Lorenz Stassen - Blutacker

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

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    Zum Inhalt lt. Amazon:


    Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen!



    Zum Autor:


    Lorenz Stassen, geboren 1969, wuchs in Solingen auf und wurde zunächst Chemielaborant. Er wechselte ins Film- und Fernsehgeschäft und arbeitet seit 1997 als freischaffender Drehbuchautor, u. a. für »Alarm für Cobra 11« und »Soko Köln / Soko Stuttgart«. »Angstmörder« ist sein erster Roman. Lorenz Stassen lebt in Köln.



    Wir lesen das Buch ab 18.01.2018 in einer Leserunde. Wer sich noch spontan anschließen möchte, ist sehr herzlich willkommen.

    Leserunde Anmeldethread

  • Nach dem Angstmörderfall geht es bergauf mit der Kanzlei Meller, ein neues Büro in der Kölner Innenstadt, zahlungskräftige Klienten und natürlich ein neues Auto. Aber dann gibt es einen Mord an einem Paketboten und nur ein Paket ist verschwunden, nämlich das an Nicholas Meller. Hauptkommissar Rongen kann kaum glauben, dass Nicholas keine Ahnung hat, worum es geht. Dann gibt es noch einen Auftrag von einem Baron von Westendorff, den Nicholas dank Beziehungen im Nu löst. Als er dann auch noch eine Einladung des Barons erhält, ist Meller überzeugt, dass ihn nun nichts mehr bremsen kann. Wie man sich doch irren kann.

    Mir hat auch dieses Buch wieder viel Spaß bereitet. Es ist von Anfang an spannend und bis zum Ende wird man im Unklaren darüber gelassen, was hinter der ganzen Geschichte steckt und wer die Drahtzieher sind.

    Ich habe immer gedacht, dass Paketboten nur Muckis brauchen, aber sie leben wohl ganz schön gefährlich.

    Nicholas hat russische Wurzeln und Verbindungen zu nicht ganz lupenreinen Russen. Diese Verbindungen nutzt er gerne, weiß aber auch genau, wie weit er gehen darf. Lange ist seine Kanzlei mehr schlecht als recht gelaufen und nun genießt er den Erfolg. Kann man es Nicholas verdenken, dass er ganz oben mitmischen will? Leider geht im dabei ein bisschen der gesunde Menschenverstand verloren. Mir hat aber gefallen, dass er dann doch wieder in die Spur kommt und sich nicht benutzen lassen will. Aber er wurde schon tief in die Geschichte hineingezogen. Nina Venhoegen, Nicholas‘ Lebensgefährtin mit Handikap, kämpft derweil mit eigenen Problemen. Im Büro hat Büroleiterin Astrid Zollinger alles im Griff, nur ihren Chef manchmal nicht.

    Ein toter Paketbote, ein verschwundener Künstler und Ackerland, das zu einer überhöhten Summe seinen Besitzer wechselt – wie hängt das alles zusammen? Erst mit der Zeit kommt Nicholas dahinter, dass es um Macht und Geld geht und wie leicht man abhängig werden kann. Für ihn steht viel auf dem Spiel.

    Auch dieses Mal konnte mich Lorenz Stassen mit seinem spannenden Thriller wieder fesseln.


    5ratten

  • Blutacker ist der zweite Band in der Nicholas-Meller-Reihe von Lorenz Stassen. Wie beim ersten Band ist auch hier wieder der Schreibstil flüssig, die Spannung wird anhand der kurzen Kapitel immer weiter aufgebaut. Die Protagonisten werden anschaulich beschrieben, sodass die Kenntnis des ersten Bandes keine Voraussetzung für diesen Band ist. Allerdings empfehle ich trotzdem zuerst den Angstmörder zu lesen, um den zweiten Band voll genießen zu können.

    Nicholas Meller ist ein Strafverteidiger mit russischen Wurzeln, der in eine Geschichte hineingezogen wird, die mit dem Mord an einem Paketboten beginnt. Nach und nach kommen noch ein verschwundener Künstler und ein geheimnisvoller Acker hinzu. Lorenz Stassen versteht es dabei hervorragend, alle drei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, nach und nach spannend zu verknüpfen, ohne zu viel von der überraschenden Lösung vorweg zu nehmen.

    Am Meisten hat mir an diesem Band wieder gefallen, dass Lorenz Stassen es geschafft hat, einen spannenden Thriller zu schreiben, ohne dabei den Blick auf die Realität zu verlieren. Die Geschichte hätte sich ohne Abstriche so zutragen können.

    Blutacker bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

    5ratten

  • Durch die spektakuläre Aufklärung des Angstmörderfalles hat sich der Rechtsanwalt Nicholas Meller einen Namen gemacht. Als ein Paketbote ermordet wird, der an ihn ein Päckchen hätte liefern sollen, wird nicht nur die Polizei auf ihn aufmerksam. Was war in dem Paket? Wer wollte die Auslieferung verhindern und worin ist Nicholas verwickelt. Der hofft erst mal, das Ganze wäre nur ein Irrtum. Er kann sich keinen Reim darauf machen und ist auch weit mehr damit beschäftigt, neue, prominente, zahlungskräftige Kunden an Land zu ziehen und sich in der High Society zu etablieren.

    Nina, Nicholas Freundin, steckt beziehungstechnisch und auch mit ihrem Studium in einer Sinnkrise. Außerdem hat sie immer noch an den schrecklichen Ereignissen mit dem Angstmörder zu knabbern.


    Blutacker“ ist der zweite Band dieser Reihe und es ist ein knappes Jahr vergangen seit den Ereignissen aus dem ersten Teil. Die Hauptdarsteller haben sich in dieser Zeit weiterentwickelt und man muss sie als Leser tatsächlich ein bisschen neu kennen lernen. Nicholas kommt dabei erst mal nicht ganz so gut weg, da er sich von dem Geld, welches er inzwischen verdient und den Mandanten, die ihn beauftragen, blenden lässt. Erst als er anfängt nachzuforschen, was denn hinter dem Mord stecken könnte und ihm bewusst wird, dass nicht nur er sondern auch Nina in unmittelbarer Gefahr sein könnten, da kommt der alte Nicholas wieder zum Vorschein.


    Lorenz Stassen erzählt mit Tempo und Witz und schafft es, den Leser zu fesseln und ihm doch nicht zu viel zu verraten, und so bis zum Schluss noch Überraschungen bereit zu halten. Beim Showdown wird es für Nicholas wieder richtig gefährlich.

  • Geld ist nicht alles


    Inhalt:

    Nach dem „Angstmörder“ - Fall geht es mit dem Strafverteidiger Nicholas Meller steil bergauf. Er hat jetzt eine „richtige“ Kanzlei mit einer Sekretärin und einer Anwältin. Seine ehemalige Referendarin Nina ist inzwischen seine Lebensgefährtin. So weit so gut. Eines Tages wird ein Paketbote ermordet. Eine Sendung, die an ihn, Nicholas, adressiert war, ist verschwunden. Bei den Nachforschungen gerät er mal wieder ins Visier des Bösen. Dazu kommt, dass ihm sein sozialer Aufstieg ein bisschen zu Kopf gestiegen ist. Das schadet auch seiner Beziehung zu Nina.


    Meine Meinung:

    Lorenz Stassen hat es nach „Angstmörder“ wieder geschafft, den Leser von Anfang bis zum Ende in Atem zu halten. Die Spannung lässt nicht nach, immer wieder gibt es überraschende Wendungen und auch das Finale bringt noch völlig Unerwartetes mit sich. Viele der Protagonisten kennen wir aus dem ersten Fall. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt, nicht alle zum Positiven.....

    WIr bekommen Einblick in die Welt der „Reichen und Schönen“. Die Charaktere sind sehr authentisch und überzeugend gezeichnet. Manch einer meint, mit Geld kann man alles kaufen, auch einen Strafverteidiger. Nicholas wird ein Mitglied dieser „High Society“, was ihm ein bisschen zu Kopf steigt. Trotzdem lässt er sich nicht kaufen und es gelingt es ihm, den Fall zu lösen. Außer seinem Scharfsinn hat er aber auch eine gehörige Portion Glück, dass er unbeschadet davon kommt. Was es mit dem „Blutacker“ auf sich hat, erfährt der Leser erst spät. Gut gefallen hat mir, dass dieser Thriller vor einem realen Hintergrund spielt. Diesen Acker gibt es wirklich in Köln. Solche Feinheiten erfährt man in einer autorenbegleiteten Leserunde.


    Fazit:

    Ein empfehlenswerter Thriller, der Lust macht auf den dritten Fall für Nicholas Meller.


    5ratten

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Hier hatte ich das Glück, das Buch in einer vom Autor mitbegleiteten Leserunde lesen zu dürfen. Das macht natürlich doppelt so viel Spaß und alle Fragen, die man hat, werden nebenher gleich mit beantwortet. An dieser Stelle herzlichen Dank an den sympathischen Lorenz Stassen!

