Daniel Woodrell - In Almas Augen

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Originaltitel: The Maid's Version


    1929 brennt es in einer Kleinstadt während einer Tanzveranstaltung, bei Explosion und Feuer kommen 42 Menschen ums Leben, ein Schuldiger wird nie gefunden. Rund 40 Jahre später erzählt Alma, die damals ihre Schwester verlor, ihrem Enkel, was damals ihrer Meinung nach geschah und wer die Schuld trug.


    Soweit der Klappentext, der auch nicht wirklich verkehrt ist. Zwischen die Geschehnisse rund um Alma und ihre Familie, die selbst schon nicht an einem festen Handlungsfaden ausgerichtet waren, wurden noch kurze Kapitel eingeworfen, die zusammenhanglos von einzelnen Opfern der Katastrophe berichteten. Diese Einwürfe waren zwar sehr gut geschrieben, sie gefielen mir prinzipiell schon, aber insgesamt bin eher unzufrieden.

    Es mag auch daran liegen, dass es mir während der Lektüre etwas an Konzentration fehlte, aber „In Almas Augen“ war für mich mehr Stil und Personenskizzen als Roman. Ich hatte mir eine stringentere Erzählweise vorgestellt, mir war es zu episodenhaft und so gefallen mir die anderen Bücher Woodrells einfach besser.


    3ratten

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)