02: Seite 65 bis 102 (Kapitel 2 "Festigkeit" - bis "... zog die Vorhänge zu." )

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Robert Corvus.

  • Hier könnt ihr zum Inhalt von Kapitel 2 "Festigkeit" bis "... zog die Vorhänge zu." (Seite 65 bis 102) schreiben.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Nun sind die wichtigsten Personen also auf der Bühne. Irgendwievalles ein wenig enttäuschend. Der Maler istvalsovsüchtig und glaubt nur noch im Rausch wirkliche Kunst machen zu können. Habe ihn total überschätzt. Ich dachte mit seiner Beobachtungsgabe hätte er zumindest durchschaut, warum er den Ring bekommen hat. Ich dachte der Beobachter für Details hätte die Kulissen durchschaut. Stattdessen ist er naiv, süchtig, und absolut ohne Verantwortungsgefühl. Wenn er wenigstens begreifen würde, dass Semire im das abnehmen kann wozu er unfähig ist und was ihn auch nicht interessiert. Aber da regt er sich noch auf,mweil ervkeine Marionette sein will. Die beiden kennen sich schon lange, da könnte er doch ihr Potenzial kennen und sich von den anderen Männern abheben.

    Semire gefällt mir aber auch nicht. Sie weiß doch, dass der Maler sich nicht darum gerissen hat, Erbe desvreiches zu werden. Sie redet aber mit ihm, als sei er genauso ein machtgieriger Dummkopf wie dieser Frauenschänder.

    Nun will sie also seine Sucht ausnutzen. So richtig nett ist das nicht.

    Gut gefallen hat mir, wieder wie sie ihr Geschäft mit den Blumen führt. Da scheint sie eine ganz andere zu sein.

    Unsere Magierin wird langsam unvorsichtig vor Neugier. Allerdings frage ich mich, wenn die Magier einem Haus verpflichtet sind, wieso sie dann auch für andere Häuser arbeiten. Oder muss sich ein Magier dazu verpflichten, zubeinem Haus zu gehören? Und wer ist dann höher: die Magier Innung oder das Haus?

  • Die ganze Zeit habe ich mich auf Quilûns Auftritt gefreut - und jetzt bin ich doch etwas enttäuscht: die berauschende Pflanze - Quadra - beeinflusst ihn leider immer noch, er scheint tatsächlich abhängig von dem Zeug zu sein. Was Semire natürlich direkt ausnutzt, um Quilûn in ihrem Sinne zu lenken; für sie natürlich perfekt, denn so muss sie sich weiterhin nicht an einen Ehemann binden. Aber ein wenig mehr habe ich mir von Quilûn schon erwartet und denke, Golar auch. Ich möchte nicht glauben, dass es die Absicht des Grafen war, Quilûn zu seinem Nachfolger zu bestimmen, weil er sich sicher war, dass dann seine Tochter ihn in ihrem Sinne lenken würde. DIe Frage ist ja auch, weiß Semire überhaupt, was im Sinne ihres Vaters war, neben dem offensichtlichen Machterhalt?


    Dass Quilûn von all dem Pomp und der Verantwortung total überfordert ist, ist ja logisch, aber es gibt auch niemanden, der ihn selbstlos anleiten würde. Kyrin empfiehlt ihm, sich an Semire zu halten und die wiederum will ihn in ihrem Sinne lenken. Ich denke nicht, dass sie ihren Skrupel nachgeben wird. Ich frage mich immer mal wieder zwischendurch, ob sie sich schon gefragt hat, ob es damals nicht besser gewesen wäre, wenn sie Quilûn nicht in dem Berg gefunden hätte und er gestorben wäre.


    War da nicht etwas, dass Golar den Maler zu seinem Nachfolger ernannt hat, weil er die Welt genauso sieht wie er? Ich bekomme das nicht mehr wortwörtlich zusammen, aber vielleicht werden diese "Bilder", die er seit dem Einfluss der Quadra sieht, doch noch irgendwie "nützlich" sein. Andererseits war das Zusammentreffen mit der Quadra doch nicht geplant, daher bin ich mir nicht sicher, ob Golar dann wirklich diese arg abstrakten, aber teilweise auch "starken" Bilder (wie das von Erlyks Schmerz) gemeint hat. Andererseits verspürt auch Semire eine Art Magie in ihnen - können diese Bilder doch mehr als nur Farbe auf einer Leinwand zu sein?


    Kyrin kommt einen entscheidenden Schritt weiter. Wobei Buldagohm für mich noch in einigen Rätseln spricht ^^ Aber klar, sein Wissen hat natürlich seinen Preis - und was für einen Preis. Nicht nur, dass das Bergen der Köpfe unbemerkt vonstatten gehen sollte, stellt sich auch die Frage, was es bedeuten wird, wenn sich die Gravilioner außerhalb des Dunkelsees aufhalten werden. Es wird sicherlich seinerzeit seinen Grund gehabt haben, dass man sie versenkte und nicht wie die bestraften Magier auf einem Platz "ausstellte".

    Das was Buldagohm jedoch über den Berg und die Gezeiten der Ströme erzählt, macht mich immer neugieriger auf das Innere des Berges. Ich hoffe ja immer noch stark, dass wir irgendwann noch in sein Inneres vordringen werden. So wie der Gravilioner den Berg beschreibt, bekommt man den EIndruck, dass es sich bei ihm um ein lebendes Wesen handelt, da sein Gestein so alt sei, dass es nicht tot sein kann. Hm, ist das jetzt metaphorisch gemeint und auf die Geister gemünzt oder meint er das wörtlich?

    Liebe Grüße

    Karin

  • Ich dachte mit seiner Beobachtungsgabe hätte er zumindest durchschaut, warum er den Ring bekommen hat. Ich dachte der Beobachter für Details hätte die Kulissen durchschaut. Stattdessen ist er naiv, süchtig, und absolut ohne Verantwortungsgefühl. Wenn er wenigstens begreifen würde, dass Semire im das abnehmen kann wozu er unfähig ist und was ihn auch nicht interessiert. Aber da regt er sich noch auf,mweil ervkeine Marionette sein will. Die beiden kennen sich schon lange, da könnte er doch ihr Potenzial kennen und sich von den anderen Männern abheben.

    Ich frage mich ja, wie er aufgetreten wäre, hätte er nicht diese Begegnung mit der Quadra gehabt.


    Semire gefällt mir aber auch nicht. Sie weiß doch, dass der Maler sich nicht darum gerissen hat, Erbe desvreiches zu werden. Sie redet aber mit ihm, als sei er genauso ein machtgieriger Dummkopf wie dieser Frauenschänder.

    Findest du? Ich hatte eher den Eindruck, dass sie viel zu viel Angst hat, dass Quilûn nicht ehrgeizig genug ist, die Macht zu halten, auch weil er einfach noch zu naiv ist, da er sich mit den ganzen Hofintrigen natürlich nicht auskennt; er hatte damit bisher nie was zu tun gehabt. Und sie will natürlich auch nicht, dass ein Anderer vom Haus Schneegrund oder seiner Verbündeten die Macht an sich reißt und ihr damit jeglicher Einflussnahme beraubt.


    Unsere Magierin wird langsam unvorsichtig vor Neugier.

    Stimmt, die Szene mit Agohn hatte ich jetzt ganz vergessen zu erwähnen: ich hatte echt Schiss, dass er irgendwas mitbekommen hätte, was Kyrin so hinter seinem Rücken treibt. Vor allem bei der Erwähnung von Tarissonn ist mir eiskalt den Rücken runtergelaufen. Aber es geht scheint wirklich "nur" um die Steinbrenner, puh.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Szene mit Agohn ist die letzte, die ich in Ströme der Macht geschrieben habe. Der Rest des Manuskripts war in der Rohfassung bereits fertig, aber ich wollte noch etwas zum Verhältnis zwischen Kyrin und dem Steinmeister bringen.

    Die beiden kennen sich schon lange, da könnte er doch ihr Potenzial kennen und sich von den anderen Männern abheben.

    Ich weiß nicht, ob Du da nicht zu viel von Quilûn verlangst. Bei ihren wesentlichen "Auftritten" als Heerführerin war er noch nicht einmal dabei ...

    Sie redet aber mit ihm, als sei er genauso ein machtgieriger Dummkopf wie dieser Frauenschänder.

    Sie verabscheut ihn sicher nicht wie Doryam - aber er hat bekommen, was sie sich gewünscht hat. Obwohl sie wissen wird, dass sie es ohnehin nie bekommen hätte, wurmt sie das. In gewisser Weise personifiziert er die Ungerechtigkeit, die sie ihrer Chancen beraubt.

    Gut gefallen hat mir, wieder wie sie ihr Geschäft mit den Blumen führt. Da scheint sie eine ganz andere zu sein.

    ... wobei sie auch dort die Strippenzieherin ist, die bis zu einem gewissen Grade andere Menschen benutzt.

    Oder muss sich ein Magier dazu verpflichten, zu einem Haus zu gehören? Und wer ist dann höher: die Magier Innung oder das Haus?

    Alle Magier sind in die Hierarchie der Zunft eingebunden, aber es gibt einen erheblichen Unterschied, ob sie auch für die Zunft arbeiten oder ob sie einem Tiefen Haus die Treue geschworen haben. In letzterem Fall müssen sie eigentlich nur einige spezifische Regeln beachten, wie etwa, ab welchem Rang man welche Zauber meißeln darf und nach welchen Regeln Wissen über die Magie erworben oder weitergegeben werden darf.

    Anthurel und Kyrin waren von Beginn ihrer Ausbildung an Mündel des Tiefen Hauses Schneegrund. Graf Golar hat sie zwar in die Magierwerkstatt geschickt, ist aber für alle Kosten ihrer Ausbildung aufgekommen. Im Grunde war damit von vornherein klar, wo ihre Loyalitäten liegen. Bei Anthurel hat sich das nur deswegen geändert, weil er in ein anderes Haus eingeheiratet hat.

    für sie natürlich perfekt, denn so muss sie sich weiterhin nicht an einen Ehemann binden.

    Und sie will natürlich auch nicht, dass ein Anderer vom Haus Schneegrund oder seiner Verbündeten die Macht an sich reißt und ihr damit jeglicher Einflussnahme beraubt.

    Ich glaube, da hast Du selbst beantwortet, wieso Semire sich vielleicht doch mit Quilûn arrangieren könnte ... Wenn sie ihn vom Thron fegt, wird nicht etwa sie selbst, sondern ein anderer Mann darauf Platz nehmen. Und den kann sie dann vielleicht nicht lenken ...

    Ich frage mich immer mal wieder zwischendurch, ob sie sich schon gefragt hat, ob es damals nicht besser gewesen wäre, wenn sie Quilûn nicht in dem Berg gefunden hätte und er gestorben wäre.

    Das hätte vermutlich zu demselben Ergebnis geführt, das auch Quilûns Beseitigung zeitigen würde: Ein anderer Mann säße auf dem Thron.

    DIe Frage ist ja auch, weiß Semire überhaupt, was im Sinne ihres Vaters war, neben dem offensichtlichen Machterhalt?

    Wenn sie das wüsste - müsste sie dann Kyrin danach fragen, welchen Auftrag sie im Sinne des Grafen verfolgt?

    Ich hoffe ja immer noch stark, dass wir irgendwann noch in sein Inneres vordringen werden.

