06: Kapitel 17 - 19: Ohnmacht bis Trukvister, Nickelbreak und ein Baum im Weg

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Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Loons Gerringer.

  • Ein sehr spannender Abschnitt, der mich allerdings auch traurig gestimmt hat.

    Die Peregrini haben wirklich kein einfaches Leben. Sie werden überall angefeindet und zu Unrecht beschuldigt. Schön, dass sie wenigstens bei Oona Inglewing kurz zur Ruhe kommen konnten! Die Beschreibung der Aufführung und vor allem des Umhangs aus Vögeln hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte es mir richtig gut vorstellen. Eine prima Idee!

    Jetzt wissen wir endlich, woher James den Spruch mit den Treppenstufen kennt! Das muss schrecklich gewesen sein, hilflos neben seinem sterbenden Freund zu sitzen! Aber woher kannte Adrian den Spruch? Gibt es doch eine Verbindung zum Jenseits? Oder war die Unfallstelle neben Wokenduna eine Übergangsstelle, und Adrian konnte im Sterben kurz nach Salkurning hinüber blicken?

  • Schön, dass dir die Aufführung gefallen hat! Ich befürchte immer, dass man, wenn man das zum ersten Mal liest, diese Szene für Füllmittel hält, ohne Nutzen für die Story. (Ist sie nicht.)


    Und wieder stellst du die richtigen Fragen :)

  • Oh nein, keine Füllszene. Die Aufführung fand ich total schön und vor allem versteht man jetzt, weshalb die Truppe wirklich so berühmt ist. Wiedermal ist Shakespeare für mich hier vertreten, auch mit der Art des Theaters. Eine wunderschöne Szene in der schlimmen Umgebung, die die Truppe sonst hat. Außerdem denke ich, dass es eine Geschichte des Landes ist und außerdem ist es doch interessant, wie die "Neuen" hier integriert werden. Das mit den Treppenstufen finde ich wirklich spuky.

    Es wird allerdings auch klar, das Kate eine sehr gute Beobachtungsgabe hat. Dieser Unfall sitzt tief in James und macht ihn vielleicht für eine trübe Stimmung sehr anfällig. Ich glaube er fühlt sich schuldig und sein Unterbewusstsein beutelt ihn.

    Ich finde es sehr nett, das Sterben der Frau zu erleichtern, aber der Sohn und der Schwiegervater machen mir Sorge. Wie werden die das verkraften. Die Familie wird auseinandergerissen und die Chance, den Vater zu finden sehr gering, denn sie wissen ja so wenig über ihn.

    Schön war es die Ballons/Drachen zu sehen, die ja in der Szene mit Kate vorher beschrieben wurden. Sie dienen also dem Schutz, das hatte Dorian nicht erwähnt, oder?

    Dieses Fest kommt mir vor wie die Ruhepause im Auge des Sturms.

  • Ach, toll, dass bei euch beiden die Theater-Szene gut angekommen ist! Und ja, es ist sogar eine wichtige Geschichte des Landes.

    Ich glaube er fühlt sich schuldig und sein Unterbewusstsein beutelt ihn.

    Wahre Worte über James. Zu schade, dass ich nicht spoilern darf.


    Ich finde es sehr nett, das Sterben der Frau zu erleichtern, aber der Sohn und der Schwiegervater machen mir Sorge. Wie werden die das verkraften. Die Familie wird auseinandergerissen und die Chance, den Vater zu finden sehr gering, denn sie wissen ja so wenig über ihn.

    Ja, über das Schicksal von Kriopes Familie kann man sich wirklich Sorgen machen. Vor allem über den armen Sandrou.


    Schön war es die Ballons/Drachen zu sehen, die ja in der Szene mit Kate vorher beschrieben wurden. Sie dienen also dem Schutz, das hatte Dorian nicht erwähnt, oder?

    Doch, in Kapitel 16.1 sagt er über die Drachen: „Früher hab ich alles Mögliche drangehängt, was klingelt, pfeift oder stinkt, und Augen und Gesichter und Zeichen draufgemalt. Meine Großmutter ließ sie als Gelichterschutz rund ums Haus aufsteigen. Macht sie heute noch.“

  • Ich bin mitten im Theaterstück und lese es besonders aufmerksam, da ich ja schon weiß, wozu es gut ist.


    Dass die Peregrini so ungerecht behandelt werden, macht mich sauer. Sie haben schließlich nichts getan, außer sich zu verteidigen. Zum Glück finden sie Unterschlupf auf dem Gut von Dorians Oma. Das scheint mir eine resolute Dame zu sein. Sie scheint nicht aus Orolo zu sein und sieht die Dinge wie z. B. das Gelichter nicht ganz so dramatisch wie die anderen Bewohner des Landstrichs.


    Kriope, Mensch, die arme Frau :traurig: Sie scheint vom Unglück verfolgt zu werden.


