Mary Wings - Sie war schnell wie der Blitz

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    Klappentext:

    Kaum ist der Unzugsstress nach Kalifornien überstanden, muss sich Emma Viktor auf die Suche nach einer Frau begeben, die in den Bann der mysteriösen Vishnu-Sekte geraten ist. Trotz ihres Misstrauens gegen die gelbgewandeten Apostel ist auch Emma beeindruckt. Dann wird eine Leiche aus der Bucht von San Francisco gefischt, und Emma lernt ungewöhnliche Foltermethoden am eigenen Leib kennen.


    Meine Meinung:

    Ein irgendwie nostalgisches Buch, 1988 geschrieben. Die Handlung spielt in San Francisco in den 1980er Jahren. Da laufen die Leute nicht mit Laptops herum, sondern haben noch dicke Kalender bei sich, in denen die Termine etc notiert sind; da gibt es keine Smartphones, sondern man telefoniert noch mit Wählscheibentelefon oder in der Telefonzelle; man hämmert irgendwelche Texte auf der Schreibmaschine; da hört man noch fette Discomusik und Krishnasekten und Kommunen sind hoch im Kurs.

    In diesem Sektenmilieu bewegt sich der „Krimi“. Auf den ersten 100 Seiten lernte man jede Menge Personen kennen, darunter einen abgehalfterter Rockstar und ihr Umfeld, einige Sektenmitglieder, den Sektenanführer und natürlich Emma, die Protagonistin. Sie begibt sich auf die Suche nach einer Bekannten, die in diese Sekte eingetreten ist. Im Sektenmilieu spielen auch die nächsten 100 Seiten und es plätschert alles so vor sich hin. Ich habe mich ständig gefragt, wann denn nun endlich etwas Krimi-mäßiges passiert, vor allem der Mord, der im Klappentext anvisiert wurde. Der kommt dann auch noch, auf Seite 200 (von 300). Aber da hatte ich bereits jegliches Interesse am Gang der Dinge verloren. Es ist ein komisches Gefühl, wenn in einem Krimi ein Mord passiert und man möchte eigentlich gar nicht wissen, wer ihn warum begangen hat. Sowas hatte ich noch nie. Die letzten 100 Seiten habe ich eher quergelesen und es haben sich auch keine neuen Welten und Erkenntnisse mehr aufgetan. Außer natürlich, dass man erfahren hat, wer den Mord begangen hat und warum. Aber das war ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen und hatte mit den bisherigen Vorkommnissen auch recht wenig zu tun.

    Der Schreibstil dagegen ist ganz gut, teilweise sehr witzig, manchmal ironisch - wenigstens damit kann die Autorin punkten. Wogegen sie sich nach meinem Empfinden beim Schreiben des Romans nicht ganz schlüssig war, ob sie nun einen Krimi, einen Roman über Sekten oder einen Roman über lesbische Frauen schreiben wollte.

    Was der Titel, der im englischen gleich ist, mit dem Inhalt zu tun hat, hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen, Aber vielleicht habe ich nicht aufmerksam genug gelesen.


    2ratten

    Einmal editiert, zuletzt von Auelie ()