08: Kapitel 5 (S. 377 - 437)

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Es gibt 24 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von anschu74.

  • Der Kampf um Haus Schneegrund hat gerade erst begonnen.


    Ein temporeiches Kapitel mit viel Blutvergießen und Gemetzel.

    Der Kampf in der Arena gegen den armer Trellopp war traurig. Der Vogel tat mir leid. Er hatte keinerlei Chance lebend aus der Sache herauszukommen. Nur zum Vergnügen der Zuschauer brutal abgeschlachtet. Davon halte ich gar nichts. Genauso wie die Stierkämpfe in Spanien. Das finde ich auch schrecklich und falsch.


    Und kaum ist die Nachricht vom Tod Graf Golars eingetroffen - leider zuerst beim falschen Tiefen Haus - wird gleich eine Fehde ausgerufen. Da war Haus Schwertgrat ja echt fix. Und dann sind sie auch noch mit den Magiern im Bunde. Alles von langer Hand geplant. Sie haben nur darauf gewartet, dass Graf Golar in den Berg geht oder stirbt. Ob die Ahnen von Haus Schneegrund im Berg etwas geahnt/gewusst haben und darum wollten, dass Sermire möglichst bald heiratet? Die Schlacht ansich war spannend geschrieben. Semire hat endlich die Möglichkeit ihr Kampf- und Strategiegeschick unter Beweis zu stellen. Und am Ende wird sie dafür anerkannt und respektiert. Ich bin gespannt, ob das ihren zukünftigen Stand beeinflussen wird oder nicht.

    Kyrin schafft es einen der Köpfe aus dem Dunklesee zu bergen. Nur leider erfahren wir nicht, wie es ihr gelungen ist. Wurde sie dabei über die Wächter im See in den Spiegeln in der Festung beobachtet? Wenn ja wird das bestimmt nicht ohne Folgen bleiben. Graf Golar scheint nach seinem Tod/Gang in den Berg eine Schlacht erwartet zu haben. Deshalb hat er Kyrin gezeigt wo die geheimen Unterlagen zur Sonnenbrücke sind. Ich fand es sehr interessant, dass die Pfeiler der Brücke aus gebannten Imagolems bestanden haben. Wer hat diese Brücke damals gebaut? Irgendwie hatte ich MItleid mit den bewegungsunfähigen Imagolems, auch wenn es, so wie Kyrin sagte Verbrecher waren. Das ist wie mit den Versteinerten auf dem Platz der Reue. Sowas verdient keiner. Nun hat Kyrin sie "befreit" und so die Brücke zum Einsturz gebracht.

    Barn Falkenkrall ist der Einzige, der Semire zu Hilfe eilt. Wo sind die anderen der mit Haus Schneegrund verbundenen Häuser? Hatten sei wirklich keine Möglichkeit zu helfen oder wollten sie nicht? Das finde ich schon recht seltsam. Das Barn Falkenkrall bei der Schlacht tödlich verwundet wird fand ich schade. Irgendwie mochte ich ihn. Die Szene wo Semire seinen Kopf auf ihren Schoß bettet und ihn auf seinem letzten Weg begleitet fand ich sehr rührend.


    Der erste Teil ist zu ende. Viele Fragen sind noch offen. Und leider müssen wir jetzt warten bis wir wissen, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • So so so. Ich hätte auch gestern schon etwas hierhin schreiben können, aber ich dachte, ich lasse es noch einen Tag ruhen und wirken, bevor ich meine Gedanken hier niederschreibe.


    Die Nachricht, dass Golar tot ist, hat hier doch einiges ausgelöst. Das Haus Schwertgrad hat dem Haus Schneegrund die Fehde erklärt. Ob sie dafür noch einen tieferen Grund haben als nur Macht, wird leider noch nicht geklärt, aber da die Fehde ja mit Sicherheit im nächsten Band noch fortdauern wird, ist das nicht allzu dramatisch. Wobei es mich schon wundert, dass von den am Kampf Beteiligten niemand diese Frage äußert.

    Tatsächlich fehlen mir für die Fehde die Hintergründe. Das ganze Buch über denkt man, es ginge um den Berg und die Geister oder um die Gravilier, dabei ist weder das eine noch das andere augenscheinlich Bestandteil des Finales. Die Schwertgrads treten hier ganz plötzlich auf den Plan, ohne dass der Leser damit rechnen konnte. Ich bin prinzipiell ja offen für unerwartete Entwicklungen, aber doch eher innerhalb einer Handlung und nicht als Nebenkriegsschauplatz. Allein die Tatsache, dass die Magier größtenteils auf der Seite des Hauses Schwertgrad kämpfen, deutet darauf hin, dass die Fehde zumindest ihrerseits schon lange geplant war. Was ich mich jetzt frage: Wäre die Fehde auch ausgetragen worden, wenn Golar in den Berg gegangen wäre?


    Semire konnte in diesem Abschnitt mal wieder Sympathie bei mir sammeln durch ihre Darbietung auf dem Schlachtfeld. Und auch Esgur scheint sie mindestens erstaunt, wenn nicht sogar überzeugt zu haben. Das freut mich. Dass man ihre Argumente nicht mal anhören wollte, obwohl sie noch so richtig waren, hat mich schon erstaunt. Ich meine, ich weiß, Frauen haben in der Gesellschaft nicht so viel bis gar nichts zu sagen, wenn sie nicht gerade Magier sind, aber diese (fast schon) Ignoranz grenzt ja schon an Unverfrorenheit.


