Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Herzblatt.

  • Hallo liebes Forum,


    weil es unhöflich wäre, ohne Vorstellung gleich meinen ersten Beitrag zu schreiben: Ich mag Hermann Hesse. Punkt. Oder Ausrufezeichen. Nun ist das Wesentliche gesagt ;)
    Vielleicht bin ich zu unerfahren, um die Suchfunktion richtig zu benutzen (in dem Fall gerne verschieben), vielleicht gibt es auch tatsächlich noch keinen Thread zu der obigen sehr weit gefassten Frage.


    Also: Wie lest ihr? Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen? Vermerkt ihr euch besondere Zitate? Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre? Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig? Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser? Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch? Zumindest von Listen habe ich in vielen Beiträgen schon gelesen.


    Ich habe in letzter Zeit viel über mein eigenes Leseverhalten nachgedacht und es würde mich interessieren, wie andere Buchmenschen auf die Frage antworten würden :)

  • Herzlich willkommen liebe(r) l'enfant sauvage! (ich bin auch noch recht "neu" hier :))


    Interessante Fragen hast du. Ein paar davon wurden hier sicher in dem ein oder anderen Thread gefragt und beantwortet. Ich gehe mal systematisch durch:


    Wie lest ihr? Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen? Vermerkt ihr euch besondere Zitate?

    Da ich beruflich sehr viel (Fach-)Literatur lese und da natürlich Anstreichungen und Notizen vornehme, habe ich beim privaten Lesen - zumindest wenn es sich um Romane o.Ä.handelt - keine Lust darauf. Da will ich im besten Falle in das Buch versinken, ganz ohne Bleistift, Spitzer und Radiergummi Ich notiere mir nur wirklich selten etwas am Rand oder streiche ein tolles Zitat an. Blasphemisch ist das für mich auf jeden Fall nicht^^


    Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre?

    Das kommt ganz auf das Buch an:)



    Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig?

    Manchmal zwei, wenn mich das eine nicht überzeugt, dann fange ich parallel ein zweites an. Oder wenn das "Hauptbuch" zu schwer für die Bahn ist, dann lese ich parallel ein zweites, leichteres tagsüber in der Bahn. Ich versuche das aber eigentlich zu vermeiden.



    Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser? Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch?

    Privat: Emotional. Und nein, kein Lesetagebuch. Aber ich notiere meine gelesenen Bücher (mit Datum), habe eine SUB-Liste und eine Wunschbücherliste:)



    Und wie ist das bei dir?

  • Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen?

    Im Prinzip erst einmal nichts von beidem. Außer in Schullektüren habe ich allerdings noch nie in einem Buch hineingeschrieben. Ich hatte auch noch nie das Bedürfnis dazu.


    Vermerkt ihr euch besondere Zitate?

    Ja. Ich habe ein Word-Dokument, in dem ich Zitate sammle. Sowohl aus Büchern als auch aus anderen Quellen.


    Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre?

    Soviel, wie sie brauchen ;) Manche Bücher hängen einem ja länger nach als andere. Über manche spricht man mit Freunden und Verwandten oder denkt Jahre später noch immer wieder daran. Und manche Bücher sind schon eine Woche nach der Lektüre fast wieder aus dem Gedächtnis gelöscht.


    Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig?

    In der Regel nicht mehr als drei (ein eBook fürs Bett, ein Printbuch für die Couch und ein Hörbuch für die Hausarbeit).


    Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser?

    Kommt auf das Buch an, denke ich. Aber eher analysierend.


    Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch?

    Nein, aber ich führe die Excel-Lesestatistik hier aus dem Forum seit nun fast 9 Jahren.

  • Willkommen hier im Forum und eine gute Zeit, liebes Wildes Kind!


    Randnotizen : Zuweilen ein simpler schräger Bleistift-Pfeil, um etwas wiederfinden zu können.


    Zitate : Ich habe ein Schwarzes Buch für besondere Sätze - pro Jahr brauche ich darin aber nur 4 bis 5 Seiten..


    Gedanken : Daran erkenne ich ein für mich "Gutes Buch". Eben oft erst hinterher.


    Parallellesen : Ja, chronisch. Meist 3 (sehr verschiedene).


    analytisch/emotional : Eines von den Dingen, die sich mit den Lesejahren gewandelt haben: Zunehmend analytisch. (Schade eigentlich - und manchmal kann ich's noch..)


