07: Kapitel 6 (S. 463 - 548)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 27 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Rhea.

  • So ich glaube, das war das Hammer Kapitel in diesem Buch. Dramatischer kann es wohl nicht mehr werden. 😮

    Die Szene mit Praioslob und der Tänzerin. Ich konnte es mitfühlen, wie schwer es ist loszulassen. Er denkt an Mirandola und ich glaube, die Beiden wären sich näher gekommen, wenn nicht....:huh:;(

    ZIDAINE 😡 diese kranke Schwertschwingerin auf der Bildfläche erschienen wäre. Ich habe es ja geahnt, dass sie es auf Praioslob abgesehen hat. Die Art und Weise ist absolut widerwärtig. Nur um sich eine Rechtfertigung zu holen, wenn Praioslob Recht mit seinem Urteil über sie gehabt hätte, hätte ihn sein Gott ja gerettet. Damit ist mein Mitleid und Verständnis für sie am Ende.


    Ja, ich weiß, es ist schlimm und grausam was die Kerle mit ihr gemacht haben. Aber es gibt für diese Hinrichtung eines Außenstehenden keine Entschuldigung.😠


    Das Ende wird hier wohl ein Showdown zwischen Tylstyr und ihr sein und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das beide nicht überleben. Oder glaubt jemand jetzt noch, dass Zidaine dieses Abenteuer bis zum Ende überstehen kann?


    Gut, in Deutschland würde sie in eine Psychatrie 🤯 kommen, weil sie krank ist. Die Frage wäre ob sie für ihre Taten verantwortlich gemacht werden kann. Ich glaube Tylstyr macht sich auch diese Gedanken. Aber nach diesem Mord hat er Praioslob etwas geschworen, Wahrheit und Gerechtigkeit. Bin gespannt, wie er es umsetzt, um seinem Freund gerecht zu werden.


    Zidaine in Zwangsjacke weggesperrt, ich glaube dann lieber Tod. Da Phileasson jetzt die Wahrheit kennt, wird er auch noch ein Wörtchen mitzureden haben.:evil:

    2 Mal editiert, zuletzt von Cadeen ()

  • Galandel hat es wirklich getan, sie hat ihre Ottajasko verlassen. :belehrerin:


    Eigentlich dachte ich, Galayne würde sich die Silberflamme zurückholen .

    Dabei wollte er sich nur von Galandel verabschieden und ihr ihre Erinnerung zurückgeben. Er war ja ganz schön enttäuscht, dass sie sich nicht mal an seinen Namen erinnern konnte. Bin gespannt, ob sie jemals dieses Fläschen öffnet.


    Galandel hat das Raubtier 🐺 in ihm erkannt, aber sie versteht es und verurteilt ihn nicht. Er macht dass ja nicht aus Wut und Bosheit, wie z.B. Zidaine.


    Ich glaube, dass ist auch ein Grund, warum Galayne sich zu ihr hingezogen fühlt. Ob er wirklich mit Salarin gesprochen hat?


    Alles sehr traurig ;(das Schicksal des einen lag im Feuer und das seiner Elfenkameradin liegt im Eis. Gute Reise :winken:. Ich hoffe bei Galandel auf ein Wiedersehen.


    Dafür kommt bei Phileasson Azrubat dazu und die ist echt der ein Wildfang. Wie sie ihr Männerproblem gelöst hat, Respekt;) Hier war es klar Selbstverteidigung.:kommmalherfreundchen:


    Das Rennen und die Art, wie Phileasson das Problem gelöst hat war super. Er hat sich dabei sogar noch Freunde gemacht und nun trägt er die Silberflamme. Aber folgen sie wirklich dem Richtigen?


    Wenn beide Gruppen wieder zusammenarbeiten müssen um in den Rosentempel zu kommen (Kelch und Schwert) wird es wohl schwierig, solange Zidaine dabei ist.


    Dann auf in die Wüste, zu den sprechenden Steinen:?:8o

  • ;(;(;(;(


    Was für ein emotionaler Abschnitt - ich habe echt geheult ;(;(


    Tatsächlich Praioslob ... ausgerechnet er, den ich während der letzten Bände immer mehr zu schätzen gelernt habe, wird ein Opfer dieser wahnsinnigen und verblendeten Rächerin Zidaine. Mit diesem Mord ist es bei mir vorbei mit dem Verständnis für sie, sie ist ja inzwischen völlig verblendet und verbohrt! Ich denke, nur noch der blanke Stahl könnte ihr Erlösung bringen. Oder glaubt Tylstyr tatsächlich noch daran, sie anderweitig "retten" zu können?


    Ich muss gestehen, ich habe von den Vorgängen, die parallel neben dem Warten auf den Sonnenaufgang vor sich gingen, kaum etwas mitbekommen, ich war sowas von angespannt und habe gehofft, dass irgendwer auf den entscheidenden Hinweis kommt, wo Praioslob sich aufhält, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie der hätte aussehen können.

    So was wie in der Art, dass Tylstyr mal ganz schnell durch Praioslobs Augen sehen würde, weil sie ja zu dem Zeitpunkt den Verdacht hatten, sein und Alriks Verschwinden könnte zusammenhängen.


    Und wie Phileasson dann, als er erkannte, dass sich Praioslob brennend auf der Sonnenfackel befindet, so schnell wie möglich auf den Weg gemacht hat und alles daran gesetzt hat, seinen Kameraden zu befreien ... und auf dem Weg zurück nicht wahrhaben wollte, dass Praioslob nicht mehr lebt ;(


    Und dann die Bestattung erst ... Leute, da habe ich dann echt ein Taschentuch gebraucht: es war so rührend zu sehen, wieviel der Geweihte der Ottajasko bedeutet hat.


    Nur gut, dass Leomara mit ihrer Vision direkt verraten hat, wer hinter dem feigen Mord an Praioslob steckt.


    Aber es gab noch mehr emotionale Momente: als Praioslob in das Zelt kam und ihm dort geholfen wurde. Schade, dass Mirandola nicht mehr erfahren hat, dass sie ihm durchaus etwas bedeutet hat.


    Und der Abschied von Galandel, der sie zwar wieder verjüngte und sie weiß, dass es für sie die richtige Entscheidung ist, sie die Ottajasko aber dennoch auch vermisst. Dann noch das Zusammentreffen mit Galayne, bei dem sie ihn erkennt und dann doch auch wieder nicht. Dass er ihr die Phiole gegeben hat sehe ich als einen sehr großen Vertrauensbeweis an. Ich hoffe sehr, dass Galandel wohlbehalten bei ihren Schraten ankommen wird ... der Weg ist noch so lang. Und ich hoffe auch, dass wir vielleicht trotzdem nochmal was von ihr hören werden.


    Dass mit Galandel eine zweite wichtige Heilerin wegfällt, ist schon ein Schlag für die Ottajasko, denn ihre und Salarins Fähigkeiten des Heilgesangs wurden ja schon einige Male in der Vergangenheit in Anspruch genommen. Aber mich freut es, dass nun Azrubat ihre Reihen verstärkt. Ich dachte ja, dass Khordad sie hochkant rausgeworfen hätte, aber diese fiese Ratte hat sich noch was viel Schlimmeres für sie einfallen lassen. Ich war wirklich froh, dass sie sich gewehrt hat und fliehen konnte.


    Mirandola hat das Rennen ihres Lebens, klasse, wie sie sich an der Mähne ihres Fuches festgehalten und wieder in den Sattel gezogen hat. Und es war nur fair, dass das Rennen am Ende ein faires Rennen war - das hätte Praioslob auch gefallen.


    Und selbst Habled konnte sich der Faszination eines ehrlichen und spannenden Rennens nicht entziehen, obwohl sein Reiter nicht gewonnen hat.

    Die Befreiung von Alrik und wie Phileasson und Ohm Habled mit diesem Wissen "erpresst" haben, das war klasse. Sie haben sehr schnell begriffen, wie es unter den Erhabenen in Fasar läuft. Und der Foggwulf hat wieder die Silberflamme zurück.

    Liebe Grüße

    Karin

  • So ich glaube, das war das Hammer Kapitel in diesem Buch. Dramatischer kann es wohl nicht mehr werden. 😮

    Das kann ich unterschreiben!


    Oder glaubt jemand jetzt noch, dass Zidaine dieses Abenteuer bis zum Ende überstehen kann?

    Ehrlich: ich hoffe nicht!


    Eigentlich dachte ich, Galayne würde sich die Silberflamme zurückholen .

    Dabei wollte er sich nur von Galandel verabschieden und ihr ihre Erinnerung zurückgeben.

    Ja, ich dachte auch, Galayne wäre zurückgeblieben, um die Silberflamme zu holen, umso schöner fand ich es, dass es in Wirklichkeit um den Abschied von Galandel ging.


    Ich glaube, dass ist auch ein Grund, warum Galayne sich zu ihr hingezogen fühlt. Ob er wirklich mit Salarin gesprochen hat?

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass er tatsächlich mit Salarin gesprochen hat. War es im letzten oder vorletzten Buch, wo Galayne Salarin gebeten hat, gut auf Galandel acht zu geben? Salarin ist also nicht verborgen geblieben, dass sie ihm sehr viel bedeutet.


    Wenn beide Gruppen wieder zusammenarbeiten müssen um in den Rosentempel zu kommen (Kelch und Schwert) wird es wohl schwierig, solange Zidaine dabei ist.

    Ohja, das könnte dann echt noch spannend werden.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Den Fortgang unserer Geschichte besprechen Bernhard und ich bei verschiedenen Gelegenheiten. Natürlich auf unseren Arbeitstreffen bei einem guten Becher Bananensaft, aber auch auf gemeinsamen Fahrten zu Auftritten oder am Rande anderer Treffen. Von meiner Absicht, Praioslob abtreten zu lassen, habe ich ihm am Telefon berichtet.

    Am anderen Ende der Leitung wurde es still. Bernhard hat diese Figur liebgewonnen.

    Die Frage, die nach ein paar Sekunden Schweigen kam, ist bezeichnend für unsere Zusammenarbeit: "Wie willst du das möglichst effektvoll inszenieren?"

    Bernhard war recht schnell dabei, diese Szene mit dem Pferderennen zu verbinden, das er als Kern der Abenteuer-Vorlage konzipiert hatte.

    Die Idee, den Geweihten im Licht seines Gottes sterben zu lassen, entstand im Gespräch. Ob sie von mir oder von Bernhard kam, weiß ich nicht mehr (auch dies ist bezeichnend für unsere Zusammenarbeit - die Ideen zu den Wendepunkten der Geschichte entstehen oft eher "zwischen uns", als dass einer von uns sie jeweils einbringen würde).

    Die psychologische Detaillierung für Zidaines Motivation kam zum Schluss. Der Phileasson-Strang war geschrieben, Bernhard hatte ihn gelesen. Danach hat er die Beorn-Szenen geschrieben, unter anderem diejenigen, in denen Zidaine daran denkt, wie Praioslob während der Gefangenschaft im Totenmeer argumentiert hat.

    Mich freut, dass eine Szene herausgekommen ist, die viele Leserinnen und Leser berührt. Am Wochenende auf der MagicCon hat uns ein Leser erzählt, dass es ihm ebenso ging wie odenwaldcollies: Auch er hat geweint. In einer Leser-eMail wurde zwar der Prolog von Nordwärts gerügt, aber Praioslobs Todesszene als sehr stark gelobt (in meiner Antwort habe ich darauf hingewiesen, dass das eine Grundlage für das andere ist ...).


    Praioslob war für mich als Autor eine in vielerlei Hinsicht befriedigende Figur. Er gehört nicht zu den üblichen Archetypen der Fantasy (Krieger, Zauberer, Dieb ...), weswegen ich mit seiner Hilfe eine neue Sichtweise auf typische Situationen einbringen konnte. Er war eine Herausforderung, weil ich gegen das übliche Bild von Richter-Figuren und insbesondere Praiosgeweihten anschreiben musste (diese sind in der Regel Antagonisten, Fanatiker und Hindernisse für die Protagonisten). Das hat frischen Wind in meine Arbeit gebracht. Spätestens seit Shulinais Tod gehörte er zu den Figuren, die ein Eigenleben entwickeln, die ihre eigenen Freundschaften schließen und ihre eigenen Antipathien hegen, die Träume, Ängste und Zweifel haben, die ihre eigenen Geschichten in die Haupterzählung einbringen.

