HP4: Abschnitt 4: S.301 (Kapitel: Die Eichung der Zauberstäbe) bis S.402

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Balena.

  • Uff, der Streit von Harry und Ron ist jedes Mal aufs Neue fast schmerzhaft zu lesen. Das Ganze hat sich so schnell hochgeschaukelt und beide sind so stur dass sie keinen Schritt nachgeben wollen. Aiaiai... Gerade deshalb sind diese Kapitel freundschaftsmäßig/beziehungsmäßig besonders gelungen. Rowling macht das wirklich glaubhaft und genau so würde es auch im realen Leben ablaufen. Ich mag mal den Einen, dann den Anderen ordentlich schütteln und dann die Szene in der Ron das Gespräch mit Sirius abbricht. Ich weiß Harry ist verletzt und wie gesagt, ich kann beide Seiten nachvollziehen aber im ersten Moment hat Ron ja "normal" mit ihm gesprochen und ich habe das Gefühl da wären sie ganz knapp dran gewesen sich zu vertragen. Aber Harry kann halt leider auch nicht nachgeben und wie er Ron in seinem Hochwasserpyjama anschreit und einen Anstecker nach ihm wirft - ach, das bricht mir das Herz..


    Hermine ist hier wirklich ziemlich toll, sehr aufmerksam und sensibel.

    Ich hab mal in einem Interview mit JKR gelesen, dass sie wohl in gewisser Weise eine Art Alter Ego von ihr selbst zur Schulzeit ist..

    Ach, das von JKR wusste ich nicht. Interessant!

    Ich stelle fest, wenn man alle Bände so direkt hintereinander liest fallen einem Hermines Stärken sogar noch mehr ins Auge.

    Sie versucht ja oft als Einzige einen kühlen Kopf zu bewahren. Diese Streitsituation zwischen den Jungs ist auch für sie nicht einfach und sie probiert wirklich eine gute Freundin zu sein. Sie steht sofort hinter Harry, tut alles um ihm bei der ersten Aufgabe zu helfen, mit Ritas Artikel wird es auch nicht einfacher für sie, etc. Dennoch bleibt sie unerschütterlich in ihrer Unterstützung und ignoriert alle blöden Kommentare. Puh, da hätte sie sich wirklich ein "Danke" verdient.


    Die Zeit vor der ersten Aufgabe muss für Harry unerträglich gewesen sein. Fast alle denken er lügt, der furchtbare Unterricht bei Snape und dann soll er auch noch zum Fototermin. Da wollte er bestimmt am Liebsten im Boden versinken.

    Die Eichung der Zauberstäbe fand ich eine ganz tolle Idee. Cedric, der seinen Zauberstab noch poliert hatte :D

    Sehr interessant finde ich wenn man kleinere Charaktere wieder trifft, hier zum Beispiel Ollivander. Und generell wie Rowling Andeutungen einbaut.

    Hagrid, der vertrauensvolle Hagrid, plaudert natürlich die erste Aufgabe aus. "Bong-soar" ^^

    Ich hab mich gefreut, dass wir Charlie kurz wiedersehen! Wie er zu Hagrid sagt, er habe die Dracheneier zählen lassen haha. Ich könnt mir gut vorstellen, wie Hagrid mal in den Schulferien eine Art Praktikum im Drachenreservat macht.


    Amüsant finde ich Krum. Der berühmte Quidditch-Spieler scheint so gut wie nie zu sprechen und wie er immer durch die Bibliothek schlurft. Herrlich.

    Hochanständig fand ich Harrys Gespräch mit Cedric, als er ihm sein Wissen mitteilt. Der wäre ja der einzige gewesen, der nichts davon gewußt hätte.

    Das gefiel mir auch sehr gut! Sehr schön von Harry!


    Die Nervosität vor der ersten Aufgabe ist richtig spürbar und bei der Aufgabe selbst muss man richtig mitfiebern. Gefallen hat mir, dass man auch bei McGonagall ein bisschen mehr Emotionen und Sorge sieht. Die Punktevergabe beim Turnier wirkt ja ähnlich willkürlich wie die Vergabe der Hauspunkte.

    ENDLICH vertragen sich die Jungs wieder. Auch eine meiner Lieblingsszenen weil sie so authentisch ist - beide total unbeholfen und dazwischen die hibbelige Hermine :herz:

  • Oh ja, ganz bestimmt!

    Welche Drachenart ihm wohl am Liebsten wäre? Vermutlich hätte er einfach von jeder ein Ei geschnappt und heimlich versucht ein eigenes Drachreservat aufzubauen :S

  • Ich habe ja den Verdacht, Hagrid hat ein Auge auf Madame Maxime geworfen. Dass er so weit geht und ihr, naja auch Harry, die Drachen zeigt, ist ein Stück. Sicher kann ich verstehen, dass ein Mann wie Hagrid unbedingt von diesen tollen Tieren erzählen muss, aber doch nicht den Gegner!

    Hagrid ist so niedlich unbeholfen in seiner Schwärmerei für Madame Maxime. Aber natürlich muss er sehr beeindruckt von ihr sein, wo er endlich mal jemanden trifft, der eine ähnliche Größe wie er selbst hat.

