HP5: Abschnitt 7: S.607 (Kapitel: Okklumentik) bis S.702

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • Hier dürft ihr alles diskutieren, was euch zum siebten Abschnitt einfällt. Der Abschnitt reicht in der klassischen deutschen Ausgabe von Harry Potter und der Orden des Phönix von S.607 (Kapitel: Okklumentik) bis S.702


    Bitte denkt an die Spoilermarkierungen, wenn ihr Dinge ansprecht, die erst in späteren Abschnitten oder Bänden auftauchen.

  • Mit Okklumentik hatten wir bisher noch nichts zu tun. Eine interessante Sache. Schade, dass Harry sich nicht so recht dafür begeistern kann. Ich hätte gedacht, dass er sich mehr Mühe geben würde, gerade weil Snape ihn unterrichtet und es zumindest mir unangenehm wäre ihn in meinen Gedanken wiederzufinden. Dumbledore wird sich schon etwas dabei gedacht haben, als er gerade Snape dafür auswählte.


    Die Verbindung mit Voldemort, wenn Harry wirklich fühlen kann, was dieser fühlt, kann doch auf Dauer von dem nicht unbemerkt bleiben, denke ich. Oder sollte es eine Einbahnstraße sein?


    Der Tod von Bode ist ja merkwürdig. Oder sollte ich besser schreiben der MORD an Bode. (Hier finde ich es mal wieder lästig das Hörbuch zu hören, sonst könnte ich einfach mal ein paar Seiten zurückblättern.) Dass es unmittelbar mit der Flucht einiger Todesser aus Askaban zusammenhängt scheint unwahrscheinlich. Wie sind die eigentlich so einfach da rausgekommen?


    Der Ausflug nach Hogsmeade war ja eine Katastrophe! Harry ist aber auch so was von unsensibel. :rolleyes: Das mit Cho wird so nie was. Sie weiß anscheinend nicht so recht was sie genau will und Harry fehlt leider total das Feingefühl in dieser Situation. Ohne Hermine würde er doch gar nichts kapieren. Schade, dass er so wenig auf sie hört, denn ihre Schlußfolgerungen sind meist sehr treffsicher und ihre Ermahnungen, so nervig sie für Ron und Harry aus sein mögen, sind gerechtfertigt.

    Dass Rita mal hilfreich sein würde, hätte ich nicht erwartet. Und der Klitterer leckt sich alle Finger nach so einer Story. Und prompt reagiert das Ministerium auf den Artikel. Ich hab schon langsam den Überblick verloren über all die neuen Erlasse.


    Beinah hätte Harry mehr über die Tür im Ministerium erfahren, aber Snape hat dazwischen gefunkt. Ach Mensch, ich dachte endlich erfahren wir mehr. Immerhin ist damit klar, dass Bode etwas damit zu tun hatte.


    Abgesehen von dem unglücklich verlaufenen Quidittch, tat mit Trelawney sehr leid. Sie ist zwar eine Nervensäge, aber das ist einfach gemein, was Umbridge mit ihr macht. Wenigstens konnte Dumbledore das Wohnrecht für sich verbuchen und sie darf im Schloß bleiben.

    Über den neuen Lehrer für Wahrsagen war ich erstaunt. Firenze hat sich doch schon einmal für Harry eingesetzt und wurde von seiner Gemeinschaft (Herde kommt mir hier doch falsch vor) dafür gerügt. Wenn er nun sogar in Hogwarts lehrt und wohnt, bedeutet das nichts Gutes für ihn. :/

  • Ich bin ja vor allem erstaunt gewesen das Hermione so durchtrieben ist was Rita angeht :elch:

    Da kommt immer mal ihre dunkle Seite raus, ich liebe das bei ihr :err:


    Zu Cho: Seufz... da kommen echt die Teeniehormone durch. Fand das treffen aber auch total glaubwürdig beschrieben. Mit all den Verwirrungen und dem Verknallt sein. Ich mein wenn wir ehrlich sind, wann hat Harry eine Gelegenheit gehabt sich ganz normal mal mit ihr zu unterhalten oder sie wirklich kennen zu lernen. Er hat eigentlich keinen Grund verliebt zu sein, verknallt aber schon. Das ist ja auch völlig in Ordnung, geht nur nach hinten los als sie beide langsam merken das sie gar nicht zusammen passen.

    Ich denke Cho war an Harry vor allem interessiert weil er der Einzige war, der eben bei Cedrics Tod dabei war. Ja, es gab zwar in Band vier schon so einen Moment, bei dem gedacht hat, na vielleicht hat sie auch ein bisschen Interesse an ihm, aber ich finde das konnte man auch so interpretieren, das sie ihn halt nett fand und selbst auch nett sein wollte. Ich denke aber nicht das sie das so gesehen hat, also das sie ihre Gefühle vielleicht auf Harry projeziert hat um ihre Trauer zu verarbeiten.

    Denn das sie diese noch lange nicht überwunden hat, kann sicher jeder verstehen.


    Ich fand es aber auch irgendwie amüsant, wie Harry da so betroppelt in ein Fettnäpfchen nach dem andern stolpert. :lachen:

  • Ich fand es aber auch irgendwie amüsant, wie Harry da so betroppelt in ein Fettnäpfchen nach dem andern stolpert. :lachen:

    Ja, so gar nicht der Mädchenversteher! :D


    Aber Cho kann einem schon leid tun. Harry war nun mal bei Cedrics Tod dabei, somit DIE Informationsquelle für sie, dann braucht sie auch jemanden, bei dem sie sich anlehnen kann und ein wenig Anziehungskraft ist auch dabei und schon haben wir einen sehr instabilen Beziehungscocktail zusammengebraut. Auch hier dachte ich wieder, dass man auf Hogwarts die psychische Betreuung nicht sehr hoch bewertet. Madame P. (ich komm grad nicht auf den Namen) ist nur für körperliche Beschwerden zuständig oder eventuell auch noch für magisch verursachte Probleme.

  • yanni

    Oja, wenn ich mir überlege was Harry alles erlebt hat und keiner schaut mal, das er vielleicht auch anderweitig betreut wird. (Auf Dumbledore kann er sich ja ehrlich gesagt eher nicht so verlassen in der Hinsicht...) und grade die Freunde von Cecdric z.B. hätten sicher auch in der Schule jemanden gebraucht, der mit ihnen redet.

    Vermutlich hängt das auch damit zusammen wie Rowling Schule erlebt hat. Als sie die Geschichten geschrieben hat, waren ihre Kinder ja zum Teil entweder noch nicht auf der Welt oder zu klein um ein Schulsystem kennen zu lernen in denen Schulpsychologen und Sozialarbeiter eher verbreitet sind. Und ich glaube es war auch ein Stück weit absicht, um zu Zeigen das Kinder und Jugendliche durch Freundschaften und andre Menschen denen sie vertrauen, einiges auffangen können. Trotz schlimmer Erfahrungen.

  • Das Treffen mit Cho war wirklich das schlimmste Date aller Zeiten. Ich kann sie gut verstehen, auch wenn Harry sich von dem Treffen wahrscheinlich etwas anderes erhofft hat. Oder vielleicht hat er auch etwas anderes befürchtet, da bin ich mir bei ihm nicht sicher.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Ich glaub er war auch mit den ganzen Gefühlen etwas überfordert. Manchmal ist ja das Schwärmen an sich das tolle. Nicht die Erfüllung des Wunsches der sich damit vielleicht verbindet.

  • Sirius Gemütsverfassung ist in diesem Band ein wildes Auf und Ab wie bei einer Achterbahnfahrt. In Gesellschaft konnte er seine fröhliche Seite ausleben, nun da er bald wieder alleine ist, verfällt er in äußerst trübselige Stimmung.


