Kai Meyer - Maschinengötter (Die Krone der Sterne 03)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Kai Meyer - Maschinengötter (Die Krone der Sterne 03)


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    Broschiert: 384 Seiten

    Verlag: FISCHER Tor (27. Februar 2019)

    ISBN-13: 978-3596701766

    Preis: 14,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    ACHTUNG: Dies ist der 3. Band der Reihe. Meine Rezension enthält SPOILER zu den ersten beiden Bänden. Diese sollte man unbedingt gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.


    Spannend und mitreißend wie gewohnt


    Inhalt:

    Die Maschinengötter sind erwacht. Es herrscht Krieg. Die Hexen sind hinter Tanys Talantis her, die sie für die Braut der Gottkaiserin halten. Iniza versucht ihre Tochter vor ihnen zu schützen. Shara Bitterstern und Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun, helfen ihr dabei.


    Meine Meinung:

    Wie in den Vorgängerbänden findet man auch hier wieder beeindruckende Illustrationen von Jens Maria Weber auf den ersten Seiten. So kann man sich das Beschriebene noch besser vorstellen.


    Am Anfang gibt es eine kurze Beschreibung des Settings und eine Zusammenfassung, was bisher geschah. Das ist auch gut so, denn sonst wäre es mir sicher sehr schwergefallen, wieder in die Handlung hineinzukommen.


    Etwa zweieinhalb Jahre sind seit „Hexenmacht“ vergangen. Tanys ist mittlerweile drei Jahre alt und sorgte bei mir für manches Schmunzeln, weil sie die Erwachsenen locker um den kleinen Finger wickelt und einiges auf dem Kasten hat.


    Daneben entwickeln sich vor allem Shara und Kranit weiter bzw. man erfährt einiges aus ihrer Vergangenheit über sie. Dies sorgt bei den anderen für manch unliebsame Überraschung und viele brenzlige Situationen, denn eines ist mal klar: Beide sind keine Engel, sondern haben schon viele Leute gegen sich aufgebracht.


    Mir hat es viel Spaß gemacht, den lieb gewonnenen Figuren hier wieder zu begegnen und sie ein Stück weit zu begleiten durch diese aufregende und rasante Geschichte, in der man kaum zum Luft holen kommt. Dabei haben mich die häufigen Perspektivwechsel ein klein wenig gestört. Oft hätte ich wirklich lieber im aktuellen Strang weitergelesen als so abrupt an einen anderen Ort zu anderen Personen geschleudert zu werden.


    Aber im Großen und Ganzen war es wieder eine vergnügliche Lektüre, die für mich auch zufriedenstellend endet, jedoch auch ein bisschen offen bleibt, sodass es eventuell auch noch zu einer Fortsetzung kommen könnte.


    Die Reihe:

    1. Die Krone der Sterne

    2. Hexenmacht

    3. Maschinengötter


    ★★★★☆

    Liebe Grüße, Lilli

  • Ein würdiger, zufriedenstellender Abschluss mit spektakulärem Ende


    Klappentext

    „Die Galaxis steht in Flammen. Die Maschinengötter sind erwacht und stürzen das Sternenreich in einen kosmischen Krieg.


    Inmitten der Wirren kämpft Iniza Talantis um die Sicherheit ihrer Familie. An Bord der Nachtwärts jagen sie durchs All, verfolgt von den Schergen des Hexenordens. Denn Inizas Tochter Tanys gilt den Hexen als Schlüssel zum Sieg.


    Ihr Weg führt sie auf den verbotenen Mond der Waffenmeister und durch ausgetrocknete Ozeane, auf verseuchte Dschungelwelten und in die Slums der Taragantum-Drift. Doch ihr Schicksal erwartet sie auf Tiamande – der Thronwelt der Gottkaiserin.“


    Gestaltung

    Das Covermotiv wurde wieder an das der Vorgängerbände angelehnt und im selben Stil gehalten, was mir gut gefällt, da man so optisch sieht, dass die Bücher zueinander gehören. Die Farbe lila sieht zusammen mit dem metallischen Funkeln des Covers sehr edel aus. Das obere Motiv der Göttin wurde leicht verändert, sodass es auch hier wieder neues zu entdecken gibt. Die Illustrationen im Buchinneren sind nach wie vor sehr beeindruckend.


    Meine Meinung

    Nach dem fulminanten Finale des zweiten Bandes war ich sehr gespannt auf den abschließenden Band der „Die Krone der Sterne“ Trilogie. In „Maschinengötter“ flieht Iniza gut zwei Jahre nach den Ereignissen von „Hexenmacht“ mit ihrer Tochter Tanys noch immer an Bord der Nachtwärts vor dem Hexenorden. Dabei steht die Galaxie in Flammen, da die Maschinengötter erwacht sind.


    Die Handlung ist wie schon bei den Vorgängerbänden sehr rasant und temporeich. Die Galaxie befindet sich im Krieg und jeder kämpft gefühlt gegen jeden. Nur Freibeuter und Verbrecher schlagen daraus ihren Profit. Ich fand es klasse, wie schnell die Geschichte angezogen wurde und wie hoch der Spannungsbogen von Beginn an gewesen ist. Einzig hatte ich anfangs kleinere Startschwierigkeiten, da meine Lektüre von Band zwei doch etwas her ist. So musste ich mich erst wieder ein wenig einfinden in die Welt der Krone der Sterne.


    Das Setting finde ich nach wie vor atemberaubend. Diese Reihe ist eine Space Opera der Extraklasse! Vor allem gefiel mir an „Maschinengötter“ wie in diesem Band nochmals die Vermischung verschiedener Genreaspekte klarer heraussticht. Hier treffen Fantasywesen wie Hexen auf gewaltige Raumschiffe und Maschinenwelten eines SciFi-Romans. Was für eine abgefahrene Idee, die nun ihren Höhepunkt erreicht.


    Das Highlight dieses Bandes waren all die überraschenden und erstaunenden Enthüllungen, die auf mich warteten. Bezüglich der Vergangenheit bestimmter Figuren gibt es auch noch ein paar kleinere Informationen, durch die diese Figuren noch mehr an Tiefe erhalten. Aber das Tüpfelchen auf dem I war für mich einfach die Wendigkeit der Handlung. Damit meine ich, dass die Geschichte in diesem Band einfach nochmal eins draufgelegt hat, indem beispielsweise die Machtverhältnisse tiefer beleuchtet wurden und eine gefährliche, rasante Szene die nächste jagte.


    Fazit

    Mit „Maschinengötter“ setzt Kai Meyer seiner Space Opera Trilogie rund um „Die Krone der Sterne“ ein spektakuläres Ende, welches mich nach kleineren Startschwierigkeiten absolut mitgerissen und umgehauen hat. Die Handlung ist unheimlich rasant und es gibt keine Zeit für Langeweile. In diesem Band warten auch nochmal einige interessante Details und überraschende Enthüllungen auf den Leser. Auch das Setting ist wieder unheimlich gut gelungen, wobei ich es klasse fand, wie deutlich in diesem Band nochmal mit dem SciFi- und Fantasyaspekten gespielt wurde.

    Sehr gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Krone der Sterne

    2. Die Krone der Sterne – Hexenmacht

    3. Die Krone der Sterne – Maschinengötter