    Das wird noch in diesem Band passieren - versprochen. ;)

  • Nach einem epochalen Einstieg wird es nun etwas ruhiger in der Geschichte. Ich muss mich Rhea anschließen, ich hatte mehr auf unseren Malergrafen gesetzt. Die Flechte scheint doch extrem süchtig zu machen, seine Symptome sind ja schon die eines kalten Entzugs. Hier hätte es Semire durchaus schaffen können, sich Sympathien bei mir zu erkaufen, hat sie aber nicht. Ihr Weg, das Rauschmittel zu nutzen um Quilûn zu lenken ist konsequent aber auch sehr unschön. Zumal sie selber ja auch schon festgestellt hat, dass es dann irgendwann mit seiner Beseitigung enden muss. Ich sehe hier auch keinen Widerspruch zum Umgang mit ihren Blumen. Der "Wert" der Blumen und ihr eigener Ertrag ist am höchsten, wenn diese ihre Situation als angenehm sehen und dies der Kundschaft vermitteln. Semire wäre vermutlich der bessere Graf des Hauses, aber hier fehlt Ihr die Weitsicht, dass eine Allianz mit Quilûn vielleicht mehr bringen könnte als sein Steuern.

    Viele Grüße

    Olli

    Einmal editiert, zuletzt von OlliD ()

  • Ich weiß nicht, ob ein Entzug wirklich gut wäre in der Situation. Der Künstler in ihm ist am verzweifeln. Semire kann aber in der Situation keinen schwachen Quilun gebrauchen. Dass sie ihn damit steuern will finde ich auch unschön, aber sie ist es nicht anders gewöhnt, als in diesen Kategorien zu denken und sie versteht die Wahl ihres Vaters nicht. Vielleicht hätten Vater und Tochter auch mehr Vertrauen zueinander haben sollen.

  • Kyrin selber überrascht mich immer mehr. Wie alt war sie doch gleich? Sie ist definitiv ein Faktor in diesem Spiel. Ihre Treue zum verstorbenen Grafen wird ihr dabei hoffentlich nicht zum Verhängnis. Ihre Art mit den Zaubern zu variieren und damit eine Verständigung mit Buldagohm zu ermöglichen ist spannend. Ich bin gespannt, wie sie seine Forderung umsetzen wird und ob der Zunftmeister Wind davon bekommt.

    Ich traue diesem Kopf ja immer noch nicht. Und ich weiß nicht, ob Kyrin gut daran tut, von Buldaghom Ratschläge anzunehmen



    Die ganze Zeit habe ich mich auf Quilûns Auftritt gefreut - und jetzt bin ich doch etwas enttäuscht: die berauschende Pflanze - Quadra - beeinflusst ihn leider immer noch

    Ja, ich bin auch enttäuscht, er scheint ja wirklih süchtig zu sein und nicht an den Geschäften eines Grafen interessiert

    Aber gleichzeitig wissen wir ja auch, dass er einfach keine Chance hat, wenn ihm niemand hilft. Wie soll er durch dieses ganze Geflecht an Intrigen und Verbündeten durchblicken und jedem Fallstrick aus dem Weg gehen.

    Wahrscheinlich ist Semire , die ihn lenken will, da noch was kleinste Übel


    Semire gefällt mir aber auch nicht. Sie weiß doch, dass der Maler sich nicht darum gerissen hat, Erbe desvreiches zu werden. Sie redet aber mit ihm, als sei er genauso ein machtgieriger Dummkopf wie dieser Frauenschänder.

    Nun will sie also seine Sucht ausnutzen. So richtig nett ist das nicht.

    Gut gefallen hat mir, wieder wie sie ihr Geschäft mit den Blumen führt. Da scheint sie eine ganz andere zu sein.

    Semire hat einfach in dieser Männer dominierten Welt keine Chance. In ihrem Freudenhaus hat sie "die Hosen an" , da kann sie sich anders geben. Da ist sie nicht so abhängig. ich finde es, leider, nur folgerichtig, dass sie Quilun ausnutzen will. Ich finde aber nicht, dass sie ihn in einen Topf wirft mit den Herren ihrer Klasse, schon gar nicht mit den Frauenschändern. Da macht sie in meinen Augen schon einen Unterschied



    Das wird noch in diesem Band passieren - versprochen. ;)

    Juchu


    DA bin ich sehr sehr gespannt

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Wenn sie das wüsste - müsste sie dann Kyrin danach fragen, welchen Auftrag sie im Sinne des Grafen verfolgt?

