Sophie Hannah - Das Geheimnis der vier Briefe

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Titel: Das Geheimnis der vier Briefe

    Autorin: Sophie Hannah


    Allgemein:

    352 S.; Atlantik, 2019


    Inhalt:

    Völlig aufgebracht steht eine ihm unbekannte Dame in Poirots Wohnzimmer. Eher er auch nur das Wort ergreifen kann, wirft sie ihm vor, sie aufs schändlichste eines Mordes beschuldigt zu haben. Anscheinend hat sie einen Brief erhalten, in der ihr vorgeworfen wurde, einen gewissen Barnabas Pandy ermordet zu haben. Immernoch gibt sie dem berühtem Detektiv keine Gelegenheit zur Gegenwehr. Sie rauscht von dannen und lässt ihn höchst verblüfft zurück. Es beschleicht ihn das Gefühl, das dies nicht der einzige Brief bleiben wird. Natürlich sollte er recht behalten. Insgesamt vier Briefe tauchen auf, in denen unterschiedliche Personen des Mordes bezichtigt werden. Immer mit der Unterschrift Poirots, der ganz sicher ist, noch nie einen solchen Brief auch nur gesehen zu haben. Doch was steckt wirklich dahinter? Wurde Mr. Pandy ermordet, wie die Briefe es suggerieren? Und wenn ja, ist der Verfasser, der Briefe Ankläger oder Mörder?? ...



    Meine Meinung:

    Schon Sophie Hannahs zweiter Poirot Roman hatte mich nicht mehr überzeugt. Aber da mir "Die Monogrammorde" (Band 1) in guter Erinnerungen waren, wollte ich ihr noch einmal eine Chance geben. Zumal die Ausgangsituation interessant klang. Der Aufbau folgt dann auch einem klassischen Who-done-it, wie er mir persönlich viel Spaß macht. Vor allem das Zusammenrufen aller Verdächtigen und Poirot, der als Schlauester von allen, natürlich als Einziger die Wahrheit erkennen kann. Hannah fehlt aber ein wenig das Gespür für das genaue Maß an Dramatik. Ich finde sie hat es schon sehr übertrieben mit ihrer Handlung, die ich an sich schon sehr nach einer Idee klingt, das Agatha Christie selbst gehabt haben könnte.


    Die Spannung baut sich wie so oft darübr auf, das Poirot alles weiß, wärend man selbst noch die Vielzahl an Figuren auseinandersortiert. Genau diese Anzahl verdeckt lange den Blick auf die Wahrheit. Mitknobeln auf jedenfall erwünscht. Trotzdem, für mich plätscherte die Geschichte etwas lahm vor sich hin und wirkte schon sehr konstruiert. Es sollte so unbedingt ein Poirot Krimi sein- das war mein Gefühl dazu.

    Vor allem das Ende ist ihr meiner Meinung nach nicht gelungen. Da schwebte so eine gewisse kitschige Note über allem. Agatha Christie hat ein sehr feines Gespür die psychischen Abgründe ihrer Figuren, leider fehlt das Sophie Hannah und das sorgt meiner Meinung dafür, das der Roman letztendlich eher oberflächlich bleibt.



    3ratten

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