    Blutacker“ ist der zweite Teil der Krimireihe um den jungen Anwalt Nicholas Meller, der sich nach dem ersten Teil erstaunlich weit nach oben gearbeitet hat. Wir treffen ihn in diesem Buch ganz ungewohnt mit Anzug und im Aston Martin an. Sogar eine Perle von Büroleiterin konnte er an Land ziehen - Respekt! Aber wird er ihm auch wirklich Glück bringen, dieser neugewonnene Reichtum, oder bringt er sich damit in große Gefahr? Da ein Kriminalroman ohne gefährliches Prickeln ja langweilig wäre, trifft natürlich letzteres zu. Er bewegt sich nun in elitären Kreisen, in denen fast jeder Dreck am Stecken hat und die finanziellen Mittel, diesen unter den Teppich zu kehren oder das zumindest zu versuchen. Wird es Nicholas gelingen, den Dreck wieder aufzuwirbeln und den wahren Täter zu stellen? Wird ihn seine Freundin Nina auch weiterhin unterstützen?

    Auf spannende Weise führt uns der Autor durch sein Buch, lässt uns alte Bekannte wiedertreffen und uns als Leser auch ein wenig mit Nicholas leiden und freuen. Obwohl der Fall an sich am Ende abgeschlossen ist, bleiben doch im privaten Bereich noch einige Fragen offen, die Raum für Spekulationen geben. Hier hoffe ich doch sehr, dass Lorenz uns nicht allzu lange auf die Folter spannen wird und bereits jetzt schon fleißig an Band drei arbeitet. Ich bin auf jeden Fall wieder mit von der Partie, wenn sich Nicholas wieder auf die Jagd machen wird.

  • Anwalt Nicholas Meller ermittelt wieder


    Für den Anwalt Nicholas Meller läuft es beruflich richtig gut, nachdem er im Vorjahr den Angstmörder zur Strecke bringen konnte. Dann jedoch wird ganz in der Nähe seiner Kanzlei ein Postbote ermordet und das einzige Paket, das fehlt, war an Nicholas adressiert.


    Ein Jahr ist vergangen, seit Nicholas Meller und seine Partnerin Nina Vonhoegen dafür gesorgt haben, dass der Angstmörder überführt wurde. Der Erfolg für den Anwalt ist ein Jahr nach den schrecklichen Geschehnissen deutlich sichtbar: Umzug in eine schickere und größere Kanzlei, die Beschäftigung einer weiteren Anwältin und einer kompetenten Büroleiterin. Privat wohnen Nina und Nicholas inzwischen zusammen, allerdings hat sich Nina aus der Kanzlei zurückgezogen und bereitet sich auf ihr Examen vor. Zudem befindet sie sich aufgrund der traumatischen Ereignisse des Vorjahres immer noch in Therapie. Damit wurde recht schnell deutlich, dass Nina in diesem zweiten Band womöglich keinen so großen Raum einnehmen wird, was ich persönlich schade fand. Am Ende des Buches wird aber klar, warum sich der Autor für diesen Weg entschieden hat.


    Ich habe mich gefreut, dass es für Nicholas Meller und seine Kanzlei inzwischen aufwärtsgegangen ist, aber ein wenig habe ich auch das Chaos des alten Büros und den alten legeren Meller vermisst. Aber immerhin gibt es noch seine russischen „Freunde“ und Mandanten von früher, zuverlässig, zwielichtig und gefährlich, und dennoch habe ich mich über ihre Auftritte gefreut.


    Als Nicholas Meller von dem toten Zusteller und dem verschwundenen Paket erfährt, versucht er mehr über den nichtexistenten Absender in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig gewinnt er einen Adeligen als Mandanten, der ihn um Mithilfe bittet, um einen Freund aus russischer Untersuchungshaft freizubekommen. Als der Baron ihn und Nina aus Dankbarkeit zu einem seiner exklusiven Wochenenden einlädt, sieht Nicholas die Chance, an noch betuchtere Mandanten zu kommen. Ich war mir nicht sicher, ob mir diese Entwicklung von Nicholas gefällt – und ich habe mich gefragt, wie Nina dazu steht.


    Und dann gibt es noch diesen ominösen Acker, direkt am Rhein und in einem Überschwemmungsgebiet gelegen und damit scheinbar wertlos, an dem jedoch ein großes Interesse besteht. Ich hatte lange Zeit überhaupt keine Ahnung, was es mit diesem Acker auf sich haben bzw. in welcher Verbindung er mit dem verschwundenen Paket in Verbindung stehen könnte. Ebenso habe ich mich von dem Autor immer wieder auf falsche Fährten schicken lassen und das bis zum Schluss. Lorenz Stassen liefert damit eine raffinierte und spannende Handlung ab, deren Auflösung am Ende dann recht überraschend, aber überzeugend war.


    Nun heißt es warten auf den dritten Band – ich freue mich jedenfalls sehr auf das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren.


    4ratten

    Liebe Grüße

    Karin