Bernhard Hennen, Robert Corvus - Die Phileasson-Saga: Rosentempel

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    Bernhard Hennen, Robert Corvus - Die Phileasson-Saga: Rosentempel


    Es ist die größte Wettfahrt aller Zeiten: Die beiden legendären Kapitäne Asleif Phileasson und Beorn der Blender sind aufgebrochen, um den ganzen Kontinent Aventurien zu umrunden. Dabei müssen sie sich heroischen Prüfungen stellen, und der Sieger allein wird sich mit dem Ehrentitel »König der Meere« schmücken dürfen. Ihr siebtes Abenteuer führt sie in die endlose Wüste. Dort inmitten turmhoher Sanddünen und unter der glühend heißen Sonne müssen sich die beiden Seebären ihrer nächsten Prüfung stellen – und ein Geheimnis ergründen, dass unter dem Staub von Jahrtausenden begraben liegt ...




    Zu diesem Buch startet am 12.04.2019 eine Leserunde.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Wettfahrt geht in die 7. Runde - spannend und aufregend geht es weiter


    Wo der Rosentempel unter Sand begraben liegt

    Dorthin es unsere Recken zieht.

    Die Wüste Khôm wird nun bereist

    wo die Sonne so heiß vom Himmel gleißt.

    Orima zu bringen den verlorenen Schatz

    Damit er gelangt an seinen rechtmäßigen Platz.

    Diese Aufgabe wird schwerer als gedacht

    Da Fasar es den Recken nicht leicht macht.

    In der Stadt voller Intrigen, Meuchler und Propheten

    Hoffen sie dem Einen zu begegnen.

    Dem Propheten, der die Wahrheit sagt

    Und sich mit ihnen in die Wüste wagt.


    Beorn und Phileasson machen sich in diesem Teil der Saga auf nach Fasar, der ältesten Stadt der Menschheit. Dort müssen im Basar von Fasar den Einen Propheten finden, der die Wahrheit spricht, damit dieser sie durch die gnadenlose Khôm zum Rosentempel führt. Eine fast unlösbare Aufgabe. Im Basar von Fasar wimmelt es von Propheten. Und die Stadt selbst wir von den Erhabenen beherrscht die hoch über dem gemeinen Volk in Türmen leben und auf Brückenstraße über der Stadt wandeln. Die Erhabenen sind getrieben von Machtgier und es gibt ein schier undurchschaubares Netz von Intrigen und falschen Höflichkeiten und Schmeicheleien. In genau dieser Umgebung müssen sich unsere lebenslustigen, offenen und ehrlichen Thorwaler behaupten. Sie sind es gewohnt zu sagen, was sie denken. Floskeln, Intrigen, Schmeichelein sind ihnen wesensfremd. Es überrascht also nicht, dass es hier und da zu "Missverständnissen" kommt. Was teilweise recht lustig, manchmal aber auch ziemlich gefährlich wird. Der Aufenthalt in Fasar ist nervenaufreibend und verwirrend. Aber auch die Lebensfreude dieser bunten Stadt ist spürbar. Die anschließende Reise durch die Wüste ist anstrengend, die Hitze unerträglich und am Ende weiß niemand, ob er die Wüste überlebt und ans Ziel kommt.....


    Dieser Teil der Phileasson-Saga hat mir sehr gut gefallen. Er ist mal wieder geprägt vom bildhaften Schreibstil der Autoren, so dass es mir als Leser sehr leicht fiel in diese bunte Welt einzutauchen und auf den Straßen und Brücken von Fasar zu wandeln oder die sengende Hitze der Khôm quasi selbst zu spüren. Diese Art des Schreibens begeistert mich immer wieder von neuem an den Büchern. Auch kommt der unschlagbare Humor mal wieder nicht zu kurz. Es ist ein spannendes Abenteuer, voller Überraschungen und schwerer Verluste. Es werden einige offene Fragen beantwortet. Dafür kommen Neue hinzu und das lässt die Spannung auf den nächsten Teil wachsen.


    5ratten:tipp:

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ab in die Wüste


    Die beiden Kapitäne und Konkurrenten Asleif Phileasson und Beorn der Blender müssen sich zur Erfüllung ihrer siebten Aufgabe nach Fasar begeben, um dort einen Propheten suchen, der die Wahrheit spricht und sie tief in die endlose Wüste führt, wo sie ein uraltes Geheimnis ergründen müssen.


    Nach dem trostlosen und unheimlichen Totenmeer führt die Wettfahrt die Protagonisten mit ihren Ottajaskos in die Wüstenstadt Fasar. Ich war gespannt, ob uns eine ähnliche bunte Vielfalt wie in Maraskan erwarten würde, aber weit gefehlt: die Gesellschaft der Stadt ist geteilt in die Hochgeweihten, unter denen Intrigen an der Tagesordnung sind sowie den übrigen Menschen, die vom Stand her weit unter den Hochgeweihten stehen, die sich alles herausnehmen können.

