Cay Rademacher - Meuterei im Eis: Henry Hudsons letzte Fahrt

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

  • Meuterei im Eis: Henry Hudsons letzte Fahrt
    (Cay Rademacher)


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    Über das Buch:

    Diese Erzählung wurde 2017 als E-Book herausgegeben und hat ein wenig über 30 Seiten.

    Der Autor Cay Rademacher schreibt für die Zeitschrift Geo und begeistert sich für Geschichte, was er auch studiert hat.

    Er hat noch ein paar Krimi-Romange geschrieben.



    Inhalt und Stil:

    Diese Kurzgeschichte handelt von der letzten Reise des Entdeckers Henry Hudsons, welcher der Namensgeber für den englischen Fluss ist.

    Zusammengetragen aus Logbuch-Einträgen verschiedener Schiffsmänner, auch Hudsons eigenen Aufschrieben, und anderer Literatur gibt er wider, wie Hudson zu Anfang des 17. Jahrhundert die gefährliche Nord-Ost- und die Nord-West-Passage in Angriff nimmt und schließlich folgenschwere Fehler begeht.


    Der Stil ist teilweise mit einem Erfahrungsbericht aus unbeteiligter Sicht, teilweise mit dem eines Sachbuchs zu vergleichen. Das Tempo ist schnell, aber die wichtigsten Stationen Hudsons werden beleuchtet und ein ausreichend umrissenes Bild von den Seefahrt-Umständen damals gezeichnet.


    Meine Meinung:

    Ich kenne mich in diesem Thema (also Seefahrt) nur sehr wenig aus, es war das erste Buch dieser Art für mich. Ich finde, der Autor hat gut in dieses Thema eingeführt und auch die allgemeine Situation der damaligen Seefahrt ausreichend und interessant angedeutet bzw. beschrieben.

    Ein wenig irritierend an dem Stil der Erzählung war für mich die Mischung aus Sachbuch und Erfahrungsbericht: Es liest sich zuweilen wie eine abenteuerliche Kurzgeschichte oder wie ein Auszug aus einem Roman, und dann erinnert es wieder an eine - wenn auch locker dargelegte - Geschichtslektion. Für ersteres war aber die Charaktertiefe nicht ausreichend vorhanden und zu sehr an der Oberfläche gekratzt, wohingegen für Letzteres einfach zu wenig Quellenverweise oder Untermauerung stattgefunden hat. Also irgendwie hing ich manchmal gefühlsmäßig in der Luft und wusste nicht, wie es wirken sollte und wie es tatsächlich auf mich wirkte.

    Ansonsten ging alles recht flott und es kam keine Langeweile auf. Der Schreibstil war okay und das Ganze hat zumindest Lust auf mehr gemacht.

    Ich habe das E-Book kostenlos erhalten und hätte es mir wahrscheinlich nicht gekauft, aber ich bereue es nicht, es gelesen zu haben.



    Ich gebe dem Buch 3 Ratten.


    3ratten