    Eben, daher denke ich, dass sie keinen blassen Schimmer davon hat, was ihr Vater so "in seiner Freizeit" gemacht hat.


    Das wird noch in diesem Band passieren - versprochen. ;)

    Yeah!!!


    Aber gleichzeitig wissen wir ja auch, dass er einfach keine Chance hat, wenn ihm niemand hilft. Wie soll er durch dieses ganze Geflecht an Intrigen und Verbündeten durchblicken und jedem Fallstrick aus dem Weg gehen.

    Wahrscheinlich ist Semire , die ihn lenken will, da noch was kleinste Übel

    Damit hast du recht, womöglich ist sie wirklich das kleinste Übel, ich hoffe ja immer noch auf eine "besondere" Verbindung zwischen den beiden, einfach aus dem Umstand heraus, dass sie ihm damals das Leben gerettet hat.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Quilûn ist nun auf dem Berg im Tiefen Haus Schneegrund angekommen. Und nun muss er lernen, was es heißt DAS Oberhaupt eines Tiefen Hauses zu sein - ein Graf. Das wird ein langer und steiniger Weg. Die ganzen Intrigen und Taktiken des Adels, die unausgesprochenen Dinge zu erfassen. Und dann ist da anscheinend noch ein anderes Problem - die eingeatmeten Dämpfe der Quadra haben doch größere Konsequenzen als ich gedacht hätte. Sie scheinen eine Art Rauschmittel zu sein und Quilûn ist jetzt wohl irgendwie süchtig danach. Semire erkennt das und will aus Quliûn einen Süchtigen machen, damit sie ihn wie eine Marionette steuern kann, solange es notwendig ist, um ihn dann später dezent "hinter einem Vorhang" verschwinden zu lassen:grmpf:. Hoffentlich kommt es nicht soweit. Ich wünsche mir, dass Quilûn einen Weg findet sich als Graf zu behaupten und vielleicht ein paar Änderungen bewirken kann.


    Kyrin findet einen Weg mit dem Kopf des Gravioners zu kommunizieren. Der Zauber, den sie da meißelt ist wirklich genial. Das was Budagom über die Sröme der Macht erzählt und dass der Stein lebt klingt sehr spannend. Das macht mich ziemlich neugierig. Nun bin ich gespannt, wie bzw. ob sie die Forderung von Buldagohm umsetzt oder vielleicht einen Weg findet es nicht tun zu müssen. Auf jeden Fall muss Kyrin sehr vorsichtig sein. Agohn (irgendwie denke ich bei dem Namen immer an Argwohn) könnte für Kyrin sehr gefäjrlic werden und anscheinend hat er sie in sein Blickfeld gerückt. Im Moment geht es ihm vielleicht ja nur um die Steinbrenner aberb wer weiß.... Ich traue Agohn auf jeden Fall nicht über den Weg. Es würde mich nicht wundern, wenn er mit einem anderen Tiefen Haus unter einer Decke steckt und den Zauber der Steinbrenner darum unbedingt haben will.


    Semire gefällt mir aber auch nicht. Sie weiß doch, dass der Maler sich nicht darum gerissen hat, Erbe desvreiches zu werden. Sie redet aber mit ihm, als sei er genauso ein machtgieriger Dummkopf wie dieser Frauenschänder.

    Die Art, wie Semire mit Quilûn redet gefiel mir auch nicht sonderlich. Sie weiß genau, dass er ihr und ihrer Erfahrung mit dem Adel nicht gewachsen ist. Sie behandelt ihn wie ein Kind, von oben herab. Ich kann Semire sicher auch ein Stück weit verstehen - Quliûn hat das, was sie immer wollte. Aber Quliûn wollte diese Macht nie und ist logischerweise völlig überfordert. Ich würde es schöner finden, wenn beide einen Weg finden zusammen zu arbeiten und gemeinsam Haus Schneegrund führen.