    Nun ist Praioslobs Geschichte zu Ende. Ich bin zufrieden mit dieser Entscheidung. Er hat die Dynamik im Zidaine-Strang erheblich befeuert, er hat die Wettfahrt und viele der teilnehmenden Figuren in seinem ganz speziellen Licht gezeigt. Nun hat er einen würdigen Abgang erhalten, der ihn im Gedächtnis halten wird (hoffe ich). Auf jeden Fall trifft das für die Ottajasko des Foggwulf zu: Dort wird man sich an ihn erinnern ... Auch wenn er tot ist: Was er in die Herzen seiner Begleiter gepflanzt hat, lebt weiter. Ob es gute oder böse Frucht treibt, werden wir in den weiteren Romanen erzählen.


    Wenn Ihr mögt, ist dies eine gute Gelegenheit, sich ein wenig an diese Figur zu erinnern, die vielen gefallen hat. Was war Eure liebste Praioslob-Szene? Welcher Zug hat Euch an ihm am besten gefallen?

  • Das er kein Fanatiker war und die Wahrheit und Freundschaft über alles gesetzt hat. Auch zu Tylstyr dem Magier. Meine Lieblingsszenen sind, wie ich es schon sagte, sein Besuch bei der Tänzerin und seine Weigerung beim Rennen zu betrügen. Aber auch das Gespräch mit Zidaine im Totenmeer, dass seinen Untergang einleitet.


    Würdiger Abgang, nun ich weiss was Du meinst, aber verbrennen ist wirklich eine der grausamsten Todesarten. Praioslob hat sich tapfer gehalten, aber es ist eine schreckliche Vorstellung.

  • Die Frage, die nach ein paar Sekunden Schweigen kam, ist bezeichnend für unsere Zusammenarbeit: "Wie willst du das möglichst effektvoll inszenieren?"

    Die "effektvolle Inszenierung" ist dir in jedem Fall absolut gelungen! :thumbup:

    Praioslob hat wirklich ein würdiges Ende gefunden, auch wenn ich mich natürlich gefreut hätte, wenn er die Ottajasko noch länger hätte begleiten können.


    Mir hat an Praioslob seine Hellsicht gefallen und seine Bereitschaft, über Dinge, die die Praioskirche eigentlich ablehnt, nachzudenken und nicht von vornherein abzulehnen. Er ist kein verbohrter religiöser Eiferer und hat oftmals (auch bei mir) neue Gedankengänge eröffnet.

    Liebe Grüße

    Karin

  • ;(;(;(;(;(;(;(;(

    Ich bin total fertig. Ich kann es nicht glauben. Praioslob ist tot. Ermordet von Zidaine. Ich war echt kurz davor das Buch an die Wand zu werfen und der Phileasson-Saga den Rücken zu kehren.

    Ich muss jetzt erstmal alles sacken lassen.

    Morgen schreibe ich meinen Beitrag zu diesem Kapitel.

    ;(;(;(;(;(;(;(;(

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ich bin total fertig.

    :trost:

    Sei Dir gewiss: Er bleibt unvergessen.

    Oder, wie Praioslob selbst sagen würde: Ein neuer Tag wird kommen, und auch an diesem Tag wird die Sonne wieder aufgehen. Nichts ist stärker als das Licht der Gerechtigkeit.

  • Was für ein wahnsinnig spannendes, emotionales und dramatisches Kapitel.

    Es ist soviel passiert. Dieses Kapitel hat mich echt umgehauen.


