06 - Kapitel 33 bis Ende (ab Seite 393)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 39 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von gagamaus.

  • Gestern fertig gelesen. Musste jetzt erst mal ein bisserl über den letzten Abschnitt nachdenken. Gefühlsmäßig war es ja ein Hin und Her. Für die Protagonisten aber auch für mich.


    Ich mag Thilo und Grischa aber ich spüre noch nicht, dass letzterer jemals mit Haut und Haar treu sein könnte. Und das ist es wohl, was Thilo braucht. Ich fürchte, dass Grischa Thilo noch öfter verletzten wird.

    Thilo und Katya, das war für mich eine spannende Sache. Ich hatte das Gefühl, die beiden könnten wirklich ein gutes Paar werden. Wobei ... Thilo ist wohl eher homosexuell als bisexuell (wie Grischa) und auf Dauer würde er mit Katya sicher auch nicht glücklich.

    Und Katya und Christian... ehrlich, ich werde mit Christian nicht mehr warm. Klar, der Mann hat gelernt aus seinen Fehlern und erkannt, dass Katya seine große Liebe ist. Und ja, man soll einer Liebe auch mal eine zweite Chance geben. Aber ich frage mich, sind seine Gefühle deshalb so groß für sie, weil er mit der liebe Henny nicht ganz glücklich ist? (Hier regen sich bei mir eigene schmerzliche Erfahrungen und ich hätte es Katya gewünscht, dass sie jemand Unvorbelasteten findet.) Und ich traue Christian nicht über den Weg, denn auch wenn seine Gefühle sich gewandelt haben, so hat er doch Wesenszüge gezeigt, die er nicht so einfach abgelegt hat.

    Und am Ende bleiben natürlich noch, Christian und Henny. Das mit den vielen Kindern, die nicht kommen wollen, hat mir sehr leid getan. Für Henny wäre es wichtig gewesen. Aber die Ehe würde es sicherlich nicht retten. Kinder retten keine Ehe. Sie sind meist nur tragische Opfer. Es ist traurig für Henny, dass Christian sie nicht wirklich liebt. Ich wünsche ihr einen Mann, der erkennt, was sie für eine warmherzige Perle ist. Die zwei passten von Anfang an nicht zusammen aber schmerzlich wird diese Trennung sicherlich.


    Für alle gilt, dass es ein Gefühlschaos ist, welches ich keinem wünsche. Vor allem, weil sie auch beruflich und räumlich so nah zusammen sind. Ob sie das auf die Reihe kriegen? Ob sie am Ende noch die vier Musketiere sind? Ich weiß es nicht. Es bleibt spannend.


    Ich fand es Klasse, dass die Reise mit dem Eis den Leser bis nach Indien führt - und dass sie dort wirklich so viel Erfolg haben, wie sie von Anfang an hofften. Wie viele Wochen waren sie eigentlich insgesamt unterwegs? Das da überhaupt noch genug Eis übrig war. Cool - im wahrsten Sinne des Wortes.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Noch vergessen. Ich hoffe, Katya trifft ihren Forscher nochmal wieder. Das ist ein toller Mann und ein toller Charakter in dieser schönen Geschichte von Liebe und Eis.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Eine bös vertrackte Situation, ja.

    Dass auf den letzten Seiten jeder Topf seinen Deckel bekommt und sich alle Konflikte in Wohlgefallen auflösen, hätte ich mir nicht vorstellen können. Dafür ist zu viel passiert auf dem Weg der vier Eisbarone, als dass es eine glatte saubere Lösung geben könnte. Mir wäre es gefühlt auch zu viel an Happy-End gewesen, da sie jetzt doch endlich den ersehnten Erfolg in den Händen halten.

    Und Katya und Christian... ehrlich, ich werde mit Christian nicht mehr warm. Klar, der Mann hat gelernt aus seinen Fehlern und erkannt, dass Katya seine große Liebe ist. Und ja, man soll einer Liebe auch mal eine zweite Chance geben. Aber ich frage mich, sind seine Gefühle deshalb so groß für sie, weil er mit der liebe Henny nicht ganz glücklich ist? (Hier regen sich bei mir eigene schmerzliche Erfahrungen und ich hätte es Katya gewünscht, dass sie jemand Unvorbelasteten findet.) Und ich traue Christian nicht über den Weg, denn auch wenn seine Gefühle sich gewandelt haben, so hat er doch Wesenszüge gezeigt, die er nicht so einfach abgelegt hat.

    Ich sehe da auch keinen Grund für Jubel - es ist eine Annäherung, mehr nicht. Dieses Misstrauen gegenüber Christian ist gut und richtig, das muss da sein, nicht zuletzt auch bei Katya selbst.

    Das macht Christian auch für mich zu einem solch spannenden Charakter. Dass er nicht automatisch mögenswert ist, dass man sich an ihm reiben kann und vielleicht auch muss. Gerade jetzt, in dieser Situation, hat er großes Potential, sich weiterzuentwickeln - in welche Richtung auch immer. Ob er das auch kann, wird sich zeigen - und irgend jemand wird darunter leiden müssen.
    Gerade aus dieses zwiespältige Gefühl ihm gegenüber kam es mir in diesem letzten Kapitel an - ich mag ohnehin Szenen, in denen man im buchstäblichen Sinn gemischte Gefühle hat.
    (Gah, hier ist es ist für mich so unfassbar schwer, nichts über den zweiten Band zu verraten!! Macht euch auf jeden Fall auf ein paar Überraschungen gefasst … )


    Vor allem, weil sie auch beruflich und räumlich so nah zusammen sind. Ob sie das auf die Reihe kriegen? Ob sie am Ende noch die vier Musketiere sind? Ich weiß es nicht. Es bleibt spannend.

    "Die vier Musketiere" gefällt mir! Ganz wichtige und berechtigte Fragen, die Du da stellst. Das finde ich das Schöne an einem Mehrteiler: man hat als Autor wesentlich mehr Raum und Roman-Zeit, um den Lebensweg der Charaktere weiter zu verfolgen. Und alle vier sind ja noch recht jung zu diesem Zeitpunkt.

    Ich fand es Klasse, dass die Reise mit dem Eis den Leser bis nach Indien führt - und dass sie dort wirklich so viel Erfolg haben, wie sie von Anfang an hofften. Wie viele Wochen waren sie eigentlich insgesamt unterwegs? Das da überhaupt noch genug Eis übrig war. Cool - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Ziemlich genau drei Monate. Und dass genug Eis übrig bleibt, wissen wir von der historisch verbürgten Fahrt Frederic Tudors nach Kalkutta, der damit ebenfalls sein bis dato dickstes Geschäft machte.

    Aber - das gebe ich zu bedenken - auch der satte Gewinn aus den indischen Waren wird nicht reichen, um sich auf die faule Haut zu legen, da müssen wir genauso realistisch sein wie die vier Eisbarone selbst.


    Noch vergessen. Ich hoffe, Katya trifft ihren Forscher nochmal wieder. Das ist ein toller Mann und ein toller Charakter in dieser schönen Geschichte von Liebe und Eis.

    Möchtet ihr das wirklich jetzt schon wissen oder besser abwarten?
    (Ich frag' lieber vorher. 8) )

  • Möchtet ihr das wirklich jetzt schon wissen oder besser abwarten?
    (Ich frag' lieber vorher. 8) )

    Ob sie ihn wieder trifft, das würde ich schon gerne wissen. Einfach, weil ich es schade fände, wenn so ein toller Charakter nicht noch was sagen und zur Geschichte beitragen dürfte. Aber andererseits - ich vertraue da darauf, dass Du als Autorin die Sache voll und ganz im Griff hast. :saint: Ich hoffe sehr, wir treffen uns alle nächstes Jahr im Sommer zur Fortsetzung wieder. 8o

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Dass auf den letzten Seiten jeder Topf seinen Deckel bekommt und sich alle Konflikte in Wohlgefallen auflösen, hätte ich mir nicht vorstellen können. Dafür ist zu viel passiert auf dem Weg der vier Eisbarone, als dass es eine glatte saubere Lösung geben könnte. Mir wäre es gefühlt auch zu viel an Happy-End gewesen, da sie jetzt doch endlich den ersehnten Erfolg in den Händen halten.

    So ist es genau richtig. Das erhöht die Spannung auf die Fortsetzung, keine Frage.

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Ob sie ihn wieder trifft, das würde ich schon gerne wissen. Einfach, weil ich es schade fände, wenn so ein toller Charakter nicht noch was sagen und zur Geschichte beitragen dürfte. Aber andererseits - ich vertraue da darauf, dass Du als Autorin die Sache voll und ganz im Griff hast. :saint:

    Ob ich das immer alles so im Griff habe, weiß ich selbst nicht so genau. 8o
    Spaß beiseite: gefühlt ist mein Einfluss auf die Charaktere, ihre Gefühlswelt und ihr Handeln ziemlich begrenzt. Ich bin eigentlich nur die Chronistin. Aber ich weiß, wenn es sich grottenfalsch oder komisch anfühlt, dann ist das auch nicht die "wahre" Geschichte meiner Helden. Dann muss ich nochmal genauer hinhorchen, hinspüren - bis es sich in sich wieder richtig und stimmig anfühlt.


    Natürlich werden wir Johann Silberberg wiedersehen! Ich finde ihn selbst zu toll, um ihn sang- und klanglos im Off verschwinden zu lassen, vor allem ist er für Katya zu wichtig geworden und in sich auch einfach ein Mensch, der Beständigkeit und Geduld symbolisiert.
    (Dabei stand er noch nicht einmal im Exposé zu Band 1. Er ist einfach daher spaziert, in Tromsø - und mit ihren norwegischen Nächten haben die beiden mich selbst überrascht. Das liebe ich am Schreiben - diese Charaktere, an die ich vorab nie gedacht habe und immer so wunderbar sind, ohne mein Zutun. Wenn ich mich auf Entwicklungen einlassen muss, die ich nie geplant habe und die sich durch und durch richtig anfühlen. Das ist die Magie des Geschichtenerzählens, nach der ich süchtig bin.)


    Übrigens wird es sogar davor noch ein Wiedersehen mit Silja geben. (Dann kriegt ihr auch zwangsläufig diese eine Frage beantwortet, die euch so sehr beschäftigt und zu der ich bislang so standhaft geschwiegen habe. 8) )


    Und weil der Text für die Verlagsvorschau schon geschrieben ist und in ein paar Wochen dann auch offiziell zu lesen sein wird, kann ich auch verraten, dass Band 2 knapp zwei Jahre nach dem Ende von Band 1 beginnt. Und zwar mit Betje, dem rothaarigen Mädchen mit dem lahmen Arm, das es von Ostfriesland nach Hamburg verschlägt. Im Gängeviertel, den damaligen Slums von Hamburg, kreuzt sich ihr Weg mit dem Katyas - eine Begegnung, die beiden Leben eine neue Wendung gibt.

    Und mit Betje kommt ein ganzer Satz neuer spannender Charaktere daher. Es wird nochmal eine Hochzeit in Sankt Katharinen geben, Hamburg geht in Flammen auf, und am Schluss müssen wir uns fragen, was im Leben überdauert.

    Ich hoffe sehr, wir treffen uns alle nächstes Jahr im Sommer zur Fortsetzung wieder. 8o

    Von Herzen gerne!

  • Übrigens wird es sogar davor noch ein Wiedersehen mit Silja geben. (Dann kriegt ihr auch zwangsläufig diese eine Frage beantwortet, die euch so sehr beschäftigt und zu der ich bislang so standhaft geschwiegen habe. 8) )


    Natürlich werden wir Johann Silberberg wiedersehen! Ich finde ihn selbst zu toll, um ihn sang- und klanglos im Off verschwinden zu lassen, vor allem ist er für Katya zu wichtig geworden und in sich auch einfach ein Mensch, der Beständigkeit und Geduld symbolisiert.

    Bye the way - die beiden würden auch gut zusammen passen. :D Und die könnten dann das Kind - so es denn eines gibt - von Grischa aufziehen. Haha. Du siehst, Nicole, wenn ich deine Charakter in die Hand bekäme, dann ginge es auch rund.


