03: Kapitel 2 bis "... Kyrins Keller führte." (S. 87 - 147)

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Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

  • So, nun habe ich alles aus der Ferne beobachtet und kann auch gefahrlos folgen. Ich musste noch ein klein wenig im realen Leben beiseite schaffen ;-)


    Ich komme diesmal nicht irgendwie so richtig rein und weiß nicht warum. Ich vermute, dass das gerade an meine persönliche Situation liegt, weil ich nicht so viel Zeit habe, mal beim Lesen dran zu bleiben. Nur in Globulis zu lesen, nimmt ein wenig den Flow.


    Auch ich kann noch nicht richtig zuordnen, wohin die Reise geht. Das einzige was ich weiß: Es dreht sich um den Berg. Die eingeführten Figuren sind auf jeden Fall alle sehr interessant. Meine Sympathien habe ich noch nicht richtig verteilt. Natürlich neigt man dazu, Figuren, die man bereits kennt, mehr Daseinsberechtigung zuzuschreiben und ihnen wohlgesonnen zu sein (man muss bei Robert mit Sympathien ja immer sehr sehr vorsichtig sein).


    Du wirst sie doch jetzt nicht einfach von so einem Lümmel zertreten lassen?? X(

    Oh.... das fände ich ganz furchtbar. Ich könnte mir aber sogar vorstellen, dass diese Blume eine ganz besondere Bedeutung hat und vielleicht sogar vergeht, wenn Quilûn sterben sollte. Das ist sicherlich nicht nur einfach eine Blume.

    Interessant finde ich ja, dass hier beide "Lager" gleichwertig behandelt werden, es gibt keine "Guten" und "Bösen", Alle haben ihre Daseinsberechitigung. Und Alle haben ihre sympathischen und unsymphatischen Charaktere. Ich kann noch gar nicht sagen ob ich persönlich eine Seite bevorzuge.

    Deshalb liebe ich auch die Bücher von Robert und seinen Kollegen, die die Figuren doch sehr realistisch ausarbeiten und ihnen unglaublich viele Facetten auf den Leib schreiben. Und letztendlich agiert doch jeder mit dem Hintergrund, etwas Positives bewirken zu wollen, auch wenn die Ansichten darüber unterschiedlich sind. Derzeit bin ich gegenüber beiden Seiten auch noch neutral eingesellt.

    Wieder kommen hier die von mir so geliebten ethischen Fragestellungen durch die Hintertür der Erzählung.

    Oh ja.... die liebe ich auch so sehr. Und ich finde, Robert schafft es wie kein anderer, diese Fragen mal eben so wie aus versehen fallen zu lassen. Und diejenigen, die hinter ihm gehen, können sie aufgreifen oder einfach liegen lassen. Ich finde, dass ist eine große Schreibkunst.

    Dann die Bestrafung der Männer. Eine unmenschliche Bestrafung und ich frage mich für welche Verbrechen man so hart bestraft wird. Auch hier die moralische Spitze: in keinen Augen hat der Maler Reue erkannt, was eigentlich Sinn der Strafe sein sollte, im Gegenteil bei einigen sogar Wut. (das erinnert mich an den Geist in der Flasche, der nach entsprechend langer zeit auch nur noch wütend war)

    Die versteinerten Verbrecher fand ich ganz furchtbar. Besonders die Szene, wo Quilûn bemerkt, dass es kein Bedauern in ihren Augen gibt. Ich glaube auch, dass Wut und Rache die stärksten Gefühle sind, die es vermutlich auch am Besten in dieser Position aushalten lassen, bis man dann endlich wahnsinnig wird.


    Emala. Eine Zauberpriesterin, die mich im ersten Moment durch ihr greisenhaftes Alter und ihre spitze Zunge ein wenig an die Hennen'sche Trollschamanin Skanga aus der Elfen-Reihe erinnert.

    Genau an die hatte ich auch sofort gedacht. Skanga mochte ich eigentlich nicht, war aber von ihrer Figur extrem beeindruckt. Emala könnte durchaus auch so eine Figur werden. Spitze Zungen mag ich ohnehin sehr gerne. Sie sind das Salz in der Suppe.

    Und hier wird es auch gleich wieder philosophisch - das Streben der Menschen ist es, als Unsterblicher unter dem Berg zu "leben" (Mir kam spontan "vegetieren" in den Sinn, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das nicht unpassend ist.) Interessant, wie Menschen sich das Paradies ausmalen und hier im konkreten ja sogar ausschmücken.

    Tatsächlich hatte ich so ähnliche Überlegungen. Ist das wirklich noch Leben? Man ist im Berg "gefangen", verschmelzt immer mehr mit dem Gestein, was für mich immer eine Art Unbeweglichkeit symbolisiert und man ist darauf angewiesen, dass die "Lebenden" auf dem Berg einem schöne Bilder schicken. Ich empfinde das eher als Strafe. Es muss also irgendetwas unten im Berg geben, worum es sich lohnt, dorthin zu gehen.


    Der Wahnsinn ist bestimmt eine Gnade weil dann der Verstand nicht mehr "arbeiten" muss

    Ich denke, zu Anfang überwiegt die Wut. Dann Hoffnung, dann Resignation, vielleicht auch Panik. Und dann flüchtet man sich in Tagträume. Ich würde wahrscheinlich erstmal Geschichten erfinden, mir das Leben all derer ausmalen, die ich kenne. Würde mir Strafen ausdenken für die, die mich bestraft haben. Aber keine Ahnung, wie lange man das aushalten kann

    So würde ich das auch sehen. Aber eigentlich mag ich mir das nicht vorstellen. Es gibt ja heute schon so etwas, das nennt man Locked-In-Syndrom. Robert Corvus Hat dich das zufällig dazu inspiriert?

