08: Kapitel 48 bis einschl. Kapitel 55

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

  • So langsam wird es richtig ernst

    Und mir geht das gerade Alles viel zu schnell

    Das Tempo der Handlung und überhaupt will ich mich auch noch gar nicht von unseren Helden trennen


    Madea versteht endlich was sie an der Seite von Zaragoth erwartet. Das hat sie verdient. Und hoffentlich hat sie jetzt richtig Angst, zumal die auch erkennt, das Catara anscheinend auf sie wartet.


    Als Sarazas beschrieben wird muss ich sehr lachen " ... ein Gesicht so ausdruckslos wie ein Klumoen Brotteig." :D

    Wobei ich ja Sarazas dann zu seinem Ende hin noch Respekt zollen muss, er geht hoch erhobenen Hauptes. ICh fand auch den Kniff gut, dass wir als Leser plötzlich Barthomae Sarazas Inneres noch kennen lernen und eine kleine Szene aus seiner -letzten- Sicht lesen dürfen. Schwupps solidarisiere ich mich , wenigstens ein Stückchen, mit ihm.


    Nersei öffent sich Veitt immer mehr, das ist schön. Dann habe ich ja doch noch Hoffnung für die Beiden. Wahrscheinlich wird dies das einzige "Liebes-Happy-End" am Schluß.


    Und sogar Asmaran zeigt Gefühle, hat offensichtlich die Mutter von Nersei wirklich geliebt. Wer hätte das gedacht.

    Die Szene zwischen Ryk und Asmaran, in Ryks "Geist", die fand ich ganz großes Kino. Sehr gut gemacht, toll wie sie jetzt endlich zu Verbündeten werden, sich vertrauen.

    Die Blutspendeszene vorher hatte etwas sehr vampirhaftes, vor Allem als Ryk das Blut trinkt und nach mehr giert.

    Als Ryk sich noch mal an Mortos Dex und Ishans vermeintlichen Tod denkt, wird man noch mal richtig daran erinnert was Asmaran ihm alles angetan hat und was für ein Schritt das für Ryk ist, ihm zu vertrauen.


    Ishan überlebt. Und er scheint zu erkennen, dass Iritari verändert ist. Ob er wirklich versteht, WER oder WAS sie ist. Sie muss sich ihm offenbaren, irgendwann. Und dann wird Ishan sogar noch philosophisch

    Zitat

    Was in diesem Krieg wirklich zählte, waren nicht die Leben, die er nehmen würde, sondern die, die er am Ende rettete.

    Etwas pathetisch, aber eines Herrschers würdig.


    Und endlich, endlich treffen unsere Helden wieder aufeinander. Ich hatte mit mehr Drama gerechnet, insbesondere auf Seiten von Ishan. Auch Kela nimmt das nach der ersten Wut auf Asmaran recht locker. Aber das Ganze ist wohl dem geschuldet, dass Alle einfach keine Zeit haben. Weder Zeit für Feindschaften, noch für Wiedersehensfreude. Wobei die Szene mit Asmaran und Ishan schon auch wieder toll war. Ich muss zugeben, ich beginne Asmaran schon fast zu mögen. Er macht das gut.


    Ich bin dann mal lesen, jetzt lege ich das Buch nicht mehr aus der Hand, bis zum bitteren Ende

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Jetzt geht es wirklich rund hier, die Ereignisse überschlagen sich.


    Zaragoth ist der erste, der nun ein Portal öffnet, um schneller vor Ort zu sein. Und es war klar, dass er sich direkt Sarazas bedient. Vor ihm hatte ich am Ende nochmal richtig Respekt, er geht wenigstens mit erhobenen Hauptes. Tja, und die dumme Madea merkt jetzt auch so langsam, auf welches Pferd sie da gesetzt hat. Ich hoffe, sie wird mit Zaragoth untergehen inklusive Dämonenbrut.


    Asmaran & Ryk, die zwei sind nun auch unwiderruflich sozusagen "Blutsbrüder". Die Szene in Rkys Traum fand ich sensationell beschrieben. Und irgendwie wirkt Asmaran ein wenig sanfter, ich glaube, beide haben mittlerweile akzeptiert, dass sie eigentlich keine Feinde mehr sind. Die Prophezeiung von Tol'Aras ist nun eingetroffen. Nur mit Asmarans Blut kann der Kampf noch gewonnen werden. Ishan erholt sich und wird als Magier noch mächtiger. Ich hoffe, er kann seine neue Kraft gut einsetzen.