    Kyrin hat sich zumindest schonmal den Steinkopf vom Grund des Dunkelsees gesichert. Damit wird es wohl dann im nächsten Band weitergehen. Wie sie letztlich den Kampf zugunsten des Hauses Schneegrund dreht, hat mich fasziniert. Überhaupt die Tatsache, dass die Sonnenbrücke im Wesentlichen aus eingemauerten Imagolems besteht, fand ich dann wieder äußerst interessant. Hat man, als man diese Brücke baute, einfach jeden Verbrecher dafür hergenommen?

    Und welche Auswirkungen wird denn der Wegfall der Brücke haben hinsichtlich der Versorgung mit Waren verschiedener Art?


    Das Leseabschnitt und das Buch enden sehr abrupt, ohne irgendeine Form von "Aftermath", was mich etwas irritiert und unbefriedigt zurücklässt. Es bricht einfach mitten in der Handlung ab. Hmmmm.... Naja, dann warte ich eben auf den nächsten Band und tröste mich zwischendurch mit andere Corvussen, Hennens, Heitzens usw.

  • Ob die Ahnen von Haus Schneegrund im Berg etwas geahnt/gewusst haben und darum wollten, dass Sermire möglichst bald heiratet?

    Interessanter Gedanke. Wäre aus erzählerischer Sicht klug angestellt, denn die Szene liegt ja schon 'ne ganze Weile zurück, wohl nicht ohne Grund. Die kriegen da unten unter dem Berg vermutlich 'ne ganze Menge mit.


    Was mir auch jetzt gerade einfällt, ist auch die Frage, was es denn nun eigentlich mit dem Wesen auf sich hat, das Quilûn am Anfang gerettet hat. Wurde das an irgendeiner Stelle mal aufgeklärt?

  • Hm, das Ende ist , wie erwartet , sehr offen. Wir verlassen quasi mitten in der Handlung das Geschehen.


    Wobei, es endet ja schon mit einem richtigen Paukenschlag. Dieser Idee dieses Brückenmodells mit den Golems, das war ziemlich cool. Und hier hatte ich mal nicht nur Mitleid mit einem Tier, sondern mit den Verbrechern , die da wer weiß wie lange eingesperrt waren.


    Viele Fragen sind offen, eigentlich alle. Also hilft es nicht, wir müssen weiterlesen.


    Der Kampf in der Arena gegen den armer Trellopp war traurig. Der Vogel tat mir leid. Er hatte keinerlei Chance lebend aus der Sache herauszukommen. Nur zum Vergnügen der Zuschauer brutal abgeschlachtet. Davon halte ich gar nichts. Genauso wie die Stierkämpfe in Spanien. Das finde ich auch schrecklich und falsch.

    Bin da ganz bei Dir. Gerettet Schafe hin oder her, der Vogel hat den Tod nicht verdient.


    Alles von langer Hand geplant

    Auf jeden Fall geplant, so schnell wie die den Agriff stehen hatten. Da wr ja richtig Bürgerkrieg.
    Ist das normal wenn ein Herrscher stirbt? Wäre es auch so gewesen, wenn Golar in den Berg gegangen wäre?


    Was ich mich jetzt frage: Wäre die Fehde auch ausgetragen worden, wenn Golar in den Berg gegangen wäre?

    Oh, gleich Frage, ich hätte erst auch deine Antwort lesen sollen ;-)


    Ja genau das interessiert mich auch .


    Die Schwertgrads treten hier ganz plötzlich auf den Plan, ohne dass der Leser damit rechnen konnte. Ich bin prinzipiell ja offen für unerwartete Entwicklungen, aber doch eher innerhalb einer Handlung und nicht als Nebenkriegsschauplatz.

    Ich fand es spannend und unerwartet. Und ich denke mal, dass wir wirklich eher ein Zwischenschauplatz, ein Nebenscharmützel und wird nichts mit der Haupthandlung in den nächsten Bänden zu tun haben


    Da ist dieser Kopf schon interessanter ... was da wohl bei raus kommt


    Wann geht es weiter ?

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Da war Haus Schwertgrat ja echt fix. Und dann sind sie auch noch mit den Magiern im Bunde. Alles von langer Hand geplant.

    Wäre die Fehde auch ausgetragen worden, wenn Golar in den Berg gegangen wäre?

    Erinnert Ihr Euch an das Fest vor dem Aufbruch der Reisegesellschaft? Dort ging jeder davon aus, dass Graf Golar abtreten würde - allerdings eher in der Form, dass er in den Berg gehen würde. Jedenfalls konnten die Rivalen der Schneegrunds davon ausgehen, dass Golar bald kein Faktor mehr sein würde. Ebenso klar war, dass er keinen Nachfolger aufgebaut hatte (was zum Teil an Semires Ehelosigkeit liegt). Die Überlegung: "Bald ist Haus Schneegrund reif - bereiten wir uns mal vor ..." liegt also nicht so fern ...

    Ob sie dafür noch einen tieferen Grund haben als nur Macht, wird leider noch nicht geklärt, ... Wobei es mich schon wundert, dass von den am Kampf Beteiligten niemand diese Frage äußert.

    Ich denke, daraus darf man schließen, dass sich den Bewohnern des Bergs diese Frage gar nicht stellt. Die Tiefen Häuser schließen im Grunde keinen Frieden in dem Sinne, dass sie ernsthaft vorhätten, nie wieder gegeneinander Krieg zu führen. Sie vereinbaren eher einen Waffenstillstand.