    Robert mag Quilûn anscheinend. Das ist nicht gut für Quilûn.

    Ich habe auch Angst um Quilûn. Es gibt so viele kleine Anzeichen.... Ich hoffe allerdings, dass uns Robert diesmal nur aufs Glatteis schicken will.

    Graf Golar hat damit sehr lange gewartet und ich frage mich warum? Weil er es nicht so eilig hat, für immer im Berg eingeschlossen zu sein? Weil er seine Freiheit, auch wenn sie durch seinen Stand gewissen Grenzen hat, nicht so schnell aufgeben möchte? Oder weil er seine Tochter nicht alleine zurücklassen möchte? Es könnte aber auch sein, dass er der Meinung ist, die Lage ist für die Imperialen noch nicht stabil genug und er fühlte sich verpflichtet, sich noch darum zu kümmern. Oder er weiß, was ihn im Berg erwartet und ist deswegen nicht so scharf darauf ^^

    Er wird den Rest seinens "Lebens" die Sonne nicht mehr sehen. Ich hätte da auch keine Eile. Und seine Tochter hat es ja auch nicht gerade eilig, sich einen passenden Gemahl zu suchen. Man weiß einfach noch zu wenig, wie Golar tickt.

    Bei dem Kampf zwischen Brotan und dem Magier erleben wir live, wie diese Granitfigürchen als Schutz wirken - und auch, wo ihre Schwachstellen liegen. Den Magier zu ertränken, war sehr raffiniert von Brotan, wenn auch kein schöner Tod.

    Das war es wirklich und damit hatte der Magier sicherlich nicht gerechnet. Nur zu dumm, dass seine Nachfahren vermutlich nun die Rechnung dafür zahlen müssen. Immerhin gelten die Steuern als verloren.


    Ich werde Euch auch weiterhin recht langsam folgen und schauen, dass Euch keiner hinterrücks überfällt.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Ich werde Euch auch weiterhin recht langsam folgen und schauen, dass Euch keiner hinterrücks überfällt.

    Gut zu wissen, dass uns jemand den Rücken frei hält, man weiß ja nie wer oder was da noch kommt.

    Wir verlassen uns auf dich:)

  • Du wirst sie doch jetzt nicht einfach von so einem Lümmel zertreten lassen?? X(

    Oh.... das fände ich ganz furchtbar. Ich könnte mir aber sogar vorstellen, dass diese Blume eine ganz besondere Bedeutung hat und vielleicht sogar vergeht, wenn Quilûn sterben sollte. Das ist sicherlich nicht nur einfach eine Blume.

    Das ist ein netter Gedanke.

  • man muss bei Robert mit Sympathien ja immer sehr sehr vorsichtig sein

    :D

    Liebes Tagebuch,

    ein gewisser Lern- und Abhärtungseffekt ist in der Leserschaft zu beobachten ...

    Und letztendlich agiert doch jeder mit dem Hintergrund, etwas Positives bewirken zu wollen, auch wenn die Ansichten darüber unterschiedlich sind.

    Bei "etwas Positives" ist natürlich die nächste Frage: "Positiv - für wen?"

    In jedem Fall steckt hinter den meisten Handlungen ein Ziel (es sei denn, sie sind völlig triebgesteuert). Wenn ich es als Autor schaffe, dieses Ziel nachvollziehbar zu machen, ist viel gewonnen, hoffe ich ...

    Es muss also irgendetwas unten im Berg geben, worum es sich lohnt, dorthin zu gehen.

    O ja. Außerdem sterben die meisten Menschen im Allgemeinen einfach ungern. :)


    Es gibt ja heute schon so etwas, das nennt man Locked-In-Syndrom. Robert Corvus Hat dich das zufällig dazu inspiriert?

    Ich gestehe: In dieser Leserunde habe ich das erste Mal vom Locked-In-Syndrom gehört.

  • Oh ja.... die liebe ich auch so sehr. Und ich finde, Robert schafft es wie kein anderer, diese Fragen mal eben so wie aus versehen fallen zu lassen. Und diejenigen, die hinter ihm gehen, können sie aufgreifen oder einfach liegen lassen. Ich finde, dass ist eine große Schreibkunst.

    Sehr schön ausgedrückt. !

    Liebes Tagebuch,

    ein gewisser Lern- und Abhärtungseffekt ist in der Leserschaft zu beobachten ...

    Ach Tagebuch, schön, dass du wieder mit von der Partie bist. Dich würde ich zu gern mal vollständig lesen

  • Ach Tagebuch, schön, dass du wieder mit von der Partie bist. Dich würde ich zu gern mal vollständig lesen

    Tatsächlich habe ich mal im Leserundenforum danach gesucht. Die sind wirklich interessant, auch im Nachhinein, wenn man als Leser schlauer ist und feststellt, dass der Autor uns an die Nase herumführt :D

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Tatsächlich habe ich mal im Leserundenforum danach gesucht. Die sind wirklich interessant, auch im Nachhinein, wenn man als Leser schlauer ist und feststellt, dass der Autor uns an die Nase herumführt :D

    Ich fühle mich ja oft dauerhaft an der Nase herumgeführt ... und immer in die falsche Richtung :D

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore