André Aciman - Call my by your name

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Es gibt 51 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Weratundrina.

  • Das Buch ist auch auf meiner To-Read-Liste.


    Den Film habe ich nicht gesehen, aber ich habe eine Szene gesehen wo ich fast weggucken musste da es mir unangenehm war. Und ich bin garnicht verklemmt oder so. :autsch: Ich weiß garnicht ob die Szene so im Film zu sehen war (ich wollte grade den Clip in ein Spoiler-Fenster hier tun, aber finde keinen), und sie war garnicht intim, aber irgendwie ist mir der Altersunterschied aufgefallen und das fand ich für den Moment dann unangenehm. Dabei finde ich das, was ich von der Geschichte gehört habe toll und finde auch beide Schauspieler gut.


    Die Schauspieler waren zum Drehzeitpunkt so 21/22 und etwa 30 wenn mich nicht alles täusch (ich bin mir ziemlich sicher, dass der jüngere jedenfalls schon volljährig war) - von daher ist das von der Seite her schon ok. Aber sie wirken in Trailer und den Szenen die ich vom Film kenne anders. Der eine jünger und der andere älter ... :P

  • Klingt ein bisschen nach "Blau ist eine warme Farbe". :/


    Den Film habe ich vor paar Jahren mal mit meiner Schwester geguckt. Ich fand den Film ja sehr, sehr lang. :D Nicht schlecht, nur eben lang. Keine Ahnung wieso ich das so empfunden habe.


    Aber stimmt, jetzt wo du es sagst...

  • Kritty

    Ja, der Altersunterschied ist halt echt auffällig im Film.

    Aber wie gesagt, ich persönlich finde, das es durch die Art wie das dann gemacht wird, lange nicht so problematisch, wie es hätte sein können. Also es gibt keinen Zwang und es ist trotzdem auf Augenhöhe. Irritiert hat es mich trotzdem. Fand den Schauspieler sehr gut - also beide eigentlich^^ aber hätte selbst eher jemand jüngeren für Oliver besetzt. Andererseits ist die Chemie zwischen den beiden schon sehr gut.

  • Klingt ein bisschen nach "Blau ist eine warme Farbe". :/

    Das Motiv findet sich tatsächlich öfter mal. (Drastischer ja z.B. in Der Vorleser)

    Ich meine weniger das Motiv als diese intime Art des Films, die teils schon fast pornographisch ist. Mir ging es bei "Blau..." nämlich teilweise ähnlich wie Kritty es hier von dieser einen Szene schildert.


    "Blau ist eine warme Farbe" fand ich lang, schlecht und irgendwie verstörend. Vor allem wegen der Art des Films an sich. Da sitzt die Protagonistin am Tisch und wird mehrere Minuten lang gefilmt, wie sie mit offenem Mund kaut. Bäh. Die Sexszenen waren dann ähnlich unangenehm anzuschauen - und die Darstellerinnen haben ja auch später in Interviews gesagt, dass sie sich nicht wohl gefühlt haben und gedrängt wurden oder so.

    Ich kann allerdings den Comic, auf dem der Film basiert empfehlen.

  • Zank

    Ah okey. Hm verstörend fand ich den Sex nicht. Also man sieht jetzt auch nicht ausschweifenden Sex. Es wirkt eher auf andere Art Intim, im Sinne von das man das Gefühl hat, sehr private Momente zu erleben, die die beiden ja vor anderen geheimhalten. Also es ist nicht unangenehm finde ich, sondern eher das man etwas sieht, was einen nichts angeht. Also so wie wenn man eben einen intimen Moment bei einem Liebespaar zufällig in echt sieht.
    Man sieht vor allem Küsse^^

  • "Blau ist eine warme Farbe" fand ich lang, schlecht und irgendwie verstörend. Vor allem wegen der Art des Films an sich. Da sitzt die Protagonistin am Tisch und wird mehrere Minuten lang gefilmt, wie sie mit offenem Mund kaut. Bäh. Die Sexszenen waren dann ähnlich unangenehm anzuschauen - und die Darstellerinnen haben ja auch später in Interviews gesagt, dass sie sich nicht wohl gefühlt haben und gedrängt wurden oder so.

    Ich kann allerdings den Comic, auf dem der Film basiert empfehlen.



    Daran kann ich mich tatsächlich garnicht mehr erinnern. Ich habe den Film nicht als schlecht empfunden, nur zuweilen als unangenehm (weil das manchmal so ist bei mir wenn eine Sexszene erscheint und ich den Film mit deinem Familienmitglied schaue oder die Szene besonders heftig ist) und seeehr lang.

    Ich verstehe aber absolut was du meinst..



    Die Szene aus "Call me by your name" war tatsächlich eigentlich eher harmlos.



    Da ich den jüngeren als Teenager abgespeichert hatte und den älteren Schauspieler defintiv aus älteren Rollen kenne - Rollen mit Autorität und Macht ("Men from UNCLE" zb) war das echt seltsam für mich.


    Das Buch lesen und den Film gucken werde ich dennoch. Ich denke, beides wird unterhaltsam sein für mich.

  • Zu "Blau ist eine warme Farbe": Das mit dem mit-offenem-Mund-kauen war für mich tatsächlich die einprägsamste Szene, weil ich es wirklich eklig fand und man sowas in Filmen ja normalerweise nicht sieht. Mir waren die einzelnen Szenen aber alle zu lang, auch die Sexszenen. Dazu quasi keine Hintergrundmusik, wenn ich mich richtig erinnere und stattdessen nur "Körpergeräusche" wie Schmatzen, Kussgeräusche etc. War einfach nicht mein Fall.


    Aber HoldenCaulfield hat mich überzeugt und Call me by your Name werde ich mir anschauen. :)

  • Zank

    Ich hoffe natürlich das ich mich mit meiner Empfehlung nicht in die Nesseln setze. :lachen:


    Ich persönlich finde jedenfalls das James Ivory meistens ein Garant für eine gute Buchverfilmung ist. (z.B. Zimmer mit Aussicht :err: Maurice, Was vom Tage übrig blieb usw.)

  • Wir haben, inspiriert durch den Thread hier, den Film am Wochenende gesehen und fanden ihn ganz gut.

    Teilweise hätte ich aber gern mehr gesehen; bin grad etwas erschrocken, dass der Film hier schon pornographisch gesehen wird :elch: (oder es wirft ein komisches Licht auf mich :D).

    Mir war klar, dass Oliver Anfang-Mitte 20 sein muss, weil er ja ein Student war, aber optisch war das schon arg grenzwertig =O.

    Ich fand Elios Verhalten gegenüber Marzia (im Film zumindest) richtig, richtig mies. Als wollte er nur mal probieren wie Sex mit Frauen ist, bevor er es mit Oliver tut. :rolleyes:

    Dass sie seine Freundin-Freundin bleiben will, konnte ich gar nicht verstehen, ich hätte mich wohl sehr "benutzt" gefühlt und der Typ wäre für mich gestorben (aber ich bin auch kein Freundschaftsspezialist).

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


    Help me, help me ~ Won't someone set me free? ~ There's no right side of the bed ~ With a body like mine and a mind like mine

    ~ IDLES ~


  • Na da bin ich jetzt mal gespannt - ich glaube das läuft auf Netflix oder

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Jepp, auf Netflix! Viel Spaß! 😊

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


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  • Danke ;)

    Liebe Grüße<br />JaneEyre<br /><br />Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht zurück<br />Theodor Fontane

  • Ja, aus seiner Sicht heraus klar, aber Mariza (und der Zuschauer) kann das auch anders (negativer) wahrnehmen. Wenn heraus käme, dass er tatsächlich bi- statt homosexuell wäre, würde ich diese "Beziehung" vielleicht anders sehen. Aber das scheint ja auch im Buch nicht klar zu werden?

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


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  • Weratundrina

    Tatsächlich fand ich genau diesen Aspekt auch gut, also das es eben nicht deutlich ist. Denn es ist auch einfach im realen Leben nicht immer alles so schwarz und weiß. :)


    Ich verstehe schon deinen Punkt. Ich persönlich hab das nur eben im Film nicht so wahrgenommen. Auch wenn mir Marzia trotzdem leid tut, man merkt ja das er ihr nicht egal ist. Und natürlich wäre es besser gewesen, sie hätten darüber gesprochen. Ich würde jetzt auch nicht sagen, das es richtig war mit ihr zu schlafen oder ihr überhaupt das Gefühl zu geben, das er mit ihr zusammen sein möchte. Ich fand aber, das er das selbst nicht so recht wusste. Also das es eben nicht alles fake war, sondern das er erst nach und nach merkt, in was er sich verstrickt hat. Und das ist alles andere als berechnend. Ich fand, das er glaubte er müsste eben mit ihr zusammen sein, weil er sie mag und sie ihn. Ich denke, er konnte dann nicht mehr so leicht wieder raus aus der Sache, wie er sich das vorgestellt hat.

    Ich fand im Buch war das aber auch irgendwie distanzierter mit ihm und Marzia. Vielleicht hab ich das auch nur so empfunden, weil ich den Film schon kannte und das Buch anders mit der Perspektive arbeitet, als es der Film macht. Es stimmt aber auch, das Gespräch zwischen den beiden hätte man etwas deutlicher machen können.


    Pornografisch fand ich den Film auch nicht. :lachen: Aber ich finde, durch die Art wie der Film gedreht war, entstand eine ganz bestimmte Atmosphäre, die einen intimeren Blick zugelassen hat, den ich so von nicht so vielen Filmen kannte. Also dieses Gefühl mit im Raum zu sein, das hat mich manchmal erröten lassen obwohl nichts passiert ist, was über einen intensiven Kuss hinaus ging.


    Ein Freund von mir, fand den Film übrigens auch deshalb gut, weil er fand, das er sehr nah an der Realität vom inneren Coming Out für ihn war. Er hat sich da in vielen auch konfusen Gefühlen wieder gesehen.

  • Für ihn war es das Richtige in dem Moment, auch um sich Klarheit für den kommenden Abend zu verschaffen. Verstehen kann ich es, es war aber eine egoistische Entscheidung. Menschen verhalten sich halt nicht immer korrekt. Auf jeden Fall wurde das "Dilemma" im Film gut heraus gearbeitet.

    Auch der Vater war ein super Typ. :love:

    Sein Monolog am Ende...<3<3<3

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


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  • Weratundrina

    Das stimmt.
    Hach der Vater war eh der Beste :love: Ich fand sowieso die Eltern großartig in dem wie sie mit Elio als Familie umgehen. Das fand ich so liebevoll und auch so ein richtiges zu Hause eben. Echt schön.

    Spätestens nach dem Monolog ist es mit meiner Selbstbeherrschung vorbei ;( (hüstel ich hab den Film jetzt schon mehrmals angeschaut.).

  • Und dann sieht er noch aus wie ein kleiner Robin Williams! :):love:

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


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