03 - Kapitel 13 bis einschl. Kapitel 17

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt (Kapitel 13 bis einschl. Kapitel 17) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

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  • Liebe Silke, ich konnte das Buch heute Nacht nicht mehr aus der Hand legen und bin fast durch. die letzten 40 Seiten gönne ich mir heute abend ganz bewusst nochmal.


    Ein dramatischer Abschnitt. Lene wächst mir immer mehr ans Herz. Das Buch ist zu dünn, denke ich mir immer wieder. Ich würde gerne noch viel länger von ihr lesen. ;)


    Paul ist gefangen in seinem Kriegstrauma und lässt Lene nicht an sich heran.

    Und Lene weiß nicht, wie sie den "neuen" Paul behandeln soll und ist erschrocken, dass der "alte" Paul scheinbar ganz weg ist.

    Ich denke mal, die beiden müssen ehrlich sein und mehr miteinander reden. Noch hoffe ich, dass sie wieder zueinander finden. Obwohl der Satz, dass Paul sich nach der Beerdigung sich nicht mehr meldet mir wirklich schwer im Magen lag.


    Der Tod der Mutter war ja absehbar. So ein schwerer Husten, ständig krank mit Fieber und die Frau wird immer dünner. ;( Ich bin traurig mit Lene. Ich glaube, das ist mit einer der am schwersten zu verkraftenden Tode. Die Mutter. Und dann gleich noch die Sorge, dass sie sich die Wohnung nicht mehr leisten kann und es schlecht ausschaut, wenn sie allein wohnt. =O Aber das kriegt sie ja ganz schnell auf die Reihe mit einer unauffälligen Untermieterin.


    Und dann ist da noch Ferdinand. Von dem weiß ich ganz lange nicht, was ich von ihm halten soll. Geht das wirklich. Männer-Frauen-Nur-Freundschaften. :/ Noch dazu, als die beiden nackig im Bett liegen. Holla, das war aber knapp. Dass da beide standhaft geblieben sind, das ist ja für mich sensationell. Und ab da war Ferdinand und seine Motivation für mich klar und ehrlich und ich möchte auch so einen tollen Freund. 8o Also einen, mit dem man jede Menge Spaß haben kann, ohne, dass er einem an die Wäsche will. Einem der es gut mit mir meint und uneigennützige Geschenke macht. Einen, mit dem man über alles Reden kann.

    Genau so einen hat Lene nach dem Tod der Mutter und dem unrühmlichen Abgang von Paul gebraucht.


    Es gibt ein paar richtig starke, intensive Szenen in diesem Abschnitt. Dazu gehört natürlich auch die mit dem OB, denn das ist der Handstand-Mann ja sicher. Ich habe mal den Oberbürgermeister gegoogelt und der hatte ja viel mit dem Turnverein Jahn am Hut. Sagt ja auch die Sekretärin. Nur Lene schnallt es noch nicht. Da wird die Überraschung sicher groß. Auf die Szene bin ich total gespannt. :bang:

    :lesen:





  • Liebe Gagamaus, dass Du in den Lese-Sog geraten bist, das freut mich so sehr! Bein Schreiben (also Erzählen) ist das übrigens auch häufig so. Dramatische Ereignisse schreiben sich - jedenfalls bei mir - auch schneller. Ich muss mich dann richtig beeilen, um mit den Tippen hinterher zu kommen. Mein Herz klopft schneller, ich schwitze und bin hinterher wie aus dem Wasser gezogen....

    Der Tod der Mutter hat mich beim Schreiben auch umgehauen. Das Sterben meiner Figuren geht mir immer sehr ans Herz. Ich weine dann auch. Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Besonders glücklich bin ich über Deine Einschätzung von Ferdinand. Da habe ich auch lange mit meiner Lektorin diskutiert. Mindert diese Freundschaft die Liebe zu Paul? Ich denke nein. Lene sehnt sich nach Paul - aber der bleibt ihr so fern. Der Krieg gibt den dunklen Hintergrund dieser Episode: Noch einmal tanzen, noch einmal feiern, wer weiß, vielelicht das letzte Mal? Lieber Gruß von Silke

  • Der Tod der Mutter hat mich beim Schreiben auch umgehauen. Das Sterben meiner Figuren geht mir immer sehr ans Herz. Ich weine dann auch. Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Apropo, da gab es ja noch ein Rätsel. War sie überhaupt verheiratet? Wer ist Lenes Vater? Das wäre doch Stoff für ein Prequel, oder? :)8o

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  • Noch hoffe ich, dass sie wieder zueinander finden.

    Ich bin da aber sehr zuversichtlich. Die müssen sich "einfach" neu sortieren. Aber beide sind auf ihre Art stark, Lene vielleicht einen Tick lebenspraktischer.

    Apropo, da gab es ja noch ein Rätsel. War sie überhaupt verheiratet? Wer ist Lenes Vater? Das wäre doch Stoff für ein Prequel, oder

    :pompom:Dafür!

    Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin

    Das würde mich sehr freuen! Ich wäre auf jeden Fall ein Käufer!

    Nur Lene schnallt es noch nich

    Ja, gell:breitgrins: Sonst ist sie so klug und praktisch, aber das lässt sie diesmal voll im Stich.

    Und dann ist da noch Ferdinand. Von dem weiß ich ganz lange nicht, was ich von ihm halten soll

    Ich bin mir nicht sicher, ob er so cool und unbesorgt ist, wie er tut?! Oder ob das einfach nur eine Maske ist? Ich tippe ja auf Letzteres. Im Übrigen gabs dann auch bei mir Rahmgulasch mit Stampfkartoffeln zu Mittag:breitgrins:

    Der Tod der Mutter war ja absehbar. So ein schwerer Husten, ständig krank mit Fieber und die Frau wird immer dünner

    Ich dachte auch, dass das nicht mehr lange gut geht. Ich hatte nur gehofft, dass sie es noch bis zur Hochzeit schafft

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

    :buecherstapel:

  • Guten Morgen


    Puh, ich habe mich schwer getan mit Ferdinand. Ich finde schon, dass das als "betrügen" gilt, gerade diese Intimität. Ich verstehe die Beiden, aber trotzdem , sie gehen zu weit. Zum Glück nicht bis zum Äußersten (was mich auch verwundert hat in dieser Szene)aber trotzdem zu weit.


    Apropo, da gab es ja noch ein Rätsel. War sie überhaupt verheiratet? Wer ist Lenes Vater? Das wäre doch Stoff für ein Prequel, oder? :)8o

    Oh, eine sehr gute Idee, da wäre ich auch dabei

    Das Buch liest sich nämlich wirklich viel zu schnell weg



    Dazu gehört natürlich auch die mit dem OB, denn das ist der Handstand-Mann ja sicher. Ich habe mal den Oberbürgermeister gegoogelt und der hatte ja viel mit dem Turnverein Jahn am Hut. Sagt ja auch die Sekretärin. Nur Lene schnallt es noch nicht. Da wird die Überraschung sicher groß. Auf die Szene bin ich total gespannt. :bang:

    Ja, da bin ich ganz bei Dir, dass dies der OB ist. Das war aber auch eine echt coole Szene 8), ich habe sehr gegrinst und hatte richtiges Kopfkino. Die tanzende Lene, der Handstand-Mann. Und die Putzfrau ist ja auch mal ein richtiges "Original". Das hat Spaß gemacht



    Der Tod der Mutter war ja absehbar. So ein schwerer Husten, ständig krank mit Fieber und die Frau wird immer dünner. ;( Ich bin traurig mit Lene. Ich glaube, das ist mit einer der am schwersten zu verkraftenden Tode. Die Mutter. Und dann gleich noch die Sorge, dass sie sich die Wohnung nicht mehr leisten kann und es schlecht ausschaut, wenn sie allein wohnt. =O Aber das kriegt sie ja ganz schnell auf die Reihe mit einer unauffälligen Untermieterin.

    Wie Du schon schreibst, es war leider absehbar aber trotzdem soooo traurig ;(

    Gerade in Bezug auf Paul hätte sie den Rat und die Unterstützung ihrer Mutter bestimmt noch gut gebrauchen können

    Ich weiß wirklich nicht, wie die Beiden sich wieder annähern können

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Puh, ich habe mich schwer getan mit Ferdinand. Ich finde schon, dass das als "betrügen" gilt, gerade diese Intimität. Ich verstehe die Beiden, aber trotzdem , sie gehen zu weit. Zum Glück nicht bis zum Äußersten (was mich auch verwundert hat in dieser Szene)aber trotzdem zu weit.