    Die Tatsache, dass Snape auf einmal hier auftaucht und Harry unterrichten soll war für mich erst Mal ein Schreck. Das passte so gar nicht ins Bild. Der anschließende Streit zwischen Snape und Sirius ist zwar echt unterhaltsam zu lesen und ich kann mir bildlich vorstellen wie die zwei sich mit bösen Blicken anfunkeln :evil:. Aber Mensch, wie nachtragend kann man denn bitte sein? Kommt einem vor als wäre gar keine Zeit vergangen und sie immer noch Teenager und nicht erwachsene Männer, die es einfach mal gut sein lassen. Aber bei den erhitzten Gemütern und den richtigen Beleidigungen, die den jeweils anderen treffen gibt es keine Zurückhaltung. Deim Duell, dass die Weasleys knapp verhindert haben, wäre es sicher ordentlich wild geworden.


    Harry muss nun also in Snapes ziemlich gruseligen Büro von seinem verhassten Lehrer lernen wie er das Eindringen in den Geist verhindert. Puh, klingt ja extrem verlockend.

    Okklumentik und Legilimentik finde ich wahnsinnig spannend. Da tun sich ganz neue Möglichkeiten auf und ich finde es immer wieder spannend wie nach und nach neue Bereiche der magischen Welt erklärt werden. Snapes Beschreibung von Okklumentik ist fast schon poetisch. Endlich kommt nun auch ein bisschen Licht in die Sache rund um Voldemort und die Schlange. Interessant dass Harry und Snape mal halbwegs "neutral" interagieren und tatsächlich ein Gespräch führen. Ansonsten sind es ja eher die kurzen, gemeinen Szenen im Unterricht. Hier unterhalten sie sich tatsächlich und Snape meint er weiß, dass Harry geschickt mit dem Imperius-Fluch ist, das ist aus seinem Mund fast ein Lob ;)


    Mit der Massenflucht aus Askaban wird die Situation immer ernster und die Gefahr noch greifbarer. Leider leider bleibt Fudge immer noch stur und sucht sie Schuld bei Sirius... Umbridge terrorisiert derweil Trelawney und Hagrid. Man könnte meinen, dass Ministerium hätte gerade wichtigeres zu tun :rollen:

    Es wird erwähnt, dass die Namen der Todesser mit fast so viel Angst wie Voldemorts ausgesprochen werden und ihre Verbrechen legendär sind. Da habe ich kurz gestutzt, denn dann wäre es naheliegend, dass die Kinder aus Zauberfamilien mal den Namen von den Longbottoms und Bellatrix aufgeschnappt hätten.


    Ach ja, der Valentinstag. Was für ein wundervoller romantischer Tag für Harry und Cho. Ich hatte irgendwie in Erinnerung, dass es länger gut läuft, aber da hab ich mich falsch erinnert. Es geht in rasendem Tempo bergab und wird einfach nur schlimmer. Oh je. Harry ist mit der Situation komplett überfordert und Cho´s Erwartungen wurden auch nicht erfüllt.


    Ich liiiebe die durchtriebene Seite von Hermine! Sitzt sie da tatsächlich mit Luna und Rita, mehr Überraschung geht nicht!

    Dass Rita mal hilfreich sein würde, hätte ich nicht erwartet. Und der Klitterer leckt sich alle Finger nach so einer Story.

    Ne, ich auch überhaupt nicht! Ganz toll, dass JKR sie wieder in Erscheinung treten lässt und dann auch noch auf so unerwartete Weise.

    Herrlich kaltschnäuzig geht Hermine mit Rita um und zeigt allen, dass sie die Situation unter Kontrolle hat. Hut ab. Wie sie das alles eingefädelt hat und die allgemeine Situation in der Zaubererweilt genau richtig eingeschätzt hat, hat mich sehr beeindruckt.