    Lesetagebuch : Nein. Was vergessen wird, war's nicht wert. Aus Einsicht immerhin seit ein paar Jahren (viel zu spät..) eine Liste.


    (Mit Hermann Hesse konnte ich mich nie anfreunden - zu viele Steppenwolf- und Siddhartha-verschlingende "ich-zentriert-übersensible" Gleichaltrige in meiner Jugend (="Hesse-Revival-Zeit") - mich hat er immer an Peter Handke erinnert, den ich auch nicht..

    Zumindest Hesse tue ich wahrscheinlich unrecht - nenn mir einen Titel, mit dem ich's noch mal probieren sollte, l'enfant sauvage !)


  • Vielen Dank für eure Antworten :)


    Und wie ist das bei dir?

    Ich habe auch verschiedene "Bücherkategorien", also ein Hauptwerk, umfangreich, für zuhause und den emotionalen Bereich, und eher kürzere Bücher, die dann entweder leicht und für unterwegs oder anspruchsvoll, für den Analytiker in mir sind.

    Zu den Notizen: Da ich das allermeiste aus der Stadtbücherei beziehe, steht mir die Möglichkeit gar nicht offen, aber bei den Schullektüren genieße ich das sehr. Allein schon wegen der Ästhetik einer durchgearbeiteten Reclamheftseite ;)

    Und wie die meisten hier führe ich eine Liste über gelesene Werke mit mehr oder weniger langen Texten über alles, was mir während der Lektüre durch den Kopf gegangen ist. Mit der Vermerkung von Zitaten habe ich gerade erst angefangen.


    (Mit Hermann Hesse konnte ich mich nie anfreunden - zu viele Steppenwolf- und Siddhartha-verschlingende "ich-zentriert-übersensible" Gleichaltrige in meiner Jugend (="Hesse-Revival-Zeit") - mich hat er immer an Peter Handke erinnert, den ich auch nicht..

    Zumindest Hesse tue ich wahrscheinlich unrecht - nenn mir einen Titel, mit dem ich's noch mal probieren sollte, l'enfant sauvage !)

    Höhö, mit den Ich-zentrierten-übersensiblen Jugendlichen könnte ich mich wahrscheinlich sogar identifizieren (Besuche noch die Oberstufe) 8o.

    Schade, dass dir die Chance auf den Genuss beider genannten Werke genommen wurde, sie sind tatsächlich nicht so schlecht. Auch wenn man den Hesseschen Schreibstil nicht mag, was ich verstehen kann - Die Inhalte sind schon verdammt gut, vor allem wenn man ein kleiner Küchenpsychologe ist und Gefallen an Theorien wie den Archetypen von Jung findet (In dem Falle muss man auf jeden Fall noch den Demian nennen, meine Empfehlung).


    Vielleicht kannst du dich ja mal von einer anderen Seite nähern und dir ein paar seiner Gedichte anschauen, die für Hesse selbst übrigens viel wichtiger und persönlicher waren als seine Romane. Viele seiner sich ewig zu wiederholen scheinenden Natur- und Liebesgedichte halte ich auch für vernachlässigbar, aber in seinem Gesamtwerk verstecken sich ein paar echte Diamanten. Weg nach Innen (1918) und Media in Vita (1921) finde ich unglaublich gut, und sie transportieren den Siddharta - Gedanken. Wenn ich so darüber nachdenke, sind sie und ein paar andere fast einer der Hauptgründe für mein Hessetum.

  • Höhö, mit den Ich-zentrierten-übersensiblen Jugendlichen könnte ich mich wahrscheinlich sogar identifizieren (Besuche noch die Oberstufe) 8o.

    Käme mir doch niemals in den Sinn, eine ganze Altersstufe zu verdammen :breitgrins: - aber zu meiner Zeit fand ich die Hesse-Subspecies eben eher nervig ( kann ja auch an meiner eigenen Unreife gelegen haben..); könnte aber halt sein, dass ich dabei sozusagen "den Autor mit dem Bade ausschütte".

    Das mit den Gedichten ist nicht mal ne schlechte Idee - witzigerweise bin ich gerade heute über "Stufen" gestolpert. :)

  • Wie lest ihr?

    Schnell und sehr viel.


    Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen?

    Ich habe früher Notizen in Büchern gemacht, heute nicht mehr. Ich habe gebe die geliehenen Bücher meistens weiter, deshalb fällt das "zu eigen machen" weg.