    Und diese Mogeleien beim Turnier finde ich herrlich. Ich kann mir so gut vorstellen, dass es in jedem Turnier so vorgeht und auch wenn Dumbledore sich strikt neutral verhält, so kann er das auch gelassen tun. Er weiß sicherlich am Besten, dass es genügend Leute gibt, die Harry unterstützen und somit auch Harry. Wie Harry Cedric hilft, fand ich auch sehr anständig, aber das ist Harry. Er hat schließlich nichts gegen Cedric und die Drachen zum ersten Mal zu sehen, musse in wahnsinniger Schock für Harry gewesen sein. Kein Wunder, dass er das Cedric nicht zumuten will, wo er genau weiß, Cedric wäre der einzige, der sich nicht vorbereiten könnte. Zumal Harry sicherlich Cedric mehr den Sieg wünschen würde als Krum oder Fleur. Da schlägt sein Herz sicherlich trotz aller Konkurrenz mehr für Hogwarts. ;)



    Dumbledores Reaktion auf Rita ist wirklich bezeichnend für ihn: höflich, dabei immer ehrlich und strikt. Er lässt sich von ihr nicht beeindrucken. Egal wie bösartig ihre Artikel ausfallen.

    Dumbledore zeigt immer wieder wahre innere Größe. Nicht nur Rita Kimmkorn gegenüber - auch wie er Dobby großmütig einstellt und ihm sogar eine wirklich angemessene Bezahlung und Urlaub in Aussicht stellt. Selbst Winky stellt er ein. Wieder ein solches soziales Projekt, denn bisher zeigt sie sich nicht besonders dankbar und fleißig, aber das ist Dumbledore wohl egal, denn manchmal gibt es Wichtigeres als eine perfekte Arbeitskraft zu haben.

    Rita Kimmkorn finde ich sehr anstrengend. Das soll sie wohl auch sein, aber ich merke, wie ich immer ungeduldiger ihr gegenüber werde. Sie ist eine echte Plage und ich sehe wirklich schwarz für Hagrid, wenn er sich auf ein Interview mit ihr einlässt.


    Ich stelle fest, wenn man alle Bände so direkt hintereinander liest fallen einem Hermines Stärken sogar noch mehr ins Auge.

    Hermine hat wirklich viel mehr Fähigkeiten als ihren Fleiß und ihre Klugheit. Sie ist ein Mensch mit großen Gerechtigkeitssinn und viel Verständnis. Zudem hat sie eine hohe soziale Kompetenz mit großen Einfühlsvermögen. Eine seltene Kombination!


    Sehr interessant finde ich wenn man kleinere Charaktere wieder trifft, hier zum Beispiel Ollivander. Und generell wie Rowling Andeutungen einbaut.

    Wie du denke ich da auch immer weiter.


    Zu den Streitereien:

    Ich finde sie auch sehr realistisch, auch wenn mir das ebenfalls im Herzen weh tut. Aber man sich auch mal anschauen, wie alt Harry, Ron und Hermine sind. Sie stecken mitten in der Pubertät, es wäre total seltsam, wenn sie sich eben nicht streiten würden. Zumal sind alle drei wirklich starke Charaktere. Ich bin einfach nur froh, dass sie sich wieder vertragen und das am Ende noch nicht mal Worte der Entschuldigung angebracht sind, zeigt, wie wichtig sie sich sind.


    Zu den Elfen:

    Diese Küchenszene ist drollig und traurig zugleich. Ich liebe Dobby ungemein und es ist wirklich niedlich zu sehen, was für einen loyalen Freund Harry durch Dobby bekommen hat. Winky hingegen kommt gar nicht mit ihrem Schicksal zurecht und ihr geht es immer schlechter. Aber sie hat auch gerne für ihre Familie gearbeitet. Ich denke, das ist auch ein ausschlaggebender Grund. Wie werden die Elfen von ihren Familien behandelt? Wenn sie gut behandelt werden, arbeiten sie auch gerne für die Familie und empfinden es als Schmach entlassen zu werden. Wenn man sie aber so schlecht behandelt also mishandelt, wie Dobby das durch die Malfoys erfahren hat, dreht sich das Ganze sehr schnell. Verwunderlich ist das allerdings alles nicht. Deswegen denke ich auch, sind die Hogwarts-Elfen eher schockiert von Dobbys Worten, denn dort hat man unter so vielen seinesgleichen sicherlich ein gutes Leben.

  • Hagrid ist so niedlich unbeholfen in seiner Schwärmerei für Madame Maxime. Aber natürlich muss er sehr beeindruckt von ihr sein, wo er endlich mal jemanden trifft, der eine ähnliche Größe wie er selbst hat.

    Die Szene in der Hagrid sich "zurechtmacht" inklusive seiner widerspenstigen Haare und die ganze Interaktion zwischen Hagrid und Madame Maxime sind ein Highlight für mich. Er ist ja fast so aufgeregt wie die Teenager-Jungs. Ich finds auch schön endlich mal mehr von ihm zu erfahren.


    Rita Kimmkorn finde ich sehr anstrengend. Das soll sie wohl auch sein, aber ich merke, wie ich immer ungeduldiger ihr gegenüber werde.

    JKR hat mit Rita Kimmkorn wirklich eine durch und durch unangenehme Person geschaffen. Wie sie mit anderen Leuten umspringt :grmpf:

    Sie kann Charaktere, die man ins Herz schließt und gern hat, richtig gut darstellen. Genauso gelungen schafft sie das aber auch mit dem Gegenteil. Da gibt´s ein paar Personen im Potter-Universum :kommmalherfreundchen:


    Noch kurz zum Spoiler:

  • Da muss ich immer an die Knallrümpfigen Schnarchkackler denken (kommt dann in einem andren Band vor) :err:

    Ja, die schrumpfhörnigen Schnarchkackler... oder "crumple horned snorkacks" (so ähnlich jedenfalls) - von denen niemand weiß, ob es sie wirklich gibt... ;)


    Die Szene mit dem aufgebrezelten Hagrid und seinem "Bong-soar" fand ich auch herrlich! Er und Madame Maxime passen so toll zusammen!