    Und weil der Text für die Verlagsvorschau schon geschrieben ist und in ein paar Wochen dann auch offiziell zu lesen sein wird, kann ich auch verraten, dass Band 2 knapp zwei Jahre nach dem Ende von Band 1 beginnt. Und zwar mit Betje, dem rothaarigen Mädchen mit dem lahmen Arm, das es von Ostfriesland nach Hamburg verschlägt. Im Gängeviertel, den damaligen Slums von Hamburg, kreuzt sich ihr Weg mit dem Katyas - eine Begegnung, die beiden Leben eine neue Wendung gibt.

    Und mit Betje kommt ein ganzer Satz neuer spannender Charaktere daher. Es wird nochmal eine Hochzeit in Sankt Katharinen geben, Hamburg geht in Flammen auf, und am Schluss müssen wir uns fragen, was im Leben überdauert.

    Boa, klingt das alles Vielversprechend. Du weißt, wie Du uns den Mund wässrig machen kannst. :*



    Von Herzen gerne!

    Sehr schön. Ich nehme Dich beim Wort. 8o

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen



  • Bye the way - die beiden würden auch gut zusammen passen. :D Und die könnten dann das Kind - so es denn eines gibt - von Grischa aufziehen. Haha. Du siehst, Nicole, wenn ich deine Charakter in die Hand bekäme, dann ginge es auch rund.

    Ist nicht so, dass mir dieser Gedanke nicht auch schon durch den Kopf geschwirrt wäre … :saint:

    Da bin ich dann aber gedanklich zwei Schritte zurückgetreten - weil ich da nichts forcieren will und mich erst einmal auf das beschränke, was ich sicher weiß. Alles andere ergibt sich - oder eben auch nicht, und dafür dann etwas Neues, Anderes. Ich vertraue da ganz meinen Charakteren, die sowieso ihren eigenen Weg gehen.

    Boa, klingt das alles Vielversprechend. Du weißt, wie Du uns den Mund wässrig machen kannst. :*

    … und das ist noch nicht mal die Hälfte der Geschichte. Aber sonst spoilere ich wirklich …

    Sehr schön. Ich nehme Dich beim Wort. 8o

    Kannst Du gerne. :* Aber vorher freue ich mich noch ganz klammheimlich auf unsere Runde zur "Hüterin", das krasse Kontrastprogramm zur "Eisbaronin" … <3

  • So nun bin ich auch fertig und klappe mit einem weinenden und einem lachenden Auge das Buch zu. Weinend, weil es zu Ende ist und lachend, weil es nächstes Jahr weitergehen wird :)


    Hier ging es ja nochmal so richtig ab im letzten Abschnitt! Gleich vorneweg möchte ich anmerken, wie leid es mir für Henny tut, dass sie nach Jette ein Baby nach dem anderen verliert. Das muss sehr schwer sein, immer wieder zu hoffen um dann wieder in den tiefen emotionalen Keller zu fallen, die Arme. Mir tut es auch leid für sie, dass ihre Ehe sich immer mehr aufzulösen scheint. Sicher hat Christian überstürzt und aus Trotz heraus gehandelt, als er um ihre Hand angehalten hat. Aber sie hat wirklich alles gegeben um daraus eine erfolgreiche und glückliche Ehe zu machen. Sie hat Christians Zweifel und seine Abwendung nicht verdient ...


    Das große Ereignis, das im Raum steht ist natürlich der Erfolg in Madras, den ich allen von Herzen gönne. Aber wie wird sich das auf ihre Freundschaften und vor allem auf den Charakter jedes Einzelnen auswirken? Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich und Erfolg steigt so manchem zu Kopf ...


    Nicole, du lässt mich mit vielen Fragen und einem mehr oder weniger offenen Ende zurück ... nun hibbel ich umso mehr auf den nächsten Band der Saga und geh jetzt mal lesen, was gagamaus so geschrieben hat ...

  • Und Katya und Christian... ehrlich, ich werde mit Christian nicht mehr warm. Klar, der Mann hat gelernt aus seinen Fehlern und erkannt, dass Katya seine große Liebe ist. Und ja, man soll einer Liebe auch mal eine zweite Chance geben. Aber ich frage mich, sind seine Gefühle deshalb so groß für sie, weil er mit der liebe Henny nicht ganz glücklich ist? (Hier regen sich bei mir eigene schmerzliche Erfahrungen und ich hätte es Katya gewünscht, dass sie jemand Unvorbelasteten findet.) Und ich traue Christian nicht über den Weg, denn auch wenn seine Gefühle sich gewandelt haben, so hat er doch Wesenszüge gezeigt, die er nicht so einfach abgelegt hat.

