08: Kapitel 42 bis einschl. Kapitel 48 (Seite 353 bis Seite 404)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Robert Corvus.

  • Hier könnt ihr zum Inhalt der Kapitel 42 bis einschl. Kapitel 48 (Seite 353 bis Seite 404) schreiben.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Vorsorglich notiere ich hier schon mal die entscheidende Frage, die mich neben Eurem Eindruck zum aktuellen Leseabschnitt besonders interessiert: Was denkt Ihr - wie geht's aus? Was passiert mit der KRUSENSTERN, was mit Styx, was mit den Figuren?

  • Ja, wie geht's aus. Ich hoffe eigentlich, dass Styx zur Liga kommt, aber so sicher bin ich mir nicht. Vielleicht braucht es noch eine Wartezeit um alles noch mal zu ordnen. Im Moment ist es ja ziemlich chaotisch.

    Die Krusenstern wird natürlich weiter durchs All ziehen und Chef bleibt Viccor.

    Das ist aber auch das Einzige, worin ich mir sicher bin. Dann gibt es wieder eine deiner philosophischen Schwierigkeiten, unter dem Absoluten machst du's ja nicht. Die "Parasiten" umzubringen ist keine Lösung. Ich hoffe auf Jatin, sie könnte eine Umgebung schaffen, in der sie überleben können und vielleicht sogar vereinigt sein und damit kommunizieren. Sie sollten wirklich heim dürfen. 'Eigentlich tun sie etwas moralisch weniger verwerfliches als die Rettungsaktion. Sie wollen überleben und haben nun die Chance dazu. Sie wollen ja nicht töten aber haben keinen anderen Weg. Ich hoffe es wird einer gefunden. Schwer dürfte es sein, denn einen Körper könnte man ihnen nicht überlassen und ob man so schnell welche bauen kann? Vielleicht könnte man Körper aus dem Xoj wachsen lassen, aber dazu fehlt die Kenntnis.

    Dann ist ja noch die Frage, ob man alle erkennen kann. Schließlich ist die Aussage dass nur in einer bestimmten Quantität Intelligenz und die Fähigkeit zur Kommunikation entsteht.



    Ich hoffe auch, dass es gelingt, die Mutanten nicht zu töten. Kann man die Prägung auf Jester verändern? Vielleicht verändert sich ja auch Jester nach diesem Erlebnis? Ich bin gespannt. Es gibt ein paar Wege und ich hoffe es werden nicht kriegerischen sein.

    Rhekla ist eine interessante Persönlichkeit und sollte in PR bleiben. Sie könnte auf Styx viel tun und sicher wäre sie nach all dem ein guter Vermittler.

  • Was denkt Ihr - wie geht's aus? Was passiert mit der KRUSENSTERN, was mit Styx, was mit den Figuren?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Viccor seine KRUSENSTERN behalten wird. Mit irgendeinem, für den Leser völlig unerwartetem Argument oder einer Wendung, wird sich die Situation um die KRUSENSTERN sicher lösen. Und hoffentlich ohne Gewalt anzuwenden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Viccor die Parasiten an Bord behält und zu ihrem Heimatplaneten bringt oder in eine neue Heimat.

    Für Styx würde ich mir wünschen, dass sie dem Anschluss an die Liga zustimmen.

    Bei Rhekla würde es mich nicht überraschen, wenn sie Styx verlässt und für's Erste auf der KRUSENSTERN bleibt. Vielleicht solange bis sie einen Planeten findet mit einem schönen Meer und Sonne usw.. Avea wird natürlich auf Styx bleiben und für den Anschluss an die Liga alles Notwendige tun. Ich denke, dass Jatin irgendeinen Weg finden wird alle vom Parasiten besetzten Menschen zu retten.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • So nun zu diesem Leseabschnitt. Er war viel zu kurz, ich habe ihn quasi verschlungen. Sehr spannend.


    Onkelchen arbeitet jetzt gegen die ADAM. Das war spannend. Da Onkelchen Die KRUSENSTERN mit gebaut hat kennt er natürlich die eine oder andere Hintertür und kann dadurch großen Schaden verursachen. Das Gefecht um den Überlichtantrieb war spannend. Gut gefallen hat mir, dass Viccor und seine Leute keine Toten und möglichst wenig Verletzte machen wollen. Allerdings ist es den Parasiten egal wenn "ein paar" ihrer Wirte sterben. Das Gespräch von Yonder und Amaya hat mir gefallen. Amaya ist vielleicht noch ein klein wenig sie selbst und strebt nach einer friedlichen Lösung. Dieses Mechanische Labyrinth ist faszinierend. Sicher eine schöne Abwechslung für die Posbi. Für Menschen oder biologische Lebenwesen allerdings ein Ort der einen wahrscheinlich schnell in den Wahnsinn treiben kann.

    Ich finde es schön, dass es jetzt etwas mehr über die KRUSENSTERN zu lesen gibt. Das scheint ein interessantes Raumschiff zu sein. Da würde ich auch gern mal als Passagier mitfliegen. Allerdings nur ohne Parasiten, die besitz von mir ergreifen.


    Nun bin ich sehr gespannt auf das Finale.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ich finde es schön, dass es jetzt etwas mehr über die KRUSENSTERN zu lesen gibt. Das scheint ein interessantes Raumschiff zu sein.

    Mir sind die Häppchen, von denen wir erfahren, ja schon fast zu wenig. Ich hätte mir gerne mehr Informationen gewünscht. Aber da es sich ja um eine Stadt handelt, kann man da wohl mehrere Bücher mit füllen.

    Da ich das auch alles sehr interessant finde, hoffe ich einfach, dass die KRUSENSTERN den Krieg um sie gewinnen wird



    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Viccor die Parasiten an Bord behält und zu ihrem Heimatplaneten bringt oder in eine neue Heimat.


    Das fände ich eine tolle Lösung. Für Styx, was sich dann weiter auf den Eintritt in die Liga vorbereiten kann und für Viccor, der dann weiteren Abenteuer entgegenfiebern kann.



    Onkelchen arbeitet jetzt gegen die ADAM. Das war spannend.

    Also kann man die Posbis umprogrammieren oder wie muss ich mir das vorstellen? Oder überzeugt man sie eher mit Logik (ich bin gerade bei Spock auf der Enterprise)

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Mir sind die Häppchen, von denen wir erfahren, ja schon fast zu wenig. Ich hätte mir gerne mehr Informationen gewünscht.

    Ja da bin ich deiner Meinung. Ich hätte da auch gern noch mehr drüber gelesen.

    Also kann man die Posbis umprogrammieren oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Ich habe da leider auch keine Ahnung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es ähnlich ist wie bei den menschlichen Wirten. Die Parasiten befallen den emotionalen Teil der Posbi und ändern so den Willen oder die Emotionen und Gedanken der Posbi. Auf die Art "überzeugen" sie die Posbi vielleicht von ihrem Standpunkt.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Nun spitzt sich die Situation zu: die von Jester und den Sternenträumern entführte SCHELIKOW II dockt in der KRUSENSTERN an =O


    Richtig Sorge macht mir, dass Amaya, Onkelchen und der Getupfte Fernand nun eindeutig komplett unter dem Einfluss der Quabiten stehen. Aber Amaya möchte Verhandlungen, das sehe ich schon mal als positiv an. Wenn das Angebot von Jester kommen würde, wäre ich deutlich misstrauischer, aber bei Amaya hoffe ich immer noch auf genügend Vernunft. Vor allem nachdem Rhekla nun leider bei Jester gescheitert ist - hoffentlich erwürgt er sie jetzt nicht in seinem Wahn, denn Rhekla ist nicht so unverwüstbar wie eine Posbi.

    Ich denke, es ist auch kein Fehler, dass Amaya darauf besteht, dass Rhodan bei den Verhandlungen federführend sein soll, denn Viccor ist momentan nicht bereit, so einfach auf die KRUSENSTERN zu verzichten, was ich auch sehr gut verstehen kann. Ich bin nun sehr gespannt auf die Argumente der Quabiten, wie sie Rhodan überzeugen wollen.


    Dass Viccor Perry nicht die ganze Arbeit alleine tun lassen will, vor allem nicht, wenn es um die KRUSENSTERN geht und Perry sich eh im tiefen Ozean befindet, ist eigentlich klar. Ihm geht es auch nicht nur um das Schiff, sondern auch um seine Freunde. Wobei es nicht ganz einfach ist, Körperkontakt zu vermeiden, wenn man von lauter Menschen umgeben ist, die unbedingt kuscheln wollen.


    Sehr schade, dass es auf der KRUSENSTERN wieder zum Kampf gekommen ist, aber wenn Amaya nicht ihr Verhandlungsangebot gemacht hätte, wären sicherlich noch mehr Menschen ums Leben gekommen. Und Viccor muss verhandeln, ansonsten kann er die KRUSENSTERN eh sofort abschreiben, denn ihre Mittel sind nun nahezu erschöpft.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Was denkt Ihr - wie geht's aus? Was passiert mit der KRUSENSTERN, was mit Styx, was mit den Figuren?

    Gute Frage: im Moment bereitet mir der Gedanke, dass Posbis der KRUSENSTERN gegen Posbis und Menschen der KRUSENSTERN stehen. Ich hoffe sehr, dass ein weiterer Kampf verhindert werden kann und dass die befallenen Posbis wieder ent-quabitet werden können.


    Andererseits bin ich aber jetzt auch gespannt, was die Quabiten eigentlich genau wollen, ob ich ihre Ziele nachvollziehen und verstehen kann. So wie ich Bernd kenne, werden die Quabiten garantiert nicht einfach nur schwarz-weiß sein.


    Vielleicht kann man sich darauf einigen, den Quabiten ein eigenes Schiff zur Verfügung zu stellen, damit sie zu den Sternen reisen können. Andererseits möchte ich eigentlich keine Typen wie Jester mit ihrer unkontrollierbaren Aggression auf andere Völker und Sterne losgelassen sehen. Die Quabiten betonen zwar immer wieder ihre Friedfertigkeit, aber auf der anderen Seite drohen sie im Falle der KRUSENSTERN auch mit ihren Xoj-Bomben, das riecht mir zu sehr danach, dass sie ihren partout ihren Willen von oben den Anderen aufdrücken wollen. Und das gefällt mir nicht.


    Dann hoffe ich natürlich darauf, dass es keine weiteren Opfer geben wird und dass Viccor seine KRUSENSTERN behalten kann.


    Aber wie das alles bewerkstelligt werden kann, habe ich keine Idee. Ich kenne Perry Rhodan ja nicht, aber irgendwer hat hier, glaube ich, mal geschrieben, dass er zwar immer an friedlichen Lösungen interessiert ist, sich dann aber meist doch gezwungen sieht, mit Waffengewalt einzuschreiten. Ich hoffe, das kann in diesem Fall vermieden werden.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Viccor die Parasiten an Bord behält und zu ihrem Heimatplaneten bringt oder in eine neue Heimat.

    Für Styx würde ich mir wünschen, dass sie dem Anschluss an die Liga zustimmen.

    Bei Rhekla würde es mich nicht überraschen, wenn sie Styx verlässt und für's Erste auf der KRUSENSTERN bleibt. Vielleicht solange bis sie einen Planeten findet mit einem schönen Meer und Sonne usw.. Avea wird natürlich auf Styx bleiben und für den Anschluss an die Liga alles Notwendige tun. Ich denke, dass Jatin irgendeinen Weg finden wird alle vom Parasiten besetzten Menschen zu retten.

    Das wäre keine schlechte Idee, wenn Viccor die Quabiten zu ihrem Heimatplaneten oder zu einer neuen Heimat bringen könnte. Ich glaube, es wurde noch nicht erwähnt, welches ihr Heimat ist/war oder? Dort könnte sich ja auch einiges inzwischen verändert haben.


    Bei Rhekla bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht wieder zurück in den Ozean möchte, wenn sie von den Quabiten befreit wäre. Aber ein Planeten mit Sonne und Meer hätte natürlich auch was.


    Bei Avea denke ich wie du, die Zukunft von Styx bedeutet ihr sehr viel.


    Auch bei Jatin bin ich deiner Meinung, wenn es jemand schafft, die Menschen wieder quabiten-frei zu bekommen, dann ist es die Ara mit ihren Fähigkeiten.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich finde es schön, dass es jetzt etwas mehr über die KRUSENSTERN zu lesen gibt. Das scheint ein interessantes Raumschiff zu sein. Da würde ich auch gern mal als Passagier mitfliegen. Allerdings nur ohne Parasiten, die besitz von mir ergreifen.

    Die KRUSENSTERN finde ich auch sehr spannend und ich hätte da sehr gerne noch mehr darüber gelesen. Ob ich unbedingt mitfliegen wollte, ist eine andere Sache.

    Richtig Sorge macht mir, dass Amaya, Onkelchen und der Getupfte Fernand nun eindeutig komplett unter dem Einfluss der Quabiten stehen. Aber Amaya möchte Verhandlungen, das sehe ich schon mal als positiv an.

    Das finde ich irgendwie sehr schade, mir haben die Posbis gut gefallen. Besonders Onkelchen hat es mir angetan und ich bin ein wenig entsetzt, dass er sich so hat einspannen lassen. Und sehr betrübt darüber, dass der grüne Heinrich ihn nun eliminieren musste. Meine Hoffnung liegt auch auf Amaya, die die Situation sachlich gut abwägen kann.

    Die Quabiten betonen zwar immer wieder ihre Friedfertigkeit, aber auf der anderen Seite drohen sie im Falle der KRUSENSTERN auch mit ihren Xoj-Bomben, das riecht mir zu sehr danach, dass sie ihren partout ihren Willen von oben den Anderen aufdrücken wollen. Und das gefällt mir nicht.

    Hatten sie eine andere Wahl? Von ihrer Sicht heraus kann man das sicherlich nachvollziehen. Freiwillig hätte sicherlich keiner für die Quabiten Platz gemacht.


    Ich denke, es wird ein guter Kompromiss geschlossen, womit alle gut leben können.


    Ich fand übrigens den Hinweis auf Roberts Vampirroman sehr amüsant. Mittlerweile ist es ja regelrecht ein Spiel, wo Robert einen Hinweis auf eines seiner anderen Romane versteckt.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Ich fand übrigens den Hinweis auf Roberts Vampirroman sehr amüsant. Mittlerweile ist es ja regelrecht ein Spiel, wo Robert einen Hinweis auf eines seiner anderen Romane versteckt.

    Ich kenne zuwenig Robert Romane :growSUB:

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Ich hoffe auf Jatin, sie könnte eine Umgebung schaffen, in der sie überleben können und vielleicht sogar vereinigt sein und damit kommunizieren. Sie sollten wirklich heim dürfen.

    Ob man das Wort "Parasit" mag oder nicht - Tatsache ist, dass die Quabiten nicht autark lebensfähig sind. Sie brauchen immer Wirtskörper, und zwar welche mit halbwegs ausreichender Komplexität im Gehirn- oder Denkapparat. Da wird es moralisch heikel ...

    Eigentlich tun sie etwas moralisch weniger verwerfliches als die Rettungsaktion. Sie wollen überleben und haben nun die Chance dazu.

    Für das eigene Überleben zu kämpfen ist moralisch weniger verwerflich als für das Überleben von Freunden ein Stück Natur zu zerstören?

    Rhekla ist eine interessante Persönlichkeit und sollte in PR bleiben.

    Dazu vielleicht noch die Information, dass Schwarze Frucht zwischen den Heftromanen 2899 und 2900 angesiedelt ist. Zur aktuellen Serienhandlung (Band 3023) hat ein Zeitsprung von 500 Jahren stattgefunden. Alle Menschen und Menschenähnlichen aus Schwarze Frucht können daher in der aktuellen Serienhandlung nicht mehr auftauchen - sie leben schlicht nicht lange genug.

    Allerdings gibt es manchmal Sonderprojekte wie die vorliegende Taschenbuch-Trilogie, die zu weiter zurückliegenden Zeitpunkten spielen.

    Gut gefallen hat mir, dass Viccor und seine Leute keine Toten und möglichst wenig Verletzte machen wollen.

    Solche Skrupel und Rücksichtnahmen sind ausgesprochen typisch für Protagonisten bei PERRY RHODAN.

    Aber da es sich ja um eine Stadt handelt, kann man da wohl mehrere Bücher mit füllen.

    Die KRUSENSTERN finde ich auch sehr spannend und ich hätte da sehr gerne noch mehr darüber gelesen.

    Die KRUSENSTERN ist auch bereits in einigen Heftromanen aufgetaucht. Da das Schiff (und auch die Posbis an Bord) einen Zeitsprung von 500 Jahren locker überstehen kann (es ist ja bereits 11.000 Jahre alt), wäre es auch möglich, ihm in der Serie nochmals zu begegnen.

    Also kann man die Posbis umprogrammieren oder wie muss ich mir das vorstellen? Oder überzeugt man sie eher mit Logik (ich bin gerade bei Spock auf der Enterprise)

    Die Parasiten befallen den emotionalen Teil der Posbi und ändern so den Willen oder die Emotionen und Gedanken der Posbi. Auf die Art "überzeugen" sie die Posbi vielleicht von ihrem Standpunkt.

    Ja, genau. Diese beiden Punkte hängen miteinander zusammen.

    Ich probiere mal ein Beispiel:

    Jemand isst gern Erdbeereis. Er bekommt nachts Heißhunger darauf, überlegt, wie er möglichst schnell an das Eis kommen kann, und bricht in eine Eisdiele ein, um dort die Kühltruhe zu plündern.

    Bei einem Posbi läge die Vorliebe für Eis im biologischen (Plasma-)Teil des Gehirns, während der positronische (Computer-)Teil des Gehirns den Einbruch planen würde.

    Möchte man den Posbi vom Einbruch abhalten, kann man entweder versuchen, den Heißhunger aus dem Plasmateil seines Gehirns zu "löschen" oder "umzubiegen". So, wie ein Psychologe das manchmal bei Suchtkranken macht. Statt auf Erdbeereis hätte der Posbi dann Heißhunger auf Leitungswasser und keinen Grund mehr, die Eisdiele auszurauben.

    Oder man lässt ihm die Vorliebe für das Erdbeereis, zeigt ihm aber einen logischen Weg auf, wie er auf andere Weise leichter und schneller an sein geliebtes Eis kommt (indem man ihm einen Kiosk zeigt, der nachts noch offen ist und Erdbeereis anbietet). Dann wird er sich für diesen effizienteren/logischeren Weg entscheiden.

    Richtig Sorge macht mir, dass Amaya, Onkelchen und der Getupfte Fernand nun eindeutig komplett unter dem Einfluss der Quabiten stehen. Aber Amaya möchte Verhandlungen, das sehe ich schon mal als positiv an.

    Da sieht man, wie komplexe Algorithmen (in Amaya) arbeiten: Sie hat unterschiedliche Ziele, die sie mithilfe ihres technischen Gehirn-Teils gegeneinander zu optimieren versucht.

    So wie ich Bernd kenne, werden die Quabiten garantiert nicht einfach nur schwarz-weiß sein.

    Das war übrigens auch ein expliziter Wunsch der PERRY-RHODAN-Redaktion - schwarz-weiß mag man dort nicht.

    Der andere explizite Wunsch bezog sich auf die Laquilen; die sollten ursprünglich Kraken und keine Plasmawesen sein, aber das hielt man für zu nah an dem in Fankreisen sehr beliebten Film "Arrival".

    Vielleicht kann man sich darauf einigen, den Quabiten ein eigenes Schiff zur Verfügung zu stellen, damit sie zu den Sternen reisen können.

    Da sie immer Wirtskörper benötigen, wäre es aber mit einem Schiff allein nicht getan - sie könnten schlicht und ergreifend die Maschinen nicht bedienen ...

    Ich kenne zuwenig Robert Romane

    Dieser spezielle Roman war mein Erstling; in meinem aktuellen Newsletter habe ich darüber geschrieben. ;)

    Er war viel zu kurz, ich habe ihn quasi verschlungen. Sehr spannend.

    :freu:

  • Für das eigene Überleben zu kämpfen ist moralisch weniger verwerflich als für das Überleben von Freunden ein Stück Natur zu zerstören?

    Sie haben nicht nur ein Stück Natur zerstört, es war ein wichtiges Stück Ökosystem auf einem sowieso sehr unwirtlichen Planeten und es gab ziemlich viel Tote und es wurde das Ansehen der Liga geschädigt. Das alles für Leute, die sich bewusst in Gefahr begeben haben und von denen noch nicht mal klar war, ob sie wirklich in Lebensgefahr waren.

    Während die Quabiten keine andere Chance hatten, sich als Gemeinschaft bemerkbar zu machen und zu leben. Dazu kommt, dass sie andere Moralvorstellungen haben als die Menschen.

  • es gab ziemlich viel Tote

    Habe ich da etwas verpasst? Die Toten gab es auf der Seite derjenigen, die Yonder und Jatin entführt bzw. gefangen gehalten haben. "Zivile Opfer" gab es nicht.

    von denen noch nicht mal klar war, ob sie wirklich in Lebensgefahr waren.

    Dass sich jemand, der entführt wurde, in Lebensgefahr befindet - davon sollte man auf jeden Fall ausgehen, wenn es keine klaren Gegenanzeigen gibt ...

    Während die Quabiten keine andere Chance hatten, sich als Gemeinschaft bemerkbar zu machen und zu leben.

    Das stimmt - Zombies haben auch keine andere Chance, als die Gehirne lebender Menschen zu fressen. :D

    Dazu kommt, dass sie andere Moralvorstellungen haben als die Menschen.

    Das finde ich eine interessante Argumentation.

    Die erste Frage wäre: Wenn die Quabiten durch ein eigenes Moralsystem komplett entschuldigt werden - wieso dann nicht auch Marian Yonder? Auch ihm müsste man dann zubilligen, dass er seine eigenen Moralvorstellungen hat, denen er konsequent folgt.

    Die zweite wäre: Welche Moralvorstellung ist ein gültiger Maßstab? Wenn man sagt: Diejenige des Handelnden, dann ist jedes noch so grausame Verbrechen und jeder Völkermord gerechtfertigt, solange der Täter der Meinung ist, er täte etwas Gutes. Die Leute vom "Islamischen Staat" etwa, die vor laufender Kamera Reportern den Kopf abgeschnitten haben, waren der Meinung, damit dazu beizutragen, der Welt den Islam (in ihrer speziellen Auslegung) zu bringen, was sie für das ultimative Gute hielten. Waren sie deswegen nette Leute?


    Wenn man Romane schreibt, baut man darauf, dass die Leserschaft gewisse Moralvorstellungen absolut setzt. Wir finden den Gedanken unangenehm, dass sich etwas in unserem Gehirn einnistet und uns als Handpuppe benutzt, die seinen Interessen dient (wie es die Quabiten mit den Menschen tun, die sie befallen). Daher halten wir es für gerechtfertigt, wenn man sich dagegen wehrt - auch wenn Jatin dafür die Quabiten aus Viccors Gehirn entfernt (und dabei vermutlich tötet). Als Autoren gehen wir davon aus, dass der überwiegende Teil der Leserschaft diese Einschätzung teilen wird (Ausnahmen gibt es immer - Menschen, die sich im Krankenhaus nicht behandeln lassen, weil sie die Parasiten nicht töten wollen, die sie befallen haben).

    So, wie sich die Quabiten - getrieben durch ihre Biologie - derzeit verhalten, können sie schlicht und ergreifend nicht mit Menschen zusammenleben, die ihren freien Willen behalten. Das macht sie aus Sicht der Menschen (und ich vermute, in meiner Leserschaft finden sich ebenfalls vorwiegend Menschen ...) toxisch.

  • Hier haben wir die Zuspitzung hin zum Klimax. Marian macht sich Sorgen um Amaya und gleichzeitig wechselt der Schauplatz auf die Krusenstern. Man könne also sagen, die Quabiten – endlich kennen wir ihren Namen – haben also einen erheblichen Raumgewinn zu verbuchen. An der Stelle, wie geht es eigentlich Thomas und Epi? Gibt es in der Zukunft vielleicht eine Fortsetzung?

    Der Kampf zwischen ADAM und Ferdinand weckt in mir noch einmal die Frage, wer ist der eigentliche Herr auf der Krusenstern? Die Posbis oder Viccor? Spätestens mit dem Labyrinth (Wieso muss ich hier so intensiv an den Trollkönig denken? RIP) scheint es ja mehrere „Herrschaftsbereiche“ zu geben.

    Rheklas Rolle wird hier auch spannend. Sie ist zeitgleich Teil des Kollektivs und setzt sich als Individuum ab. Spätestens mit der Guerilla-Aktion mit dem Grünen Heinrich zeigt sich, dass sie nicht mit den Exodus-Plänen der Quabiten einher geht. Und ja, besonders an dieser Stelle erinnert mich der grüne Heinrich sehr an Posimon. Schade, dass es ihm nicht mehr gelungen ist, sich selbst noch abzuschalten.

    Wie steht Ihr dazu? Ist es moralisch akzeptabel die Tau zu töten? Oder sind sie nur Opfer, die es zu schützen gilt? Man würde durch ihre Exekution eine wichtige Waffe der Quabiten zerstören und vermutlich viele andere retten. Einzelne zu Opfern zum Wohle vieler hat in anderen SciFi Franchises schon gewirkt.

    Interessant finde ich das Angebot Amayas, das ganze „Auszudiskutieren“ und Perry entscheiden zu lassen. Ich würde sagen, der Schachzug ist geschickt und die Chancen stehen 50/50.

    Viele Grüße

    Olli

  • Das finde ich eine interessante Argumentation.

    Die erste Frage wäre: Wenn die Quabiten durch ein eigenes Moralsystem komplett entschuldigt werden - wieso dann nicht auch Marian Yonder? Auch ihm müsste man dann zubilligen, dass er seine eigenen Moralvorstellungen hat, denen er konsequent folgt.

    Die zweite wäre: Welche Moralvorstellung ist ein gültiger Maßstab? Wenn man sagt: Diejenige des Handelnden, dann ist jedes noch so grausame Verbrechen und jeder Völkermord gerechtfertigt, solange der Täter der Meinung ist, er täte etwas Gutes. Die Leute vom "Islamischen Staat" etwa, die vor laufender Kamera Reportern den Kopf abgeschnitten haben, waren der Meinung, damit dazu beizutragen, der Welt den Islam (in ihrer speziellen Auslegung) zu bringen, was sie für das ultimative Gute hielten. Waren sie deswegen nette Leute?

    Moral ist eine gesellschaftliche Kategorie. Es gibt keine Moral außerhalb der Gesellschaft, sie ist eine Art Übereinkommen. Wenn man innerhalb einer Gesellschaft lebt muss man sich in gewisser Weise der Moral unterordnen (zumindest, wenn sie mit der anderer kollidiert und dieses schadet. Völkermord ist weltweit geächtet, damit wird hier die Moral der Welt angesprochen und dieser haben sich die Bewohner der Welt unterzuordnen. Hunde zu essen ist für uns eine unmögliche Vorstellung, für andere Völker nicht. Yonder hat auch solange kein Problem, solange es keine feste Moral auf dem Planeten gibt.

    Wir urteilen natürlich aus unserem Moralempfinden. Der "Islamische Staat" hat noch nicht mal in den Ländern des Islam eine moralische Legitimierung.

    Die Tau sind ja nicht nur eine "Waffe" der Quabiten, eigentlich sind sie ja eine "Waffe" Yonders. Ich finde es nicht in Ordnung, sie zu töten, sie sind ja nicht verantwortlich für ihr tun. Ich kann aber verstehen, dass sie im Kampf getötet werden, wenn es keine Möglichkeit gibt. Es ist jedenfallsmindestens angebracht zu überlegen, wie man sie anders aus dem Verkehr ziehen kann.

  • die Quabiten ... haben also einen erheblichen Raumgewinn zu verbuchen.

    O ja, nach Jahrtausenden haben sie es geschafft, wieder in den Weltraum vorzustoßen - wenn es momentan auch nur der planetennahe Orbit ist ...

    Im American Football hätten sie damit zweifellos die 10 Yards Marke geschafft und sich für den nächsten Versuch zum Touchdown qualifiziert ...

    wer ist der eigentliche Herr auf der Krusenstern? Die Posbisoder Viccor? Spätestens mit dem Labyrinth ... scheint es ja mehrere „Herrschaftsbereiche“ zugeben.

    Meine Lieblingsanalogie ist die einer massiv unterbevölkerten Stadt. Einige Wolkenkratzer sind bewohnt (wie die Quartiere von Bughassidow und der Mannschaft). Manche Gebäude versorgen die Stadt mit Strom und Wasser (die Triebwerksblöcke) und werden deswegen gehegt und gepflegt. In manchen Bereichen haben einige Bewohner einen hübschen Park angelegt (die Kleine Krim). Im Wesentlichen besteht die Stadt aber aus leerstehenden Wolkenkratzern, die auf Bewohner warten. Wer will, zieht irgendwo ein, gestaltet das Gebäude nach seinen Wünschen, und wenn es ihm nicht mehr gefällt, zieht er weiter. Meist bleibt man aber beisammen, schließlich wird es so ganz allein irgendwann langweilig.

    In dieser Sicht gibt es keine vollständige Aufteilung in Herrschaftsbereiche, sondern eine im Wesentlichen unbewohnte Stadt, durch die Gruppen und Individuen ziehen, die mal diese, mal jene Bereiche bevölkern.

    Ist es moralisch akzeptabel die Tau zutöten? Oder sind sie nur Opfer, die es zu schützen gilt?

    Ich kann aber verstehen, dass sie im Kampf getötet werden, wenn es keine Möglichkeit gibt.

    Ich glaube, Rhea thematisiert da einen wesentlichen Punkt: Wenn man sie töten muss, um massiven Schaden abzuwehren, werden das die meisten akzeptabel finden. Wenn das Motiv also der Selbstschutz oder der Schutz von Unschuldigen ist.

    Wenn sie keine akute Bedrohung darstellen, stellt sich allerdings die Frage, wieso man ihnen schaden sollte.

    wie geht es eigentlich Thomas und Epi? Gibt es in der Zukunft vielleicht eine Fortsetzung?

    Zur Erläuterung: Diese bezieht sich auf meinen Erstlingsroman SANGUIS B.

    Ich habe ab und zu über eine Fortsetzung nachgedacht. Letztlich gefällt mir das Ende aber so gut, dass ich es dabei belassen möchte.

  • Meine Lieblingsanalogie ist die einer massiv unterbevölkerten Stadt. Einige Wolkenkratzer sind bewohnt (wie die Quartiere von Bughassidow und der Mannschaft). Manche Gebäude versorgen die Stadt mit Strom und Wasser (die Triebwerksblöcke) und werden deswegen gehegt und gepflegt. In manchen Bereichen haben einige Bewohner einen hübschen Park angelegt (die Kleine Krim). Im Wesentlichen besteht die Stadt aber aus leerstehenden Wolkenkratzern, die auf Bewohner warten. Wer will, zieht irgendwo ein, gestaltet das Gebäude nach seinen Wünschen, und wenn es ihm nicht mehr gefällt, zieht er weiter. Meist bleibt man aber beisammen, schließlich wird es so ganz allein irgendwann langweilig.

    In dieser Sicht gibt es keine vollständige Aufteilung in Herrschaftsbereiche, sondern eine im Wesentlichen unbewohnte Stadt, durch die Gruppen und Individuen ziehen, die mal diese, mal jene Bereiche bevölkern.

    Jetzt weichst Du der Frage von OlliD aber aus ... :D

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)