Erich Kästner - Lärm im Spiegel

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Mit scharfer Zunge wider die Heuchler und Spießer Wie bereits in "Herz auf Taille" entwirft Erich Kästner auch in seinem zweiten Gedichtband "Lärm im Spiegel" ein bissiges und ironisches Panorama der Gesellschaft der Weimarer Republik. In den pointierten Gedichten der 1929 erstmals erschienenen Sammlung attackiert er Kriegstreiber, Heuchler und Spießer, während seine Sympathie denen gehört, die unter den Mächtigen zu leiden haben. Die Sammlung umfasst 49 Gedichte, darunter so bekannte wie die "Sachliche Romanze" und das Anti-Kriegs-Plädoyer "Fantasie von übermorgen".


    Meine Meinung:


    Ihr merkt, ich bin grad im Kästner-Fieber und ziehe gerade ein Kästner-Buch nach dem anderen aus meinem SUB hervor.

    Auch "Lärm im Spiegel" konnte mich sehr überzeugen, vielleicht sogar noch mehr als "Gesang zwischen den Stühlen" und die "lyrische Hausapotheke", wobei gerade aus "Lärm im Spiegel" einige Gedichte es in die Hausapotheke geschafft haben. So traf ich zwar auf das ein oder andere Gedicht, das ich schon kannte, aber ich habe einige wirklich großartige neue Perlen entdeckt. Am besten gefiel mir in diesem Band das Gedicht "Das Lied vom feinen Mann", wahrscheinlich weil ich mich selbst so gut damit identifizieren konnte. Denn das schafft Kästner oft: Man versteht und fühlt, worüber er schreibt. Auf einmal fühlt man sich verstanden und vielleicht sogar gesehen.

    Auch in diesen Gedichten legt er seine Beobachtungen der Gesellschaft dar - pointiert, manchmal bissig, aber fast immer mit Humor. Ich kann einfach nicht anders als Kästner und seine Werke zu lieben, weil sie immer so treffsicher sind und dabei so wundervoll formuliert. Am liebsten würde ich den ganzen Tag mit einem Kästner-Gedichtband herumlaufen und immer wieder zu passenden Gelegenheiten daraus rezitieren.