    Oh, mir geht es ähnlich wie dir ... Christian ist doch sehr auf sein eigenes Wohlbefinden bedacht und zögert dabei nicht, andere zu verletzen ... ich hab Angst, dass Henny das erste Opfer werden wird ...

  • Dass auf den letzten Seiten jeder Topf seinen Deckel bekommt und sich alle Konflikte in Wohlgefallen auflösen, hätte ich mir nicht vorstellen können. Dafür ist zu viel passiert auf dem Weg der vier Eisbarone, als dass es eine glatte saubere Lösung geben könnte. Mir wäre es gefühlt auch zu viel an Happy-End gewesen, da sie jetzt doch endlich den ersehnten Erfolg in den Händen halten.


    Oh, absolut! Friede, Freude, Eierkuchen hätte mich enttäuscht. Das hätte nicht zu dieser spannenden Geschichte gepasst :)


    (Gah, hier ist es ist für mich so unfassbar schwer, nichts über den zweiten Band zu verraten!! Macht euch auf jeden Fall auf ein paar Überraschungen gefasst … )


    Das stelle ich mir ja auch sehr schwierig vor ... aber du musst eisern bleiben ;)


    Übrigens wird es sogar davor noch ein Wiedersehen mit Silja geben. (Dann kriegt ihr auch zwangsläufig diese eine Frage beantwortet, die euch so sehr beschäftigt und zu der ich bislang so standhaft geschwiegen habe. 8) )


    Na, da bin ich ja nun gespannt, wie ein Flitzebogen ... aber nix verraten, gell? ;)

  • Über meine Rezension werde ich noch ein wenig nachdenken ... morgen, spätestens übermorgen ist sie fertig :)


    Ich bleibe der Runde natürlich noch ein wenig treu, es ist einfach zu spannend hier!

  • Hier ging es ja nochmal so richtig ab im letzten Abschnitt! Gleich vorneweg möchte ich anmerken, wie leid es mir für Henny tut, dass sie nach Jette ein Baby nach dem anderen verliert. Das muss sehr schwer sein, immer wieder zu hoffen um dann wieder in den tiefen emotionalen Keller zu fallen, die Arme. Mir tut es auch leid für sie, dass ihre Ehe sich immer mehr aufzulösen scheint. Sicher hat Christian überstürzt und aus Trotz heraus gehandelt, als er um ihre Hand angehalten hat. Aber sie hat wirklich alles gegeben um daraus eine erfolgreiche und glückliche Ehe zu machen. Sie hat Christians Zweifel und seine Abwendung nicht verdient ...


    Das große Ereignis, das im Raum steht ist natürlich der Erfolg in Madras, den ich allen von Herzen gönne. Aber wie wird sich das auf ihre Freundschaften und vor allem auf den Charakter jedes Einzelnen auswirken? Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich und Erfolg steigt so manchem zu Kopf ...


    Nicole, du lässt mich mit vielen Fragen und einem mehr oder weniger offenen Ende zurück ... nun hibbel ich umso mehr auf den nächsten Band der Saga und geh jetzt mal lesen, was gagamaus so geschrieben hat ...

    Es passiert so viel in diesem Abschnitt und am liebsten würde ich zu allen Themen was sagen ;)

    Besonders gut gefällt mir, dass sie alle so fleissig und ehrgeizig sind, sich gegenseitig unterstützen und mit Nebenjobs Geld verdienen. Diese Zielstrebigkeit imponiert mir, sie haben soviel investiert - Zeit, Geld, Arbeit und mentale Energie, Rückschläge verkraften müssen - und nun drohen ihre ambitionierten Pläne zu scheitern. Katya ist in ihrer Blockhütte am norwegischen See und macht sich Sorgen um die Zukunft. Johann ist bei ihr in der Hütte, während draußen der Schneesturm heult - wie romantisch ist das denn bitte? :love: Leider hat sich die Stimmung zuhause eingetrübt, Anstrengung und Frust hinterlassen ihre Spuren, die Ehe von Christian und Henny wirkt abgenutzt, Thilo und Grischa streiten viel - das fragile Gewebe ihrer Freundschaft droht brüchig zu werden. Sie fangen an, sich zu verlieren.