    Wie naiv von Umbridge zu denken man kann mit Verboten alles richten, war doch klar, dass dann jeder erst recht den Klitterer liest. Rowling zeigt wieder wie die Meinungen durch Medien beeinflusst werden können. Endlich mal auch zu Harrys Unterstützung. Einen Pluspunkt bekommen die Lehrer für ihre besonders kreativen Einfälle diverse Verbote zu umgehen und Harry zu unterstützen :daumen:


    Währenddessen läuft das Quidditch für die restliche Mannschaft alptraumhaft. Ich kann gar nicht sagen wie sehr mir Ron da leid tut. Da ist der Fokus mal weg von Harry als Spitzen-Sucher und Ron hätte sein eigenes Hobby das ihm einfach nur Spaß bereiten sollte und dann sowas.

    Trelawneys Entlassung ist schrecklich und wie viel Vergnügen Umbridge dabei empfindet ist widerlich. Wenigstens kontert Dumbledore hier perfekt mit der Ernennung von Firenze als Lehrer. Eine tolle Entscheidung, die mich übrigens total überrascht hat.

  • Oja, wenn ich mir überlege was Harry alles erlebt hat und keiner schaut mal, das er vielleicht auch anderweitig betreut wird. (Auf Dumbledore kann er sich ja ehrlich gesagt eher nicht so verlassen in der Hinsicht...) und grade die Freunde von Cecdric z.B. hätten sicher auch in der Schule jemanden gebraucht, der mit ihnen redet.

    Vermutlich hängt das auch damit zusammen wie Rowling Schule erlebt hat. Als sie die Geschichten geschrieben hat, waren ihre Kinder ja zum Teil entweder noch nicht auf der Welt oder zu klein um ein Schulsystem kennen zu lernen in denen Schulpsychologen und Sozialarbeiter eher verbreitet sind. Und ich glaube es war auch ein Stück weit absicht, um zu Zeigen das Kinder und Jugendliche durch Freundschaften und andre Menschen denen sie vertrauen, einiges auffangen können. Trotz schlimmer Erfahrungen.

    Das kann ich mir auch gut vorstellen. Die Freundschaften sind durchgehend bedeutende Themen in Harry Potter und es wird immer wieder gezeigt, wie sehr sie alle füreinander da sind. Das finde ich auch sehr sehr schön!

    Trotzdem gibt es wirklich viele Momente wo ich mir dachte wie heftig die jeweilige Situation für ein Kind oder Jugendlichen sein muss. Da wären zum Beispiel Harrys grässliche Träume mit all der Verwirrung, der Angst vor Voldemort oder auch wenn er Menschen bestraft. Besonders aufgefallen ist mir beim diesmaligen Lesen auch Ron. Er ist es, der seinen besten Freund jedes Mal findet, schreiend im Schlaf, und der versucht ihm zu helfen. Das muss auch für ihn belastend sein und ihm Angst machen. Oder Neville, als Bellatrix aus Askaban ausgebrochen ist. Cho, die Cedrics Tod noch nicht verarbeitet hat. Und und und.

    Zusätzlich zur Kraft der Freundschaften gäbe es definitiv Bedarf für einen Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder dergleichen.

  • Zusätzlich zur Kraft der Freundschaften gäbe es definitiv Bedarf für einen Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder dergleichen.

    Da stimme ich dir zu. Ich fand es aber auch schade, dass sich Harry nie Hagrid anvertraut hat. Sicherlich hätte der ihm nicht so helfen können wie Dumbledore, aber er wäre eine neutrale Person gewesen und hätte vielleicht vermitteln können, wenn es zwischen den Freunden mal wieder gekracht hat.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Das hätte ihm sicher gutgetan.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)

  • Stimmt! Das ist in der Tat schade. Hagrid ist denke ich aufmerksamer als man vielleicht vermutet. Wenn man die gefährlichen Geschöpfe mal außen vor lässt, kann er sich auch in andere einfühlen und ist besorgt um seine Freunde. Man merkt auch immer wieder wie sehr es ihn beschäftigt keine Eltern mehr zu haben und dass ihn das mit Harry verbindet.

    Ich glaube er wäre für Harry ein guter Zuhörer und Freund gewesen. Frei von Vorurteilen und einfach für ihn da.