Teresa Simon - Die Fliedertochter

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Luzies Tagebuch

    Paulina fährt im Auftrag ihrer ‚Oma‘ Toni von Berlin nach Wien um eine Nachlass von deren Großvater in Empfang zu nehmen. Toni kann diese Reise nicht mehr bewältigen. In Wien werden ihr ein Tagebuch und eine Schneekugel ausgehändigt. Das Tagebuch stammt von einer jungen Frau namens Luzie Kühn, die vor vielen Jahren, genauer gesagt anfangs der Hitlerzeit ebenfalls von Berlin – wo sie bei ihren jüdischen Großeltern gelebt hatte – nach Wien geflohen ist. Geflohen vor den Nachstellungen von Joseph Goebbels, dem Bock von Babelsberg, wie er genannt wurde. Das Tagebuch enthüllt einiges was auch Paulines bisheriges Leben auf den Kopf stellen wird.

    Luzie Kühn war eine Künstlerin, und war zu ihrer Mutter nach Wien geflohen. Wie gesagt, ist sie vor Goebbels geflohen, doch auch in Wien war sie nicht sicher. Zunächst sah es sicher aus. Und sie verliebte sich in Bela Krol, einen jungen Künstler. Doch dann holte Hitler sein Heimatland ‚heim ins Reich‘. Aber bereits vorher gab es auch dort die Braunhemden, die Schergen Hitlers, und auch hier hatte es einer von diesen auf Luzie abgesehen.

    Aus Luzies Tagebuch erfuhr Paulina was alles passierte…


    Meine Meinung

    Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es ist, ja ich möchte sagen, ein Zeitzeugnis. Ein Historischer Roman, in welchem natürlich auch ein Teil Fiktion vorhanden ist. Den Schreibstil der Autorin kannte ich schon vorher, und er hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Zunächst in eine elfjähriges Mädchen, das beim rumkruschteln in der in der Tasche ihrer Mutter einen Zettel, der ihr Rätsel aufgibt. Außerdem in einer – überraschend unverschlossenen Schublade einen seltsamen Brief. Pauline wird von ihrer Wahloma Toni gebeten nach Wien zu reisen. Diesen Wunsch erfüllt sie ihr gerne. Ich war sehr gespannt auf den Nachlass den sie dort in Empfang nehmen sollte und noch mehr gespannt war ich, was da in früherer Zeit alles passiert war. Als Luzie Kühn nach Wien floh, war mir gleich klar, dass es für sie letztendlich auch dort nicht sicher war. Ich hatte richtig Angst, Goebbels würde sie bis dahin verfolgen. Doch das war ihm sicher zu beschwerlich, aber auch ohne seine Anwesenheit war Luzie nicht wirklich in Sicherheit. Denn die Braunhemden waren ja überall. Und wenn von denen sich einer etwas in den Kopf gesetzt hat das er haben wollte, gab er nicht auf. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, denn ich weiß, dass Teresa Simons Recherche gründlich sind. Und man daraus wirklich noch etwas lernen kann. Einzig dass ein Personenverzeichnis fehlt, stört mich sehr. Denn ich liebe es, darin zu erfahren, wer historisch belegt, und wer erfunden ist. Eigentlich finde ich sowas Pflicht in einem Historischen Roman. Und deshalb ziehe ich normalerweise dann einen Stern ab, sollte ein solches Verzeichnis fehlen. Doch dieses Buch hat mich so mitgerissen, mich so vereinnahmt und in seinen Bann gezogen und super unterhalten, dass ich nicht umhin kann, trotzdem die volle Bewertungszahl zu vergeben.



    5ratten

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________

    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Teresa Simon - Die Fliedertochter


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    Berlin/Wien, 2018

    Antonia bekommt einen geheimnisvollen Brief aus Wien und bittet Paulina um den Gefallen, sie in dieser Erbangelegenheit zu vertreten. Paulina fährt mit dem Zug in die österreichische Hauptstadt und tritt eine Reise in die Vergangenheit an. Das berühmteste Kind der Donau nimmt sie in seine nostalgischen Arme, die geschichtsträchtige Metropole zieht die junge Künstlerin in ihren Bann.

    Freud, Klimt, Hundertwasser und Co sind allgegenwertig, die Historie hadert mit der Moderne, ein Widerspruch mit Kultur.

    Die beste Kulisse, um eins mit dem Leben einer zeitlich Entfernten zu werden. Paulina sucht Spuren und findet Wurzeln in Antonias Erbe. Einem Tagebuch.


    Berlin/Wien, 1936

    Luzie Kühn liebt das Variete und fühlt sich auf der Bühne zuhause, tanzen und singen ist ihr Leben. Als Goebbels ihrer Talente gewahr wird, hat Luzie Angst, dass ihr Geheimnis um ihre jüdische Abstammung ans Licht kommt. Um den hinkenden Bock von Babelsberg zu entkommen, flieht sie nach Wien und findet Asyl bei Familie Brunner. Doch auch hier färbt sich der bunte Herbst in giftiges Sepia, die braune Suppe gärt und brodelt.


    Luzies Traum wird wahr, sie bekommt ein Engagement am Theater an der Wien und betritt die Bretter einer Zarah Leander. Ihre Freude darüber lässt sie unvorsichtig werden, plötzlich gibt es neben Singen und Tanzen auch noch die Liebe, die einen großen Tribut zollt. Das Lichtmädchen Luzie gerät zwischen zwei Brüderherzen, doch den Schatten wirft der Krieg, der Millionen von Menschen verschlingt.


    Dramatisch und spannend verbindet Teresa Simon eine Zeitspanne von 80 Jahren.

    Vergangenheit und Gegenwart - was man daraus macht, formt die Zukunft.

    Das Tagebuch der Luzie Kühn wirkt so authentisch, dass man beim Lesen den Atem anhält und die Zeit vergisst. Ein großartiges Leseerlebnis.


    Teresa Simon steht für berührendes Schicksal, starke Heldinnen und unverfälschte Romantik. Die gute Recherche ist wie immer Ehrensache. Das war ganz großes Gefühls-Kino mit Taschentuch-Bonus! Eine unbedingte Empfehlung: Lesen und Teil einer anderen Zeit werden. Ich bin begeistert.


    "Ideologien trennen uns, Träume und Ängste bringen uns einander näher."

    Eugène Ionesco


    5ratten :tipp::blume:

  • Berlin/Wien 1936 – 1945 / 2018


    Die 75jährige Antonia Ostermann, Toni genannt, erhält einen Brief in dem sie von einer Lena Brunner darum gebeten wird, sie in Wien zu besuchen. Es ginge um das Vermächtnis Peter Matusek. Zum einen hat Toni keine Ahnung, welche Verbindung es zwischen ihr und diesem Peter Matusek geben könnte, zum anderen ist sie gesundheitlich nicht in der Lage, diese Reise anzutreten, so dass sie Paulina Wilke darum bittet, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Obwohl Toni und Paulina nicht miteinander verwandt sind, stehen sie sich doch seit vielen Jahren sehr nahe. Paulina reist also nach Wien, im Gepäck eine Schneekugel, die sie schon ihr ganzes Leben lang als Talismann begleitet. Bei den Brunners in Wien wird sie freundlich aufgenommen und man überreicht ihr das Vermächtnis von Peter Matusek: Ein blaues Tagebuch, geschrieben von Luzie Kühn, die von 1936 bis 1944 in Wien lebte.


    Paulina versinkt in der Geschichte von Luzie und nimmt den Leser mit in die schwärzeste Zeit der Deutschen Geschichte – in die Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus.

    Warum befindet sich das Tagebuch der Luzie Kühn im Besitz von Peter Matusek und was wiederum hat das mit Antonia Ostermann zu tun? Welche Rolle spielt die Schneekugel, die im Besitz von Paulina Wilke ist?


    Mit „Die Fliedertochter“ hat die Autorin Teresa Simon ihren 4. Roman veröffentlicht, für mich ist es der 2. Roman, den ich von ihr lese. Die Autorin hat ihren Roman in einer geschichtlichen Epoche angesiedelt, die nicht fiktiv sondern leider bittere Realität ist. Ihre Hintergrundrecherchen zu dieser Zeit und den Geschehnissen sind hervorragend und neben seinem Unterhaltungswert hat dieser Roman auch einen hohen informativen Wert.


    Im Prolog trifft der Leser auf die kleine Paulina, die in der Schublade ihrer Mutter einen Brief findet, mit dessen Inhalt die damals 11jährige nichts anfangen kann. Ihr Mutter verspricht ihr, dass sie sie über den Sachverhalt aufklärt – wenn sie alt genug dazu ist.


    Dann springt die Geschichte einige Jahr weiter, Paulina ist erwachsen und Toni bittet sie, sich um diese Nachlassgeschichte zu kümmern, für die sie selbst nicht mehr gesund genug ist.


    Die Handlung spaltet sich nun in 3 Stränge – Paulina, die sich in Wien bei Familie Brunner (Lena, Ferdinand und Sohn Max, sowie Max‘ Freund Tamás) aufhält, Paulinas Mutter Simone, liebevoll Mamasi genannt, die mit ihrer Freundin Heike auf Pilgerreise geht und Toni, die zu Hause auf die Informationen von Paulina wartet und der letzte Handlungsstrang ist die Geschichte von Luzie Kühn zu Zeiten des Nationalsozialismus.


    Luzie arbeitet 1936 in einem Varieté in Berlin, träumt aber von einer Karriere beim Film. Aus diesem Grund begleitet sie ihren früheren Chef zu einer Veranstaltung, bei der sie den Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels kennenlernt, der sich über alle Maßen für Luzie interessiert und ihr nachstellt. Sein Spitzname „Der Bock von Babelsberg“ kommt nicht von Ungefähr und ohne einen Besuch in seinem „Besatzungsbett“ wären die Karrieren einiger Stars und Sternchen der damaligen Zeit wahrscheinlich schneller zu Ende gewesen als sie begonnen hätten. Noch ist Luzie nicht in Gefahr, da ihre „Abstammungslegende“ wasserdicht ist. Sollte sich jedoch jemand die Mühe machen genauer zu hinterfragen wer sie ist, wären sie und ihre Großeltern in großer Gefahr, denn Luzie ist Halbjüdin. Zu diesem Zeitpunkt besteht schon ein Berufsverbot gegen jüdische Anwälte und Mediziner und generell werden Menschen mit jüdischer oder halbjüdischer Abstammung schikaniert. Um sich und ihre Großeltern zu schützen, verlässt Luzie Berlin und geht nach Wien zu ihrer Tante. Aber auch in Wien war man nach der Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich nicht vor Judenverfolgung sicher und der Leser wird Zeuge, wie sich die reale Geschichte des Deutschen Reiches damals zugetragen und wie geschickt die Autorin dies mit der fiktiven Geschichte von Luzie Kühn verknüpft hat. Beim Lesen habe ich mich mehr als 1 Mal gefragt, wie grausam Menschen sein können. Wer gestern noch Freund war, war heute dann Feind – nur, weil er einer anderen Ethnie zugehörig ist. Dieser Handlungsstrang ist sehr interessant, fesselnd aber auch sehr beklemmend.


    Man darf gar nicht darüber nachdenken, dass es eine „Arbeitsanstalt für asoziale Frauen“ gab. Eine Anstalt der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, in der als erbkrank eingestufte Frauen zwangssterilisiert wurden und eine Kinderfachabteilung in der geistig und körperlich behinderte Kinder euthanasiert wurden.


    Im Strang der Gegenwart besucht Paulina mit Max und Tamás einige Orte und Denkmäler, die noch heute von den Grausamkeiten des 2. Weltkrieges erzählen. Aufgrund der Erzählung aus dem Tagebuch, drehen die 3 eine Dokumentation, die das Leben der Luzie Kühn von damals mit den Gedenkstätten von heute verbindet.


    Simone (Mamasie) und ihre Freundin Heike befinden sich auf einer Pilgerreise in Italien. Unterwegs erzählt Simone die Geschichte von Lille; ihrer besten Freundin, die vor einigen Jahren an Brustkrebs gestorben ist und das Leben ihres noch ungeborenen Kindes über ihr eigenes gestellt hat. Damit ihr Kind leben kann, musste Lille auf jegliche Behandlung verzichten. Bevor sie starb, hat sie ihr Kind in liebevolle Hände gegeben.


    Toni hält sich unterdessen in einem Krankenhaus auf, sie musste sich einer Radiologischen Therapie unterziehen und wird von Paulina per Telefon auf dem Laufenden gehalten. Von Toni selbst erfährt man nur sehr wenige Einzelheiten, wer genau sie ist, erfährt man eigentlich erst ganz am Schluss.


    Dass die Schicksale aller beteiligten Protagonisten irgendwie zusammenhängen, das kann man sich als Leser denken. Die Auflösung aller familiären Zusammenhänge erfolgt erst kurz vor Ende des Buches. Wenn man diese Verknüpfungen betrachtet, dann erschließt sich einem auch, warum es Personen gibt, deren Suchmeldungen seit Kriegsende bis heute nicht zum Erfolg geführt haben.


    Wer, wie ich, ein Problem damit hat, wenn in den verschiedenen Handlungssträngen gleichzeitig viele Personen auftreten, dem kann ich nur empfehlen, sich auf einem Zettel eine Art Stammbaum aufzuzeichnen, damit man den Überblick nicht verliert.


    Am Ende des Buches finden sich einige landestypische Rezepte, von denen ich ganz sicher das Eine oder Andere ausprobieren werde.


    Alles in allem hat Teresa Simon hier eine Geschichte erschaffen, die schön und doch traurig ist und die den Leser nachdenklich zurücklassen sollte in Anbetracht der derzeitigen politischen Entwicklung in unserem Lande. Wer sich heutzutage diese Zeit zurückwünscht, der hat unsere Geschichte nicht verstanden.


    5ratten

    Viele Grüße Babsi

  • Berührende Lebensgeschichte


    Paulina lebt in Berlin. Sie ist eine junge moderne Frau im Jahre 2018. Doch dann bittet ihre mütterliche Freundin Antonia, für sie, nach Wien zu reisen. Dort soll Paulina ein Erbstück in Empfang nehmen. Keiner ahnt, was diese Reise für alle bedeuten wird.


    Das Jahr 1936 ist für die junge Sängerin Luzie Kühn ausschlaggebend. Sie muss ihre Heimat Berlin verlassen. Ihr Weg führt sie nach Wien. Hier hofft sie auf eine Karriere beim Theater. Doch es ist nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat. Als Tochter mit jüdischen Wurzeln ist sie auch in dieser Stadt nicht sicher. Aber dann kreuzt die Liebe ihren Weg und die Hoffnung, alles wird gut.


    In „Die Fliedertochter“ erzählt Teresa Simon die Lebensgeschichte von Luzie Kühn. Die junge Frau lebt in der Zeit des Naziregimes. Sie hat jüdische Wurzeln und so lässt es sich denken, dass ihr Leben nicht ganz einfach war. Die Autorin schafft es aber trotz des schwierigen Hintergrundes, eine leichte Liebesgeschichte zu erzählen.


    Luzie ist mir als Charakter mitten ins Herz gegangen. Ihre Lebensgeschichte wird rückblickend durch ein Tagebuch erzählt. Wobei man dann direkt im zweiten Handlungsstrang ist. Dieses Tagebuch wird von Paulina gelesen, und wie sie darin versinkt, versinkt auch der Leser. Mir ging es jedenfalls so. Auch wenn das Thema nicht immer einfach war, hat es Spaß gemacht, aus dem Leben dieser beiden Frauen zu lesen.


    Frau Simon erzählt aber nicht nur eine einfache Liebesgeschichte, sondern weißt mit gutem Hintergrundwissen auf. Einiges von dem, was ich las, war mir so in dieser Eindringlichkeit nicht bewusst. Vielen Dank für diese Einblicke in eine Zeit, die kaum schmerzlicher sein konnte. Die Autorin hat die Vergangenheit lebendig werden lassen und dabei gekonnt die zwei Handlungsstränge miteinander verwoben. Sie hat ihre Protagonisten wunderbar ausgearbeitet und ihnen auf ihre eigene Weise leben eingehaucht. Ich hatte das Gefühl beim Lesen, so könnte das Leben von Luzie gewesen sein und auch die Geschichte von Paulina wirkte auf mich lebendig und echt.


    „Die Fliedertochter“ ist eine Familiengeschichte, die mich nur schwer losgelassen hat. Ich mochte sie von der ersten bis zur letzten Seite. Die Bücher von Teresa Simon sind mit viel Herz und Liebe zum Detail geschrieben. Sie nehmen mich immer mit in eine berührende Vergangenheit und gleichzeitig erzählen sie eine leichte Liebesgeschichte in der Gegenwart. Ich mag es, wie hier Vergangenes mit der Gegenwart verwoben wird.


    5ratten

  • Mögen wir niemals vergessen ...


    Soeben habe ich dieses schöne Buch zu einem wichtigen Thema – gerade jetzt wieder in den Tagen nach der Wahl – zugeklappt und muss sagen, dass die engagierte und sehr sympathische Autorin Teresa Simon mit jedem Buch besser wird. Soweit das überhaupt noch möglich ist!

    Der Roman spielt – wie schon im Klappentext beschrieben – auf zwei Zeitebenen, die beide auf ihre Weise beeindrucken. Während die Gegenwart sich mit der jungen Paulina Wilke als Hauptprotogonistin beschäftigt, die etwas ungewollt in einen Strudel alter Erinnerungen rein gezogen wird, behandelt die Vergangenheit ein leider sehr bedrückendes Thema unserer Geschichte. Paulina begibt sich mit dem blauen Tagebuch von der bisher unbekannten Luzie auf Spurensuche in der herrlichen Stadt Wien, die in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts leider auch Schauplatz der Verbrechen der braunen Nazidiktatur wurde. Geschrieben ist der Roman aus einer Mischung von Tagebucheinträgen und normalen Textpassagen, sodass man als Leser fast das Gefühl haben kann, selbst in Wien mit dem Buch in der Hand zu sitzen und zu lesen. Schnell wird klar, warum Pauline und einige wichtige Personen um sie herum so fasziniert sind davon. Ich empfehle jedem Fan von Romanen mit geschichtlichem Hintergrund einen Blick in dieses besondere Buch zu werfen, es lohnt sich. Lasst euch nicht abhalten von dem – meiner Meinung nach – leider etwas kitschigen Cover, ich glaube, das hat die Autorin nicht zu verantworten. Von mir eine absolute Leseempfehlung.


    Fünf von fünf möglichen Sternen :)