    Katya will jetzt endlich das Leben spüren, sie hat genug davon zu warten. Sie will jetzt mit Johann die körperliche Liebe kennenlernen, als Zeichen für einen Neubeginn. Er ist die beste Wahl, die sie treffen konnte, er ist gleichzeitig Liebhaber, Freund und Seelengefährte für sie. Dieser Zustand ist so kostbar und zerbrechlich, sie und Johann in ihrer eigenen Welt, einer Insel im Nirgendwo mitten in Eis und Schnee, außerhalb von Zeit und Raum. Leider kann es keine Zukunft für sie geben, aber diese Tage und Nächte sind real und werden bleiben in der Erinnerung und der Seele.

    Zurück in Hamburg gibt es neue Verwerfungen zwischen den vier Freunden - der Rausch zwischen Thilo und Grischa hat sich verbraucht, ist zu einer schalen Nüchternheit verkümmert. Thilo fühlt sich wohl in Katya`s Nähe und er überrascht sie mit einem Heiratsantrag, in den sie einwilligt. So sehr ich nachvollziehen kann, dass die beiden sich auf vielen Ebenen gut verstehen, halte ich eine Ehe für eine ganz schlechte Idee. Katya würde niemals glücklich werden mit einem Mann, der sie zwar achtet und schätzt auf geistiger und seelischer Ebene, ihr aber in körperlich-sexueller Hinsicht niemals das geben könnte, was sie zu Recht in einer Ehe erwartet. Thilo ist nun mal homosexuell, im Gegensatz zu Grischa gab es bei ihm nie auch nur halbherzige Tendenzen in Richtung erotischer Annäherungen zu Frauen.

  • Hier ging es ja nochmal so richtig ab im letzten Abschnitt! Gleich vorneweg möchte ich anmerken, wie leid es mir für Henny tut, dass sie nach Jette ein Baby nach dem anderen verliert. Das muss sehr schwer sein, immer wieder zu hoffen um dann wieder in den tiefen emotionalen Keller zu fallen, die Arme. Mir tut es auch leid für sie, dass ihre Ehe sich immer mehr aufzulösen scheint. Sicher hat Christian überstürzt und aus Trotz heraus gehandelt, als er um ihre Hand angehalten hat. Aber sie hat wirklich alles gegeben um daraus eine erfolgreiche und glückliche Ehe zu machen. Sie hat Christians Zweifel und seine Abwendung nicht verdient ...

    Das hat sie definitiv nicht verdient, und mir hat es auch sehr leid getan, dass sie eine Fehlgeburt nach der anderen hatte. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet" ist zwar ein längst abgenutzter Spruch - bei Christian und Henny trifft er jedoch absolut zu, als die Ehe hier ins Trudeln gerät.


    Na, da bin ich ja nun gespannt, wie ein Flitzebogen ... aber nix verraten, gell? ;)

    Ich geb' mir allergrößte Mühe. :)



    Es passiert so viel in diesem Abschnitt und am liebsten würde ich zu allen Themen was sagen ;)

    <3


    Diese Zielstrebigkeit imponiert mir, sie haben soviel investiert - Zeit, Geld, Arbeit und mentale Energie, Rückschläge verkraften müssen - und nun drohen ihre ambitionierten Pläne zu scheitern.

    Das hat mir so leidgetan für die vier, dass ein Jahr nach dem anderen nicht den ersehnten Erfolg bringt. (Was ich übrigens anhand der Wetteraufzeichnungen aus jenen Jahren so verlaufen ließ.) Und ganz besonders, dass die Beziehungen untereinander so leiden.

    Sie will jetzt mit Johann die körperliche Liebe kennenlernen, als Zeichen für einen Neubeginn.

    Dieser Gedanke gefällt mir. <3

    Er ist die beste Wahl, die sie treffen konnte, er ist gleichzeitig Liebhaber, Freund und Seelengefährte für sie. Dieser Zustand ist so kostbar und zerbrechlich, sie und Johann in ihrer eigenen Welt, einer Insel im Nirgendwo mitten in Eis und Schnee, außerhalb von Zeit und Raum. Leider kann es keine Zukunft für sie geben, aber diese Tage und Nächte sind real und werden bleiben in der Erinnerung und der Seele.