    Vermerkt ihr euch besondere Zitate?

    Nicht immer und wenn, dann in den Notizen, die ich mir zum Buch mache.


    Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre?

    Das kommt auf das Buch an. Manche Bücher beschäftigen mich nach dem Lesen immer wieder, andere nicht.


    Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig?

    Oft zwei, manchmal drei.


    Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser?

    Beides. Wenn gerade bei meinen Lieblingsautoren kann ich sehr emotional sein.


    Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch?

    Ja. Zuerst habe ich für jedes Jahr ein eigenes geführt, mittlerweile ist es ein fortlaufendes.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Herzlich willkommen, l'enfant sauvage ! (Cooler Nickname übrigens!)


    Interessante Fragen, die Du stellst. Hier meine ANtworten:


    Randnotizen mache ich selten bis nie, ich hatte aber mal eine kurze Phase, in der ich mir in Büchern viel mit Bleistift angestrichen habe.


    Zitate liebe ich sehr. Ich habe zwei schöne Notizbücher, die ich seit fast 20 Jahren besitze und vor allem in meinen Prä-Internet-Zeiten häufig benutzt habe. Inzwischen läuft es doch meistens darauf hinaus, dass ich online ein schönes Zitat finde und das dann in eine Worddatei kopiere. Aber die Bücher gibt es auch noch. Und wenn ich mal ganz viel Zeit habe, übertrage ich die Word-Zitate dort hinein. Handschriftlich ist ja doch noch mal ein bisschen schöner.


    Dass mir ein Buch nach dem Lesen noch in den Gedanken herumschwirrt, kommt relativ häufig vor. Entweder weil mir das "Lesegefühl" im Gedächtnis bleibt, weil mir Charaktere besonders ans Herz gewachsen sind oder auch, weil mir das Buch Denkanstöße gegeben hat. Ich spreche auch gerne mit anderen über meine Lektüre (ob Bücher oder Zeitschriften) und daraus erwachsene Gedanken.


    Parallellesen kommt bei mir eher selten vor (meistens dann, wenn eine Leserunde beginnt und ich mit meiner letzten Lektüre noch nicht durch bin, oder bei Büchern, die ich aus irgendwelchen Gründen nicht am Stück lesen mag). Meistens konzentriere ich mich auf ein einziges Buch.


    Ich würde mich eher als emotionale Leserin einordnen. Bücher rufen bei mir immer Gefühle hervor, und am liebsten mag ich natürlich die, die ich am Ende mit einem tief zufriedenen Seufzer und dem Gedanken "Wow, war das toll" weglege. Was nicht heißt, dass mir objektive Kriterien wie Plotaufbau, Charakterzeichnung, Logik und Sprachstil nicht wichtig sind. (Ein Buch, das da große Defizite hat, wird mir aber auch nicht ans Herz wachsen.)


    Ein echtes Lesetagebuch führe ich nicht, aber seit 2004 eine Exceldatei mit einem Reiter pro Jahr und ein paar vergleichenden Auswertungen. Zusätzlich speichere ich alle Rezensionen, die ich schreibe, auch in Word-Form ab.


    Übrigens, Hesse mag ich. Vor allem die Gedichte. Von den Büchern kenne ich gar nicht so viele, aber "Demian" und "Unterm Rad" gefielen mir sehr gut.

    The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.

    E. L. Doctorow





  • Also: Wie lest ihr? Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen? Vermerkt ihr euch besondere Zitate? Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre? Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig? Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser? Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch? Zumindest von Listen habe ich in vielen Beiträgen schon gelesen.

    Interessante Fragen, und interessante Antworten!


    Ich hatte nie das Bedürfnis, Randnotizen zu machen, ich bin einfach gar nicht auf die Idee gekommen. Dann war ich eine zeitlang in einer Goodreads-Gruppe, die Wanderbücher hatte. Das war so ähnlich wie eine Leserunde, funktionierte aber so: Person 1 liest das Buch, und macht Randnotizen, schickt es dann an per Post an Person 2, die es liest und in einer anderen Farbe ebenfalls Randnotizen macht, bevor es an Person 3 weitergeschickt wird, und so weiter. An und für sich fand ich die Idee sehr originell und witzig, aber habe schnell gemerkt, dass mich die Notizen der vorigen Leser extrem abgelenkt und gestört haben beim lesen.


    Zitate finde ich generell nicht so spannend, und habe auch wenn ich welche sehe (z.B. in Signaturen etc.) oft das Gefühl, dass sie ohne Zusammenhang unvollständig sind. Das finde ich blöd, ich bin eher so der "ganze Paragraphen, bitte" Typ.


    Ich mache mir ständig Gedanken um meine Lektüre, wobei die nicht immer unbedingt weiterführend sind, sondern manchmal einfach ganz profanes "ich frage mich, wie es weitergeht wenn ich nach Feierabend endlich weiterlesen kann". Häufig denke ich auch darüber nach, wie sich die Geschichte wohl anders hätte entwickeln können, wenn der Protagonist andere Entscheidungen getroffen hätte, oder was den Autor wohl bewogen hat, eine Szene so zu schreiben und nicht anders. Meine Lektüre bleibt mir meistens noch eine ganze Weil im Kopf nach dem lesen (sowohl gute, als auch schlechte), und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bleibt mir davon im Gedächtnis.


    Ich lese öfter mehrere Bücher gleichzeitig, aus verschiedenen Gründen. Manchmal fesselt mich ein Buch nicht so sehr, und ich fange etwas anderes an. Manchmal vergesse ich mein Buch zuhause oder bei meiner Mutter, dann habe ich keine Wahl als etwas anderes anzufangen. Manchmal kommt mir eine Leserunde dazwischen. Allerdings tue ich mich auch schwer damit, Bücher schnell abzubrechen, wenn sie mich gerade nicht so richtig überzeugen können, ohne aber gleich richtig schlecht zu sein. Die geistern dann sehr lange angelesen bei mir herum und gelten in meinem Kopf als "das lese ich ja noch parallel", obwohl ich es seit Wochen nicht angefasst habe, bis ich es irgendwann dann mal als "abgebrochen" abschreibe.


    Ich bin definitiv ein sehr emotionaler Leser, und überhaupt nicht analytisch. Wenn mich die Geschichte mitreißt, verzeihe ich dem Autor auch einige Fehltritte. Und dabei lese ich gar keine Liebesschmonzetten. "Poincarés Vermutung" hat mich zum Beispiel zu Tränen gerührt, weil da so unglaublich ästhetische Mathematik drin ist. Oder dem stilistisch ziemlich mittelmäßigen "Souls of Astraeus" habe ich 5 Sterne gegeben, weil der Autor so ausgefallene und wirklich spannende Einfälle hatte, die ich toll fand.


    Ich führe ein Lesetagebuch für Leserunden mit meinem englischen Buchclub. Da halte ich abends kurz Gedanken fest, die ich mit dem Club diskutieren will. Aber für andere Bücher mache ich das selten. Ich habe einen Buchblog, auf dem ich keine Rezensionen, sondern recht kurze Kommentare veröffentliche. Da verirrt sich allerdings eher selten ein Leser hin.


    Listen habe ich auch, aber nicht so viele. Drei davon sind literarische Reisen, wo ich mich nach und nach durch verschiedene Länder lesen möchte. Das sind Langzeitprojekte, wenn ich gerade einen Handlungsort habe, der in die Liste passt - gut, wenn nicht, dann auch egal. Die vierte habe ich bei Anne abgekuckt, das sind Bücher über Bücher, die ich interessant fand.

  • Auch von mir ein Herzliches Willkommen!

    Jetzt hab ich auch mal den Kopf frei die Fragen zu beantworten^^


    Wie lest ihr?

    Ich hab so einen Spleen gerne den letzten Satz eines Buches zu lesen. Ich finde es spannend dann den Rest zu lesen um zu erfahren wie es dazu kommt.

    Bei Büchern die ich abbreche lese ich auch schon mal den Schluss. Manchmal um zu sehen, ob es sich noch lohnen könnte weiter zu lesen. Manchmal einfach so. Ansonsten lese ich sehr unruhig. Ich verändere oft meine Sitzposition.


    Sind Randnotizen für euch Literaturblasphemie oder der einzige Weg, das Buch zu eurem eigenen zu machen?