    Am Ende geht es zu einem Großteil um Unsterblichkeit. Diese gewähren diejenigen, die sie bereits haben: die Ahnen im Berg. Und die wollen Schönheit für ihre Kavernen. Ganz am Anfang, im ersten Kapitel, begegnen wir den Protagonisten an einem frisch eroberten Lichtschacht - das sind also Dinge, um die auf dem Berg gekämpft wird. Die Kontrolle des Lichts ... Wer das Sonnenlicht kontrolliert, hat etwas, mit dem er das Wohlwollen der Ahnen erringen kann ...

    Dass man ihre Argumente nicht mal anhören wollte, obwohl sie noch so richtig waren, hat mich schon erstaunt.

    In "ernsthaften Fragestellungen" haben Frauen auf dem Berg ungefähr die Stellung, die sechsjährige Kinder bei uns haben. Wenn ein Sechsjähriger etwas zur Krim-Kriese äußert, hört man eigentlich gar nicht hin. Falls er dennoch einen klugen Gedanken dazu hat, ist man erstaunt ob dieses Zufalles, schüttelt den Kopf und macht weiter - verfällt aber nicht auf die Idee, künftig den Sechsjährigen um Rat zu fragen. Vielmehr empfände man es als peinlich, wenn jemand herausfände, dass man sich von einem Sechsjährigen etwas sagen lässt ...

    was es denn nun eigentlich mit dem Wesen auf sich hat, das Quilûn am Anfang gerettet hat. Wurde das an irgendeiner Stelle mal aufgeklärt?

    Nein, das ist noch offen. ;) Man darf aber davon ausgehen, dass auch die Geister im Berg nicht alle monolithisch handeln, dass es auch dort Fraktionen gibt und vielleicht auch Einzelgänger.


    Überhaupt die Tatsache, dass die Sonnenbrücke im Wesentlichen aus eingemauerten Imagolems besteht, fand ich dann wieder äußerst interessant.

    es endet ja schon mit einem richtigen Paukenschlag.

    Mir scheint, da habe ich Euch zum Schluss noch einmal überraschen können. :freu:

    Kyrin schafft es einen der Köpfe aus dem Dunklesee zu bergen. Nur leider erfahren wir nicht, wie es ihr gelungen ist.

    Immerhin weiß man, dass sie für diese Aktion vier Imagolems aus der Verteidigung des Palasts abgezogen und mitgenommen hat.

    Es bricht einfach mitten in der Handlung ab.

    Vielleicht lohnt es, einmal in die ersten beiden Leseabschnitte zurückzuschauen und Revue passieren zu lassen, welche Fragen dort aufkamen:

    - Was wird aus Derrek Eichfrost? Welche Rolle spielt er als Erwachsener?

    - Kann Semire unverheiratet bleiben? Kann sie ein aktives Leben jenseits von Stickerei und Eheglück führen?

    - Wird Quilûn wirklich ein Maler? Kommt er mit Gritta zusammen?

    - Wie geht Graf Golar mit seiner Tochter um? Was für ein Herrscher wird er?

    Ich glaube, diese Fragen hat der Roman beantwortet - und ich hoffe, er konnte Euch auch ein Gefühl für diese Fantasywelt geben. Und dann haben wir ja auch noch Brotan ("Wird er ein Held unter den Graviliern werden und sich gegen die Zauberpriesterin durchsetzen?") und Kyrin ("Kann sie herausfinden, woran Tarisonn geforscht hat?"). Am Ende des Romans ist Kyrin weiter gekommen als Tarisonn und Brotan ... nun, ich denke, man kann sagen: Es ist nicht exakt so gelaufen, wie er sich das gedacht hat.

    Trotzdem verstehe ich Dein Leseempfinden: Während der Handlung sind viele neue Fragen aufgeworfen worden, die ihrer Beantwortung harren.

    Also hilft es nicht, wir müssen weiterlesen.

    Ein guter Vorsatz. Ströme der Macht liegt derzeit im Lektorat. Am 5. August 2019 wird der Roman erscheinen. Habt Ihr Lust auf eine Leserunde?

    tröste mich zwischendurch mit andere Corvussen, Hennens, Heitzens usw.

    Auch das unterstütze ich vollumfänglich. :)

    Bald gibt es übrigens eine weitere Leserunde mit mir - eine Einladung in das größte Universum der Literaturgeschichte. ;)

  • Zitat von Robert Corvus

    Habt Ihr Lust auf eine Leserunde?

    Ich auf jeden Fall. Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ein guter Vorsatz. Ströme der Macht liegt derzeit im Lektorat. Am 5. August 2019 wird der Roman erscheinen. Habt Ihr Lust auf eine Leserunde?

    Aber natürlich :laola:

    :flirt:

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Natürlich gibt es viele Antworten auf die Fragen, die sich zu Beginn und im Laufe der Handlung ergeben haben. Und prinzipiell bin ich sehr offen für offene Fragen. Daran störe ich mich auch gar nicht. Ich hätte nur gern zum Schluss wenigstens noch vier oder fünf Seiten gehabt, die den aktuellen Stand des Geschehens (bzgl. der Fehde) einmal zusammengefasst rekapitulieren, damit man für den nächsten Band eine gewisse Ausgangslage hat. Aber gut, das ist ja letztlich nur meine Befindlichkeit :leserin:

  • Da ging es zum Schluss ja nochmal richtig zur Sache. Semire hat ihre Sache gut gemacht und sich auch ein wenig Anerkennung regelrecht erkämpft.