    Zudem ist Fasar eine extrem frauenfeindliche, ja sogar frauenverachtende Gesellschaft, was die weiblichen Mitglieder der beiden Ottajasko auch immer wieder zu spüren bekommen.


    Vor allem aber sind die vielen Propheten mit ihren düsteren Prophezeiungen ein fester Bestandteil der Stadt – und unter diesen vielen müssen der Foggwulf und der Blender den richtigen Propheten finden, um mit dessen Hilfe tief in die Wüste Khôm zu einem weiteren jahrtausendealten Geheimnis der Elfen geführt zu werden.


    Und diese Suche ist gewohnt spannend, die beiden Ottajaskos müssen zudem achtgeben, nicht in die Intrigen der Hochgeweihten zu geraten, denn eines ist klar: alle, die nicht zum Kreis der Hochgeweihten gehören, können schnell mal geopfert werden.


    In diesem siebten Abenteuer werden einige wichtige Entscheidungen gefällt, aber hauptsächlich wird mir dieser Band wegen einem schockierenden Ereignis im Gedächtnis bleiben, einem Ereignis, dass mir die Tränen in die Augen getrieben und einem ganz bestimmten Konflikt eine neue Dimension gegeben hat.


    Der Prolog befasst sich diesmal mit Galayne, was mich besonders gefreut hat. Der Leser erfährt verblüffende Details aus der Vergangenheit des weiß gekleideten Elfen mit den Hundekopfhelm. Ich habe ihn danach mit ganz anderen Augen gesehen.


    Auch das siebte Abenteuer konnte mich voll und ganz überzeugen und sein Ende lässt mich mit Spannung den achten Band erwarten.


    5ratten

    Liebe Grüße

    Karin

  • Der 7. Teil der Phileasson-Saga um die erbitterte Wettfahrt zwischen den zwei zerstrittenen Kapitänen Asleif Phileasson und Beorn der Blender führt uns direkt mitten in die Geschichten von 1001 Nacht. In diesem Fall nach Fasar, die älteste Stadt in Aventurien mit ihren Bazaren, Propheten, Machtspielchen, Lust und Sünde. Aber nicht ohne Umwege. Während Phileasson sich in Khunchom seiner Vergangenheit stellt, muss sich Beorn in Zorgan ganz anderen Herausforderungen stellen, die diesmal nicht mit einer thorwalerischen Hauerei zu lösen sind. Es dauert also, bis man in Fasar ankommt, um dort zu versuchen, die 7. Aufgabe zu lösen, was natürlich nicht so einfach ist.


    Mir hat hier der Weg von Beorn ein wenig besser gefallen als der von Phileasson. Beorn, der ursprünglich in der DSA Rollenspielgemeinde bisher nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, gewinnt in dieser Romanserie immer mehr an Format und Charakter. Und gerade diese Ecken und Kanten, von denen er zweifelsohne eine ganze Menge hat, machen diese Figur so unglaublich spannend.


    Sehr mitgenommen hat mich eine Begebenheit in Fasar, die ich auch so schnell nicht vergessen kann. Hier haben die Autoren wirklich wieder alle Register gezogen und schreiben Dinge, wo man als Leser direkt rufen möchte: Das können die doch nicht machen! Doch, sie können. Und es zeigt sich, dass es jede Figur treffen kann, ob Lieblingsfigur, Randfigur, Freund, Feind, was auch immer.


    Irgendwann landen Beorn und Asleif auch in der Wüste auf den Spuren der ehemals großen Elfenkultur. Für mich ein viel zu kurzes Lesevergnügen. Davon hätte ich sehr gerne mehr und vor allem ausführlicher gelesen. Immerhin assoziiert einem das Cover und die Überschrift, dass es hauptsächlich darum geht.

    Besonders gelungen und unglaublich stark ist der Prolog, der diesmal die eher traurige und tragische Geschichte Galaynes erzählt. Seitdem sehe ich ihn mit anderen Augen und ist während des Abenteuers in diesem Buch zu einer meiner Lieblinge geworden (was - wie wir wissen - nie ungefährlich ist).


    Es geht also spannend weiter. Alles ist noch offen. Die beiden Kontrahenten schenken sich nichts und beide wollen gewinnen. Sie setzen alles daran, am Ende "König der Meere" zu werden. Doch eigentlich ahnt man als Leser, und auch die Reisenden, dass es schon lange nicht mehr nur um den Titel geht, sondern etwas viel Größeres dahinter steckt. Da hilft nur eines: Dran bleiben!


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!