Doris Lessing - Das goldene Notizbuch

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Inhalt

    Doris Lessing erzählt die Geschichte zweier Frauen: der Schriftstellerin Anna Wulf und der Schauspielerin Molly Jacobs. Sie sind ungefähr gleich alt, geschieden und alleinerziehend. In die Geschichte der beiden Frauen sind Annas Notizbücher eingeflochten: schwarz, rot, blau und gold.


    Bis jetzt

    Weiter als bis zum Vorwort bin ich nicht gekommen. Ich habe das Buch ein bisschen vor mir her geschoben, weil mich zum einen die Seitenzahl abgeschreckt hat, zum anderen stand mir in letzter Zeit der Sinn eher nach leichteren Büchern. Was ich bis jetzt gelesen habe, klingt aber so als ob meine Sorge unnötig war. Doris Lessing beschreibt die unterschiedlichen Reaktionen auf ihr Buch und die verschiedenen Auffassungen davon. Sie erzählt, wie sie an einem Tag drei Briefe bekommen hat, in denen die Schreiber so über Das Goldene Notizbuch geschrieben haben, dass es drei unterschiedliche Bücher hätten sein können.


    Ein Satz aus dem Vorwort ist mir im Gedächtnis geblieben: man soll keine Bücher lesen, weil man glaubt dass zu müssen, sondern weil sie einen interessieren.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Ich lese gerade im schwarzen Notizbuch. Man merkt ihm die Zeit an, in der es geschrieben ist. ich empfinde die Sprache ein bisschen als altmodisch und habe mich davon fast täuschen lassen, denn der Inhalt ist es keineswegs. Die Gedanken und Gespräche der beide Frauen sind zeitlos.


    Allerdings ist mir aufgefallen, dass es bis jetzt wirklich nur um sie geht. Gespräche über andere Frauen gibt es kaum und wenn, dann reden sie eher negativ. Sei es über die neue Frau des Exmannes oder über eine andere Bekannte, bei der es seit der Schwangerschaft keinen Sex mehrt gibt ("eine typisch englische Ehe"): da fehlt mir ein bisschen der zweite Gedanke dazu.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Annas Notizbücher bringen mir zumindest Anna näher. Sie wirkt warmherziger und weitaus mehr an ihrer Umgebung interessiert. Sie ist eine genaue Beobachterin und schreibt sehr detailliert. Kein Wunder, dass das Buch so dick ist ;-) Die Notizbücher gehen ineinander über. Wenn nicht vorne im Verzeichnis stehen würde, welches Buch auf welcher Seite anfängt, hätte ich es bis jetzt nicht gemerkt.


    Allerdings ärgert mich die Übersetzung, die ich mehrmals als schlampig empfunden habe. Heute habe ich Eis statt Eier gelesen, das finde ich ziemlich übel:grmpf:

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.

  • Manchmal habe ich beim Lesen vergessen, wer die Notizbücher geschrieben hat und hatte das Gefühl, die Autorin würde ihre Geschichte selbst erzählen. Das Buch selbst, die Notizbücher und Annas Roman haben sich zu einer Geschichte vermischt.

    Klettern ist viel mehr als nur ein Sport. Draußen sein in der Natur, am Fels, das ist eine Lebenseinstellung.