Alex Gray - Stalker

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Inhalt

    In einem Park in Glasgow wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eigentlich ist das kein Fall, bei dem DSI Lorrimer hinzugezogen wird, aber weil die Tote die Tochter des obersten Richters ist, hat der Fall Priorität. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass die Tote nicht die Erste war, die unter solchen Umständen gefunden wurde. Beide Fälle und auch beide Frauen ähneln sich so sehr, dass das Team von einem Stalker ausgeht. Nicht nur das, sie ähneln auch William Lorrimers Frau Maggie. Aber die ist zum Glück weit weg von Glasgow: sie ist unterwegs auf einer Lesereise, um ihr erstes Buch vorzustellen.


    Meine Meinung

    Alex Gray wählt für ihre Krimis oft sehr normale Motive. So auch bei Stalker: junge Frauen werden von einem Mann ausgewählt, der in ihnen etwas Besonderes sieht. Wenn sie seine Voraussetzungen dann doch nicht erfüllen, trennt er sich von ihnen. Dieses Mal hat der Titel schon viel verraten, aber ich fand das nicht schlimm. Denn die Autorin beschreibt genau, wie der Stalker seine Opfer auswählt und was seine Motive sind. Das klang manchmal fast wie aus einem Lehrbuch und hätte langweilig sein können, weil es die Handlung vorhersehbar machte.


    Dass es das nicht wurde, lag am zweiten Handlungsstrang. Maggie Lorrimer reist durch Schottland, um ihr erstes Buch zu promoten. Dabei hat sie nicht nur einen aufdringlichen Verehrer, sondern auch eine Agentin die mit ihr ganz eigene Pläne hat. Kein Kriminalfall, sondern eine ganz normale Geschichte, die aber trotzdem gut zu den Ermittlungen passte.


    Trotzdem fand ich Stalker im Vergleich zu William Lorrimers anderen Fällen ein bisschen brav, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan hat. Im Gegenteil: es war eine schöne Abwechslung zu den allzu blutigen Krimis der letzten Zeit.

    4ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    I'm young enough to still see the passionate girl that I sued to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.