Cay Rademacher - Mörderischer Mistral (Capitaine Roger Blanc 1)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von illy.

  • Cay Rademacher - Mörderischer Mistral


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    Taschenbuch: 272 Seiten

    Verlag: DuMont Buchverlag (12. März 2015)

    ISBN-13: 978-3832163167

    Preis: 9,99 €


    Gelungener Auftakt einer Provence-Krimi-Reihe


    Inhalt:

    Capitaine Roger Blanc ist in Paris in Ungnade gefallen - sowohl beim Staatssekretär, der ihn in den Midi versetzt, als auch bei seiner Frau, die sich von ihm trennen will. So zieht Blanc in eine alte Ölmühle im Süden, die er vor Jahren von seinem Onkel geerbt hat. Zunächst tut er sich mit dem Leben in der Provinz schwer. Die Menschen ticken hier anders. Doch das hält ihn nicht davon ab, gegen alle Widerstände einen brutalen Mord aufzuklären.


    Meine Meinung:

    „Mörderischer Mistral“ ist der Auftaktband zu der Krimi-Reihe um Capitaine Roger Blanc. Der Roman beginnt recht gemächlich, schließlich muss sich Blanc erst mal ein bisschen in seiner neuen Heimat umsehen und sich eingewöhnen. Das hat mir gut gefallen und auch mir als Leserin ein gutes Bild von dieser Gegend gegeben. Doch dann bekommt er es mit einem verzwickten Mordfall zu tun, gleichzeitig werden ihm die Hände gebunden, sodass sich die Ermittlungen schwierig und ein wenig zäh gestalten. Aber die Überlegungen dazu fand ich sehr ansprechend und sinnvoll.


    So richtig aufwärts geht es erst, als Blanc die Untersuchungsrichterin überzeugen kann. Aveline Vialoron-Allègre ist ausgerechnet die Frau des Staatssekretärs, der Blanc in die Provinz verbannt hat. Sie ist ein starker Charakter und nicht leicht zu durchschauen. Das macht sie sehr interessant. Auch Blancs Kollegen Marius Tonon und Fabienne Suillard haben mir gut gefallen, weil sie recht vielschichtig aufgestellt sind.


    Wer mit einer Vielzahl von Personen leicht Probleme bekommt, kann sich hier mit dem Personenregister im Anhang behelfen, was ich sehr praktisch finde.


    Fazit:

    Ein über weite Strecken sehr ruhiger Kriminalroman, der durch den Blick hinter die Kulissen besticht und am Ende so richtig aufdreht.


    Die Reihe:

    1. Mörderischer Mistral

    2. Tödliche Camargue

    3. Brennender Midi

    4. Gefährliche Côte Bleue

    5. Dunkles Arles

    6. Verhängnisvolles Calès

    7. Verlorenes Vernègues


    ★★★★☆

    Staubfänger 29/29 + 09/29 + 00/29 + 09/22 --> 47 Punkte

    Frischlinge 29/29 + 29/29 + 26/29 + 22/22 --> 106 Punkte

    SLW 24/40


    Liebe Grüße, Lilli

    Einmal editiert, zuletzt von illy () aus folgendem Grund: Reihenauflistung um Links und neueste Bände ergänzt

  • illy

    Hat den Titel des Themas von „Cay Rademacher - Mörderischer Mistral“ zu „Cay Rademacher - Mörderischer Mistral (Capitaine Roger Blanc 1)“ geändert.
  • Früher habe ich immer gerne den aktuellen Bruno-Roman von Martin Walker mit in den (Süd-)Frankreichurlaub genommen, doch da mir die Reihe von Buch zu Buch weniger gefiel, musste für dieses Jahr ein „Ersatz“ gefunden werden. Cay Rademacher ist genauso wenig Franzose wie Walker, aber auch seine Reihe spielt in der Provence.


    Der Nordfranzose Roger Blanc war als Antikorruptionsermittler in Paris ein wenig zu erfolgreich, seine Versetzung ins Midi kann man als eine Art Wegloben verstehen. Schließlich hat er dort ein Haus, auch wenn es eine geerbte Bruchbude ist, die jahrelang niemand mehr betreten hat. Seine Frau nutzt die Chance, sich gleich ganz von ihm zu trennen.


    Immerhin nehmen ihn seine direkten Kollegen bei der örtlichen Gendarmerie freundlich auf und der vom Chef zugeschusterte leichte erste Auftrag entpuppt sich als handfeste Mordermittlung. Hier werden die Hintergründe gut und glaubhaft dargestellt, ein ordentlicher Fall.


    Dadurch, dass der Protagonist sich ebenfalls erst mal im Süden einleben muss, kann der Autor sein Publikum unauffällig und sehr angenehm für das Lokalkolorit erwärmen. Die Figuren sind sympathisch, haben eine gewisse Tiefe und erscheinen entwicklungsfähig. „Mörderischer Mistral“ ist ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Reihe. Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob ich mit dem nächsten Band wirklich bis zum nächsten Urlaub warten will oder doch lieber vorab zuhause ein wenig südfranzösisches Flair genieße.


    4ratten