    Findest du? Ich hatte eher den Eindruck, dass sie viel zu viel Angst hat, dass Quilûn nicht ehrgeizig genug ist, die Macht zu halten, auch weil er einfach noch zu naiv ist, da er sich mit den ganzen Hofintrigen natürlich nicht auskennt; er hatte damit bisher nie was zu tun gehabt. Und sie will natürlich auch nicht, dass ein Anderer vom Haus Schneegrund oder seiner Verbündeten die Macht an sich reißt und ihr damit jeglicher Einflussnahme beraubt.

    Ja Angst hat Semire wahrscheinlich auch irgendwie. Angst davor, das Jemand Quliûn die Macht wegnimmt und über Haus Schneegrund herrscht. Jamand, den sie dann nicht beieinflussen kann. Dann hat sie gar keine Macht mehr und muss wohl oder übel einen mächtigen Mann ehelichen.

    Aber ein wenig mehr habe ich mir von Quilûn schon erwartet und denke, Golar auch.

    Ich hatte auch etwas mehr Hoffnung und Erwartungen in Quilûn gesetzt.

    Aber gleichzeitig wissen wir ja auch, dass er einfach keine Chance hat, wenn ihm niemand hilft. Wie soll er durch dieses ganze Geflecht an Intrigen und Verbündeten durchblicken und jedem Fallstrick aus dem Weg gehen.

    Ja das ist auf jeden Fall so. Ich hoffe, dass er da noch jemanden (Semire???) findet.

    Semire wäre vermutlich der bessere Graf des Hauses, aber hier fehlt Ihr die Weitsicht, dass eine Allianz mit Quilûn vielleicht mehr bringen könnte als sein Steuern.

    Leider sieht es im Moment ganz danach aus.

    Damit hast du recht, womöglich ist sie wirklich das kleinste Übel, ich hoffe ja immer noch auf eine "besondere" Verbindung zwischen den beiden, einfach aus dem Umstand heraus, dass sie ihm damals das Leben gerettet hat.

    Das mit der "besonderen" Verbindung hoffe ich auch.

    Das wird noch in diesem Band passieren - versprochen. ;)

    Da bin ich sehr gespannt drauf. Meine Grubenlampe und die passende Seilschaft liegen bereit

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Ich wünsche mir, dass Quilûn einen Weg findet sich als Graf zu behaupten und vielleicht ein paar Änderungen bewirken kann.

    Ja, das hoffe ich auch noch sehr, dass er nicht nur als Marionette "verkommen" wird.


    Agohn (irgendwie denke ich bei dem Namen immer an Argwohn)

    :five: Ich auch ^^

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Flechte scheint doch extrem süchtig zu machen,


    die eingeatmeten Dämpfe der Quadra haben doch größere Konsequenzen als ich gedacht hätte.

    Es gibt einen speziellen Grund, aus dem Quilûn besonders stark auf die Quadra anspricht ...

    Ich sehe hier auch keinen Widerspruch zum Umgang mit ihren Blumen.

    In gewisser Weise wendet Semire das, was sie im Adel gelernt hat, in einem Umfeld an, in dem sie agieren kann (statt nur Beiwerk zu sein).

    sie ist es nicht anders gewöhnt, als in diesen Kategorien zu denken

    Das stimmt, und es ist auch fraglich, ob es klug wäre, in anderen Kategorien zu denken. Schließlich ist Quilûn jetzt Teil ihrer (Adels-)welt, in der sie sich auskennt und in der sie die Regeln beherrscht.

    Vielleicht hätten Vater und Tochter auch mehr Vertrauen zueinander haben sollen.

    Dazu wäre noch anzumerken, dass Golar sein Ableben ja nicht geplant hat ...


    Wahrscheinlich ist Semire , die ihn lenken will, da noch was kleinste Übel

    Der Vorteil, wenn man ein nützliches Werkzeug ist, besteht darin, dass man pfleglich behandelt wird. Allerdings nur, solange man nützlich bleibt.

    und vielleicht ein paar Änderungen bewirken kann.

    Was für Änderungen soll er denn anstreben?

    Es würde mich nicht wundern, wenn er mit einem anderen Tiefen Haus unter einer Decke steckt

    Agohn deutet ja an, dass er zu einigen Tiefen Häusern bessere Verbindungen hat als zu den Schneegrunds ...

    Sie behandelt ihn wie ein Kind, von oben herab.

    Was denkt Ihr: In welchem Alter hatte Semire vergleichbare Kenntnisse über das Leben des Adels, wie Quilûn sie gegenwärtig hat?

    Dann hat sie gar keine Macht mehr und muss wohl oder übel einen mächtigen Mann ehelichen.

    ... und dann hätte sie noch Glück, wenn es wirklich ein mächtiger Mann wäre. Wenn ein anderer sicher auf dem Grafenthron sitzt, fällt Semires "Marktwert" rapide. Mit 30 ist sie auch nicht mehr die Jüngste, vermutlich gilt sie als eher schwierig, man darf nicht erwarten, dass sie sich unkompliziert einfügt ... Gut möglich, dass der neue Herr von Haus Schneegrund sie an irgendeinen Provinz-Baron abschieben würde.

  • Was denkt Ihr: In welchem Alter hatte Semire vergleichbare Kenntnisse über das Leben des Adels, wie Quilûn sie gegenwärtig hat?

    Sicherlich hat/musste sie das ziemlich früh lernen.


    Wenn ein anderer sicher auf dem Grafenthron sitzt, fällt Semires "Marktwert" rapide. Mit 30 ist sie auch nicht mehr die Jüngste, vermutlich gilt sie als eher schwierig, man darf nicht erwarten, dass sie sich unkompliziert einfügt ... Gut möglich, dass der neue Herr von Haus Schneegrund sie an irgendeinen Provinz-Baron abschieben würde.

    Wurde nicht auch an einer Stelle im Buch erwähnt, dass Semire eigentlich schon als zu alt für eine Heirat gilt? Dadurch sinkt ihr "Wert" noch extremer.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Es gibt einen speziellen Grund, aus dem Quilûn besonders stark auf die Quadra anspricht ...

    Aha ... na da bin ich ja mal gespannt.

    Was für Änderungen soll er denn anstreben?

    Vielleicht eine Gleichstellung von Frauen und Männern? Selbst in unserem Mittelalter war es nicht gänzlich ausgeschlossen, dass weibliche Nachkommen geherrscht haben. Das wäre zumindest mal ein Anfang.

    Was denkt Ihr: In welchem Alter hatte Semire vergleichbare Kenntnisse über das Leben des Adels, wie Quilûn sie gegenwärtig hat?

    Ich denke, dass Semire das schon in ihrer frühestens Kindheit lernen musste. Es wurde ihr quasi mit in die Wiege gelegt.

    Liebe Grüße Andrea "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat."(Helen Hayes)

  • Selbst in unserem Mittelalter war es nicht gänzlich ausgeschlossen, dass weibliche Nachkommen geherrscht haben.

    Generell war der Stand wichtiger als das Geschlecht (eine Baronin hatte immer mehr zu sagen als ein Fuhrknecht). Es gab auch Frauen, die moralisch/geistesgeschichtlich extrem einflussreich waren. Beispielsweise Hildegard von Bingen als Äbtissin, die nahezu auf Augenhöhe mit dem Papst diskutiert hat.

  • Der Maler istvalsovsüchtig und glaubt nur noch im Rausch wirkliche Kunst machen zu können. Habe ihn total überschätzt. Ich dachte mit seiner Beobachtungsgabe hätte er zumindest durchschaut, warum er den Ring bekommen hat. Ich dachte der Beobachter für Details hätte die Kulissen durchschaut. Stattdessen ist er naiv, süchtig, und absolut ohne Verantwortungsgefühl.

    Die ganze Zeit habe ich mich auf Quilûns Auftritt gefreut - und jetzt bin ich doch etwas enttäuscht: die berauschende Pflanze - Quadra - beeinflusst ihn leider immer noch, er scheint tatsächlich abhängig von dem Zeug zu sein. Was Semire natürlich direkt ausnutzt, um Quilûn in ihrem Sinne zu lenken; für sie natürlich perfekt, denn so muss sie sich weiterhin nicht an einen Ehemann binden. Aber ein wenig mehr habe ich mir von Quilûn schon erwartet und denke, Golar auch.

    Ich war auch ein wenig enttäuscht und hatte mir von Quilûns Auftreten mehr erhofft. Die Sucht scheint eine sehr starke zu sein, die mit Sicherheit eine größere Bedeutung hat. Die Bilder sprechen da für sich. So genau ist mir auch noch nicht klar, welche Macht diese Bilder tatsächlich haben. Aber ich glaube schon, dass sie eine sehr wichtige Rolle spielen werden.

    können diese Bilder doch mehr als nur Farbe auf einer Leinwand zu sein?

    Definitiv. Sie scheinen regelrecht "lebendig" zu werden. Vielleicht ist das so etwas wie die Luft zum Atmen, die der Berg bzw. seine Bewohner benötigt.

    Es wird sicherlich seinerzeit seinen Grund gehabt haben, dass man sie versenkte und nicht wie die bestraften Magier auf einem Platz "ausstellte".

    Ich traue diesem Kopf ja immer noch nicht. Und ich weiß nicht, ob Kyrin gut daran tut, von Buldaghom Ratschläge anzunehmen

    Ich habe da auch ein wenig Bauchschmerzen. Man kennt die Motive und Ziele nicht - noch nicht. Vorsicht ist da auf jeden Fall geboten.


    So wie der Gravilioner den Berg beschreibt, bekommt man den EIndruck, dass es sich bei ihm um ein lebendes Wesen handelt, da sein Gestein so alt sei, dass es nicht tot sein kann. Hm, ist das jetzt metaphorisch gemeint und auf die Geister gemünzt oder meint er das wörtlich?

    Den hatte ich auch irgendwie. Ich glaube mittlerweile, dass er lebt. Die Geister sind eventuell Handlanger oder Vermittler.


    Ich traue Agohn auf jeden Fall nicht über den Weg. Es würde mich nicht wundern, wenn er mit einem anderen Tiefen Haus unter einer Decke steckt und den Zauber der Steinbrenner darum unbedingt haben will.

    Genau das habe ich auch direkt gedacht.

    Da bin ich sehr gespannt drauf. Meine Grubenlampe und die passende Seilschaft liegen bereit

    Tatsächlich lese ich sogar zeitweise mit Stirnlampe (weil es die Woche so spät noch so warm auf dem Balkon war). Ich bin also vorbereitet.

    Was denkt Ihr: In welchem Alter hatte Semire vergleichbare Kenntnisse über das Leben des Adels, wie Quilûn sie gegenwärtig hat?

    Ich denke, dass Semire das schon in ihrer frühestens Kindheit lernen musste. Es wurde ihr quasi mit in die Wiege gelegt.

    Ich denke auch, dass sie von klein auf darauf vorbereitet wurde. Sonst könnte sie ihr kleines Nebengeschäft nicht so erfolgreich führen. Sie hat schon früh gelernt, wie sie die Fäden spinnen muss. Dagegen ist Quilûn tatsächlich ein kleiner Junge.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Die Sucht scheint eine sehr starke zu sein, die mit Sicherheit eine größere Bedeutung hat.

    O ja. ;)


    Ich habe da auch ein wenig Bauchschmerzen. Man kennt die Motive und Ziele nicht - noch nicht. Vorsicht ist da auf jeden Fall geboten.

    Sicher hätte sie auch andere Möglichkeiten als die Köpfe der Gravioner, um nach den Gezeiten der Macht zu forschen. Tarisonn etwa hat es in den Aufzeichnungen der Magier probiert. Allerdings ist auch das nicht gefahrlos: Tarisonn ist jetzt ein Weinender Mann ...