    Ich sehe das nicht so streng. Ich verstehe, dass Lene in einer Ausnahmesituation ist und Paul hat sie im Stich gelassen und meldet sich nicht mehr. Sie ist ganz alleine, trauert und sehnt sich nach einem Menschen der sie versteht. Nach menschlicher Wärme. Und wenn es zum "Äußersten" gekommen wäre, dann wäre auch das verständlich gewesen. "Betrügen" ist so eines der Worte, mit denen ich nur schwer etwas anfangen kann bzw. die ich sehr ungerne verwende. Betrug ist es für mich eher, wenn sie vorsätzlich plant, mit einem anderen Mann Sex zu haben und diesen neben Paul als Liebesbeziehung hat (egal wie kurz oder lang). Aber mit Ferdinand ist die Absprache ja eine andere und sie weiß, dass sie ihn nicht so liebt wie Paul. Manchmal kommt es im Leben zu solchen Situationen, wo die Gefühle einen in brenzlige Situationen bringen. Aber sie ist nicht bis zum Letzten gegangen. Sie hat sich für Paul entschieden - und Ferdinand hat die ganze Zeit gespürt, dass sie nicht die seine sein will und kann. Für mich also noch kein Betrug. Sondern eher ein Test den Lene für sich selber machen muss um zu erkennen, dass sie Paul zurückgewinnen möchte.

    :lesen:





  • Mensch, liebe Silke, dein schönes Buch ist wirklich sehr schwer aus der Hand zu legen ... ich musste doch glatt mal wieder die Mittagspause verlängern, gut dass der Chef heute nachmittag nicht im Haus ist ;)


    Es ist ja mal wieder viel passiert in diesem Abschnitt ... sehr, sehr traurig natürlich, dass die Mutter stirbt, auch wenn ich damit schon fast gerechnet hatte: Was für eine liebevolle Geste von Paul, dass er das Fenster aufmacht, damit die Seele aufsteigen kann. Da kommen ja mir selbst fast die Tränen ... Sehr alt kann die Mutter ja nicht gewesen sein. Treffend fand ich da deinen Satz: "Reiche Leute leben, arme Leute versuchen das Leben einigermaßen unbeschadet zu überstehen." Das ist wohl auch heute noch in vielen armen Gebieten der Welt wahr. Irgendwie hatte ich mir das auch schon fast gedacht, dass die Mutter nie verheiratet war, Lene kann es gar nicht glauben, ich kann es der Mutter jedoch nicht verdenken.


    Überrascht war ich ja mal wieder über diesen Ferdinand. Zu Paul war er ja sehr eklig mit seinem Spruch über den halben Mann. Da hätte ich ihm direkt eine scheuern können. Was er aber dann Lene bietet, ist ja schon grandios. Und er steht zu seinem Wort, nicht mit ihr zu schlafen, obwohl sie selbst wohl schwach geworden wäre. Ich sah sie in Gedanken schon schwanger! Du hast übrigens den damaligen Zeitgeist in Berlin um diese Zeit super eingefangen, liebe Silke. Fast konnte ich sie sehen und hören ... die Käthe Haack, die Lene so anbetete und die Anita Berber, die ja mal ein ganz heißer Feger war damals ;)


    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Haack


    https://de.wikipedia.org/wiki/Anita_Berber


    Die Beiden musste ich einfach googeln, vielleicht interessieren sie euch ja auch :)


    Doch dann holt das Leben Lene wieder ein uns sie sieht Paul im Rollstuhl wieder ... Paul, der nun aber verschwunden ist. Wird sie ihn wiederfinden?


    Und endlich kommen wir wieder zum eigentlichen Thema zurück, dem Lehrerinnenzölibat. War das der Bürgermeister, den sie da getroffen hat? Könnte ja gut sein, sportlich war der Herr Dominicus ja :)

  • Es gibt ein paar richtig starke, intensive Szenen in diesem Abschnitt. Dazu gehört natürlich auch die mit dem OB, denn das ist der Handstand-Mann ja sicher. Ich habe mal den Oberbürgermeister gegoogelt und der hatte ja viel mit dem Turnverein Jahn am Hut. Sagt ja auch die Sekretärin. Nur Lene schnallt es noch nicht. Da wird die Überraschung sicher groß. Auf die Szene bin ich total gespannt. :bang:

    Ah, du hattest den gleichen Gedanken wie ich ... na mal sehen, was wir da noch erleben werden :)

  • Liebe Gagamaus, dass Du in den Lese-Sog geraten bist, das freut mich so sehr! Bein Schreiben (also Erzählen) ist das übrigens auch häufig so. Dramatische Ereignisse schreiben sich - jedenfalls bei mir - auch schneller. Ich muss mich dann richtig beeilen, um mit den Tippen hinterher zu kommen. Mein Herz klopft schneller, ich schwitze und bin hinterher wie aus dem Wasser gezogen....

    Der Tod der Mutter hat mich beim Schreiben auch umgehauen. Das Sterben meiner Figuren geht mir immer sehr ans Herz. Ich weine dann auch. Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Das kann ich mir sehr gut vorstellen ... die Figuren werden ja quasi zu einem Teil von dir, da leidet man natürlich mit. Ja, über die Mutter hätte ich auch gerne mehr gewusst ... hast du ihre Geschichte im Kopf?

  • Der Tod der Mutter hat mich beim Schreiben auch umgehauen. Das Sterben meiner Figuren geht mir immer sehr ans Herz. Ich weine dann auch. Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Apropo, da gab es ja noch ein Rätsel. War sie überhaupt verheiratet? Wer ist Lenes Vater? Das wäre doch Stoff für ein Prequel, oder? :)8o

    Ja, ich wäre auch dafür ;)

  • Puh, ich habe mich schwer getan mit Ferdinand. Ich finde schon, dass das als "betrügen" gilt, gerade diese Intimität. Ich verstehe die Beiden, aber trotzdem , sie gehen zu weit. Zum Glück nicht bis zum Äußersten (was mich auch verwundert hat in dieser Szene)aber trotzdem zu weit.

    Ich sehe das nicht so streng. Ich verstehe, dass Lene in einer Ausnahmesituation ist und Paul hat sie im Stich gelassen und meldet sich nicht mehr. Sie ist ganz alleine, trauert und sehnt sich nach einem Menschen der sie versteht. Nach menschlicher Wärme. Und wenn es zum "Äußersten" gekommen wäre, dann wäre auch das verständlich gewesen. "Betrügen" ist so eines der Worte, mit denen ich nur schwer etwas anfangen kann bzw. die ich sehr ungerne verwende. Betrug ist es für mich eher, wenn sie vorsätzlich plant, mit einem anderen Mann Sex zu haben und diesen neben Paul als Liebesbeziehung hat (egal wie kurz oder lang). Aber mit Ferdinand ist die Absprache ja eine andere und sie weiß, dass sie ihn nicht so liebt wie Paul. Manchmal kommt es im Leben zu solchen Situationen, wo die Gefühle einen in brenzlige Situationen bringen. Aber sie ist nicht bis zum Letzten gegangen. Sie hat sich für Paul entschieden - und Ferdinand hat die ganze Zeit gespürt, dass sie nicht die seine sein will und kann. Für mich also noch kein Betrug. Sondern eher ein Test den Lene für sich selber machen muss um zu erkennen, dass sie Paul zurückgewinnen möchte.

    So sehe ich das auch, liebe gagamaus :)

  • Das war ein sehr interessanter Abschnitt! Mal ein wenig frischer Wind nach den vielen schlimmen Wochen für Lene.


    Ein dramatischer Abschnitt. Lene wächst mir immer mehr ans Herz. Das Buch ist zu dünn, denke ich mir immer wieder. Ich würde gerne noch viel länger von ihr lesen. ;)

    Das denke ich mir auch andauernd, wenn ich sehe, wie die Seiten nur so davon fliegen. Vor allem weil ich mir denke, dass doch noch sooo viel passieren muss. Ich kann mir gerade überhaupt nicht vorstellen, wie all meine Fragen noch beantwortet werden sollen.


    Der Tod der Mutter war ja absehbar.

    Das war er, aber er hat mich trotzdem irgendwie total überfallen...


    Und dann ist da noch Ferdinand. Von dem weiß ich ganz lange nicht, was ich von ihm halten soll. Geht das wirklich. Männer-Frauen-Nur-Freundschaften. :/

    Also ich denke schon, dass das geht. Ich pflege sehr viele solcher Freundschaften - allerdings muss ich gestehen, dass ich mit keinem dieser Freunde nackt auf dem Bett herumliege... :/ Irgendwie ist das schon auch ein wenig mehr als nur eine Freundschaft. Hm. Mir hat das auf jeden Fall gefallen. :)


    Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Oh ja, tolle Fragen! Es klingt schon stark danach, dass Lenes Vater der Sohn oder was auch immer von der einen Familie war und ihre Mutter deswegen diesen Eintrag bekommen hat, aber wer kann sich da schon sicher sein? Ich bin mal gespannt, ob wir auf diese Fragen noch Antworten erhalten.


    Ich verstehe die Beiden, aber trotzdem , sie gehen zu weit.

    Das finde ich überhaupt nicht. Paul meldet sich zum einen auch nicht mehr bei Lene und zum anderen tun die beiden gar nichts. Ein Bützche hier und da, völlig unverbindlich ist für mich ehrlich gesagt nichts, worüber ich mich aufregen würde. Vor allem da die Beziehung zwischen Paul und Lene so völlig in der Luft hängt.


    Überrascht war ich ja mal wieder über diesen Ferdinand. Zu Paul war er ja sehr eklig mit seinem Spruch über den halben Mann. Da hätte ich ihm direkt eine scheuern können.

    Das ist wirklich das andere Gesicht von Ferdinand. So nett und zuvorkommend er zu Lene ist. Paul gegenüber benimmt er sich wirklich nicht fein. Aber irgendwie treten die beiden auch in Konkurrenz zueinander - leider völlig unnötig. Aber was will man da groß tun?


    Doch dann holt das Leben Lene wieder ein uns sie sieht Paul im Rollstuhl wieder ... Paul, der nun aber verschwunden ist. Wird sie ihn wiederfinden?

    Da bin ich mir ganz sicher! Die Beiden gehören doch einfach zusammen!



    Die Szene im Rathaus hat mir auch seeehr gut gefallen. Der Bürgermeister hat wirklich den Schalk im Nacken sitzen und gerade in dieser Zeit sollte der Humor nicht verloren gehen. Es gibt doch eh schon viel zu wenig zu lachen!

  • Nun schaffe ich es auch endlich.


    Das war ein trauriger Abschnitt. Lenes geliebte Mama ist gestorben. Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass die Medizin, die Lene gegen die Zigaretten eingetauscht hat, Hanna etwas helfen wird. Aber durch die ewigen Infektionen der Atemwege hat das Herz versagt. Für Lene bricht eine Welt zusammen und statt Paul ihr zur Seite steht ist er eingeschnappt weil Ferdinand bei der Beerdigung auftaucht und einen Korb mitgebracht hatte. Auch wenn Ferdinand eine sehr unüberlegte und unschöne Bemerkung gemacht hat, hätte er dem trotzen können.

    Bei all meinem Verständnis für Paul, fand ich die Reaktion von ihm so was von daneben.

    Verständlich daß Lene dann nicht das Angebot von Ferdinand ausschlägt, sich ablenken zu lassen.


    Übrigens habe ich mich auch mega über den Arzt, der den Totenschein ausgestellt hat, geärgert. Immer geht es nur ums Geld ( oder andere Zahlungsmittel) , selbst in der allerhöchsten Not.


    Interessant war das Gesinde-Dienstbuch von Hanna. Ich würde sagen ....egal wer der Vater ist und ob Hanna in Ungnade gefallen war......sie hat sich um Lene liebe - und aufopferungsvoll gekümmert. Da sieht man doch über eine kleine Notlüge hinweg. Obwohl es an allem mangelte, hat Hanna noch gespart und Lene etwas hinterlassen.


    Ferdinand verwöhnt Lene nach Strich und Faden, er zeigt ihr eine andere Welt, in der man sich keine Sorgen machen muss.

    Aber die Szene mit den Beiden im Bett hat mich schmunzeln lassen. Das war wie im Biologie Unterricht, wo Lene das andere Geschlecht kennen lernen konnte. Innerlich habe ich gebetet, sie soll bloß keine Dummheit begehen. Ein feiner Zug von Ferdinand vernünftig zu bleiben. " Schau Mal genau hin":) das ist wie.....nur gucken, nicht anfassen....:D

    Doch auf einen Schlag wurde Lene aus diese Welt katapultiert, nämlich in dem Moment als sie Paul sitzend in einem Rollstuhl entdeckt. Da wird ihr bewusst, was sie wirklich möchte, wohin sie gehört. Nur noch nach vorne schauen und Paul zurück erobern.

    Sie fängt gleich damit an, den Glamour hinter sich zu lassen und schenkt Adele das seidene Kleid.


