HP4: Abschnitt 7: S.589 (Kapitel: Der Traum) bis S.688

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LizzyCurse.

  • Diese Vision oder auch Traum, von dem Harry mit stark schmerzender Narbe wieder zu sich kommt, muss Prof. Trelawney in höchste Entzückung versetzt haben. Was es aber bedeuten soll, ist noch unverständlich.


    Harry rennt also schurstracks zu Dumbeldore. Meiner Meinung nach das Beste, was er tun konnte. Während der seinen Besuch, es sind Fudge und Moody, verabschiedet, späht Harry in einen Schrank. Allerhand! Das hätte ich von Harry eigentlich nicht erwartet. Aber gut, dort entdeckt der das Denkarium und kann mit dessen Hilfe eine alte Szene miterleben.


    Von der Verhandlung des Barthy Crouch, wusste ich schon, aber dass Karkarof und Snape Todesser waren, hat mich sehr beunruhigt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass beide so dumm wären und unter Dumbledore und auch in Anwesenheit der Schüler über ihren Meister zu sprechen. Wenn sie noch für ihn arbeiten würden, hätten sie das alles viel verschwiegener angehen lassen. Oder spielt einer der beiden falsch? Aber dann hätten sie die Sache mit dem Mal nicht Dumbledore erzählt.

    Ob Crouch junior lügt oder nicht kann damit eigentlich ja nicht klargestellt werden. Man ist ja nur Zeuge der Verhandlung.

    Ludo Bagman also auch. Puh, so langsam frage ich mich, wer denn noch, von dem man es nicht erwartet hätte.

    Endlich ein wenig Information über Bertha Jorkins. Ich glaube, dass Voldemort sie umgebracht hat. Ob sie mit ihm kooperierte oder gezwungen wurde, ist noch fraglich. Wahrscheinlich letzteres. Warum aber Crouch sich nicht mehr um diesen Fall kümmern will, ist eigenartig. Man glaubt fast, er wäre froh sie los zu sein. :gruebel:

    Jetzt ist auch klar, warum Neville bei seiner Oma lebt. :traurig:


    Dumbledore bringt das Verschwinden von Bertha und Frank in Zusammenhang. Das ist schon mal gut.


    Moody mischt sich ganz schön oft in die Aufgaben von Harry ein. Klar, ich kann verstehen, dass er Harry unterstützen möchte, aber es ist gegen die Vorschriften. Ich dachte, gerade er als Vertreter des Gesetzes würde sich da mehr dran halten. Naja, es ist ja nicht so, dass er Harry das Denken abnimmt, aber trotzdem. Dabei frage ich mich immer noch, wie Cedric auf die Lösung mit dem Ei gekommen ist. Ob die Maulende Myrrthe ihre Finger im Spiel hatte? Nein, eher unwahrscheinlich, das ist nicht ihre Art.

    Die letzte Aufgabe hört sich erst mal gar nicht so schwierig an, aber wer weiß, was in dem Labyrinth alles drin ist. Gut dass Ron und Hermine ihn unterstützen um sich so gut wie möglich darauf vorzubereiten.


    Und erst sieht es auch einfach aus. Warum ihm nur so wenig Hindernisse begegnen? Bei den anderen sieht es ja ganz anders aus. Hat er nur einen besseren Weg eingeschlagen oder hat da jemand die Finger im Spiel... Fleur hat wesentlich weniger Glück als er, wie man so hört. Und als er dann Cedric und Viktor miteinander kämpfen sieht, dachte ich erst, aha, also ist Viktor doch nicht zu trauen. Aber hätte es Viktor wirklich nötig Cedric so früh auszuschalten? Ist Viktor überhaupt Viktor oder nur ein Hindernis?


    Als Harry und Cedric den Sprint zum Pokal hinlegen und dann beschließen den jeweils anderen den Ruhm zu überlassen, befürchtete ich schon, es gäbe einen lachenden Dritten. Aber nein, sie einigen sich und werden beide Sieger. :breitgrins: Ganz Genlteman like!


    Es wär ja so schön gewesen. Leider war das Ding nicht was es versprach und die beiden kommen in einen Alptraum. Der arme Cedric! Ich war geschockt. Ja, so eine Szene hätte Rowling im ersten Buch nicht schreiben können. Da merkt man, dass die Leserschaft älter geworden ist. :schwitz:Das war echt nicht schrecklich, auch wie Wurmschwanz Voldemort seine Gestalt zurück gab. :entsetzt: Diese abgetrennte Hand! Nichts für schwache Nerven. Jetzt hoffe ich halt, dass Cedric gar nicht tot ist oder wiederbelebt werden kann. Aber das wird wohl eher ein Wunschtraum bleiben, oder? :traurig:

  • Auch die Idee dahinter, zumindest so wie es verstanden habe. Man nimmt seine Erinnerungen heraus, damit sie einen nicht den Speicherplatz im Hirn versperren und gleichzeitig aus der Distanz betrachten und bewerten zu können.

    Dabei frage ich mich, ob ich dann ohne das Denkarium die Erinnerungen gar nicht mehr abrufen kann, oder ob es einfach nur dazu dient die Erinnerungen wie einen Film abspulen zu können.

  • Das Denkarium ist echt eine geniale Erfindung von Rowling. Wie geschickt dadurch vergangene Ereignisse in die Handlung einzubauen.

    Eben, das war auch mal wieder einer :) - diese Kunstgriffe fallen mir beim Reread ja auch vermehrt auf! Und wirkliche Kunstgriffe sind es ja eben auch nur dann, wenn sie sich so organisch in die Handlung einfügen und die "Konstruktion"/Funktion dadurch (erst mal..) unsichtbar bleibt. Einfach eine tolle Schriftstellerin. :thumbup:

  • Als Harry und Cedric den Sprint zum Pokal hinlegen und dann beschließen den jeweils anderen den Ruhm zu überlassen, befürchtete ich schon, es gäbe einen lachenden Dritten.

    Da hatte ich grad tolles Kopfkino! :breitgrins:

    Das wärs gewesen.. die zwei debattieren gemütlich hin und her und jemand flitzt vorbei und schnappt den Pokal. Wär auch jeden Fall eine unerwartete Wendung!


    Dabei frage ich mich, ob ich dann ohne das Denkarium die Erinnerungen gar nicht mehr abrufen kann, oder ob es einfach nur dazu dient die Erinnerungen wie einen Film abspulen zu können.

    Das ist eine Frage die ich mir selbst auch gestellt habe. Eine äußerst interessante Erfindung, dieses Denkarium. Vielleicht weiß jemand, ob das eindeutig in den Büchern beschrieben wird.

    Ich habe es (besonders in Bezug auf ein späteres Ereignis) eher so verstanden, dass die Erinnerungen dann tatsächlich nur mittels Denkarium abzurufen sind.

  • Auch die Idee dahinter, zumindest so wie es verstanden habe. Man nimmt seine Erinnerungen heraus, damit sie einen nicht den Speicherplatz im Hirn versperren und gleichzeitig aus der Distanz betrachten und bewerten zu können.

    Dabei frage ich mich, ob ich dann ohne das Denkarium die Erinnerungen gar nicht mehr abrufen kann, oder ob es einfach nur dazu dient die Erinnerungen wie einen Film abspulen zu können.

    Das Denkarium finde ich auch megagenial. Manchmal hätte ich gerne eins!

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich glaub das Denkarium ist dazu da, damit man die Erinnerung wirklich nicht vergisst. Also das sie auch dann nicht verloren gegangen ist, wenn man selbst sie eventuell verdrängt oder doch mal vergessen hat. Dumbledore scheint es ja nur für wirklich wichtige Dinge zu nutzen, bei denen er sicher ist, das es unabdingbar ist, die Erinnerung zu sichern.

  • Ja, mit den Erinnerungen ist das so eine Sache. Ich habe mal gelesen, mit jeder Erinnerung an ein Ereignis würde sich die Erinnerung daran leicht umschreiben, also verändern. Da wäre so ein Denkarium eine tolle Sache. So bliebe sie für immer in ihrer ursprünglichen Version erhalten. Nicht käme unbemerkt dazu, nichts würde weggelassen.

  • Stimmt! Unter dem Aspekt habe ich das Denkarium noch gar nicht gesehen.


