#4: Seite 140 bis Seite 185 (Ende Kapitel "Die Sache mit dem amerikanischen Präsidenten")

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt ihr von Seite 140 bis Seite 185 (Ende Kapitel "Die Sache mit dem amerikanischen Präsidenten") schreiben.

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

  • Bin gerade mit der Rallye durch, also noch nicht mit diesem kompletten Abschnitt. Möchte aber ein paar Gedanken hier lassen. Habe ich im letzten Abschnitt schon geschrieben, Dominique wäre etwas zickig, steigert sich ihr Benehmen hier noch. Ich habe den Eindruck, sie hetzt von Superlative zu Superlative, aber warum? Was bringt sie dazu? Sie betrügt, um die Rallye zu gewinnen und den Männern (oder doch nur sich selbst?) zu zeigen, dass sie das als Frau sehr wohl schaffen kann. Ich stehe diesem Verhalten sehr zwiespältig gegenüber. Auf Biegen und Brechen immer die Erste sein zu wollen, und dafür Betrug in Kauf zu nehmen, würde mich nicht glücklich machen. Im Gegenteil.


    Ich bleibe dabei - für mich ist Dominique nicht das, was sie zu sein scheint. Und Luc geht mit seinen Präsenten und der Erwähnung, dass Lupin über seine Angebetete als vielleicht "Unsterbliche" nachsinnt, ja auch in meine Richtung. Möchte sich hier "jemand" ein Bild über die Möglichkeiten als Frau verschaffen? Ich weiß nicht ... :/

    Lese gleich weiter ... Auf das Präsidentenkapitel bin ich besonders gespannt. Ich hoffe, Dominique ermüdet mich nicht mit einer wiederkehrenden Hatz von Bergspitze zu Bergspitze. Daran glaube ich jedoch nicht, denn ich denke, sie wird selbst von dieser Jagd ermüden. *heute leicht philosophisch* :S

  • O.k. nun will Dominique im Rallye-Sport dominieren und es den Männern zeigen, dass Frauen den Sport genauso gut beherrschen wie die Männer. Und ja, es stimmt, ich hatte mich auch schon gefragt, warum es keine weiblichen Formel-1-Fahrer gibt. Jutta Kleinschmidt hätte ich zeitlich sogar noch in die 1990er-Jahre gesteckt, da war ich wirklich der Meinung, das läge schon länger zurück.


    Und da Dominique eine Superschurkin ist, kauft sie auch keinen Rennstall, um dann weibliche Fahrer aufzubauen, sondern sie sorgt mit Betrug und Manipulation dafür, dass sie gewinnt. Wobei sie das wieder sehr clever anstellt, indem sie sich selbst nicht aus den gehäuften "Unfällen" ausnimmt. Aber das bei der ganzen Sache irgendwas nicht stimmte, muss sich einem dennoch aufdrängen bei der Masse an seltsamen Zufällen.

    Ich muss sagen, diesmal habe ich Dominiques Sieg mit gemischten Gefühlen gesehen, denn Sebastien Ogier scheint ja ein ein sehr sympathischer Mensch zu sein, der ganz schön darunter gelitten hat, dass er angeblich diesen Verrückten angefahren hat. Gut, im Endeffekt ist er dennoch Weltmeister geworden, weil er einfach ein sein Handwerk beherrscht und Dominique nur dieses eine Rennen gefahren ist.


    Aber ist es auf Dauer eigentlich befriedigend, wenn man immer nur mit Lug und Trug gewinnt? Und wie nachhaltig ist dieser einzige Sieg überhaupt, für die Frauen gesehen? Ich glaube nicht, dass diese eine Rallye großartig etwas ändern würde an der Einstellung der Männer zu weiblichen Fahrern oder dass sich Frauen berufen sehen, eine Karriere im Rennsport als Fahrerin anzustreben. Zumal hinter vorgehaltener Hand eh sicherlich davon geredet wird, dass Dominique garantiert nicht gewonnen hätte, wenn es nicht zu diesen vielen Ausfällen gekommen wäre.

    Die Änderungen in den Gebetbüchern fand ich übrigens recht riskant, da es bei Rallyes um hohe Geschwindigkeiten gehen, wäre ich mir nicht sicher gewesen, ob das diesmal wirklich alles ohne Verletzungen abgeht.


    Dann ihre Pläne mit dem eigenen Land, bei denen sie sehr schnell merkt, dass ihr dazu einfach die Kohle fehlt. Niederlagen steckt sie nicht gerne weg, das wird auch hier wieder deutlich. Evtl. musste sie gegen Philian Schrimm mal eine Niederlage wegstecken, was sie bis zum heutigen Tage nicht überwinden konnte?


    Na endlich beendet Luc sein Rumgeeier und spricht seine Chefin an - ich musste grinsen, dass er sämtliche mögliche Situationen und Gesprächswendungen monatelang durchgeprobt hatte :D Und dann kommt mal wieder überhaupt keine Reaktion von Dominique auf seine Geschenke, auch wenn das Gespräch eigentlich ganz gut gelaufen ist - armer Kerl ^^


    Die Sache mit dem amerikanischen Präsidenten hat mir dagegen wieder sehr viel Freude bereitet. Mal ehrlich, wer von uns würde ihn nicht gerne mal mindestens einmal kräftig in den Hintern treten! Blöd nur, dass er sie erkannt hat und eine erfolgreiche Diskreditierungskampagne gegen sie lostritt. Das war nicht sehr clever von ihr, dem Präsidenten gegenüber selber in Erscheinung zu treten, nachdem sie selbst dafür gesorgt hatte, dass die ganze Welt ihr Gesicht kennt, aber ich kann natürlich sehr gut nachvollziehen, dass sie sich das Vergnügen, ihn in den Allerwertesten zu treten, nicht entgehen lassen wollte.

    Und dann wird Dominique quasi mit ihren eigenen Waffen geschlagen, auch wenn sie subtiler und nicht so gewalttätig vorgehen würde, indem Mr. Right einen Anschlag durch sie auf sich selbst inszeniert. Die Presse stürzt sich natürlich gierig auf die Story und wusste ja schon immer, dass mit Dominique etwas nicht stimmen konnte. Dass sich Dominique in der Haft zusätzlich so schlecht aufführt und sich überhaupt nicht mehr im Griff hat, ist nicht gerade förderlich für sie.


    Aber wer weiß, evtl. schlägt nun Lucs große Stunde, da er noch Student an der Sorbonne ist? Ich weiß zwar nicht wie, aber evtl. kann er einen Coup planen, der Dominique nachhaltig beeindrucken kann.


    Eines dürfte aber sicher klar sein: Mr. Right wird für immer und ewig auf ihrer Liste der meist gehassten Menschen stehen, wenn sie schon bei Schrimm so ein Durchhaltevermögen zeigt.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Sache mit dem amerikanischen Präsidenten hat mir dagegen wieder sehr viel Freude bereitet. Mal ehrlich, wer von uns würde ihn nicht gerne mal mindestens einmal kräftig in den Hintern treten!

    Hach ja, ich habe es auch seeehr genossen! 💖

    Immer wieder unfassbar, wenn ich daran denke, was in den USA los ist. Wie konnte das passieren? Standardfrage, wenn furchtbare Dinge passieren, denen man nach deren Geschehen fassungslos gegenüber steht. :rolleyes:

    Und dann wird Dominique quasi mit ihren eigenen Waffen geschlagen, auch wenn sie subtiler und nicht so gewalttätig vorgehen würde, indem Mr. Right einen Anschlag durch sie auf sich selbst inszeniert.

    Dieses Attentat fand ich wirklich heftig und für mich kam das auch unerwartet. