Hari Kunzru - White Tears

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Seth und Carter sind College-Kumpel, die nun ein Musikstudio betreiben und sich eine Wohnung teilen. Noch ist das alles von Carters (megareicher) Familie finanziert, aber die ersten echten Aufträge kommen gerade rein. Seth zieht durch New York und nimmt Geräusche auf, die sie in Samples verwerten können, dabei hat er eines Tages eine seltsame Aufnahme auf seinem Gerät. Nach ein wenig Bearbeitung kommen sie auf die Idee, es als bislang unentdeckte Aufnahme eines alten Blues-Songs zu deklarieren. Als sie es dem eigentlich erfundenen „Charlie Shaw“ unterschieben und veröffentlichen, gibt es Interessenten, die ihre ganz eigene Geschichte zu diesem Künstler und diesem Stück erzählen können.


    Zwischen den Polen Armut und unendlichem Reichtum, Freundschaft und Abhängigkeit, Macht und Hilflosigkeit siedelt Kunzru eine ungewöhnliche Geschichte an, die sich einer eindeutigen Genrezuordnung verschließt. „White Tears“ ist auch ein Road Movie, es enthält Elemente des magischen Realismus, Southern Noir (inklusive der Darstellung des dazugehörigen Rassismus), kritische Darstellungen des „American Dream“ und ganz viel, manchmal nostalgisch verklärende oder kulturell aneignende und dadurch manchmal auch fehlgeleitete Liebe zur Musik.


    Es ist kein einfaches oder stets verständliches Buch, aber es fasziniert.



    4ratten