James Michener - Hawaii

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    James Michener erzählt in seinem Buch die Geschichte von der ersten Besiedlung Hawaiis bis zur Eingliederung in die USA.


    Meine Meinung

    Von den ersten Männern, die Hawaii in ihren kleinen Booten übers Meer erreicht haben bis in die 1950er Jahre begleitet der Leser die Insel über die Zeit hinweg. Manche Familien reichen bis in die erste Zeit zurück, andere sind erst später dazu gekommen. Alle haben den gleichen Wunsch: sie wollen auf Hawaii leben und glücklich sein.


    Das war nicht immer einfach, denn immer mehr Menschen begannen, sich für Hawaii zu interessieren. Zuerst kamen christliche Missionare, dann Walfänger, Arbeiter aus China und aus Japan. Jede Gruppe prägte die Insel. Jede Gruppe sorgte aber auch dafür, dass etwas vom ursprünglichen Leben verloren ging: sei es durch Krankheiten, denen die Ureinwohner schutzlos ausgeliefert waren, durch neue Methoden in der Landwirtschaft, die ursprüngliche Pflanzen verdrängten oder durch Vorurteile anderen Gruppen gegenüber, die sich oft erschreckend ähnelten.


    Manchmal war es scher für mich, der Geschichte zu folgen, weil sie mir teilweise zu ausführlich war und sich in zu vielen Details verlor. Ein- oder zweihundert Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan. Trotzdem hat mich Hawaii beeindruckt, denn ich habe selten ein Geschichte gelesen, die über eine so lange Zeit so viele verschiedene Aspekte einer Kultur beleuchtet hat. Aber sagen, dass mir das Buch wirklich gefallen hat, kann ich nicht.

    3ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    I'm young enough to still see the passionate girl that I used to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.

  • So ähnlich ging es mir mit mehreren Büchern von Michener. Der Ansatz war interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugen können und war mir zu zerfasert.


    Wer das für meine Begriffe viel besser hinkriegt: Edward Rutherfurd mit seinen Stadt-Romanen, in denen er die Geschichte von mehreren hundert Jahren anhand von Einzelschicksalen darstellt. Gibt es unter anderem über London, Dublin, Paris und New York.

    Be curious, be creative, be patient, be joyful.

    (Agnès Varda)