Elizabeth George - Wer Strafe verdient/The Punishment She Deserves

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 173 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Die englische Ausgabe war natürlich früher da. Aber dafür muss ich auch schon länger warten.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Ich kann auch endlich vermelden, dass ich durch bin!!!

    Nach der Lösung des Falls kamen diesmal aber noch ziemlich viele Seiten. Das hat mich gestört. Das einzige was mich noch wirklich interessiert hatte, war der Auftritt von Barbara. :)

    Der plötzliche Abgang von Ardery konnte mich nicht überzeugen. Natürlich war Ardery klar, dass Hillier nun von ihrem Alkoholkonsum wissen muss, aber dass sie den Alkohol jetzt wirklich als Problem ansieht, fand ich nicht schlüssig. Ich habe zwar da zum Glück keine Erfahrung, aber so wie man hört, müssen die Leute wirklich erst unten ankommen um Hilfe anzunehmen. Ich habe einfach nicht verstanden, warum Ardery jetzt plötzlich doch erkannt hat, dass sie ihren Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat.


    So, nun werde ich mich mal durch alle eure Kommentare lesen...

  • Doch, ich fand das schon schlüssig, dass Isabelle endlich kapiert hat, dass sie sich helfen lassen muss. Sie mag zwar noch nicht in der Gosse gelandet sein, aber es gab doch einige Tiefschläge in diesem Band, die ihr alles in allem die Augen geöffnet haben: Der bevorstehende Abschied von ihren Söhnen hat schätzungsweise einiges zurechtgerüttelt. Dazu kam noch der Ärger wegen der Ermittlungen und wahrscheinlich auch das Wissen, dass sie kurz davor war, aufzufliegen. Ich glaube schon, dass sie wusste, dass Barbara was gemerkt hat, außerdem hat auch Dorothea sicherlich gecheckt, was Sache ist, als sie mit der Suppe vorbeikam.


    Dass der Alkohol ein Problem ist, hat sie meines Erachtens eh die ganze Zeit gewusst, aber nicht die Kraft aufgebracht, etwas zu unternehmen.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Doch, ich fand das schon schlüssig, dass Isabelle endlich kapiert hat, dass sie sich helfen lassen muss. Sie mag zwar noch nicht in der Gosse gelandet sein, aber es gab doch einige Tiefschläge in diesem Band, die ihr alles in allem die Augen geöffnet haben: Der bevorstehende Abschied von ihren Söhnen hat schätzungsweise einiges zurechtgerüttelt. Dazu kam noch der Ärger wegen der Ermittlungen und wahrscheinlich auch das Wissen, dass sie kurz davor war, aufzufliegen. Ich glaube schon, dass sie wusste, dass Barbara was gemerkt hat, außerdem hat auch Dorothea sicherlich gecheckt, was Sache ist, als sie mit der Suppe vorbeikam.

    Da geht es mir Valentine, ich fand das eigentlich auch ganz schlüssig dargestellt. In der ersten Hälfte des Buches hatte ich zunehmend den Eindruck (an einer Stelle hatte ich das auch geschrieben), dass Isabelle in diesem Buch rasant dem Abgrund zurast.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich bin wieder da und habe eure Kommentare gelesen. Im wesentlichen kann ich euch zustimmen und nicht viel Neues beitragen.


    Dass Ardery endlich den Abgang gemacht hat, finde ich sehr erleichternd für Barbara. Allerdings bin ich sehr bedient davon, wie sacht Hillier mit Ardery umgeht. Sie bekommt ja fast von ihm versprochen, dass sie nach dem Entzug ihre alte Stelle wiederbekommt - obwohl sie so einiges an Dreck am Stecken hat, protegiert Hillier sie noch immer!! Während Barbara, die sich nichts hat zuschulden kommen lassen und beste Polizeiarbeit leistet, und noch dazu in dieser sehr fiesen Probe sich als absolut integer und loyal erweist, gerade mal mit Mühe und Not ihre Entlassung/Versetzung abwenden kann. Unglaublich, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.


    Zum Kriminalfall: auf diese verzwickte Lösung wäre ich auch nicht gekommen, wenngleich sich ja einige Verwicklungen schon angedeutet haben. Ich frage mich, ob die Farbe der Stola am Anfang, in dem ersten Bericht, schon erwähnt wurde. Dann hätte man schon stutzig werden können. Ich kann mich nicht entsinnen, darüber gelesen zu haben, mag jetzt aber nicht blättern und suchen. Valentine, kannst du dich erinnern?

    Ja, auch ein Lynley steht mal auf dem Schlauch und merkt das nicht gleich. Aber an dem Fall stank ja noch einiges andere und Lynley und Barbara hatten sehr viel aufzudröseln.


    Am Ende, bei dieser Tanzveranstaltung, fand ich, dass Lynley schon ein bisschen zu weit gegangen ist, alle einzuladen. Aber zum Glück konnte er es ja nochmal gradebiegen. Auch ich bin gespannt, ob es für Barbava und Salvatore eine Zukunft in den künftigen Bänden gibt, gönnen würde ich es Barbara.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Ich hoffe auch sehr, dass irgendwas geschieht, so dass Isabelle nicht wieder auf ihre alte Stelle zurückkehrt :grmpf:

    Ich frage mich, ob die Farbe der Stola am Anfang, in dem ersten Bericht, schon erwähnt wurde. Dann hätte man schon stutzig werden können. Ich kann mich nicht entsinnen, darüber gelesen zu haben, mag jetzt aber nicht blättern und suchen. Valentine, kannst du dich erinnern?

    Nicht 100%, aber ich meine, die Farbe sei nicht erwähnt worden.


    Allerdings hätte man generell, auch ohne Hinweis auf die Farbe, draufkommen können, dass es eher seltsam ist, dass Druitt eine Stola mit in der Arrestzelle hatte, da er sie beim Auskleiden in der Sakristei als allererstes hätte ablegen müssen. Und dass er sie bei der Verhaftung, die für ihn überraschend gekommen sein muss, schnell in die Tasche gesteckt haben könnte, ergäbe auch keinen Sinn. Wozu denn?

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    (Agnès Varda)

  • Valentine, ja das ist seltsam und darauf hätte man als Polizist kommen können, und du bist ja dann auch als Leserin darauf gekommen. Allerdings gab es in dem Fall viele Unstimmigkeiten, nicht nur die Stola und es war ja gewollt (anfangs, bei Barbaras und Arderys Ermittlung), alles möglichst zu vertuschen. So hatte Barbara wohl einfach keine Chance.

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  • Valentine, ja das ist seltsam und darauf hätte man als Polizist kommen können, und du bist ja dann auch als Leserin darauf gekommen.

    Waren vielleicht alles keine Ex-Ministranten :breitgrins:

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    (Agnès Varda)

  • Man könnte tatsächlich sagen, ich bin vom Fach ;)

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  • Ich weiß endlich, wann ich meinen reRead mache: am 24. fliege ich nach London und weil die Flug- und Zugzeiten so blöd sind (selbst schuld, wenn man Sonntags morgens fliegen will ;-) ) habe ich viel Lesezeit. Jetzt muss ich nur daran denken, den Kindle aufzuladen.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.