    Es war ja schon zu erwarten, dass Zidaine es nun auf Praioslob abgesehen hat. Aber da ich immer so ein postiver Mensch bin hab ich irgendwie gehofft, dass er das trotzdem überlebt. Praioslobs wird von Zidaine grausam und völlig sinnlos ermordet. Als "Strafe" dafür, dass er Zidaine die Wahrheit vor Augen geführt hat. Und nur, damit sie für sich einen Weg findet weiter an ihrem Irrglauben mit dem Rachedämon festhalten zu können. :cursing::thumbdown: Zidaine ist wirklich abolut gestört. Ich habe viel Verständnis für sie aufgebracht, aber damit ist sie nun zu weit gegangen. Praioslob hatte nichts mit dem was ihr in Steinakr passiert ist zu tun. Wird Zidaine jetzt durch die Welt ziehen und jeden ermorden, der nicht in ihr Weltbild passt? Der ihr vorhält, dass sie falsch handelt? Es ist schrecklich, was ihr angetan wurde. Das steht ausser Frage. Aber sie ist jetzt auch nichts weiter als eine Mörderin. Sie ist auch nicht besser als ihre Peiniger vo damals. Und denen könnte man mit viel gutem Willen noch ihre Jugend, ihre Erziehung und Gruppenzwang mildernd anrechnen. Zidaine weiß genau was sie tut, sie ist kaltblütig und berechnend. Es ist schade um Zidaine, dass es so gekommen ist. Sie hatte die Wahl und eine Möglichkeit nach dem Gespräch mit Praioslob einen anderen Weg einzuschlagen. Sie hat sich für den für sie leichten Weg entschieden, damit sie sich nicht mit ihren Taten auseinandersetzen muss. Sie will sich nicht für ihre Morde vor sich selbst verantworten, aus Angst, Praioslob könnte Recht haben. Das ist ziemlich feige.


    Praioslobs Tod war grausam. Lebendig verbrannt. In der Fackel des Sonnengottes. Wie stark Praislob doch war. Er hat während dessen noch zu seinem Gott gebetet und sogar gesungen. Ich hoffe seine Seele ist jetzt an einem schönen Ort, vielleicht bei Shulinai. Was ich auch sehr traurig finde ist, dass Praislob nun endlich mit dem Tod von Shulinai abgeschlossen hat und er bereit war sich für Mirandola zu öffenen. Ich hätte den beiden gewünscht, dass sie zusammen glücklich werden. Die Szene in dem Zelt mit der Tänzerin und Praislob war sehr schön. Zartfühlend und doch stark.

    Die Beisetzung von Praislob zu lesen war für mich sehr schwierig. Einerseits fand ich es interessant bei einer solchen Beisetzung dabeizusein und zu erfahren, wie so etwas abläuft. Auch das Ritual mit dem Einlass vor der Boroni war interessant. Das Praislob solch einen speziellen "Sarg" bekommen hat gefällt mir. Die Opfergaben, die Praislob von den Mitgleidern der Ottajasko bekommt sind wunderschön, besonders berührt hat mich, das ihm Leomara ihre geliebte Kette, zum Adler geformt, mitgibt. Aber für mich war es auch schlimm dabeizusein. Da mein Papa letztes Jahr gestorben ist wühlt mich das sehr auf. Ich habe während dieser Szene geweint und getrauert. ;(


    Das Pferderenne war aufregend. Ich habe mitgefiebert. Es war spannend und ich habe nich sehr gefreut, dass es am Ende doch ein ehrliches Rennen war, wo der beste Reiter gewonnen hat. Die Rettung von Alrik war blutig. Ich konnte mir die glückliche blutbesudelte Irulla gut vorstellen. Auch die Meuchler, die sich beim Anblick eines "ehrlichen" Todes, mit Blut und Gewalt übergeben mussten<X.... Ja es ist schon was anderes, als so ein Mord aus dem Hintergrund. Phileasson hat die Intrigen und Machtspiele der Erhabenen schnell gelernt und sich so die Silberflamme zurückgeholt und zu Hablet eine Art Freundschaft aufgebaut.


    Azrubat wird also von ihrem Ehemann nicht verstoßen sondern er will sein "Eigentum nun in Bestitz nehmen". Das hätte ich nicht gedacht. Was für ein Ekel Khordad doch ist und seine erste Frau ist auch nicht besser.:cursing: Aber Azubat setzt sich zur Wehr und entledigt sich ihres Ehemanns. Das hat sie gut gemacht. Und nun ist sie in Philassons Ottajasko bestimmt eine Bereicherung. Auf jeden Fall ist dort frei und kann jede Waffe tragen, die sie möchte und wird auch garantiert nicht der neue Besitz von irgendeinem Mann. Das gefällt mir.


    Und nun geht die Reise endlich weiter. Fort aus Fasar und auf in die Khôm.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • So ich glaube, das war das Hammer Kapitel in diesem Buch. Dramatischer kann es wohl nicht mehr werden. 😮

    Da hast du absolut Recht.

    Ich muss gestehen, ich habe von den Vorgängen, die parallel neben dem Warten auf den Sonnenaufgang vor sich gingen, kaum etwas mitbekommen, ich war sowas von angespannt und habe gehofft, dass irgendwer auf den entscheidenden Hinweis kommt, wo Praioslob sich aufhält, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie der hätte aussehen können.

    So was wie in der Art, dass Tylstyr mal ganz schnell durch Praioslobs Augen sehen würde, weil sie ja zu dem Zeitpunkt den Verdacht hatten, sein und Alriks Verschwinden könnte zusammenhängen.

    Ja das ging mir auch so. Ich konnte mich auch kaum auf das Geschehen konzentrieren.

    Und wie Phileasson dann, als er erkannte, dass sich Praioslob brennend auf der Sonnenfackel befindet, so schnell wie möglich auf den Weg gemacht hat und alles daran gesetzt hat, seinen Kameraden zu befreien ... und auf dem Weg zurück nicht wahrhaben wollte, dass Praioslob nicht mehr lebt ;(

    Phileasson war ein echter Drachenführer, mutig und entschlossen, um ein Mitglied seiner Ottajasko zu retten ohne an sich selbst zu denken. Und bis zum Schluss voller Hoffnung, dass Praislob noch gerettet werden kann.

    Und dann die Bestattung erst ... Leute, da habe ich dann echt ein Taschentuch gebraucht: es war so rührend zu sehen, wieviel der Geweihte der Ottajasko bedeutet hat.

    Ich hab auch geweint. ;(

    Aber mich freut es, dass nun Azrubat ihre Reihen verstärkt. Ich dachte ja, dass Khordad sie hochkant rausgeworfen hätte, aber diese fiese Ratte hat sich noch was viel Schlimmeres für sie einfallen lassen. Ich war wirklich froh, dass sie sich gewehrt hat und fliehen konnte.

    Ich bin auch froh, dass Azrubat uns weiter begleitet.

    Die Szene mit Praioslob und der Tänzerin. Ich konnte es mitfühlen, wie schwer es ist loszulassen. Er denkt an Mirandola und ich glaube, die Beiden wären sich näher gekommen, wenn nicht.... :huh:;(

    Ja diese Szene hat mich auch sehr berührt. Und ich finde es auch sehr traurig, dass er sich nucn Mirandola zuwenden wollte und dann das ... :(

    Oder glaubt jemand jetzt noch, dass Zidaine dieses Abenteuer bis zum Ende überstehen kann?

    Ich nicht. Das gibt bestimmt noch einen mächtigen Showdown.

    Und der Abschied von Galandel, der sie zwar wieder verjüngte und sie weiß, dass es für sie die richtige Entscheidung ist, sie die Ottajasko aber dennoch auch vermisst. Dann noch das Zusammentreffen mit Galayne, bei dem sie ihn erkennt und dann doch auch wieder nicht. Dass er ihr die Phiole gegeben hat sehe ich als einen sehr großen Vertrauensbeweis an. Ich hoffe sehr, dass Galandel wohlbehalten bei ihren Schraten ankommen wird ... der Weg ist noch so lang. Und ich hoffe auch, dass wir vielleicht trotzdem nochmal was von ihr hören werden.

    Galandel hat uns nun verlassen. Ich wünsche ihr eine gute Reise. Hoffentlich hören wir nochmal von ihr. Ob sie gut angekommen ist, ob sie die Phiole irgendwann geöffnet hat ... Dass Galayne nur zurückgeblieben ist, um sich von Galandel zu verabschieden hätte ich auch nicht gedacht. Aber vielleicht kann ja Galayne nach der Wettfahrt auch zu den Schneeschraten gehen, um mit Galandel glücklich zu werden.....