    Ach und dann noch der Besuch im Rathaus. Rike die Putzfrau war toll, sie baut Lene in so kurzer Zeit wieder etwas auf. Sie lässt sie im Bürgermeister Bürostuhl Platz nehmen. Da kann man schon ins träumen geraten......Frauen an die Macht;)

    Und dann noch dieser Mann. Ich kann mir nicht helfen, aber da er sich nicht vorgestellt hat, vermute ich ganz stark, dass es der Bürgermeister persönlich gewesen ist. Ein sympathischer Mann. Wer weiß, vielleicht hilft er bei den Anliegen der Lehrerinnen.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Ich sehe das nicht so streng. Ich verstehe, dass Lene in einer Ausnahmesituation ist und Paul hat sie im Stich gelassen und meldet sich nicht mehr. Sie ist ganz alleine, trauert und sehnt sich nach einem Menschen der sie versteht. Nach menschlicher Wärme. Und wenn es zum "Äußersten" gekommen wäre, dann wäre auch das verständlich gewesen.

    So sehe ich das auch, liebe gagamaus :)

    Ich sehe es wie ihr. Für mich ist es kein Betrug, denn Lene ist tatsächlich in einer Ausnahmesituation. Bei Ferdinand kann sie sich fallen lassen und sie selbst sein. Hinzu kommt, sie weiß nicht, ob Paul vielleicht die Verlobung wieder lösen will. Eigentlich weiß sie gar nicht woran sie ist. Da gönne ich ihr die eine Woche Vergnügen und den Vorgeschmack auf körperliche Freuden;)

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Apropo, da gab es ja noch ein Rätsel. War sie überhaupt verheiratet? Wer ist Lenes Vater? Das wäre doch Stoff für ein Prequel, oder? :)8o

    Ja, ich wäre auch dafür ;)

    Oh ja, tolle Idee. Wobei ich fest glaube, dass Hanna diesen Mann geliebt hat. Und ist die Kette tatsächlich von ihm?

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Der Tod der Mutter hat mich beim Schreiben auch umgehauen. Das Sterben meiner Figuren geht mir immer sehr ans Herz. Ich weine dann auch. Hanna Lehmann hätte ich einfach noch ein paar schöne, gesunde Tage gewünscht. Auf jeden Fall hätte ich große Lust, auch ihre Geschichte zu schreiben. Wie kam sie nach Berlin? Wo hat sie Lenes Vater kennengelernt? Was waren ihre Träume?

    Das kann ich mir sehr gut vorstellen ... die Figuren werden ja quasi zu einem Teil von dir, da leidet man natürlich mit. Ja, über die Mutter hätte ich auch gerne mehr gewusst ... hast du ihre Geschichte im Kopf?

    Der Tod der Protagonisten muss schrecklich für einen Autor sein. Schließlich bastelt man lange an seinen Figuren um ihnen die tollen Charaktere zu geben. Und dann lässt man sie sterben. Uns Lesern geht es schon sehr nahe, da kann ich verstehen, dass es dir liebe Silke ebenso erging.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Sie fängt gleich damit an, den Glamour hinter sich zu lassen und schenkt Adele das seidene Kleid.

    Ich finde es allgemein faszinierend, wie großzügig Lene ist. Sie verschenkt nicht nur das Kleid - auch die zweite weiße Bluse, die sie eigentlich selbst gut brauchen könnte, schenkt sie ihrer Kollegin und immer wenn sie etwas vom Schwarzmarkt bekommt, bereichert sie sich nicht nur selbst. In Phasen absoluter Armut wirklich bewundernswert!

  • Sie fängt gleich damit an, den Glamour hinter sich zu lassen und schenkt Adele das seidene Kleid.

    Ich finde es allgemein faszinierend, wie großzügig Lene ist. Sie verschenkt nicht nur das Kleid - auch die zweite weiße Bluse, die sie eigentlich selbst gut brauchen könnte, schenkt sie ihrer Kollegin und immer wenn sie etwas vom Schwarzmarkt bekommt, bereichert sie sich nicht nur selbst. In Phasen absoluter Armut wirklich bewundernswert!

    Stimmt, das habe ich auch bewundert. Sie besorgt Mehl, gibt es dem kleinen Karl und die Oma backt für alle Fladen, die dann verteilt werden. Sie hat ihr Herz am rechten Fleck

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Paul meldet sich zum einen auch nicht mehr bei Lene und zum anderen tun die beiden gar nichts.

    Der Arme muss sich halt auch erst mal wieder in seinem Leben zurechtfinden

    Liebe Grüße


    Nadine


    " Liest Du ein Buch zum ersten Mal, lernst Du jemanden kennen.

    Liest Du es zum zweiten Mal, begegnet Dir ein Freund."

    (Chin. Weisheit)

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