    Ja, das tun sie, und Katya kehrt gereift und wieder ein bisschen stärker nach Hamburg zurück.
    Ich hatte es glaube schon geschrieben hier in der Runde - damit haben Katya und Johann mich überrascht, erst ein paar Seiten davor habe ich diese Szene vor mir gesehen. Ich finde auch, sie hätte es nicht besser treffen können. Für mich ist das so sehr Katya: sie weiß, was sie will und holt es sich. Nicht auf eine trotzig-rücksichtslose, sondern auf eine erwachsen-weibliche Art. Und ich mochte diese Szene auch deshalb so sehr, weil Johann eben kein fescher junger Bursche ist, kein toller Hecht, sondern eben Johann.
    (Und ich wollte so, so unbedingt den im sibirischen Eis eingeschlossenen Atem der Erde unterbringen, den man in Flammen stecken kann.)

  • Zitat Nicole:


    Ja, das tun sie, und Katya kehrt gereift und wieder ein bisschen stärker nach Hamburg zurück.

    Ich hatte es glaube schon geschrieben hier in der Runde - damit haben Katya und Johann mich überrascht, erst ein paar Seiten davor habe ich diese Szene vor mir gesehen. Ich finde auch, sie hätte es nicht besser treffen können. Für mich ist das so sehr Katya: sie weiß, was sie will und holt es sich. Nicht auf eine trotzig-rücksichtslose, sondern auf eine erwachsen-weibliche Art. Und ich mochte diese Szene auch deshalb so sehr, weil Johann eben kein fescher junger Bursche ist, kein toller Hecht, sondern eben Johann.

    (Und ich wollte so, so unbedingt den im sibirischen Eis eingeschlossenen Atem der Erde unterbringen, den man in Flammen stecken kann.)


    Das ist dir auch auf faszinierende Weise gelungen, liebe Nicole <3

    Den Zauber und die vielen Farben und Formen von Eis habe ich noch nie so facettenreich erzählt bekommen wie in diesem Roman. Vor allem, weil sich das Motiv Eis verändert und um die Schicksale der Personen mäandert wie eine Verlockung, die mal verführerisch, aber genauso tröstend und gefährlich sein kann. Wie Katya bereits als Kind diesen Ruf, die Stimme des Eises wahrnimmt und ihr weiteres Leben wie einen kostbaren Schatz in sich trägt bis sie ihren eigenen See in Norwegen findet - und immer hat die Stimme des Eises sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleitet. Dadurch hat sie dann später auch Johann gefunden und die Brüder kennengelernt und sie ließ sich nie von ihrem Ziel abbringen, der Zauber des Eises war immer stärker in ihr und hat ihr Mut gegeben auch bei den vielen persönlichen und finanziellen Problemen und Rückschlägen.

  • Schon wieder ein aufregender Abschnitt.

    Es geht nach Indien, was für ein Abenteuer. Da rufen die Vier ein Wettrennen aus, welches Schiff am schnellsten im Hafen ist, und dann pfeifen sie selbst darauf und legen in Madras an. Für die Inder muss so ein Block Eis ja wie ein Wunder gewesen sein, wirklich oft frieren wird es da bestimmt nicht.

    Ich hätte am liebsten noch mehr über die Farben und Gerüche Indiens gelesen. Schade auch, dass die Vier bloß ein paar Tage vor Anker liegen.


    Das man die Vier auch nicht einen Moment aus den Augen lassen kann, damit sie keinen Unsinn anstellen haben sie ja mal wieder bewiesen.

    Eine Verlobung zwischen Thilo und Katya hätte ich gut gefunden. Schon allein damit das Band zwischen den beiden Geschwisterpaaren erhalten bleibt. Denn wenn Grischa und Katya, oder Thilo und Christian keine Lust mehr auf geschäftliche Zusammenarbeit haben mit dem jeweils anderen Geschwisterpaar, haben sie keinen Grund mehr alle unter einem Dach zu wohnen und deren Wege würden sich zwangsläufig trennen. Wenn aber Thilo und Katya heiraten würden, wären sie für immer aneinander gebunden.