    Ich mag den Treppenstufen-Vers! So hübsch sinnlos :herz:

  • Dorians Oma stammt aus Salkurnings „Königsstadt“ Edinnilor (wo sich der Palast des Bretvaldan und der Sitz des Rats der Eldormen befinden). Nach Orolo ist sie vor Jahren gekommen, um sich um ihren verwitweten Sohn und den kleinen Enkel zu kümmern. Von Aberglauben und Ängstlichkeit hält sie nicht viel, sie setzt auf ihren Verstand, Zupacken und eine gesunde Vorsicht. Eigentlich findet sie Orolo und seine Einwohner unmöglich, andererseits hat sie hier mit ihrem Gut ein Betätigungsfeld gefunden, auf dem sie sich viel besser austoben kann als in zivilisierteren Gegenden. Ich mag vor allem ihr Gras-Beet.


    Ich mag den Treppenstufen-Vers! So hübsch sinnlos :herz:

    Ich fand es erstaunlich schwer, einen sinnlosen Vers zu erfinden, da scheint das Hirn immer gegensteuern zu wollen. Aber es macht Spaß!

  • Ich finde es ja schon schwer, einen sinnvollen Vers zu dichten, geschweige denn einen sinnlosen :hallo:

    Dieser Abschnitt ist toll, denn er enthält eine meiner liebsten Stellen im Buch, nämlich die Szene mit dem Unfall. Hier habe ich auch die ersten Textstellen markiert, insbesondere Adrians Sterbeszene und


    Zitat

    Er konnte nie verstehen, dass die anderen weinten. Der Schock - dieses gefrierende Entsetzen, das ging doch an den Tränendrüsen ganz vorbei. Das hatte damit doch gar nichts zu tun. Er fühlte einfach nur ein Erstarren. Als ob die Zeit angehalten worden wäre.


    :anbet:


    Kein Wunder, dass James sich vollaufen lässt bei den Erinnerungen.

    Natürlich fragt man sich an der Stelle auch, woher Adrian den Hüpfreim kannte? Ich vermute, dass es nichts Geheimnisvolles ist, auch wenn es so rüber kommt. Früher haben die Menschen von unserer Welt nach Salkurning gewechselt, vielleicht sogar auch zurück, da könnte so ein Vers mitgereist sein.


    ***
    Aeria

  • Kein Wunder, dass James sich vollaufen lässt bei den Erinnerungen.

    Natürlich fragt man sich an der Stelle auch, woher Adrian den Hüpfreim kannte? Ich vermute, dass es nichts Geheimnisvolles ist, auch wenn es so rüber kommt. Früher haben die Menschen von unserer Welt nach Salkurning gewechselt, vielleicht sogar auch zurück, da könnte so ein Vers mitgereist sein.


    ***
    Aeria

    Hast du da gerade gespoilert? 😉

  • Das habe ich auch gerade überlegt, RitaM :/

    Ich bin da nicht ganz deiner Meinung, Aeria ich denke da eher wie James am Ende von Kapitel 5 in „Tyggboren“.


    Dass du diese Szene magst! Aber das ist eine von denen, die ich auch heute noch in Bildern vor mir sehe. Ja, was hilft gegen so eine Erinnerung? Wie wird man das los? Oder wie kommt man wenigstens damit klar? Alkohol ist ja nun nicht wirklich ein Heilmittel. Wahrscheinlich gibt es gegen so was gar nichts. Und anscheinend verfolgt es einen sogar bis in irgendwelche Parallelwelten.

  • Kein Wunder, dass James sich vollaufen lässt bei den Erinnerungen.

    Natürlich fragt man sich an der Stelle auch, woher Adrian den Hüpfreim kannte? Ich vermute, dass es nichts Geheimnisvolles ist, auch wenn es so rüber kommt. Früher haben die Menschen von unserer Welt nach Salkurning gewechselt, vielleicht sogar auch zurück, da könnte so ein Vers mitgereist sein.


    ***
    Aeria

    Hast du da gerade gespoilert? 😉

    Würde ich NIE tun! 8)
    Nein, im Ernst, das ist bloß eine Überlegung, der Versuch, hinter das Rätsel zu blicken.

  • Dann ist ja gut. Ich hatte mich nur etwas über die Bemerkung gewundert, dass die Menschen „früher“ nach Salkurning wechselten, denn schließlich sind unsere Helden „ jetzt“ rübergewechselt. Da habe ich angenommen, dass du etwas mehr weißt als ich. Aber unsere Überlegungen decken sich auch sehr 😉

  • Dass du diese Szene magst! Aber das ist eine von denen, die ich auch heute noch in Bildern vor mir sehe. Ja, was hilft gegen so eine Erinnerung? Wie wird man das los? Oder wie kommt man wenigstens damit klar? Alkohol ist ja nun nicht wirklich ein Heilmittel. Wahrscheinlich gibt es gegen so was gar nichts. Und anscheinend verfolgt es einen sogar bis in irgendwelche Parallelwelten.

    Ich denke, so ein Erlebnis ist zu einschneidend und belastend, als dass man es vergessen kann. Und es braucht lange Zeit und vielleicht sogar professionelle Hilfe, um damit richtig umgehen zu können.