2. - Kap. 6 bis einschl. Kap. 11 (S. 181)

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Die Soldaten benehmen sich wie die Elefanten im Porzellanladen. Was Lotti so vehement gegen Tip hat, verstehe ich auch nicht so ganz, vielleicht dreht sich das ja noch ins Gegenteil. Wenn ich es richtig verstanden habe, bezieht sich ihr Verhalten nur auf Tip und nicht so sehr auf die anderen Soldaten. Das spräche dann dagegen, dass sie generell ein Problem mit den Uniformierten hat.

    Ganz so sehe ich es nicht und wenn, dann sind es Elefanten mit Charme. Wenn einige Leute zusammenkommen, die sich kennen, wird es ja meist etwas lauter - und dann noch junge Männer!

    Ich habe das nicht so negativ gemeint. Aber die Stimmung in dieser Pension ist ruhig und besinnlich, da kamen mir die Männer ein bisschen als Störfaktor vor.

  • Ganz so sehe ich es nicht und wenn, dann sind es Elefanten mit Charme. Wenn einige Leute zusammenkommen, die sich kennen, wird es ja meist etwas lauter - und dann noch junge Männer!

    Ich habe das nicht so negativ gemeint. Aber die Stimmung in dieser Pension ist ruhig und besinnlich, da kamen mir die Männer ein bisschen als Störfaktor vor.

    Ja, so geht es mir auch. Die Männer selbst sind wahrscheinlich altersgemäß laut/leise - sie passen für mich nur nicht in die ruhige Pension.

    Viele Grüße Babsi

  • Ich finde es gerade witzig, wie unterschiedlich die Dinge wahrgenommen werden. Für mich war dieser Abschnitt viel zu unruhig. Klar, der Sturm hat Unruhe in die bis dahin ruhige Geschichte gebracht, aber die Soldaten sind für mich der größte Unruheherd in dieser Sache. Ich empfinde sie als zu dominant.

    Vielleicht empfindest du sie nur deshalb als dominant, weil auch noch der Sturm dazu kam, dann Simones verschwinden und Lottis verrücktes Verhalten.

    In diesem Abschnitt war wirklich was los und ich finde, dies hat der Handlung auch sehr gut getan.

    Wenn die Handlung nur mit Trauerbegleitung und seichter Liebesgeschichte vor sich hingeplätschert hätte, dann wäre ich sehr leicht geneigt "quer" zu lesen.

    Das wäre mir definitiv zu wenig gewesen.

    Aber - anders herum ist es für die beiden Mädchen doch auch der Horror, ihre Mutter zu verlieren. Sie haben die Trauer um den Vater ja noch nicht abgeschlossen und jetzt sollen sie auch noch die Mutter verlieren/verloren haben? Ich könnte verstehen, wenn sie für den Rest ihres Lebens Wut empfinden für Simone.

    Ja da bin ich ganz bei dir.

    Ich könnte das auch sehr gut verstehen, wenn die Mädels nur noch mit Wut und Enttäuschung an Simone denken.

    Aber sie sind noch sehr jung, vielleicht können sie es mit professioneller Hilfe und viel Liebe von Oma oder Opa doch noch verarbeiten.

  • Vielleicht empfindest du sie nur deshalb als dominant, weil auch noch der Sturm dazu kam, dann Simones verschwinden und Lottis verrücktes Verhalten.

    Nein, ich fand sie schon bei ihrem Eintreffen dominant. :-)

    Viele Grüße Babsi

  • Ich finde es gerade witzig, wie unterschiedlich die Dinge wahrgenommen werden. Für mich war dieser Abschnitt viel zu unruhig. Klar, der Sturm hat Unruhe in die bis dahin ruhige Geschichte gebracht, aber die Soldaten sind für mich der größte Unruheherd in dieser Sache. Ich empfinde sie als zu dominant.

    Zuerst einmal: Entschuldigt bitte, dass ich zwei Tage nicht hier war. Ich habe an beiden Tagen von 8 - 20 Uhr gearbeitet und dann keinen Computer mehr sehen wollen ... und die Beine hochlegen.
    Aber jetzt bin ich wieder da.
    Der Sturm wird wirklich sehr unterschiedlich wahrgenommen. In einer anderen Leserunde meinten zwei Teilnehmer, dass er die ganze Spannung herausgenommen hätte. Das fand ich auch interessant, weil der Sturm ja "eigentlich" Spannung hineinbringen soll. :) Aber so ist das mit den Lesern ... und mit den Autoren ... Die denken und fühlen einfach nicht ALLE gleich. ;) :) (Gut so!)


    Und eure Diskussionen verfolge ich sehr gespannt.

  • Aber ihr Verhalten betrifft ja nur Tip. Uniformen haben ja wohl alle aus der Truppe an. Mir sind die im übrigen auch zu laut und dominant.

    Ich fürchte aber, dass es ziemlich genau das wiederspiegelt, was bei einem Eintreffen einer befreundeten Männergruppe passiert. Nein, ich weiß es. :) (Sohn mit vielen Freunden!)

  • Vielleicht empfindest du sie nur deshalb als dominant, weil auch noch der Sturm dazu kam, dann Simones verschwinden und Lottis verrücktes Verhalten.

    In diesem Abschnitt war wirklich was los und ich finde, dies hat der Handlung auch sehr gut getan.

    Wenn die Handlung nur mit Trauerbegleitung und seichter Liebesgeschichte vor sich hingeplätschert hätte, dann wäre ich sehr leicht geneigt "quer" zu lesen.

    Das wäre mir definitiv zu wenig gewesen.

    Danke! ;)

  • In diesem Abschnitt war wirklich was los und ich finde, dies hat der Handlung auch sehr gut getan.

    Wenn die Handlung nur mit Trauerbegleitung und seichter Liebesgeschichte vor sich hingeplätschert hätte, dann wäre ich sehr leicht geneigt "quer" zu lesen.

    Das wäre mir definitiv zu wenig gewesen.

    Ich fürchte aber, dass es ziemlich genau das wiederspiegelt, was bei einem Eintreffen einer befreundeten Männergruppe passiert. Nein, ich weiß es. :) (Sohn mit vielen Freunden!)

    Ja, als die Kerle auftauchten, wurde es wuselig und die ganze Stimmung anders. Aber es brachte ein Dynamik rein, die der Geschichte gut getan hat.


    Auch ich habe gestern - als ich mit meinem Sohn zusammen bei uns gearbeitet habe - erlebt, wie sich alles ändert, wenn ein paar Jungs (das sind sie für mich, auch wenn sie längst erwachsen sind) auftauchen und mitmachen. Es wurde laut und manchmal albern, aber wir sind trotzdem gut voran gekommen.