    Aber eigentlich glaube ich nicht dass so eine Ehe lange halten würde. Vor den Menschen müssten sie immer eine Rolle spielen. Auch wenn sie sich gegenseitig respektieren, es macht einen Unterschied ob man ein Paar aus Überzeugung ist, oder eben nur weil es allen gut in den Kram passt. Und das bis ans Lebensende.


    Aber wie es aussieht wird das mit der Heirat ja sowieso keine. Stichwort: Unsinn und dass man die Vier nicht aus den Augen lassen kann.

    Denn schon wieder landen alle im Bett, aber schon wieder in die falschen Betten. Das Christian an eine Scheidung denkt ist eine Frechheit. Henny wäre nach einer Scheidung nichts mehr, das kann er ihr nicht antun. Es würde mich auch schwer wundern wenn Katya das zulassen würde. Außerdem würde ich als Leser sie vermissen. Ich find sie cool auch wenn sie mittlerweile ein bisschen trübselig geworden ist. Sie soll Christian die Ohren lang ziehen, das würde sie bestimmt gut können.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Übrigens wird es sogar davor noch ein Wiedersehen mit Silja geben. (Dann kriegt ihr auch zwangsläufig diese eine Frage beantwortet, die euch so sehr beschäftigt und zu der ich bislang so standhaft geschwiegen habe. 8) )

    Das ist mir natürlich aufgefallen dass du um diese Frage einen weiten Bogen gemacht hast.

    Meine Mutter pflegt zu sagen: "Keine Antwort ist auch eine Antwort" ;)


    Und weil der Text für die Verlagsvorschau schon geschrieben ist und in ein paar Wochen dann auch offiziell zu lesen sein wird, kann ich auch verraten, dass Band 2 knapp zwei Jahre nach dem Ende von Band 1 beginnt. Und zwar mit Betje, dem rothaarigen Mädchen mit dem lahmen Arm, das es von Ostfriesland nach Hamburg verschlägt. Im Gängeviertel, den damaligen Slums von Hamburg, kreuzt sich ihr Weg mit dem Katyas - eine Begegnung, die beiden Leben eine neue Wendung gibt.

    Und mit Betje kommt ein ganzer Satz neuer spannender Charaktere daher. Es wird nochmal eine Hochzeit in Sankt Katharinen geben, Hamburg geht in Flammen auf, und am Schluss müssen wir uns fragen, was im Leben überdauert.

    Auf diese Betje bin ich jetzt schon neugierig. Ich hoffe wenigstens sie kann Grischas Charme wiederstehen. :P

    Der Rest klingt auch sehr spannend. Aber wenn unseren Helden das Haus weg brennt, blutet mir jetzt schon das Herz. Sowas ist für mich als Leser immer schwer zu ertragen.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Sie will jetzt mit Johann die körperliche Liebe kennenlernen, als Zeichen für einen Neubeginn. Er ist die beste Wahl, die sie treffen konnte, er ist gleichzeitig Liebhaber, Freund und Seelengefährte für sie. Dieser Zustand ist so kostbar und zerbrechlich, sie und Johann in ihrer eigenen Welt, einer Insel im Nirgendwo mitten in Eis und Schnee, außerhalb von Zeit und Raum. Leider kann es keine Zukunft für sie geben, aber diese Tage und Nächte sind real und werden bleiben in der Erinnerung und der Seele.

    Das ist die Frage. Was wäre eine Zukunft mit Johann? Warum nicht 15 oder 20 Jahre mit ihm erleben, die Welt entdecken und geschätzt und geliebt werden? Ja, er wird irgendwann vor ihr sterben aber das kann mit einem jungen Mann auch passieren. Und das kann auch noch 30 oder mehr Jahre dauern. So alt ist er ja auch noch nicht.

    Eine gute Freundin von mir hat einen Mann, der 22 Jahre älter ist - seit über 25 Jahren ist sie glücklich. Das können viele junge Leute nicht von ihren Beziehungen sagen, weil sie so schnell unglücklich sind oder auseinander gehen.


    Ich finde es allerdings gut, dass Katya erst mal Abschied nimmt. Aber irgendwie ist Johan für mich der Joker im Hintergrund. ;)

    :lesen: Der träumende Krieger - Bernhard Hennen