    Zaragoth greift nun die Rebellen an, um abzulenken und an das Grab zu kommen. Leider weiß er auch nun durch den dritten Spion, dass Ishan und Catara vor Ort sind. Gut, dass Asmaran auch ein Portal geöffnet hat, um nun schneller vor Ort zu sein.


    Die Wiedersehensszene fand ich zwar ein wenig kurz, aber wirklich Zeit haben beide Seiten ja nun auch nicht mehr. Ich hätte allerdings erwartet, dass Kela wenigstens ein wenig verschnupft auf Ishans neue Geliebte reagiert. Aber eigentlich ist das so typischer für sie. Immerhin hat sie sich derweil ja mit Ryk wieder versöhnt.


    Und mir geht das gerade Alles viel zu schnell

    Das Tempo der Handlung und überhaupt will ich mich auch noch gar nicht von unseren Helden trennen

    Mir auch. Ich würde das auch viel lieber mehr auskosten. Und wenn ich sehe, wie wenige Seiten wir noch haben, habe ich jetzt schon Trennungsschmerz.

    Ishan überlebt. Und er scheint zu erkennen, dass Iritari verändert ist. Ob er wirklich versteht, WER oder WAS sie ist. Sie muss sich ihm offenbaren, irgendwann.

    Ich glaube, dazu wird es nicht mehr kommen. Und wer weiß, vielleicht ist das auch besser so.

    Wobei die Szene mit Asmaran und Ishan schon auch wieder toll war. Ich muss zugeben, ich beginne Asmaran schon fast zu mögen. Er macht das gut.

    Ich auch. Asmaran hat starke Charakterzüge. Und letztendlich hat er auch nur für sein Volk gekämpft. Wer kann ihm das verübeln? Und irgendwie finde ich ihn süß, wie er auf seinen Sohn achtet.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Madea versteht endlich was sie an der Seite von Zaragoth erwartet. Das hat sie verdient. Und hoffentlich hat sie jetzt richtig Angst, zumal die auch erkennt, das Catara anscheinend auf sie wartet.

    Ja, so langsam geht ihr ein Licht auf. Sie war ziemlich verblendet, was Zaragoth angeht. Allerdings verhielt er sich anfangs ja auch sehr schmeichelhaft ihr gegenüber.


    Und sogar Asmaran zeigt Gefühle, hat offensichtlich die Mutter von Nersei wirklich geliebt. Wer hätte das gedacht.

    Die Szene zwischen Ryk und Asmaran, in Ryks "Geist", die fand ich ganz großes Kino. Sehr gut gemacht, toll wie sie jetzt endlich zu Verbündeten werden, sich vertrauen.

    Asmaran wirkt zwar nicht so, aber auch er hat eine emotionale Seite, die ihn letztlich dazu bewegt hat, sich für sein Volk und für die Gerechtigkeit einzusetzen.


    Asmaran & Ryk, die zwei sind nun auch unwiderruflich sozusagen "Blutsbrüder". Die Szene in Rkys Traum fand ich sensationell beschrieben. Und irgendwie wirkt Asmaran ein wenig sanfter, ich glaube, beide haben mittlerweile akzeptiert, dass sie eigentlich keine Feinde mehr sind. Die Prophezeiung von Tol'Aras ist nun eingetroffen.

    Ganz Grün werden Asmaran und Ryk sicherlich nie miteinander, aber sie verstehen inzwischen einander und können den anderen und seine Beweggründe respektieren. Der Wandelnde Träumer hat diese mögliche Zukunft vorausgesehen und als einzige Chance begriffen, die beide haben, um am Ende siegen zu können.

  • Tja, und die dumme Madea merkt jetzt auch so langsam, auf welches Pferd sie da gesetzt hat. Ich hoffe, sie wird mit Zaragoth untergehen inklusive Dämonenbrut.

    Sie hat es echt nicht anders verdient, you get what you deserve

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Die Szene zwischen Ryk und Asmaran, in Ryks "Geist", die fand ich ganz großes Kino.

    das fand ich auch. Generell finde ich die Szenen aus der Gedankenwelt um Samstag immer sehr gut gelungen. Die bringen bei mir immer Gänsehaut !