    Ich fände es manchmal cool, wenn mein Kopf zu voll mit verschiedensten Dingen ist, mir ein paar Gedanken aus dem Schädel ziehen und mal vorübergehend auslagern zu können.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • yanni Guter Punkt! Ich denke das ist wirklich der Hauptsinn des Denkariums. Ich finde es aber auch genial für die Handlung. Es ist ja immer die Frage, wie man einen Rückblick einbaut. Und dadurch fügt er sich total gut in die Geschichte. Außerdem wieder so ein Punkt, in dem Rowling schonmal das Denkarium erklärt, damit sie es später nie wieder machen muss. :err:

  • Das Denkarium hat mich auch immer wieder zum Nachdenken angeregt und ich habe mich auch gefragt, ob die Erinnerungen dann noch im Kopf abrufbar sind - aber nach der Szene im Buch nachzuschließen, müssen sie noch abrufbar sein. Dumbledore redet immerhin mit Harry über die Erinnerungen, die er sich da angesehen hat und ansonsten könnte er sich ja auch nach dem Anschauen nicht mehr an die Erinnerungen erinnern und dann wäre das Ganze eher hinderlich als gut.

    Was du da ansprichst yanni ist wahr. Das ist immer ein "Problem", wenn man mit Zeitzeugeninterviews arbeitet und forscht (in der Geisteswissenschaft). Wie verlässlich sind die Informationen? Sehr schnell kann man Erinnerungen auch verfälschen, weil man sich vielleicht einer Sache schämt und sie deswegen ein bisschen anders erzählt - irgendwann glaubt man selbst, dass es genau so war.


    So langsam wird das Buch wirklich spannend und nimmt Fahrt auf. Das Kinderbuch verabschiedet sich und es wird komplexer! Das gefällt mir.


    Allerdings habe ich mich (zum ersten Mal im Übrigen) gefragt, warum Wurmschwanz sich so sehr über die Hand freut. Ist sie so besonders? Könnte kein anderer Zauberer (er selbst? Na ja, er scheint nicht so mächtig zu sein...) ihm diese Hand auch wieder geben? Es ist wirklich Wahnsinn, die Voldemort es schafft, dass ihm seine Anhänger zu Füßen liegen.


    Harry rennt also schurstracks zu Dumbeldore. Meiner Meinung nach das Beste, was er tun konnte.

    Endlich mal! Sonst lässt er Dumbledore ja gerne außen vor - hier entscheidet er sich mal richtig. Da hat Sirius guten Einfluss auf Harry - wer hätte das gedacht? Aber Sirius macht sich auch wirklich sehr große Sorgen um Harry, das finde ich immer richtig süß und Sirius' Rolle wird hier immer intensiver.


    Ludo Bagman also auch. Puh, so langsam frage ich mich, wer denn noch, von dem man es nicht erwartet hätte.

    Genau das ist das Problem - viele Zauberer und Hexen haben sich im Netz von Voldemort und seinen Anhänger*innen verstrickt. Ich stelle mir das ein wenig vor wie zur NS-Zeit. Es gab einige Vollblutnazis und viele Mitläufer oder auch Leute, die Hitler durch ihr Schweigen oder aus Angst vor Vergeltung unterstützt haben. Wir bekommen wohl durch Dumbledore und seine Leute eine sehr einseitige (gute) Sicht dargestellt, die nun durch Bagman auch mal etwas aufgelockert wird.

  • Ich glaube schon das es ein komplexer Zauber ist, mit der Hand. Und dazu kommt dann auch noch diese ganze perfekte Show die Voldi da aufzieht. Ich denke das hat auch einen großen Einfluss auf das Verhalten.

  • So langsam wird das Buch wirklich spannend und nimmt Fahrt auf. Das Kinderbuch verabschiedet sich und es wird komplexer!

    Jetzt ist es wirklich kein Buch mehr für Kinder. Aber die Leserschaft ist ja mitgewachsen und auch das gefällt mir an JK Rowlings Büchern so! Ich fand es übrigens sehr nett, dass Harry und Cedric den Gewinn teilen wollten. Leider ist es dann ja ganz anders gekommen. Und plötzlich wird der Wettkampf zu einem Albtraum! Tolle Geschichte!

