schon klar, dass er beschützen wollte, aber heute würde niemandem mehr so ein Satz über die Lippen kommen.

    Das bedeutet jetzt allerdings nicht, dass mir das Buch nicht gefällt. In meinem Kopf läuft ein Schwarz-Weiß-Film ab und dazu passt die Sprache perfekt. Gab es schon einen Hinweis auf das Jahr der Handlung? Erschienen ist das Buch 1949. Also wird es auch ungefähr zu dieser Zeit spielen. Jedenfalls: wäre es in moderner Sprache übertragen würde mich das sehr stören. Die Sprache passt schon so wie sie ist - auch wenn ich manchmal stolpere!:leserin:

  • Mordecai beobachtet einen verdächtigen (?) Sänger im Chor. Ist das vielleicht der dunkle Mann, der ihm schon vorher aufgefallen ist, den er nach dem Weg gefragt hat?

    Ja! Ich habe das zumindest so verstanden! Allerdings war der Mann diesmal total versunken in den Gesang.

    Wenn die Übersetzung nicht passt, ist das wirklich ärgerlich.

    Das ist eine gute Frage - keine Ahnung! Was meint ihr? Zwischendurch hab ich mir allerdings auch gedacht, dass da etwas holprig übersetzt wurde. Übersetzt wurde es von einer gewissen Barbara Först - allerdings ist für mich nicht klar ersichtlich, ob für die Auflage 2017 auch eine neue Übersetzung gemacht wurde?!?


    Noch ein Nachtrag: wer hat Jeremys Geschenk vom Christbaum entfernt? Und vor allem warum?

  • ysa : Wenn im ebook so viele Fehler sind, kann es sich vielleicht sogar um eine andere Übersetzung handeln. Die Möglichkeit besteht, dass ihr sprachlich bzw. stilistisch gesehen unterschiedliche Bücher lest.