    Ich hab nicht mal in meine Abi-Lektüre rein geschrieben sondern extra Notizen auf meinem Block gemacht :lachen: Daher ist meine Reklamausgabe von Die Räuber blütenrein im Inneren. :breitgrins:

    Inzwischen mache ich mir manchmal auf einem Worddokument Notizen wenn ich bei einem Buch schon in etwa weiß, was ich am Ende darüber sagen möchte. Das bildet dann manchmal die Ausgangslage für eine Besprechung hier im Forum. Aber da ich seeeehr pingelig mit meinen Büchern bin, würde ich nie auf die Idee kommen etwas hineinzuschreiben oder gar mit Textmarker zu markieren (ich weiß,das es Menschen gibt die das tun).


    Vermerkt ihr euch besondere Zitate?

    Nein.Aber ich lasse neuerdings gerne mal einen Zettel drin liegen um eine Stelle so zu markieren. Ich habe dieses Jahr mein Lesetagebuch ein bissl verändert und da möchte ich gerne das ein oder andere eintragen um es damit zu bereichern. In einer meiner Lieblings-reihen gibt es im zweiten Band eine soo geniale erste Kusszene, das ich das erste Mal einen kompletten Absatz raus geschrieben habe. Einfach weil die gesamte Szene einfach so toll war.


    Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre?

    Ich bin niemand der sich Tage- oder Wochenlang nur mit einem einzigen Buch beschäftigt, außer ich muss (siehe Abitur). Ich merke immer erst, wie viel Raum ein Buch tatsächlich eingenommen hat, wenn ich Inhalte daraus als Beispiel heranziehe oder gerne mal Anspielungen mache um herauszufinden ob jemand das Buch auch kennt. Oftmals beschäftigt mich ein Thema eh schon und das war dann der Grund genau dieses Buch lesen zu wollen.

    Manchmal merke ich dann beim Lesen, wie ich Themen die mir wichtig sind in meine Meinung mit einfließen lasse. Das Studium hat da auf jeden Fall Einiges verändert.


    Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig?

    Mindestens 2 aber im Normalfall mehr. Manchmal auch 5... oder 6... Zum einen weil ich Hörbücher auf der Arbeit höre und mir diese, für die Zeit dort aufhebe. Dann weil ich es einfach total gerne mag. Ich lese sehr Stimmungsabhängig und daher kann es sein da ich innerhalb eines Tages auf drei unterschiedliche Handlungen Lust habe. Manchmal habe ich einfach auch unheimlich Lust auf Mord und Totschlag, wenn ich gerade eigentlich einen Fantasyroman lese.


    Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser?

    Eine Mischung aus Beidem. Ich kann mich total über Figuren aufregen und rede dann auch schon mal mit ihnen. :lachen:

    Gleichzeitig liebe ich es auch analytisch zu sein. Ich mochte die Analysen schon in der Schule total gerne. Inzwischen interessieren mich auch durchs Studium andere Dinge und ich achte z.B mehr darauf wie bestimmte Vorstellungen in den Geschichten rezipiert werden. Z.B wie Frauen und Mädchen im Gegensatz zu Jungen und Männern dargestellt werden.


    Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch?

    Ja^^ ich halte darin aber tatsächlich keine Gedanken fest, sondern Titel, Autor*in, Seitenzahl, ob es ein Ebook ist, ob ich es im englischsprachigen Original gelesen habe (die Einzige Sprache die ich so gut beherrsche das es zum Lesen reicht^^). Und ja ich mache daraus dann eine Statistik. Daher weiß ich in etwa wie viel ich so im Jahr lesen kann. Ich mag das einfach, gehört für mich zu meinem Lesehobby dazu.^^

  • Über das eigene Leseverhalten kann man ja ruhig mal nachdenken:

    Wie lest ihr?

    Zu den Schnell- und Viellesern gehöre ich nicht.

    Randnotizen

    Gibt es bei mir überhaupt keine, dafür aber Zettel, falls ich mir während des Lesens Notizen für Rezensionen machen will.

    Vermerkt ihr euch besondere Zitate?

    Manchmal schon, aber die hinterlasse ich nur im entsprechenden Thread im Bücherforum.

    Wie viel Raum haben weiterführende Gedanken außerhalb der Lektüre?

    Eher wenig, meine Lektüre ist meist nicht fürchterlich tiefsinnig :redface:

    Wie viele Bücher lest ihr gleichzeitig?

    Meistens ein Hardcover, ein eBook und ein Audiobook parallel.

    Seid ihr eher analysierende oder emotionale Leser?

    Voll emotional:knuddel:

    Führt ihr so etwas wie ein Lesetagebuch?

    Noch nicht, aber vielleicht fange ich in der Pension damit an.:belehrerin: