Katherine Arden - The Bear and the Nightingale/Der Bär und die Nachtigall

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Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

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    Inhalt:



    Vasya ist das jüngste Kind Marinas und Pjotrs, die am Rande des Waldes leben. Marina weiß, dass ihre Tochter sie das Leben kosten wird, ihr ist es aber sehr wichtig, diese Tochter gesund auf die Welt zu bringen.

    Vasya und ihre Brüder wachsen auf, betreut von Dunja, der alten Kinderfrau der Mutter.

    Dunja erzählt den Kindern alle möglichen Märchen, und Vasya lernt, dass mehr an diesen Märchen dran ist, als gemeinhin geglaubt wird.

    Vasya wächst ziemlich wild auf, aber als ihr Vater erneut heiratet, brechen schwere Zeiten für sie an. Ihre Stiefmutter ist nur wenig älter als Vasya, und wäre lieber in ein Kloster gegangen, als zu heiraten, wird aber ein Opfer der Politik des Machthabenden in Moskau.

    Anna ist sehr gläubig und fanatisch. Als ein gleichermaßen fanatischer Priester ins Dorf geschickt wird um die Leute zum Christentum zu bekehren, gerät nicht nur Vasya in Gefahr.


    Meine Meinung: Das Buch wurde empfohlen für Fans von unter anderem Naomi Novik's Uprooted -- ein Buch, an dem sich die Geister scheiden, das ich aber geliebt habe.


    Ich wurde nicht enttäuscht. Im Buch geht es nicht nur um den ewigen Krieg des neuen (Gott)Glaubens gegen die alten Naturgötter und Fabelwesen, sondern es geht auch um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen, und die typische Reaktion der Männer, die Vasya als Hexe abstempeln und verdammen, und mit Gewalt versuchen, sie unter Kontrolle zu bekommen.


    Vasya lässt sich aber nicht unterkriegen. Glücklicherweise hat sie die Unterstützung ihres jüngsten Bruders, und ihrer Halbschwester.


    Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Glaube und Aberglaube, zwischen Liebe und Hass, zwischen Gier und Großzügigkeit, zwischen Mann und Frau ist hier wunderbar beschrieben.

    Außerdem geht es um den Überlebenskampf in den berühmt-brüchtigten russischen Wintern, und natürlich treffen wir auf eine Form von 'Väterchen Frost'. Überhaupt trifft man auf so ziemlich alle Märchen- und Sagengestalten der slawischen Kultur -- manche alt bekannt, andere (mir) neu.


    Die Geschichte selbst ist sehr langsam aufgebaut, so dass man jeden Schritt genau verfolgt. Möglicherweise hätte man hier und da etwas raffen können, aber ich fand die fast 12 Stunden Hörbuch sehr unterhaltsam.

    Die Sprecherin, Kathleen Gati, erzählt das Ganze mit einem russischen Akzent. Anfangs dachte ich, es wäre eventuell ihr Akzent, aber dem ist nicht so.

    Warum sie sich dieses Akzents befleißigt hat, kann ich nur vermuten: möglicherweise dachte sie, es klinge authentischer.


    Mich hat es anfangs sehr irritiert, und es machte es schwerer, alles zu verstehen, da viele Wörter merkwürdig ausgesprochen wurden.


    Ansonsten aber war es sehr schön erzählt, so dass ich für das Buch insgesamt 4ratten

    und für die Sprecherin auch 4rattengebe.

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Vorleser ()

  • Ansonsten aber war es sehr schön erzählt, so dass ich für das Buch insgesamt 4ratten


    und für die Sprecherin auch 4ratten gebe.

    Deine Rezi klingt wirklich gut. :thumbup:

    Dies war wohl eine Fantasie Geschichte, die auch schöne Fantasie-Elemente beinhaltet.

    Deine Idee, die Geschichte und den Sprecher separat zu benoten finde ich echt gut. Ich glaube, diese Idee klau ich mir. ;)

  • Deine Idee, die Geschichte und den Sprecher separat zu benoten finde ich echt gut. Ich glaube, diese Idee klau ich mir. ;)

    Das wird auf audible auch gemacht. Es ist auch nur fair, denn die Geschichte kann gut sein aber schlecht erzählt und umgekehrt.

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

  • Das wird auf audible auch gemacht. Es ist auch nur fair, denn die Geschichte kann gut sein aber schlecht erzählt und umgekehrt.

    Ja das stimmt und auf Audible bewerte ich auch immer so.

    Nur in den Foren bin ich noch nicht auf diese Idee gekommen, obwohl es ja naheliegend ist.

  • HoldenCaulfield

    Hat den Titel des Themas von „Katherine Arden: The Bear and the Nightingale“ zu „Katherine Arden: The Bear and the Nightingale/Der Bär und die Nachtigall“ geändert.
  • Valentine

    Hat den Titel des Themas von „Katherine Arden: The Bear and the Nightingale/Der Bär und die Nachtigall“ zu „Katherine Arden - The Bear and the Nightingale/Der Bär und die Nachtigall“ geändert.
  • Ich erwähne eher selten die komplette Aufmachung eines Buches. Aber hier finde ich, hat der Verlag sich so viel Mühe gegeben, die Geschichte damit zu unterstreichen. Unter der Klappe findet sich auf sowohl hinten als auch vorne, jeweils eine Gestaltung, die an das Cover angelehnt ist, und auch den märchenhaften Charakter der Geschichte unterstreicht. Im inneren finden sich zu Beginn eines Kapitels kleine Zeichnungen. Einzig die Füllseite fand ich etwas aufblähend, es gibt immer eine ganze leere Seite. Allerdings ist die herzallerliebst auch mit einem Ornament versehen. Sieht hübsch aus, aber natürlich bläht das auch die Seitenzahl etwas auf. Nun ja... wenigstens ist es nicht einfach nur eine leere Seite.

    Jetzt aber zum eigentlichen Teil:


    Meine Meinung:

    "Der Bär und die Nachtigall" hat mich von der ersten Seite an fasziniert und nach und nach so tief in die Geschichte gezogen, das ich das Buch fast ohne Pause in einer Nacht durchgelesen habe. Ich bin immer noch ganz bezaubert von dieser Mischung aus Märchen und dem historischen Russland. - Das Ganze spielt in etwa im Rus* des frühen 14. Jahrhundert. Beide Ebenen vermischen sich ganz und gar zauberhaft miteinander. Zudem wirkt die historische Komponente realistisch, das Leben auf dem Land ist hart, es wird auch deutlich, welche Rolle dabei die alten Bräuche und die neue Religion (das Christentum) darin spielen. Aber auch welche Mechanismen eine Rolle zukommt, diese alten Bräuche zu verdrängen.

    Neben dieser Ebene, lernt man auch die verschiedenen Figuren kennen, deren Geschichte ebenso wichtig ist für die Handlung, wie Wasja selbst. So weiß man als Leser*in manches Mal etwas mehr als Wasja, aber auch nicht immer. Denn das ein oder andere Geheimnis bleibt.

    Dabei spielt Wasjas Familie und ihre Stiefmutter ebenso ihre Rolle, wie auch einige andere Personen, die mit ihrem Blickwinkel die Geschichte tatsächlich auch vorantreiben. Außerdem versteht man gerade auch Anna (Wasjas Stiefmutter) und den Priester Konstantin sehr viel besser.

    Die Geschichte wird einer Art und Weise erzählt, die ganz und gar märchenhaft bleibt. Trotz der historischen Zusammenhänge. Ich hatte manches Mal das Gefühl mich mitten in einem dieser alten Märchenfilme zu befinden, die in der UDSSR produziert wurden.^^

    Mich hat Der Bär und die Nachtigall nicht mehr losgelassen. Als ich die Lektüre zum Schlafengehen unterbrechen wollte, musste ich schließlich das Licht wieder anmachen, weil mich die Geschichte einfach nicht losgelassen hat. Ich bin ganz und gar darin versunken und tauche jetzt gerade langsam wieder in die Wirklichkeit auf.

    Das Ende ist einerseits ein Abschluss, birgt aber auch schon Anknüpfungspunkte für die beiden weiteren Teile der Trilogie. Ich kann es kaum erwarten. :herz:


    Für mich ist es das erste Highlight des noch jungen Jahres 2020:


    5ratten


    *man spricht aus Historiker Sicht hier noch nicht von Russland, da es die Einheit, wie wir sie heute kennen so auch nicht gab.

  • Ohh :entsetzt:

    Ich habe meine Booktube-Favoritin neulich von dem Buch schwärmen sehen und wollte es mir schon kaufen. Jetzt sehe ich, dass HoldenCaulfield begeistert ist, also ist es vielleicht doch nichts für mich. Holdens Geschmack und meiner stimmen fast nie überein, was, HoldenCaulfield? :breitgrins:


    ***

    Aeria