    Was war Eure liebste Praioslob-Szene? Welcher Zug hat Euch an ihm am besten gefallen?

    Meine Lieblingszene ist die im Totenmeer wo Tylstyr, Praislob und Zidaine bei Vermis zusammen eingesperrt sind am besten. Seine Argumentation und die überraschende Wendung. Mir hat an Praislob am besten gefallen, dass er niemanden von vornherein verurteilt hat. Er hat immer versucht erstmal zu verstehen und dann zu urteilen. Er war nicht so ein fanatischer Geweihter, der nur auch de Sichtweise seiner Kirche gesetzt hat ohne nach links und rechts zu schauen. Praislob hat erkannt, dass die Welt nicht nur schwarz und weiß ist, sonder auch viele verschiedene Grautöne hat.

    :trost:

    Sei Dir gewiss: Er bleibt unvergessen.

    Danke für den Trost. :*

    Praislob bleibt unvergessen. Das wohl! :kommmalherfreundchen:

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Lieber Bernd,

    vielen Dank für die Erläuterungen zu Praislobs Tod. Das ist interessant und tröstet ein bißchen. Ich finde es auch sehr schön zu lesen, wie Bernhard und du als Team funktioniert. Man merkt, dass ihr zwei sehr gut miteinander harmoniert. Das macht die Bücher auch so gut.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ich hoffe seine Seele ist jetzt an einem schönen Ort, vielleicht bei Shulinai.

    Dafür stehen die Chancen leider schlecht. In der Welt von Das schwarze Auge gibt es nicht ein einziges Paradies, sondern jede Gottheit "betreibt" ihr eigenes. Swafnir zum Beispiel sammelt Recken, die sich als stark und mutig erwiesen haben, um mit ihnen gegen Hranngar in den Kampf zu ziehen. Rahja feiert mit den Ihren im Zelt der Freuden, während Praios die Namen der Gerechten im Goldenen Buch verzeichnet und sie in seinem Licht sammelt. Nach dem Tod wird die Seele gewogen und dazu befragt, in welches der Paradiese sie Einlass begehrt. Shulinai wird ziemlich sicher ins Zelt der Freuden gehen, aber Praioslob ... Selbst, wenn er sich von seinem Gott abwenden sollte (kann man sich das vorstellen?), um zu seiner Liebe zu gelangen, würde Rahja ihn vermutlich nicht in ihrem Zelt willkommen heißen. Er hat sein Leben der Gerechtigkeit geweiht, nicht der Freude, und so wird er wohl auch im Jenseits Gerechtigkeit finden, nicht Freude.

    Auch das Ritual mit dem Einlass vor der Boroni war interessant.

    Das hat ein historisches Vorbild in den Begräbnissitten des österreichischen Hochadels.

  • Ich bin ja weiß Gott der Letzte, der Zidaine in Schutz nehmen würde, aber ich wundere mich doch sehr, welch harte Töne hier auf einmal angeschlagen werden. Die geisteskranke Mörderin hat wie erwartet ein weiteres Mal zugeschlagen und dass Praioslob der Nächste sein würde, war auch angekündigt. Soweit also nichts Neues.

    Die Verbrennung ist zumindest nach meinem Empfinden eine schnellere und weniger grausame Strafe als jemanden bei lebendigem Leib von kleinen Krebsen auffressen zu lassen. Also beinahe schon mildernde Umstände.


    Trotzdem wirken einige Kommentare auf mich, als wäre hier aus Sicht einiger Lesender etwas, im Kontext unserer Geschichte gesehen, höchst ungewöhnliches und skandalöses vorgefallen. Täusche ich mich da?

  • Die effektvolle Inszenierung ist ja nun mal wirklich gelungen. Die Beinaherettung von Praioslob hat schon für Spannung gesorgt. Man fühlte sich an Tjornes erste Marterung erinnert. Und dann als der Knebel sich löst und Praioslob sein Credo hinausschreit. Naja, dass erinnert an Tjornes letzte Szene.


    Emotional fand ich dagegen Praioslob Beerdigung. Erst dachte ich jetzt kommt halt noch so eine Pflichtübung, da muss ich halt durch. Aber dann wird es eine der besten Szenen der ganzen Saga. Respekt.

  • Azrubat

    Dass Khordad seinen "Besitz" einfach wegschicken würde, war ja wohl nicht zu erwarten. Nach der Beinahehinrichtung im Reiterwettkampf hat er also noch die nächste Demütigung geplant.

    Erinnert sich noch jemand, mit welcher Charakterisierung Khordad eingeführt wurde? Ich finde das, damals bereits eindrucksvoll das Bild eines legendären Unsympathen gezeichnet wurde. Die Szene spielt bei der Einführung Azrubats, als Asleifs Gruppe Fasar erreicht.


    Die Szene im Zelt erinnert mich dagegen an Judith und Holofernes. Was eine Aktion!

  • In Memoriam Praioslob


    Da wären ein paar Szenen, die mir gut in Erinnerung geblieben sind.

    • Seine Befreiung. Mitten in der tiefsten Finsternis des Himmelsturms wird eine Figur eingeführt mit dem Ausruf: Praios, Herr des Rechts, dir sei Dank! Meine Gebete wurden erhört. Das ist doch mal eine Begrüßung.
    • Und am Ende des zweiten Bandes darf er ja gleich noch mal seinem Gott danken: Welch unverdiente Gnade erweist du mir Unwürdigen, o himmlischer Richter? Wie kann ich jemals meine Schuld an dir abtragen? Erneut ein emotionaler und sehr denkwürdiger Moment.
    • Seine Verzweiflung angesichts der Ungerechtigkeit des Magistrats in Norburg. Hier unterstreicht er eindrucksvoll, dass er zwischen Recht und Gerechtigkeit zu unterscheiden vermag.
    • Und natürlich sein Gericht über die Mörderin. Eindrucksvoller Beweis seiner Scharfsinnigkeit und Rechtskunde. Ein wahrhaft fairer Richter. Und wie ich finde auch eine Glanzleistung des Autors.

    Als Besonderheiten bei Praioslob habe ich zwei Charakteristika empfunden. Zum einen seine Leidenschaft. Die oben beschriebenen Szenen zeigen seine Leidenschaft ohne sich des billigen Klischees eines Fanatikers zu bedienen.

    Darüber hinaus fand ich eben sein bisweilen fast schon naives Eintreten für Gerechtigkeit bemerkenswert. Ganz besonders in der oben inszenierten Unterscheidung zwischen Recht und Gerechtigkeit. Die Erkenntnis, dass diese Dinge zweierlei verschiedene sind und der Mut sich diesem Konflikt zu stellen waren beispielgebend. Ich muss dabei witzigerweise immer an ein Crossover zwischen Batman und Judge Dredd denken. Der eine besessen von Gerechtigkeit, aber jenseits des Gesetzes. Der andere die Inkarnation des Gesetzes ohne jede Würdigung von Gerechtigkeit. Die beiden kommen nicht gut miteinander aus.

  • Beitrag von Cadeen ()

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  • Ich bin ja weiß Gott der Letzte, der Zidaine in Schutz nehmen würde, aber ich wundere mich doch sehr, welch harte Töne hier auf einmal angeschlagen werden. Die geisteskranke Mörderin hat wie erwartet ein weiteres Mal zugeschlagen und dass Praioslob der Nächste sein würde, war auch angekündigt. Soweit also nichts Neues.

    Die Verbrennung ist zumindest nach meinem Empfinden eine schnellere und weniger grausame Strafe als jemanden bei lebendigem Leib von kleinen Krebsen auffressen zu lassen. Also beinahe schon mildernde Umstände.


    Trotzdem wirken einige Kommentare auf mich, als wäre hier aus Sicht einiger Lesender etwas, im Kontext unserer Geschichte gesehen, höchst ungewöhnliches und skandalöses vorgefallen. Täusche ich mich da?


    Was sich aus meiner Sicht geändert hat ist, dass es sich bei Praioslob nicht um einen ihrer Vergewaltiger gehandelt hat. Er war ein Richter, der sie aber nicht verurteilen wollte, sondern Zweifel bei ihr gesät hat.

    Wenn die Reaktion dann so ausfällt, dass man ihn deshalb ermordet. Ist dass schon was Neues.