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Asmaran & Ryk, die zwei sind nun auch unwiderruflich sozusagen "Blutsbrüder". Die Szene in Rkys Traum fand ich sensationell beschrieben. Und irgendwie wirkt Asmaran ein wenig sanfter, ich glaube, beide haben mittlerweile akzeptiert, dass sie eigentlich keine Feinde mehr sind. Die Prophezeiung von Tol'Aras ist nun eingetroffen. Nur mit Asmarans Blut kann der Kampf noch gewonnen werden. Ishan erholt sich und wird als Magier noch mächtiger. Ich hoffe, er kann seine neue Kraft gut einsetzen.

    Wobei die Szene mit Asmaran und Ishan schon auch wieder toll war. Ich muss zugeben, ich beginne Asmaran schon fast zu mögen. Er macht das gut.

    Ich auch. Asmaran hat starke Charakterzüge. Und letztendlich hat er auch nur für sein Volk gekämpft. Wer kann ihm das verübeln? Und irgendwie finde ich ihn süß, wie er auf seinen Sohn achtet.

    Blutsbrüder ist ein gutes Wort dafür.

    Ryk muss dem Blutlenker ja jetzt wirklich vertrauen, er hat sich nicht mal beschwert, dass er jetzt Dämonenblut von Asmaran in sich trâgt 😀


    Ich sagte doch am Anfang, dass Asmaran mir gut gefällt. Ich finde er hat eine tolle Entwicklung in diesem Buch hingelegt. Das zeigt diese Szene mit Ishan auch. Er vertraut einem Menschen erstmal bevor er ihn tötet oder in seinem Kopf rumspielt.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Asmaran wirkt zwar nicht so, aber auch er hat eine emotionale Seite, die ihn letztlich dazu bewegt hat, sich für sein Volk und für die Gerechtigkeit einzusetzen.

    Die emotionale Seite hat man in diesem Abschnitt wirklich toll kennengelernt. Da war die Rettung von Ryk, das Gespräch mit Veitt über Nersei und dann das Gespräch mit Ishan. Ich fand die Darstellung der emotionalen Seite wirklich gut gelungen. Bin gespannt,ob er überleben wird.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ja, ich habe es gemerkt, das Buch liest sich wirklich so schnell, dass ich ruckzuck schon ein Kapitel zu weit war.

    Und immernoch sehe ich keine Chance für die Menschen. Wie sollen sie sich gegen diese Übermacht halten können geschweige denn siegen. Aber auch hier sind wieder schöne Stellen, die in der ganzen brennenden Situation einen Ruhepol bilden.

    Madea versteht endlich was sie an der Seite von Zaragoth erwartet. Das hat sie verdient. Und hoffentlich hat sie jetzt richtig Angst, zumal die auch erkennt, das Catara anscheinend auf sie wartet.

    Ich bin wiedermal auf der falschen Seite schätze ich. Nein, ich kann nicht finden, dass sie es verdient hat. Erstens hat keiner verdient so behandelt zu werden und ich gehe davon aus, dass sie ihre Wahl mit dem Tod bezahlen wird, was vielleicht noch gnädig ist. Wenn ich mir vorstelle ich würde in einer Gesellschaft leben, in der ich und meinesgleichen als Bedrohung angesehen werden und unschuldig hingerichtet, dann würde ich auch hoffen, eine andere Gesellschaft zu erhalten, in der ich sein kann, wer ich bin und nicht eine Lüge leben. Schließlich mußte sie sogar vor ihrem Mann verbergen, was sie ist, nachdem sie seine Verachtung erlebt hat, die er bei der Hinrichtung einer völlig unschuldigen Vedra gezeigt hat. Dazu kommt eine über Generationen erfolgte Konditionierung. Da kann man schnell auf der falschen Seite stehen, ohne es zu merken. Sie hat Menschen umbringen lassen, ja und? Ryk hat Dämonen umgebracht und zwar auch nur weil sie seine Feinde waren und die seiner Gattung.

    Wobei ich ja Sarazas dann zu seinem Ende hin noch Respekt zollen muss, er geht hoch erhobenen Hauptes. ICh fand auch den Kniff gut, dass wir als Leser plötzlich Barthomae Sarazas Inneres noch kennen lernen und eine kleine Szene aus seiner -letzten- Sicht lesen dürfen. Schwupps solidarisiere ich mich , wenigstens ein Stückchen, mit ihm

    Ja, das war eine tolle Szene. Endlich mal jemand, der sich dem unausweichlichen fügt. Dazu gehört viel, aber die Szene seiner Vergangenheit zeigt wohl auch, warum er keine Seele mehr hatte. Wie schlimm muss das für so eine kleines Kind sein, das alles mit anzusehen und keine Hilfe zu bekommen. Ich glaube ja nicht, dass es Psychiater gib in dieser Welt, die sich um solche Opfer kümmern. Der "Kniff" ist allerdings hier nur verschoben. Michael macht eben seine Opfer möglichst vorher sympathisch!

    Die Szene zwischen Ryk und Asmaran, in Ryks "Geist", die fand ich ganz großes Kino. Sehr gut gemacht, toll wie sie jetzt endlich zu Verbündeten werden, sich vertrauen.

    Die Blutspendeszene vorher hatte etwas sehr vampirhaftes, vor Allem als Ryk das Blut trinkt und nach mehr giert.

    Ja diese Szenen finde ich auch toll. Ich würde mir wünschen, so etwas gäbe es wirklich, genauso wie diese Feuer, welches Lügen erkennt. Es wäre oft einfachr Verständigungen zu erzielen.

    Bei der Blutspender Szene hatte ich keinen Gedanken an Vampire, ich hatte nur das GEfühl, dass Ryk wie ein Verdurstender nach mehr giert und so ähnlich ist es ja auch, denn es geht nicht um das Blut, sondern die darin enthaltene Energie. und da seine eigene versiegt war, brauchte er welche wie ein Verdurstender Wasser (was ja unser Energiespender in dem Fall wäre)

    hätte allerdings erwartet, dass Kela wenigstens ein wenig verschnupft auf Ishans neue Geliebte reagiert.

    Oh das ist eine der Stellen, die mich besonders begeistert hat. Klischee wäre eine "verschnupfte " Reaktion, aber das ist hier eben nicht der Fall! Sehr angenehm!

  • Bei der Blutspender Szene hatte ich keinen Gedanken an Vampire, ich hatte nur das GEfühl, dass Ryk wie ein Verdurstender nach mehr giert und so ähnlich ist es ja auch, denn es geht nicht um das Blut, sondern die darin enthaltene Energie. und da seine eigene versiegt war, brauchte er welche wie ein Verdurstender Wasser (was ja unser Energiespender in dem Fall wäre)

    Mir ging es auch so, an Vampire hatte ich dabei gar nicht gedacht.

    Oh das ist eine der Stellen, die mich besonders begeistert hat. Klischee wäre eine "verschnupfte " Reaktion, aber das ist hier eben nicht der Fall! Sehr angenehm!

    Ich muss gestehen, dass ich über diese Szene nicht einmal nachgedacht habe bzw. über Kelas Reaktion. Ich hätte es schlimm gefunden, wenn es eine "verschnupfte" Reaktion gegeben hätte. Ich fand das auch sehr angenehm.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich sagte doch am Anfang, dass Asmaran mir gut gefällt. Ich finde er hat eine tolle Entwicklung in diesem Buch hingelegt. Das zeigt diese Szene mit Ishan auch. Er vertraut einem Menschen erstmal bevor er ihn tötet oder in seinem Kopf rumspielt.

    Asmaran entwickelt sich auch weiter, zum Glück. Jetzt, wo er "gezwungen" ist, mit Menschen zusammenzuarbeiten, erkennt er, dass nicht alle schlecht sind. Umgekehrt gilt das natürlich auch für Ryk.


    Die emotionale Seite hat man in diesem Abschnitt wirklich toll kennengelernt. Da war die Rettung von Ryk, das Gespräch mit Veitt über Nersei und dann das Gespräch mit Ishan. Ich fand die Darstellung der emotionalen Seite wirklich gut gelungen. Bin gespannt,ob er überleben wird.

    Danke, das freut mich!! Harte Schale, weicher Kern. ;)) Nun ja, ganz so ist es nicht. Asmaran hat sich in erster Linie Ryk gegenüber immer sehr hart und unnachgiebig gegeben. Er vertraut den Menschen der Schwebenden Reiche nicht, weil er "böse" Erinnerungen an die Ersten Magier hat. Trotzdem war es mir wichtig zu zeigen, dass auch die Dämonen bzw. Asmaran zwei Seiten hat.


    Ich bin wiedermal auf der falschen Seite schätze ich. Nein, ich kann nicht finden, dass sie es verdient hat. Erstens hat keiner verdient so behandelt zu werden und ich gehe davon aus, dass sie ihre Wahl mit dem Tod bezahlen wird, was vielleicht noch gnädig ist. Wenn ich mir vorstelle ich würde in einer Gesellschaft leben, in der ich und meinesgleichen als Bedrohung angesehen werden und unschuldig hingerichtet, dann würde ich auch hoffen, eine andere Gesellschaft zu erhalten, in der ich sein kann, wer ich bin und nicht eine Lüge leben.

    Es stimmt schon, "verdient" ist sehr hart. Sie hat natürlich auch schlimme Erfahrungen gemacht, gerade damit, wie Menschen Veydras behandeln. Trotzdem entschuldigt es nicht ihr Verhalten. Aber die Frage ist: KÖNNTE sie überhaupt anders handeln? Schließlich ist sie von Geburt an in dieses Leben reinerzogen worden. Was sie tut, tut sie aus Überzeugung. Und natürlich, weil sie auch verblendet gegenüber der Wahrheit ist.


    Michael macht eben seine Opfer möglichst vorher sympathisch!

    Ich mag diese Schwarz-Weiß-Malerei nicht. Natürlich muss es die machmal auch geben, weil man nicht jedem noch so kleinem Nebencharakter eine Backstory geben kann. Aber bei Sarazas war mir das wichtig. Das jemand so wird wie er, dafür muss es schon einen guten Grund geben, wie ich finde.


    Ich muss gestehen, dass ich über diese Szene nicht einmal nachgedacht habe bzw. über Kelas Reaktion. Ich hätte es schlimm gefunden, wenn es eine "verschnupfte" Reaktion gegeben hätte. Ich fand das auch sehr angenehm.

    Ich wollte auch nicht diese typischen Eifersüchteleien bringen. Für mich passte das weder zur Situation noch zu Kela. Inzwischen hat sie ja auch ihre Gefühle für Ryk wiederentdeckt.

  • Harte Schale, weicher Kern. ;))

    Solche Charaktere mag ich immer ;)

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich bin wiedermal auf der falschen Seite schätze ich. Nein, ich kann nicht finden, dass sie es verdient hat. Erstens hat keiner verdient so behandelt zu werden und ich gehe davon aus, dass sie ihre Wahl mit dem Tod bezahlen wird, was vielleicht noch gnädig ist. Wenn ich mir vorstelle ich würde in einer Gesellschaft leben, in der ich und meinesgleichen als Bedrohung angesehen werden und unschuldig hingerichtet, dann würde ich auch hoffen, eine andere Gesellschaft zu erhalten, in der ich sein kann, wer ich bin und nicht eine Lüge leben. Schließlich mußte sie sogar vor ihrem Mann verbergen, was sie ist, nachdem sie seine Verachtung erlebt hat, die er bei der Hinrichtung einer völlig unschuldigen Vedra gezeigt hat. Dazu kommt eine über Generationen erfolgte Konditionierung. Da kann man schnell auf der falschen Seite stehen, ohne es zu merken. Sie hat Menschen umbringen lassen, ja und? Ryk hat Dämonen umgebracht und zwar auch nur weil sie seine Feinde waren und die seiner Gattung.

    Für mich ist sie eindeutig auf der falschen Seiten. Und erkennt es einfach nicht. "Verdient" ist vielleicht wirklich zu hart. Aber sie hat sehenden Auges Menschen geopfert die nicht böse waren, sondern nur ihren Plänen im Weg standen und dies sind Dinge die ich nicht verzeihen will

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Dann hat catara noch weniger Chance bei Dir, denn sie hat ja Menschen getötet, nur um sie als Tarnung zu nutzen.

  • Dann hat catara noch weniger Chance bei Dir, denn sie hat ja Menschen getötet, nur um sie als Tarnung zu nutzen.

    Oh, die mochte ich am Anfang tatsächlich nicht. Ich habe sie aber sehr lieben gelernt. Weil sie erkannt hat, was falsch ist.
    Madea töten Menschen, die ihr nah sind. Und das finde ich besonders verabscheuungswürdig

    Ja, vielleicht doppelte Moral aber für mich ist töten nicht gleich töten (und ja, das würde ich im realen Leben mit Sicherheit ganz anders sehen)

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ich mag beide Frauen nicht ;) Madea ist Vorsitzende eines Kults eines furchtbaren, wahnsinnigen Todes-Dämonengottes und hat alles zulassen, was der Fluchbringer ihrem Volk angetan hat. Und Catara tötet in der Tat teilweise nur für ihre Tarnung oder als Auftrag. Kann mich also mit beiden nicht anfreunden.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

  • Ich mag beide Frauen nicht ;) Madea ist Vorsitzende eines Kults eines furchtbaren, wahnsinnigen Todes-Dämonengottes und hat alles zulassen, was der Fluchbringer ihrem Volk angetan hat. Und Catara tötet in der Tat teilweise nur für ihre Tarnung oder als Auftrag. Kann mich also mit beiden nicht anfreunden.