    Die Szene am Friedhof war wirklich heftig! Voldemorts Macht über seine Anhänger ist enorm: ich hab mich immer gefragt, warum Wurmschwanz ihn nicht verlassen hat. Denn zeitweise war Voldemort ja von seiner Pflege abhängig. Aber dazu hatte Wurmschwanz nicht den Mut und er hatte auch keine wirklichen Alternativen. Und was hat Voldemort gemacht, damit Wurmschwanz seine Hand opfert - was für ein gruseliger Gedanke! (ich weiß noch, dass ich diese Szene beim ersten Mal noch einmal lesen musste, weil mir das so unvorstellbar erschien!)

    Aber auch alle anderen kommen wieder zurück. Auch jene, die eigentlich ein gutes Leben haben. Avila Du hast sicher recht mit dem Vergleich mit den Vollblutnazis und den Mitläufern!


    Das Denkarium ist wirklich eine geniale Erfindung - für Dumbledore und Harry aber auch für den Leser! Wirklich eine tolle Idee! Ich hätte gerne so ein Stück bei mir zu Hause - einfach um nichts zu vergessen und immer wieder die Sicherheit der richtigen Erinnerung zu haben.


    Es wird immer klarer, wie komplex diese Geschichte ist....

  • Ich finde ja die ganze Handlung auf dem Friedhof mega spannend. Und wieder so schöne Kleinigkeiten die eingebaut wurden. Das erste Mal das der gute Voldemort zugibt wer sein Vater ist.

  • Ich finde ja die ganze Handlung auf dem Friedhof mega spannend. Und wieder so schöne Kleinigkeiten die eingebaut wurden. Das erste Mal das der gute Voldemort zugibt wer sein Vater ist.

    Extrem spannend und gruselig! Und es wird auch klar, wer noch immer ein glühender Anhänger Voldemorts ist! Vorher waren das ja eher Vermutungen bzw Verdächtigungen, jetzt ist es klar.

    Voldemorts Auftritt wurde auch im Film gut umgesetzt - ich hab wirklich gestaunt!

  • Und dazu kommt dann auch noch diese ganze perfekte Show die Voldi da aufzieht. Ich denke das hat auch einen großen Einfluss auf das Verhalten.

    Abgesehen davon ist er ja auch für seine Gnadenlosigkeit bekannt!

  • Ich glaube schon das es ein komplexer Zauber ist, mit der Hand. Und dazu kommt dann auch noch diese ganze perfekte Show die Voldi da aufzieht. Ich denke das hat auch einen großen Einfluss auf das Verhalten.

    Die Show ist wirklich der Wahnsinn - und ich glaube auch, dass der Hand-Zauber sehr komplex ist, aber ich denke, dass das auch einige andere Zauberer hinbekommen hätten. Aber ja, hier sieht man, dass Voldemort - wohl auch durch seine ganze Show - einfach einen unglaublich großen Einfluss und Macht auf seine Todesser hat. Wie man sich einer Person so sehr unterordnen kann, finde ich immer wieder erstaunlich und sehr interessant zu lesen.


    Ich fand es übrigens sehr nett, dass Harry und Cedric den Gewinn teilen wollten.

    Absolut. Hier zeigt sich, dass die Beiden doch vom gleichen noblen Gemüt sind. Harry hätte auch einen guten Hufflepuff abgegben. ;) Das Traurigste an der ganzen Sache ist nur, dass Harry Cedric dadurch mit reißt. Er konnte das natürlich nicht ahnen, aber ich würde mir wahnsinnige Schuldgefühle machen, auch wenn sie vollkommen unbegründet sind.


    Ich finde ja die ganze Handlung auf dem Friedhof mega spannend. Und wieder so schöne Kleinigkeiten die eingebaut wurden. Das erste Mal das der gute Voldemort zugibt wer sein Vater ist.

    Ich habe dieser Szene auch entgegen gefiebert, weil sie doch auch aufschlussreich ist im Hinblick auf die weiteren Bände.

  • Avila

  • Ah, das hatte ich nicht mehr so genau auf dem Schirm, aber eine Ahnung. Doch die Aussage auf dem Friedhof hatte mich irritiert.