    Für mich war klar, dass die anderen Häuser sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und schon länger etwas vorbereitet haben. Ich befürchte auch, dass Haus Schwertgrat sich auch die eigentlichen Gönner von Haus Schneegrund auf ihre Seite gezogen haben, eben weil es dort keinen adäquaten Nachfolger für Golar gab.


    Jetzt gibt es mindestens drei Fronten, die die Macht über diesen Berg haben möchten. Ich denke, derjenige, der das tatsächliche Geheimnis um diese Macht kennt, wird letztendlich siegen.


    Die einstürzende Brücke, die nur von Imagolems gehalten wird, fand ich schon sehr spuky. Für sie war es sicherlich eine Befreiung. Man weiß ja nicht, wie lange sie schon dort hängen.


    Und kaum ist die Nachricht vom Tod Graf Golars eingetroffen - leider zuerst beim falschen Tiefen Haus - wird gleich eine Fehde ausgerufen. Da war Haus Schwertgrat ja echt fix.

    Man darf eben keine Zeit verlieren, wenn man an etwas sehr interessiert ist ;-)

    Wurde sie dabei über die Wächter im See in den Spiegeln in der Festung beobachtet? Wenn ja wird das bestimmt nicht ohne Folgen bleiben.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das unbeobachtet war. Auch wenn wir nicht genau wissen, wie und was sie da gemacht hat, so werden zumindest die Unsterblichen merken, dass da etwas vor sich geht. Ich bin gespannt, wie und ob sie eingreifen werden.

    Wo sind die anderen der mit Haus Schneegrund verbundenen Häuser? Hatten sei wirklich keine Möglichkeit zu helfen oder wollten sie nicht? Das finde ich schon recht seltsam.

    Wie oben schon vermutet, denke ich, dass diese sich auf die andere Seite geschlagen haben, weil sie Haus Schneegrund keine Chance zurechnen. In der Not sieht man eben am Besten, wer noch zu einem hält. Das nicht oft nicht sehr viele.

    Wäre die Fehde auch ausgetragen worden, wenn Golar in den Berg gegangen wäre?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ebenfalls ausgetragen worden wäre. Semire ist für sie keine Gegnerin. Obwohl ich glaube, dass sie sie kräftig unterschätzen.


    Man darf aber davon ausgehen, dass auch die Geister im Berg nicht alle monolithisch handeln, dass es auch dort Fraktionen gibt und vielleicht auch Einzelgänger.

    Das finde ich jetzt sehr interessant. Im Grunde genommen wissen wir von den Unsterblichen noch gar nichts. Ändert sich das vielleicht im nächsten Band? Gerade der Typus, der Quilûn gerettet hat, interessiert mich schon sehr und ich hatte gehofft, dass wir mehr von ihm erfahren. Immerhin ahnte er wohl schon, dass es soweit kommen würde, sonst hätte er Semire nicht geraten, sich dringend einen Mann zu suchen. Nun, dafür ist es ja nun zu spät. Wenn Quilûn zurück kommt, ist der Krieg schon im Gange bzw. es liegt alles in Schutt und Asche.


    Ich kann mit dem "Ende" gut leben, da ich ja weiß, dass es noch zwei Fortsetzungen geben wird. Immerhin hat Robert nicht mitten im Wort aufgehört. Oder mitten in einer Szene.


    Und klar, bin ich bei der Leserunde dabei.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Ich befürchte auch, dass Haus Schwertgrat sich auch die eigentlichen Gönner von Haus Schneegrund auf ihre Seite gezogen haben, eben weil es dort keinen adäquaten Nachfolger für Golar gab.

    Dass ist eine interessante Überlegung: Wie sieht es im Berg aus? Ist dort im Grunde schon alles entschieden?

    Wie oben schon vermutet, denke ich, dass diese sich auf die andere Seite geschlagen haben, weil sie Haus Schneegrund keine Chance zurechnen. In der Not sieht man eben am Besten, wer noch zu einem hält. Das nicht oft nicht sehr viele.

    Wurden sie überrascht?

    Wurden sie selbst angegriffen, sodass sie nicht kommen konnten (Kyrin sieht einen Palast brennen, den sie in der Nacht nicht zuordnen kann)?

    Haben sie die Seiten gewechselt?

    Warten sie ab, um zu entscheiden, ob sie die Seiten wechseln sollten?

    Im Grunde genommen wissen wir von den Unsterblichen noch gar nichts. Ändert sich das vielleicht im nächsten Band?

    Das könnte ich mir vorstellen. ;)

  • Im Grunde genommen wissen wir von den Unsterblichen noch gar nichts

    Ja, da bin ich auch SEHR neugierig drauf. Vor Allem auch, wie die Unsterblichen "leben" , ob sie überhaupt noch annährend menschlich sein

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  • Leider ist das Buch schon zu Ende ;(;(


    Du meine Güte, die Schwertgrats verlieren ja echt keine Zeit, um sich gegen die Schneegrunds zustellen. Nicht nur, dass sie schon vor Semire wissen, dass ihr Vater nicht mehr lebt, da werden auch direkt schon die Messer gewetzt, bevor Quilûn überhaupt zurückgekehrt ist - die lassen echt nichts ungenutzt, um alle Vorteile auf ihre Seite zu bringen. Auf welcher Seite Agohn nun steht, wissen wir leider nicht, aber ich befürchte beinahe, dass er sich auf die Seite der vermeintlichen Gewinner, also den Schwertgrats, gestellt hat.