    Beide sind keine einfachen Charaktere, obwohl ich persönlich Cataras Motive nachvollziehbar finde. Aber ich bin ja auch der Autor. ;))) Was ich damit sagen will: Es entschuldigt nicht, was Catara tut. Zu morden ist niemals richtig. Allerdings betrachte ich sie als eine gebrochene Seele, die auf Geheiß ihrer Herrin handelt. Sie trägt großen Hass und große Wut in sich, ist aber auch verzweifelt auf der Suche nach Zuneigung. In Medea findet sie eine Art Mutterersatz, daher tut sie einfach alles für sie, um deren Liebe nicht zu verlieren. Medea weiß das und nutzt das für sich aus.

  • Allmählich dämmert es Madea, woran sie bei Zaragoth ist bzw. woran nicht, dass ihre Erwartungen womöglich nicht erfüllt werden. Und sie war tatsächlich so naiv zu glauben, dass unter Inos für sie alles besser werden würde – ich denke, ihr kommen nun zu Recht Zweifel an den „hehren“ Absichten eines Inos oder Zaragoth. Naja, wenn man von Kindesbeinen an natürlich derart geimpft wurde, ist das auch kein Wunder. Ich bin jetzt sehr gespannt, ob Madea am Ende noch eine Schlüsselrolle spielen wird, ob sie nicht doch noch für die Menschen entscheiden wird.

    Dass Sokoel ebenfalls ein Gestaltwandler ist, damit hatte ich echt nicht gerechnet.


    Sarazas nimmt ein sehr schnelles Ende, aber Ishan, Ryk und die Anderen kapieren schnell, dass sich hinter Sarazas Zaragoth befindet – wenigstens das, denn nun haben wir echt einen Wettlauf um das Grab des Inos.


    Als Asmaran Veitt eröffnet, dass die Dämonen seinerzeit mit Absicht Menschen mit ihrem Dämonenblut versetzt haben, fand ich ja sehr überraschend. Tja, da hatten sich die Dämonen wohl ins eigene Fleisch geschnitten. Aber dass er damit Ryk heilen kann, ist ja großartig, auch wenn Asmaran erst noch ein wenig überzeugt werden musste.


    Und Asmaran gibt Nersei und Veitt quasi seinen Segen <3 Es freut mich riesig, dass Nersei nun auch zu seinen Gefühlen steht; nun müssen die beiden nur noch überleben.


    Dass Catara tatsächlich Ishan beichten wollte, wer sie in Wirklichkeit ist, war echt mutig, denn sie muss ja damit rechnen, dass er sich von ihr abwendet, wenn er erfährt, dass sie nicht Iritari ist – und dass sie vom Herz der Prinzessin gegessen hat. Das zeigt ziemlich gut, wieviel Ishan ihr bedeutet, denn darauf wäre Catara früher nie gekommen.


    Ishan ist inzwischen wirklich erwachsen geworden, kein Vergleich mehr zu dem verwöhnten Bürschchen am Anfang des ersten Bandes. Dass er sich nun mehr Gedanken um die Leben macht, die er unter den Rebellen erhalten will, als um die Leben, die er nehmen wird, macht das ziemlich gut deutlich.


    Ich konnte es echt nicht erwarten, bis sich Ishan, Ryk, Kela und Veitt wiedergesehen haben. O.k., auf Asmaran hätte Ishan sicherlich verzichten könnten, aber der Herr Blutlenker lässt sich diesmal sogar herab, auf Kooperation zu setzen und nicht auf gewaltsames Eindringen in Ishans Gedanken ^^ Genial war es, wie sich Asmaran mit Ishan in dessen Geist „getroffen“ hat (diesmal ohne Nebenwirkungen) und er ihm alles erklären konnte, während tatsächlich nur wenige Sekunden verstreichen.


