Fiona Mozley - Elmet

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Inhalt

    Daniel ist unterwegs nach Norden um jemand zu treffen. Er weiß nicht, wo und wann er sie treffen wird. Aber er weiß: irgendwann ist sie da, ermuss nur lange genug nach ihr suchen.


    Meine Meinung

    Es ist von der ersten Seite klar, dass Daniels Geschichte keine schöne sein wird. Die Art, wie er erzählt und die Andeutungen, die er macht: alles deutet darauf hin. Dabei scheint sein Leben zwar ungewöhnlich gewesen zu sein, aber Anfangs deutet nichts darauf hin, warum er auf dem Weg ist.


    Seine Familie ist klein. Es gibt den Vater, seine Schwester Cathy, die Großmutter und ihn. Freunde haben sie nicht, niemand von ihnen. Es gibt zwar Menschen, mit denen sie Umgang haben, aber zu keinem haben sie eine engere Beziehung. Als Daniel in der Schule gemobbt wird, beschliesst der Vater dass sie zurück in die alte Heimat der Mutter zurückkehren und dort ein Haus bauen. Er weiß, dass er nichts dagegen machen kann wie Daniel behandelt wird, auch wenn er im Recht ist.


    Dieses Verhalten des Vaters zieht sich durch die ganze Geschichte. Er legt sich nicht mit Behörden an. Ob er das wirklich macht, weil er glaubt dass er gegen sie keine Chance hat oder weil er unbemerkt leben will, wird nicht klar. Auf jeden Fall scheint es niemand aufzufallen, dass er seine Kinder aus der Schule nimmt und zuhause unterrichtet. In der neuen Umgebung scheint zunächst alles besser zu sein. Das Haus, dass sie mit ihren eigenen Händen bauen, ist wirklich ein Zuhause. Daniel und Cathy sind viel im Wald unterwegs und fühlen sich frei. Und zum ersten Mal die kleine Familie so etwas wie Freunde.


    Dann aber holt sie die Wirklichkeit ein. Auch wenn der Vater es gehofft hat, ganz frei kann er nicht leben. Der Besitzer des Lands, auf dem sie wohnen, macht ihnen das Leben schwer. Wieder knickt er ein, genauso wie damals in der Schule. Dieses Mal habe ich sein Verhalten besser verstehen könnnen. Er kam mir vor wie ein Mann, der sein Leben lang wegglaufen ist und jetzt einsieht, dass es keinen Sinn mehr macht und resigniert. Vielleicht hat er gehofft, dass es nicht so schlimm kommen wird. Aber da hat er sich geirrt.


    Das Ende hat mich überrscht. Es wird viel geredet und was gesagt wird, wirft ein ganz anderes Licht auf die vorangegangenen Ereignisse. Es auch die Erklärung, warum sich Daniel auf den Weg gemacht hat. Auf der anderen Seite fand ich es unnötig grausam und deshalb nicht ganz passend zum Rest der Geschichte. Trotzdem hat mir das Buch als Ganzes sehr gut gefallen.

    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Scheitern gehört zum Leben dazu, aber aufgeben ist keine Option.