    Der Tod ihres Vater geht Semire ziemlich nah, wobei sie momentan kaum Zeit hat, um sich der Trauer oder den neuen Umständen überhaupt stellen zu können. Falls es demnächst mal ruhiger werden sollte, dann wird das sicher noch kommen. Dass Quilûn als Nichtadliger Schneegrund erbt, scheint sie gar nicht so aus der Bahn zu werfen, wahrscheinlich muss man als einzige Tochter eines Adligen immer mit so was rechnen, dass man als Frau beim Erbe übergangen wird, auch wenn es nicht gerade üblich ist, dass ein Nichtadliger alles vermacht bekommt.

    Golar wird aber sicherlich klar gewesen sein, was sein Testament für Wellen schlagen wird und trotzdem setzt er Quilûn diesem Sturm aus und das garantiert nicht aus Gehässigkeit, er wird sich schon etwas dabei gedacht haben.


    Wobei Quilûn bestimmt gerne auf Semires Unterstützung und Erfahrungen zurückgreift, könnte ich mir vorstellen, immerhin hat sie ihm damals indirekt das Leben gerettet, denn hätte sie sich gegenüber Kemar nicht durchgesetzt, wäre die Suche viel früher abgebrochen worden. So kann sich das nun als schicksalhaft herausstellen, dass Quilûn damals aufgrund von Semires Hartnäckigkeit und dem guten Willen des Unsterblichen nicht im Berg gestorben ist. Und Quilûn ist nicht der Typ, der es sich "mit seinem bürgerlichen Hintern" einfach so auf dem Grafenthron bequem machen wird. Und Semire bedeutet Haus Schneegrund ebenfalls viel zu viel, dass sie sich einfach in ihr zweites Leben zurückziehen und die Hände in den Schoß legen würde.


    Esgur und Kemar verblüfft sie jedenfalls mit ihren Schwertfähigkeiten, ich bin überzeugt davon, dass die beiden sie nach diesem Tag mit ganz anderen Augen sehen werden - Esgurs Respekt hat sie in jedem Fall gewonnen ^^ Ich fand es aber sehr gut, dass Semire bei diesen realen Kämpfen etwas lernt: nämlich, dass das Kämpfen auf dem Fechtboden und das Kämpfen in einem echten Kampf mit echten Toten zweierlei Paar Stiefel sind, dass es eben nicht so einfach ist, mal eben einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Im Gegensatz zur Derrek verspürt sie keine Faszination beim Anblick des vielen Blutes.


    Aber auch Kyrin offenbart Semire gegenüber ihre Stärke: bisher hat die Magierin sich in Semires Gegenwart sehr zurückhalten und eher unsicher gezeigt, aber jetzt besteht sie darauf, ihr Ding durchzuziehen, was sie Semire gegenüber auch deutlich macht, nämlich, dass sie in jedem Fall gegangen wäre, ob mit oder ohne Semires Erlaubnis.
    Immerhin verschaffen die Steinbrenner den Kämpfern von Schneegrund einen entscheidenden Vorteil und den dringenden Aufschub.


    Die Szene mit der kunstfertigen Skulptur der Sonnenbrücke und des Netzes mit den 177 Imagolems fand ich übrigens sehr stark. Glücklicherweise kann Kyrin sich erfolgreich gegen den Einfluss der Seelen stellen. Bei der Szene, wie die Brücke zerstört und die Imagolems befreit, um dann in den Abgrund zu stürzen, hatte ich tollstes Kopfkino - echt stark :thumbup:


    Aber auch die letzte Szene in diesem Buch, wie Semire Barn Falkenkrall beim Sterben begleitet und Kyrin erkennt, dass in Semire weit mehr als die eitle Grafentochter steckt, fand ich ganz toll und absolut gelungenes Ende dieses Buches.


    Seufz, jetzt heißt es warten, aber glücklicherweise nicht allzu lange. Ich muss gestehen, wenn die Trilogie so weitergeht, hat sie das Zeug dazu, neben "Grauwacht" zu meinen Favoriten unter Bernds Büchern zu werden.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ob die Ahnen von Haus Schneegrund im Berg etwas geahnt/gewusst haben und darum wollten, dass Sermire möglichst bald heiratet?

    Ich habe mir auch schon überlegt, ob die Unsterblichen vielleicht ein wenig in die Zukunft sehen können? Dass es vielleicht beabsichtigt war, Quilûn damals im Berg nicht sterben zu lassen, weil man wusste, dass er noch eine wichtige Rolle spielen wird?


    Kyrin schafft es einen der Köpfe aus dem Dunklesee zu bergen. Nur leider erfahren wir nicht, wie es ihr gelungen ist.

    Stimmt, der Kopf, den hatte ich jetzt völlig vergessen. Ich dachte zuerst, Kyrin würde jetzt einen Trumpf aus dem Ärmel schütteln, den sie vielleicht von dem Gravioner erfahren hat, aber die beiden Skulpturen der Sonnenbrücke und des Netzes waren dann völlig unerwartet, zumal sie von ihnen aus geheimen Aufzeichnungen aus Golars Besitz erfahren hat, wenn ich mich recht entsinne.


    Ich fand es sehr interessant, dass die Pfeiler der Brücke aus gebannten Imagolems bestanden haben. Wer hat diese Brücke damals gebaut? Irgendwie hatte ich MItleid mit den bewegungsunfähigen Imagolems, auch wenn es, so wie Kyrin sagte Verbrecher waren. Das ist wie mit den Versteinerten auf dem Platz der Reue. Sowas verdient keiner.