    So, nun sind unsere Helden alle zusammen – der Showdown kann kommen =O

    Liebe Grüße

    Karin

  • Und mir geht das gerade Alles viel zu schnell

    Das Tempo der Handlung und überhaupt will ich mich auch noch gar nicht von unseren Helden trennen

    So geht es mir auch: einerseits will ich wissen, wie es ausgeht, andererseits möchte ich aber noch lange nicht mit dem Buch zu Ende sein ;(


    Als Sarazas beschrieben wird muss ich sehr lachen " ... ein Gesicht so ausdruckslos wie ein Klumoen Brotteig." :D

    Das war klasse :D


    Aber das Ganze ist wohl dem geschuldet, dass Alle einfach keine Zeit haben. Weder Zeit für Feindschaften, noch für Wiedersehensfreude.

    So sehe ich das auch, wenn sie jetzt noch viel Zeit damit "vertrödelt" hätten, kommen sie überhaupt nicht zum Zuge gegen Zaragoth.


    Und es war klar, dass er sich direkt Sarazas bedient. Vor ihm hatte ich am Ende nochmal richtig Respekt, er geht wenigstens mit erhobenen Hauptes.

    Ja, Sarazas hat so nochmal mehr Format bekommen.


    Ich glaube, dazu wird es nicht mehr kommen. Und wer weiß, vielleicht ist das auch besser so.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob es wirklich so klug wäre, Ishan die Wahrheit zu sagen.


    Ja, so langsam geht ihr ein Licht auf. Sie war ziemlich verblendet, was Zaragoth angeht. Allerdings verhielt er sich anfangs ja auch sehr schmeichelhaft ihr gegenüber.

    Eben und dann noch die Konditionierung von Kindesbeinen an. Was einem als Kind indokriniert wird, kann man sehr schwer zu hinterfragen und wieder ablegen.


    Ganz Grün werden Asmaran und Ryk sicherlich nie miteinander, aber sie verstehen inzwischen einander und können den anderen und seine Beweggründe respektieren.

    Vielleicht sollte man die beiden mal in ein Zimmer mit einem Fass Starkbier einsperren :D:trinken:


    Nein, ich kann nicht finden, dass sie es verdient hat. Erstens hat keiner verdient so behandelt zu werden und ich gehe davon aus, dass sie ihre Wahl mit dem Tod bezahlen wird, was vielleicht noch gnädig ist. Wenn ich mir vorstelle ich würde in einer Gesellschaft leben, in der ich und meinesgleichen als Bedrohung angesehen werden und unschuldig hingerichtet, dann würde ich auch hoffen, eine andere Gesellschaft zu erhalten, in der ich sein kann, wer ich bin und nicht eine Lüge leben. Schließlich mußte sie sogar vor ihrem Mann verbergen, was sie ist, nachdem sie seine Verachtung erlebt hat, die er bei der Hinrichtung einer völlig unschuldigen Vedra gezeigt hat.

    Da geht es mir wie dir, Rhea. Ich kann Madea nicht rundweg verurteilen, dafür ist sie auch zu sehr ein Opfer der Umstände. Daher hoffe ich wirklich noch darauf, dass sie am Ende vielleicht das berühmte Zünglein an der Waage sein könnte.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Guten Morgen zusammen,


    wieder zurück von der Leipziger Buchmesse, wo ich wieder Kollegen und Freunde getroffen habe. Leipzig ist immer toll!!! Ganz anders als Frankfurt, wo es viel hektischer zugeht.


    Ishan ist inzwischenwirklich erwachsen geworden, kein Vergleich mehr zu dem verwöhntenBürschchen am Anfang des ersten Bandes. Dass er sich nun mehrGedanken um die Leben macht, die er unter den Rebellen erhalten will,als um die Leben, die er nehmen wird, macht das ziemlich gutdeutlich.

    Es freut mich, dass dir Ishans Entwicklung gefällt. Er ist die Figur in der Geschichte – die neben Catara – am meisten dazu gelernt und sich verändert hat. Für ihn war es ein langer und harter Weg. Aber er ist dadurch zu einem besseren Menschen geworden. Auch wenn er einiges Schlimmes erleben musste.



    Vielleicht sollte man die beiden mal in ein Zimmer mit einem Fass Starkbier einsperren :D:trinken:

    Ha, ha, ha - das wäre doch mal was. Aber da braucht es wohl eher drei oder vier Fässer. ^^^^^^:D


    Liebe Grüße

    Michael