04 - Seite 271 bis Ende (Kapitel 39 - 48)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 47 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von RitaM.

  • Hier könnt Ihr zu den Kapiteln 39 - 48 (Seite 271 bis Ende) im Buch Blutacker von Lorenz Stassen diskutieren.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Das Buch liest sich in einem Rutsch durch, sehr spannend! Und wieder hat es Lorenz geschafft, einen spannenden Thriller zu schreiben, der tatsächlich so stattfinden könnte!

    Das Bauvorhaben war also eine Brücke! Darauf wäre ich nie gekommen. Auch war das Komplott doch verworrener, als es zuerst den Anschein hatte. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Reinicken und Veronika darin verwickelt sind. Nur gut, dass Nicolas einen Weg gefunden hat, doch noch Löbig dranzukriegen!

    Ich finde es schade, dass Nina sich von Nicolas getrennt hat, aber wahrscheinlich waren die beiden zu unterschiedlich. Vielleicht hat jetzt Naumann eine Chance bei Nicolas.

    Aber in einer Beziehung ist Nicolas naiv. Hat er tatsächlich gedacht, dass Reinickens Handy nicht mehr geortet werden kann, wenn er es nur ausschaltet? Er sollte doch eigentlich wissen, dass man das Akku herausnehmen bzw. es besser gleich aus dem Fenster werfen sollte!

  • Das Grundstück war also nur eines von vielen, das über Strohmänner gekauft wurde, um den ganz großen Reibach zu machen. Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen. Reinicken hatte den Plan, um das System zu bestrafen. Wie krank. Löbig hat Ehrgeiz, Geld und die kriminelle Rücksichtslosigkeit, diesen Plan umzusetzen. Er hatte alle in der Tasche - die, welche für ihn das Land gekauft hate, aber auch die, welche an entscheidenden Positionen saßen. Steinke erpresste Löbig mit seinem Wissen und Veronika war die treibende Kraft. Letztendlich war es diese Erpressung, die etwas in Gang setzte, dass eine Reihe von Toten hinterließ.


    Der Baron hing nicht in dieser Sache drin und musste dennoch sterben.

    Nina ist es zu verdanken, dass es für Veronika und Nicholas glimpflich abging. Aber Nina will ihren eigenen Weg gehen. Ich denke nicht, dass sie sich die Entscheidung leicht gemacht hat.Vielleicht hat Franka ja jetzt eine Chance.


    Nicholas gibt bis zuletzt nicht auf und will den Drahtzieher bekommen und tatsächlich kann er Veronika überreden, eine Aussage zu machen.


    Es gefällt mir, dass er dem armen Herrn Probst diesen Fall zuschiebt.


    Es war wieder sehr spannend.

  • Keine Ahnung warum, aber irgendwie hatte ich gedacht, dass Probst der neue Angestellte wird 🤔

    Genau das wäre nicht gegangen. Hätte Probst für Meller gearbeitet, hätte er veronika nicht vertreten dürfen wegen Interessenkonflikt. So gesehen war es gut, dass es nie zu einem Vorstellungsgespräch kam. Hat Probst am Ende Glück gehabt.

  • Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat.

  • Aber in einer Beziehung ist Nicolas naiv. Hat er tatsächlich gedacht, dass Reinickens Handy nicht mehr geortet werden kann, wenn er es nur ausschaltet? Er sollte doch eigentlich wissen, dass man das Akku herausnehmen bzw. es besser gleich aus dem Fenster werfen sollte!

    Wir Krimi-/Thrillerleser wissen das, aber Nicholas hat nicht so viel Zeit zum Lesen, er hat ja auch früher lieber gespielt.

  • Aber in einer Beziehung ist Nicolas naiv. Hat er tatsächlich gedacht, dass Reinickens Handy nicht mehr geortet werden kann, wenn er es nur ausschaltet? Er sollte doch eigentlich wissen, dass man das Akku herausnehmen bzw. es besser gleich aus dem Fenster werfen sollte!

    Wir Krimi-/Thrillerleser wissen das, aber Nicholas hat nicht so viel Zeit zum Lesen, er hat ja auch früher lieber gespielt.

    In jedem zweiten Krimi zertritt oder zerschmeißt der Held sein Handy, damit er nicht nachverfolgt werden kann. ^^

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  • Das Grundstück war also nur eines von vielen, das über Strohmänner gekauft wurde, um den ganz großen Reibach zu machen. Darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.

    So richtig drauf gekommen bin ich auch nicht. Ich musste nur immer an eine bayerische Serie denken - der Millionenbauer. Da ging es u.a. auch darum Grund zu verkaufen für eine Autobahntrasse. Damit konnte man richtig Geld machen. Das hatte ich immer im Hinterkopf aber ohne es genau benennen zu können, was es hier sein würde.

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  • Also der Showdown hatte es mal wieder in sich. Das waren ja schon wieder Szenen, die neue Traumata auslösen könnten. =O Wieder ist Nicholas knapp am Tod vorbeigeschrammt. Vielleicht sollte er tatsächlich mal überdenken, ob er sich nicht lieber auf etwas Ungefährlicheres spezialisiert.

    Ich finde es schade, dass Nina sich von Nicolas getrennt hat, aber wahrscheinlich waren die beiden zu unterschiedlich

    Es gibt ja die These, dass Unterschiede sich anziehen und/oder ergänzen. Die Hoffnung hege ich noch immer. Wenn sie erst mal ein bisserl Abstand haben und Nina bei der Polizei arbeitet, dann wären sie doch erst recht ein tolles Ermittlerteam. Und vielleicht knistert es dann auch wieder.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Wieder ist Nicholas knapp am Tod vorbeigeschrammt. Vielleicht sollte er tatsächlich mal überdenken, ob er sich nicht lieber auf etwas Ungefährlicheres spezialisiert.

    Wäre das dann noch Nicholas? Außerdem wären die Bücher dann bestimmt sterbenslangweilig.

  • Wieder ist Nicholas knapp am Tod vorbeigeschrammt. Vielleicht sollte er tatsächlich mal überdenken, ob er sich nicht lieber auf etwas Ungefährlicheres spezialisiert.

    Wäre das dann noch Nicholas? Außerdem wären die Bücher dann bestimmt sterbenslangweilig.

    Ich will ehrlich sein... Wenn jedes Buch nach dem gleichen Schema abläuft, dann wäre es doch auch langweilig, oder? Ich hätte z.B. wahnsinnig gerne mal eine Gerichtsverhandlung. So was liebe ich an Büchern über Anwälte sehr. ;)

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Als wir den Grund erfahren, warum Löbig so scharf auf den Acker von Hinrichs war, war mein erster Gedanke: wie, nur eine Brücke? :D Das klingt im ersten Moment unspektakulär - bis wir dann die ganzen Hintergründe erfahren bzw. all das, was damit zusammenhängt. Da geht es um richtig viel Geld und Löbig hat das alles von langer Hand geplant und auch die entsprechenden wichtigen Stellen in seiner Hand.

    Und dann kommt da so ein kleiner Künstler daher und will ihm in die Suppe spucken :evil:


    Ich gestehe, auf die Brücke wäre ich niemals gekommen, ich habe damit gerechnet, dass wer weiß was in dem Acker vergraben liegt. Dabei habe ich ganz aus den Augen verloren, dass Löbig ein Bautycoon ist, dass es wahrscheinlich war, dass es sich um ein Bau-Großprojekt handeln könnte.


    Da hat Löbig alles so perfekt und langfristig durchgeplant und dann droht ein Ton-Mittschnitt, alles einstürzen zu lassen. Tja, es sind oftmals die kleinen Dinge, die einen zum Sturz bringen können.

    Aber Steinke ist kein Moralapostel, sondern ein kleiner Erpresser, der mit Veronika gemeinsame Sache gemacht hat. Dass Veronika bei der Erpressung mitgespielt hat, hat mich überrascht.


    Genauso, dass ich mich in dem Baron so getäuscht habe. Dass er sich mit Steinke verstritten hatte, weil er keine Lust hatte, Steinke zu adoptieren, darauf wäre ich nie gekommen. Umso tragischer, dass der Baron sterben musste.


    Bei Reinicken war ich mir ja nicht sicher, ob man ihm trauen kann, aber als er Nicholas bei seiner Flucht hilft, war ich überzeugt, dass er nichts von Tarek weiß. Lorenz, da hast du mich ebenfalls ganz fies reingelegt ^^


    Nicholas schafft es zwar, dass Löbigs Absichten auffliegen und er eine ganze Menge Geld verliert, aber mehr ist leider nicht möglich. Wobei das in dem Fall schon eine ganze Menge ist und am wichtigsten ist es, dass Nicholas mit dem Leben davon gekommen ist, es gab schon genug Tote.


    Nina stellt wieder ihre Intelligenz unter Beweis, als sie sich über Veronikas Ausrede wundert, dass sie nicht zu Hause wäre, obwohl sie sie zwei Stunden vorher noch zu einem Treffen gedrängt hat - Michail sei Dank. Ich bin froh, dass er ebenfalls durchkommen wird.


    Rongen und Nicholas "vertragen" sich endlich wieder, das wird auch Zeit. Aber mit Nina wird das vorerst nichts mehr und so wie sie das sieht, habe ich den Eindruck, dass sie keine Zukunft mehr haben. Mit Oliver war also doch mehr, aber nur kurzzeitig. Was Ninas berufliche Zukunft angeht, kapiert er es aber auch echt nicht. Warum will er partout, dass sie in seine Kanzlei eintritt? Weil er Angst hat, sie zu verlieren, wenn er sie quasi nicht "unter Kontrolle" hat? Wobei ich "unter Kontrolle" nicht unbedingt negativ meine, sondern auch in Richtung "beschützen". Dabei engt er sie aber nur unnötig ein.


    Dass Nicholas auf Veronika nicht gut zu sprechen ist, kann man wohl sehr gut verstehen, das wäre ich auch nicht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Nicholas in den ganzen Schlamassel nur deswegen geraten ist, weil sie und ihr Geliebter Löbig erpressen wollten, die beiden haben ja nicht aus edlen Gründen gehandelt.


    Probst bekommt somit gleich seine erste Mandantin, nachdem es mit den Vorstellungsgesprächen nie geklappt hat. Probst hat aber echt Geduld bewiesen.

    Grinsen musste ich bei Nicholas' Warnung an den jungen Kollegen, dass der Fall einiges Aufsehen erregen wird - ein Déjà-vu zum ersten Band, als Nicholas genau die gleiche Warung erhalten hat.


    So, nun hoffe ich, dass Nicholas seinen Vorsatz, etwas kürzer zu treten, auch wirklich einhalten wird.

    LorenzStassen Wird es ein weiteres Buch mit Nicholas?


    In jedem Fall hat mir das Buch wieder viel Spaß gemacht; ich hatte lange keine Ahnung, in welche Richtung das alles geht und habe mich in einigen Figuren gewaltig getäuscht.


    Liebe Grüße

    Karin

  • Vielleicht hat jetzt Naumann eine Chance bei Nicolas.

    Das dachte ich am Ende des Buches auch. Irgendwie habe ich gerade nicht mehr viel Hoffnung für Nicholas und Nina.


    Genau das wäre nicht gegangen. Hätte Probst für Meller gearbeitet, hätte er veronika nicht vertreten dürfen wegen Interessenkonflikt. So gesehen war es gut, dass es nie zu einem Vorstellungsgespräch kam. Hat Probst am Ende Glück gehabt.

    So hatte Nicholas Schusseligkeit, was das Vorstellungsgespräch angeht, doch was gutes.


    Es gibt ja die These, dass Unterschiede sich anziehen und/oder ergänzen. Die Hoffnung hege ich noch immer. Wenn sie erst mal ein bisserl Abstand haben und Nina bei der Polizei arbeitet, dann wären sie doch erst recht ein tolles Ermittlerteam. Und vielleicht knistert es dann auch wieder.

    Ich bin mal gespannt, ob das klappt. In jedem Fall benötigen die beiden erstmal viel Zeit, falls überhaupt noch eine Chance bestehen soll, dass sie zusammenkommen.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Wieder ist Nicholas knapp am Tod vorbeigeschrammt. Vielleicht sollte er tatsächlich mal überdenken, ob er sich nicht lieber auf etwas Ungefährlicheres spezialisiert.

    Wäre das dann noch Nicholas? Außerdem wären die Bücher dann bestimmt sterbenslangweilig.

    Das wäre nicht mehr Nicholas. Und mit Nina bei der Polizei gibt es bestimmt genug Abwechslung 😊

  • Aber Steinke ist kein Moralapostel, sondern ein kleiner Erpresser, der mit Veronika gemeinsame Sache gemacht hat. Dass Veronika bei der Erpressung mitgespielt hat, hat mich überrascht.

    Ja, das ist eine von den Wendungen, die ich nicht auf dem Schirm hatte.

    Genauso, dass ich mich in dem Baron so getäuscht habe. Dass er sich mit Steinke verstritten hatte, weil er keine Lust hatte, Steinke zu adoptieren, darauf wäre ich nie gekommen. Umso tragischer, dass der Baron sterben musste.

    Ich glaube, da wäre niemand draufgekommen.

    Lorenz, da hast du mich ebenfalls ganz fies reingelegt ^^

    Wie bei so vielem...:gruebel:

    Probst bekommt somit gleich seine erste Mandantin, nachdem es mit den Vorstellungsgesprächen nie geklappt hat. Probst hat aber echt Geduld bewiesen.

    Wdenn ich zweimal versetzt worden wäre, hätte ich aufgegeben. Nicholas traut ihm ja trotzdem viel zu, wieso hat Probst sich eigentlich keine andere Kanzlei gesucht? Oder wollte ihn sonst niemand?

  • Ich gestehe, auf die Brücke wäre ich niemals gekommen, ich habe damit gerechnet, dass wer weiß was in dem Acker vergraben liegt. Dabei habe ich ganz aus den Augen verloren, dass Löbig ein Bautycoon ist, dass es wahrscheinlich war, dass es sich um ein Bau-Großprojekt handeln könnte.



    Ich habe eigentlich nie erwartet, dass da etwas vergraben sein sollte. Es dts d immer für mich fest, dass etwas gebaut oder angelegt werden sollte. Aber auf eine Brücke bin ich nie gekommen.

  • Rongen und Nicholas "vertragen" sich endlich wieder, das wird auch Zeit. Aber mit Nina wird das vorerst nichts mehr und so wie sie das sieht, habe ich den Eindruck, dass sie keine Zukunft mehr haben. Mit Oliver war also doch mehr, aber nur kurzzeitig. Was Ninas berufliche Zukunft angeht, kapiert er es aber auch echt nicht. Warum will er partout, dass sie in seine Kanzlei eintritt? Weil er Angst hat, sie zu verlieren, wenn er sie quasi nicht "unter Kontrolle" hat? Wobei ich "unter Kontrolle" nicht unbedingt negativ meine, sondern auch in Richtung "beschützen". Dabei engt er sie aber nur unnötig ein.

    Leider reden die beiden zu wenig miteinander. Und ich denke, Ninas Trauma hat auch etwas damit zu tun.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Wdenn ich zweimal versetzt worden wäre, hätte ich aufgegeben. Nicholas traut ihm ja trotzdem viel zu, wieso hat Probst sich eigentlich keine andere Kanzlei gesucht?

    Ich hätte es dann wohl auch sein lassen. Ich hatte mich auch gefragt, ob Probst nicht noch eine andere Kanzlei in der Hinterhand gehabt hätte.


    Leider reden die beiden zu wenig miteinander. Und ich denke, Ninas Trauma hat auch etwas damit zu tun.

    Das könnte natürlich sein, dass ihr Trauma auch noch mitreinspielt.

    Liebe Grüße

    Karin