02 - März 1942 bis einschl. 65. Fall "Ziegler" (Seite 78 bis Seite 141)

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Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von gagamaus.

  • Aber eben nicht nur, finde ich. Von Appen hat auch eine freundschaftliche Seite, die er Friedrich gegenüber zeigt. Umarmungen, Einladungen, gutgemeinte "Ratschläge"...

    Die für mich aber schmierig und mit Hintergedanken rüberkommen. Ich dachte ja, er wäre Homosexuell und deshalb dieses ganze Umarmen und betatschen. Und dass Tristan sich Hoffnungen machte.

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  • Also ich weiß nicht. Diese abgehackten Sätze, die kurz angerissenen Szenen - auf mich wirkt das alles konstruiert und nicht wie von leichter Hand gezeichnet. Die Einleitungen der Kapitel finde ich inzwischen gut, die Deutlichkeit, mit der die Gegensätzlichkeit dieser Jahre aufgezeigt wird. Aber aktuell ist das leider das Einzige, was ich an "Stella" gelungen finde - nach zwei Drittel des Romans eindeutig viel zu wenig.

    Stimmt. Der Roman hat irgendwie keine homogene Erzählstruktur. Lauter einzelne Happen an denen man oft schwer zu kauen hat. Z.B. die Einleitungen. Sie gefallen mir auch aber sie sind ein Stakkato an Infos und Grausamkeiten.

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  • Andererseits ist Friedrich der Einzige in der Geschichte, der einen moralischen Kompass hat, der nicht von sich selbst gesteuert wird. Er erkennt, was Stella vorhat und will sie anfangs wenigstens aufhalten.

    Ob ihm wirklich da schon klar ist, was sie tut? Denkt er nicht nur sie würde für die Nazis singen - also im Sinne von wirklich singen? Und verschließt er nicht auch gerne die Augen wegen der Liebe und bemüht sich wegzusehen?

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  • Andererseits ist Friedrich der Einzige in der Geschichte, der einen moralischen Kompass hat, der nicht von sich selbst gesteuert wird. Er erkennt, was Stella vorhat und will sie anfangs wenigstens aufhalten.

    Ob ihm wirklich da schon klar ist, was sie tut? Denkt er nicht nur sie würde für die Nazis singen - also im Sinne von wirklich singen? Und verschließt er nicht auch gerne die Augen wegen der Liebe und bemüht sich wegzusehen?

    Als der Fälscher ins Spiel kommt, weiß er zumindest ungefähr, was Stellas „Chance“ bedeutet, denke ich. Stella erzählt ihm ja auch, dass sie den Mann finden soll. Und das es dabei nicht bleibt, sondern ein Verrat folgen muss, ist Friedrich sicherlich bewusst. Er versucht sie ja auch zu überzeugen, genau das nicht zu tun. Ob er dann die aus der Denunziation folgenden Konsequenzen erahnt - das weiß ich nicht. Er kennt zwar die Geschichten über die Möbelwagen, aber er kann alles Weitere natürlich nicht so einordnen wie wir aus unserer heutigen Sicht.

    Dass Friedrich sich dann für Stella entscheidet und gewisse Dinge ausblenden möchte, ist wieder eine andere Sache. Er ist ihr schon ziemlich verfallen...

    Liebe Grüße

    Tabea

  • Friedrich ist Stella regelrecht hörig, oder?

    Den Eindruck habe ich ebenfalls.


    Friedrichs Vater war ein erfolgreicher Tuchhändler, der es offenkundig zu anständigem Reichtum gebracht hat.

    Ah, gut, dass du dich noch erinnern kannst.


    Als der Fälscher ins Spiel kommt, weiß er zumindest ungefähr, was Stellas „Chance“ bedeutet, denke ich. Stella erzählt ihm ja auch, dass sie den Mann finden soll. Und das es dabei nicht bleibt, sondern ein Verrat folgen muss, ist Friedrich sicherlich bewusst. Er versucht sie ja auch zu überzeugen, genau das nicht zu tun. Ob er dann die aus der Denunziation folgenden Konsequenzen erahnt - das weiß ich nicht.

    Bei Friedrich habe ich den Eindruck, dass er durch seine "Hörigkeit" gerne mal die Augen verschließt.

    Liebe Grüße

    Karin