Hugh Aldersey-Williams - Das wilde Leben der Elemente

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Enid.

  • Das Periodensystem der Elemente ist wohl jedem ein Begriff und jeder kann ein ein paar der Elemente benennen. Doch wie wurden sie eigentlich entdeckt? Was ist mit den unbekannteren Elementen, welche Rolle spielen sie? Und welche Bedeutung haben einzelne Elemente für die Menschheit?


    Diesen Fragen geht Hugh Aldersey-Williams in "Das wilde Leben der Elemente" nach. Dabei stellt er nicht alle Elemente einzeln, sondern auch manche in der Gruppe vor und geht dann nur auf einzelne Elemente ein. Als Leser muss man aber keine Vorkenntnisse in der Chemie haben, man wird nicht mit Formeln konfrontiert und es wird nicht seitenlang über die chemischen Eigenschaften eines Elementes erzählt.

    Stattdessen gibt es Geschichten und Anekdoten rund um das jeweilige Element oder die jeweilige Gruppe. Man erfährt natürlich unter anderem von ihren Entdeckern, warum manche Elemente heißen, wie sie heißen, oder auch wie sie nach ihrer Entdeckung genutzt oder gar als große Neuerung gefeiert wurden.

    Der Autor selbst macht sich auf die Suche nach den Elementen, er will zumindest eine kleine Sammlung verschiedener Elemente zusammenstellen. So reist er unter anderem nach Schweden, nach Ytterby, denn dort wurden verhältnismäßig viele Elemente, Seltene Erden, entdeckt. Er vergleicht Gold, Silber und Platin hinsichtlich der Bedeutung, Häufigkeit des Vorkommens, man erfährt, warum wir regelmäßig mit Europium zu tun haben und wie Arsen in Tapeten kam.


    "Das wilde Leben der Elemente" ist äußerst unterhaltsam, bietet eine Reihe von Anekdoten aus den verschiedensten Bereichen und erzählt viele spannende Geschichten rund um die Welt der Chemie.

    Ich habe mir die Lektüre aufgeteilt und täglich nur ein bis drei Kapitel gelesen, um nicht völlig von den vielen interessanten Informationen erschlagen zu werden. Schade, dass ich mir dennoch nicht alles merken kann.

    Ein gelungener Überblick über die Elemente, der zeigt, wie spannend, außergewöhnlich und eindrucksvoll Chemie sein kann!


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  • Das klingt ja super, danke für den Tip!


    Und jetzt versteh ich auch, warum Ytterbium Ytterbium heißt :)

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Gerne! Ich suche auch schon nach ähnlichen Büchern.


    Die Namensgebung wird natürlich auch immer wieder thematisiert, z.B. warum mal nach den Entdeckern, mal nach dem Ort der Entdeckung, mal nach dem Geburtsort /-land der Entdecker benannt wird oder ob es nach Aussehen oder einer besonderen Eigenschaft ging.

  • Was Ähnliches fällt mir leider nicht ein, nur ein Kapitel aus "What if?", in dem analysiert wurde, was passieren würde, wenn man die bekannte Periodensystemtafel aus Bausteinen nachbaute, die aus den jeweiligen Elementen bestehen (Tip: das Ganze würde schon laaaange vor dem letzten Element abrauchen :lachen: )

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Die Runde hatte ich schon ganz vergessen :redface:

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Ich suche auch schon nach ähnlichen Büchern.

    In gewisser Weise.. aber von der Form her völlig anders, autobiographisch eingebettet (etwa 50/50 Chemie und seine Kindheit/Jugend, wenn ich mich recht erinnere - und mit vielen von seinen berühmten Fußnoten..^^):


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    Schau es Dir vielleicht mal an - ich bin voreingenommen, denn ich liebe die Bücher von Oliver Sacks. Kaum jemand bringt seine eigene Begeisterung so gut rüber. <3

  • Dankeschön! Das klingt sehr interessant und könnte was für mich sein.

    Meine Bibliothek hat es leider nicht, aber ich habe es auf meinen Merkzettel gesetzt.