    Da hatte ich auch sehr gemischte Gefühle dabei, und es ist ja bezeichnend, dass die Seelen, die erkannt haben, dass ihre Befreiung auch ihren Tod bedeuten könnten, das lieber in Kauf genommen haben, als weiterhin versteinert an Ort und Stelle bleiben zu müssen.


    Barn Falkenkrall ist der Einzige, der Semire zu Hilfe eilt. Wo sind die anderen der mit Haus Schneegrund verbundenen Häuser? Hatten sei wirklich keine Möglichkeit zu helfen oder wollten sie nicht? Das finde ich schon recht seltsam.

    Das habe ich mich ebenfalls gefragt, ob die "Verbündeten" wirklich nicht konnten oder absichtlich die Füße stillgehalten haben, weil sie sich insgeheim von Haus Schneegrund abgewandt haben?


    Ein guter Vorsatz. Ströme der Macht liegt derzeit im Lektorat. Am 5. August 2019 wird der Roman erscheinen. Habt Ihr Lust auf eine Leserunde?

    Jajajaja :laola:


    Das finde ich jetzt sehr interessant. Im Grunde genommen wissen wir von den Unsterblichen noch gar nichts. Ändert sich das vielleicht im nächsten Band? Gerade der Typus, der Quilûn gerettet hat, interessiert mich schon sehr und ich hatte gehofft, dass wir mehr von ihm erfahren.

    Ja, nun bin ich auf die Unsterblichen auch noch mehr gespannt, ebenso auf den Kopf aus dem Dunkelsee. Ich hoffe sehr, dass es Kyrin gelingen wird, sich mit ihm zu unterhalten. Ebenso bin ich, wie ihr, gespannt, ob ihr "Tauchgang" bemerkt worden ist und ob bzw. welche Konsequenzen das überhaupt in dem momentanen Chaos haben wird.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Habe dieses Kapitel angefangen beim Frühstück und ich mußte mich durch diesen Arenakampf durchkämpfen. Wollte ihn einfach überspringen, aber gemeinerweise sind Infos zwischen gesstreut, die man braucht, also war es hziemloich schwer, die da raus zu picken ohne alszuviel von der Qual des Vogels mit erleben zu müssen. Und dann bekomt Semire nicht die ZEit zu warten bis die Reisegesellschaft zurück ist. Der Kampf geht sofort los. Da wird es wohl Tote hageln.

    Mach erst mal noch Pause und was Schönes: Osterkörbchen für die Familie zusammenstellen für Morgen.

  • Habe dieses Kapitel angefangen beim Frühstück und ich mußte mich durch diesen Arenakampf durchkämpfen. Wollte ihn einfach überspringen, aber gemeinerweise sind Infos zwischen gesstreut, die man braucht, also war es hziemloich schwer, die da raus zu picken ohne alszuviel von der Qual des Vogels mit erleben zu müssen. Und dann bekomt Semire nicht die ZEit zu warten bis die Reisegesellschaft zurück ist. Der Kampf geht sofort los. Da wird es wohl Tote hageln.

    Mach erst mal noch Pause und was Schönes: Osterkörbchen für die Familie zusammenstellen für Morgen.

    Auch Dir ein frohes und besinnliches Osterfest:)

    Viele Grüße

    Olli

  • Das ging schnell - kaum ist die Kunde von Tot des Grafen da wollen alle den neuen Grafen stellen. Semire wächst in dieser Situation aus sich heraus und steht als Heerführerin an forderster Front währen Kyrin ebenfalls ihre Handlungen beschleunigt. Ich bin gespannt, ob Semire ihre beiden Leben zusammenbringen wird, um die Situation zu retten.


    Die Idee mit der Brücke findet meine Hochachtung und zeigt einmal mehr, wie unterschiedlich doch die Ansichten sein können. Imagolems als Brücke, genial und grausam zugleich - der Traum jeder Pioniereinheit mit sadistischen Zügen. Taktisch ein hervorragendes Manöver das gleichzeitig den Leser sich fragen lässt, was genau der Grad Kylin noch alles anvertraut hat. Anders als Semire annimmt haben die beiden ja nicht ihr Lager geteilt.


    Was mich auch nicht wundert ist, dass auser Barn - der sich immer noch Hoffnungen macht, der neue Graf zu werden - niemand Haus Schneegrund Entlastung schickt. Der Graf ist tot und es ist kein starker Nachfolger da. Die Bündnisse und Versprechen gelten nicht mehr, da Golar nicht unsterblich geworden ist, also gibt niemand auch nur einen Heller auf Semire.


    Die Situation im Kartenraum hat mich sehr an Yavin IV erinnert. Ich glaube, ich bin zu sehr mit SciFi groß geworden. Alles in allem ein schöner Roman, der sich sehr angenehm liest, frische Ideen hat und Lust auf die Fortsetzung macht.


    Danke dafür.

    Viele Grüße

    Olli

  • Wurden sie überrascht?

    Wurden sie selbst angegriffen, sodass sie nicht kommen konnten (Kyrin sieht einen Palast brennen, den sie in der Nacht nicht zuordnen kann)?

    Haben sie die Seiten gewechselt?

    Warten sie ab, um zu entscheiden, ob sie die Seiten wechseln sollten?

    Das kann natürlich auch alles sein. Aber das wäre ja positiv. Ich bin da bei DIESEM Autor ein wenig gebrandmarkt ;-)


    Golar wird aber sicherlich klar gewesen sein, was sein Testament für Wellen schlagen wird und trotzdem setzt er Quilûn diesem Sturm aus und das garantiert nicht aus Gehässigkeit, er wird sich schon etwas dabei gedacht haben.

    Ja, aber was genau hat er sich dabei gedacht? Vermutlich weiß er etwas, was wir noch nicht wissen. Ich bin gespannt, ob es sich im nächsten Teil aufklären wird.

    Aber auch die letzte Szene in diesem Buch, wie Semire Barn Falkenkrall beim Sterben begleitet und Kyrin erkennt, dass in Semire weit mehr als die eitle Grafentochter steckt, fand ich ganz toll und absolut gelungenes Ende dieses Buches.

    Oh ja, ich fand diese Szene als Schlussszene vom ersten Teil auch sehr gelungen und ein guter Abschluss.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • So, Ostern ist vorbei. Letztes Eiersuchen heute mit den Tageskindern. Ich hoffe ihr hattet auch ein schönes Osterfest und konntet das Wetter genießen.


    Zum Posten war keine Zeit, aber zum Lesen schon. Ich finde es ja toll, dass es Bernd immer schafft, mit wenigen Szenen die Gräuel des Krieges zu zeigen und wir nicht Seitenweise durch Blut und Grausamkeit waten müssen. Es ist immer so viel, um uns Leser in die Szene mitzunehmen und dann geht es aber um die Menschen. Auf der einen Seite sehr gut, für mich aber immer auch die Unmöglichkeit, mich einfach über das Schlachtfeld hinweg zu begeben.


    Es ist schon ein Ende mit Paukenschlag in diesem Band und trotz der vielen losen Fäden und Rätsel, die wir gern noch gelöst bekommen ist die eigentliche Handlung in einen relativen Abschluss geraten. Einige Entscheidungen sind getroffen. Kyrin ist über sich hinausgewachsen, obwohl der Graf nicht mehr da ist, dem sie ja eigentlich die Verschwiegenheit zugesichert hatte. Ihren Mut habe ich sehr bewundert. Semire hat eine Entscheidung getroffen, die hoffentlich richtig war. Mir war gar nicht bewußt, dass sie mit ihrer zweiten Existenz ja sozusagen auch eine Fluchtmöglichkeit hatte. Wobei ich mir nicht sicher bin, wenn sie wirklich gesucht würde, weil sie verschwindet, ob dann nicht doch Verrat zu ihrer Entdeckung führen würde. Ganz besonders gefallen hat mir, wie ihr strategisches Denken durch das Spiel gefördert wurde. Ihre Geschäftstätigkeit hat ihr bestimmt auch geholfen, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht in ihrer Trauer oder Verzweiflung zu verlieren. Alle Achtung. Sicher ist dabei auch hoch anzurechnen, wie sie sich bei der Kriegserklärung verhalten hat.

    Dass die Häuser nach dem Tod des Grafen sofort angreifen und der Kampf um die Macht beginnt, war mir eigentlich klar. Nur nicht, dass es so schnell geht. Ja, man war vorbereitet. Semire wollte nicht heiraten. Einige der Häuser hatten ja versucht auf diesem Wege an die Macht zu gelangen. Ein männlicher Erbe war nicht vorhanden, also ist das Haus in dem Moment schwach und somit angreifbar. Der Magier hatte schon länger gegen den Grafen ermittelt scheint mir. Ich denke er weiß, dass der Graf mit den Forschungen des Versteinerten und Kyrin zu tun hatte.


    Diesmal wurde die Kampfszenen ja besonders durch die Sicht Semires geprägt, bei der ein sehr schneller Lerneffekt eintreten mußte und es auch tat. Sie kämpft fast wie ein alter Haudegen und selbst die Verwundung ihres Armes führt sie nicht vom Kampffeld. Sie kämpf mit allem was sie hat und bleibt aber immer der Heerführer. der auch einsieht, wann Draufgängertum gebraucht wird und wann man auch auf die Erfahrung anderer hören muss oder einfach Vertrauen zu einer Magierin haben muss. Ihre kluge Führung war beeindruckend.

  • Und kaum ist die Nachricht vom Tod Graf Golars eingetroffen - leider zuerst beim falschen Tiefen Haus - wird gleich eine Fehde ausgerufen. Da war Haus Schwertgrat ja echt fix. Und dann sind sie auch noch mit den Magiern im Bunde. Alles von langer Hand geplant

    Ja, wenn ein Machtposten vakant wird muss man schnell sein.

    und darum wollten, dass Sermire möglichst bald heiratet? .

    Ich frage mich immer, wer das wollte von diesen Unsterblichen. Sind die Unsterblichen an Stabilität am Berg interessiert? Das würde mir einleuchten, denn nur dann werden sie optimal versorgt. Aber alte Feindschaften, überstehen sie die Ewigkeit?

    Semire hat endlich die Möglichkeit ihr Kampf- und Strategiegeschick unter Beweis zu stellen. Und am Ende wird sie dafür anerkannt und respektiert. Ich bin gespannt, ob das ihren zukünftigen Stand beeinflussen wird oder nicht.

    Sie wird von den Kriegern respektiert, sicher nicht von den Adligen, die nicht mit ihr gefochten haben

    Wobei es mich schon wundert, dass von den am Kampf Beteiligten niemand diese Frage äußert.

    Mich hat das nicht gewundert und scheinbar Semire auch nicht. Sie wußte wohl, was kommt. Allerdings hatte sie nun noch nicht damit gerechnet. die Häuser waren sich eh nicht grün. Ich glaube schon, dass es um die Macht geht. Macht Geld oder Liebe. Geld haben sie wohl alle einigermaßen und Liebe ist wohl kaum ein Grund für ein solches Gemetzel, also bleibt nur Macht.

    Das freut mich. Dass man ihre Argumente nicht mal anhören wollte, obwohl sie noch so richtig waren, hat mich schon erstaunt. Ich meine, ich weiß, Frauen haben in der Gesellschaft nicht so viel bis gar nichts zu sagen, wenn sie nicht gerade Magier sind, aber diese (fast schon) Ignoranz grenzt ja schon an Unverfrorenheit.

    Ich habe mich sogar gewundert, dass sie nach der Vorführung mit dem Schwert anerkannt wurde und man überhaupt ihre Befehle entgegen genommen hat. Dazu gehört schon eine Menge Loyalität dem haus gegenüber und die Bereitschaft, dieses Schwertschwingen als können zu akzeptieren. Wir brauchen nicht ins Mittelalter zurück zu gehen. Wieviele Frauen mußten unter Pseudonym schreiben, weil sie als Autorinnen nicht ernst genommen wären? Wieviele Frauen mußten heimlich studieren, bloß weil man Frauen für unfähig hielt zu lernen und wir reden dann nur von Europa in einer einigermaßen Vergangenheit in anderen Teilen der Welt ist das heute noch so.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ebenfalls ausgetragen worden wäre. Semire ist für sie keine Gegnerin. Obwohl ich glaube, dass sie sie kräftig unterschätzen.

    Ja, das denke ich auch, obwohl vielleicht etwas vorsichtiger, denn als Unsterblicher hätte der Vater ja noch ein wenig mit reden können, schließlich gibt es ja ein Einwirken der Geister auf die Geschicke noch. Dass man Semire unterschätzt ist meine große Hoffnung und sollte ihr helfen.

    Wurden sie überrascht?

    Wurden sie selbst angegriffen, sodass sie nicht kommen konnten (Kyrin sieht einen Palast brennen, den sie in der Nacht nicht zuordnen kann)?

    Haben sie die Seiten gewechselt?

    Warten sie ab, um zu entscheiden, ob sie die Seiten wechseln sollten?

    Ich denke es ist von jedem etwas dabei. Schlechte Mischung. Man hatte ja schnell alle Wege abgesperrt. Schade, dass scheinbar das haus Schneegrund sich nicht so gut vorbereitet hatte. Aber wer weiß, vielleicht hat es das ja auf seine Weise.

    Dass Quilûn als Nichtadliger Schneegrund erbt, scheint sie gar nicht so aus der Bahn zu werfen

    Sie hat keine Zeit afür. Bisher gefallen mir ihre Gedanken zu Quilun nicht. Sie denkt, dass er das Haus verkommen lassen wird. Ich gehe davon aus, dass Semire hier Quilun unterschätzt und vielleicht seine fehlende Machtgier nicht einberechnet. aber vielleicht kommt sie nicht auf die Idee mit ihm einen Bund zu schließen? Schließlich wäre dachte sie auch darüber nach einen Bund mit einem Homosexuellen einzugehen um ihre Bewegungsfreiheit zu erhalten. Ehrlichkeit mit Quilun wäre wohl angebracht. Ich hoffe auf ein gutes Gespräch zwischen den beiden.

    Wobei Quilûn bestimmt gerne auf Semires Unterstützung und Erfahrungen zurückgreift, könnte ich mir vorstellen, immerhin hat sie ihm damals indirekt das Leben gerettet

    Weiß er das? Kennst er die Querelen die die Durchsetzung Semires erforderten? Hat sie darüber geredet?

    Semire bedeutet Haus Schneegrund ebenfalls viel zu viel, dass sie sich einfach in ihr zweites Leben zurückziehen und die Hände in den Schoß legen würde.

    Das Haus bedeutet ihr so viel oder die damit verbundene Macht? Auf alle Fälle denkt sie auch an die Menschen, die auf den Schutz des Hauses angewiesen sind. Da scheint ihr Vater etwas weiter gegeben zu haben.

    Bei der Szene, wie die Brücke zerstört und die Imagolems befreit, um dann in den Abgrund zu stürzen, hatte ich tollstes Kopfkino - echt stark :thumbup:

    Ja, diese Szene kam überraschend und war nach allen Seiten ausgelotet. sie war spannend und hat zum Nachdenken angeregt und sie hat wieder eine Facette Semires gezeigt. Ich finde es toll, wie es Bernd in diesem Buch gelingt, die Protagonistin Fast von Szene zu Szene so verschieden zu zeigen. (Das Buch in dem ich so etwas zum ersten Mal gelesen habe und heute noch begeistert bin ist "Der Seewolf" von Jack London). Von Bewunderung zu Enttäuschung ein Wechselbad der Gefühle. Hier endet die Szene mit der absoluten Sympathie für eine Herrscherin, Geschäftsfrau und Kämpferin, die in ihrer jeweiligen Rolle die notwendige Härte und Durchsetzungskraft zeigt, aber trotzdem noch mitfühlend und schwach sein kann.

    Da hatte ich auch sehr gemischte Gefühle dabei, und es ist ja bezeichnend, dass die Seelen, die erkannt haben, dass ihre Befreiung auch ihren Tod bedeuten könnten, das lieber in Kauf genommen haben, als weiterhin versteinert an Ort und Stelle bleiben zu müssen.

    Das kann ich gut verstehen.



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