J. R. R. Tolkien - Feanors Fluch

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • [Spoilerfrei!]



    Fenanors Fluch (J. R. R. Tolkien)


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    Über das Buch:


    Diese Erzählung ist fest mit Tolkiens Werk "Das Silmarillion" verwoben und wurde, laut dem Klappentext des Buches und meiner Recherchen, wenige Jahre nach Tolkiens Tod als eigenes Büchlein herausgegeben. Es erzählt die Vorgeschichte von "Der Herr der Ringe", gilt als dessen >Schlüsselmythos< und handelt von vomKrieg zwischen den Noldor und dem bösen Morgoth.



    Inhalt und Stil:


    Im Land Valinor, westlich von Mittelerde, herrschen Frieden und Glückseligkeit. Mitten in diese schöne Zeit wird Feanor geboren, ein Elb aus Noldor. Man verspricht sich viel Großes von dem jungen Helden, der sehr feurig und künstlerisch begabt zu sein scheint.

    Währenddessen ist das Ainur-Wesen Melkor neidisch auf das Glücklichsein des Volkes und verbreitet böse Gerüchte und Lügen. Schließlich verschwindet er, zerfressen vor Zorn und Missgunst, nachdem er zuvor eigentlich freigelassen worden war, da er seine ursprüngliche Strafe abgesessen hatte.

    Er geht gefährliche Bündnisse ein, stachelt die Noldor-Elben gegen die Valar auf und versucht, Feanor für sich zu gewinnen.

    Für Feanor und seinesgleichen beginnt nun somit einer der wichtigsten Kriege in der Geschichte Mittelerdes.


    Das Buch ist übersetzt von Wolfgang Krege übersetzt, und an manchen Stellen finde ich es einen Ticken zu dick aufgetragen - das ist zwar typisch Tolkien, aber dennoch fand ich manchmal, dass man das doch mit etwas weniger Pathos oder etwas weniger melodramatisch hätte formulieren können.

    Insgesamt hat mir der Stil jedoch gefallen. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse - es ist nun mal eine Erzählung, die zum Silmarillion gehört. Welches ich übrigens schon mehrmals in meinem Leben klagvoll abgebrochen habe. Genau das hätte ich für dieses Büchlein nicht tun sollen, denn da ist es ganz praktisch, das Silmarillion gelesen zu haben.


    Dennoch konnte ich nach wenigen Startschwierigkeiten gut in die Narrative eintauchen und die stilvolle Ausschweifungen genießen.


    Meine Meinung:


    Ich werde Tolkien immer mögen und trotzdem natürlich kritisch betrachten. Ich finde, dass seine Werke teilweise einfach Geschmackssache sind. So auch dieses hier. Bibelhaft anmutend, ausschweifend, vage und teilweise abstrakt - das gefällt nun wirklich nicht allen. Mir aber schon. Ich musste manchmal zurückblättern um zu sehen, wie das-und-das denn nochmal genau war, und wie diese Figur denn nochmal hieß...aber als ich dann den groben Überblick hatte sah ich hinter den vielen schönen Worten und Sätzen auch die Geschichte. Und die hat mir auch sehr gut gefallen.


    Am entzücktesten war ich, wenn ich Zusammenhänge und Referenzen mit/zu anderen Geschehnissen oder gar Personen in Mittelerde erkannt habe. Zum Beispiel zu gewissen anderen Elben, der Spinne Kankra oder eben irgendwelche wichtigen Vorfahren.

    Ich liebe die Welt die Tolkien erschaffen hat einfach ungemein.


    Ich gebe dem Buch

    4ratten+:marypipeshalbeprivatmaus: