Bernhard Hennen, Robert Corvus - Die Phileasson-Saga: Totenmeer

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Bernhard Hennen, Robert Corvus - Die Phileasson-Saga: Totenmeer


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    Das Rennen um den Titel „König der Meere“ geht in die sechste Runde


    Die sechste Aufgabe der Wettfahrt zwischen den beiden legendären Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender führt die Kontrahenten in das Sargassomeer. Dieses Totenmeer ist als Ort ohne Wiederkehr bekannt – ausgerechnet dort müssen die beiden ein kostbares Artefakt bergen. Und nur einer kann den Sieg erringen.


    Die Phileasson-Saga gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsreihen im Bereich Fantasy und so war ich natürlich sehr gespannt, was die beiden Ottajaskos und den Leser im sechsten Band erwarten wird.


    Diesmal führt die Wettfahrt in eine der düstersten und unheimlichsten Gegenden von Aventurien: dem Sargassomeer, das für seine Tangfelder bekannt ist, in denen schon so manche Schiffsmannschaft ihr nasses Grab gefunden hat. Dort soll sich ein geheimnisvoller Kelch befinden, den die beiden Kapitäne zu bergen haben. Aber nicht nur Phileasson und Beorn wollen den Kelch in ihren Besitz bringen.


    Das Totenmeer ist alles andere als ein einladender Ort, das wird nicht nur auf dem düsteren Cover deutlich, sondern auch in den Beschreibungen: erstickende Tangfelder, abgewrackte Überreste ehemaliger stolzer Schiff und ruhelose Geister von Verstorbenen, die zwischen den Wracks umherstreifen. Und mittendrin lauert etwas dämonisch Unheimliches, das den Kelch in seinem Besitz hält.

    Die Beschreibungen des Sargassomeeres erinnerten mich an die unheimlichen Szenerien und Beschreibungen im „Himmelsturm“, den zweiten Band der Saga, der zu meinen Lieblingsbüchern der Reihe gehört. Nur dass diesmal auch ziemlich viele Spinnen einen Auftritt haben.


    Ein Highlight der Saga sind für mich die Prologe, die immer ziemlich umfangreich sind und eigene Geschichten darstellen. Diesmal geht es zusammen mit drei Magiern in der Vergangenheit an einen Ort bei den Salamandersteinen, an dem vor langer Zeit ein legendärer Kampf der Elfen stattgefunden hat. Die Drei sind dort auf der Suche nach einem sagenumwobenen Kelch.


    Neben der eigentlichen Aufgabe war ich aber auch gespannt, wie sich der Konflikt zwischen Zidaine, Tjorne und Tylstyr weiterentwickeln wird. Im letzten Buch hat sich bereits angedeutet, dass er dem Höhepunkt zusteuert – allmählich wird es auch Zeit, dass das alles zu einem Ende kommt. Hierbei haben mich die Autoren mit einer Wendung überrascht, mit der ich so absolut nicht gerechnet hatte und die dafür sorgte, dass ich doch so einiges neu überdenken musste.


    Dann gibt es noch die wiederauferstandene Elfe Lailath Schlangenschlächterin, die sich trotz ihres Einsatzes in „Schlangengrab“ immer noch nicht zur Ottajasko des Foggwulfs zugehörig fühlt, sondern weiterhin ihr Ziel verfolgt, die Silberflamme an sich zu bringen, um ihrem Volk die verzweifelt erwartete Rettung zu bringen. Ich war sehr gespannt darauf, wie weit sie gehen würde, um dieses Ziel zu erreichen.


    Eine der Perspektivfiguren ist diesmal der Magier Abdul, was mich sehr gefreut hat, da ich den etwas verschrobenen Zauberer inzwischen sehr gerne mag. Auf der einen Seite hat er immer wieder Probleme mit seinem Gedächtnis und verhält sich oftmals wie ein hilfloses kleines Kind, um dann auf der anderen Seite, wenn Not am Mann ist, mal so nebenher einen mächtigen Zauberspruch aus dem Ärmel zu schütteln. Und das mit einer Leichtigkeit, wie man das sonst nur von den Elfen kennt.


    Es gibt auch traurige Moment in dem Buch: die Lebenszeit der Elfe Galandel deren-Lied-verklingt scheint sich immer mehr dem Ende zuzuneigen. Als Leser habe ich mitgelitten, wenn es ihr immer schlechter geht, fand es aber auch toll, wie sich die Ottajasko von Phileasson um die sterbende Elfe kümmert. Kann es für sie noch eine Rettung geben?


    Auch nach dem sechsten Band kann ich sagen, dass die Saga nach wie vor sehr spannend ist und für Überraschungen und unerwartete Allianzen gut ist. Nun bin ich gespannt, welche Abenteuer die Recken im nächsten Band erwarten.



    5ratten

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Wettfahrt rund um Aventurien geht in die 6. Runde


    Sargassomeer - auch Totenmeer genannt.

    Es ist weder Meer noch ist es Land.

    Ein Ort mit Kreaturen voller Grauen und Schrecken.

    In dem sich beweisen müssen die Recken.

    Ein uraltes Artefakt es zu finden gilt.

    Bewaffnet euch mit Schwert und Schild!

    Macht euch bereit zum Kampf gegen Vielbeinige und Dämonen.

    Seid wachsam sonst wird man euch nicht verschonen.


    Mal wieder ein spannendes und fesselndes Buch, bei dem es mir schwer fiel, es aus der Hand zu legen. Die Beschreibungen der Autoren sind wortgewandt und sehr bildhaft, dass ich als Leser immer eine gute Vorstellung von den Szenen und der Umgebung hatte. Auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte es wäre nicht so intensiv. Die Gerüche und Geräusche im Tangmeer konnte ich mir nur allzugut vorstellen. Die handelnden Charaktere werden gut dargestellt bzw. weiterentwickelt. Es ist mir immer wieder eine große Freude meine Lieblingshelden im Roman wiederzutreffen und zu erfahren, wie ihre Geschichte weitergeht. Auch regen so manche Gedanken und Äußerungen zum nachdenken an. Der wundervolle Humor des Buches lockert die Spannung immer wieder auf, so dass ich als Leser nicht dauerhaft unter Anspannung stand. Es gibt spannende und unerwartete Wendungen, die für Überraschungsmomente sorgen. Aber es gibt auch zarte, kleine und stille Momente, die mir im Gedächtnis geblieben sind und mich berührt haben.

    Die Fortsetzung der Saga ist gelungen, spannend und macht Lust auf die weiteren Abenteuer, die unsere Recken noch bestehen müssen.


    5ratten

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)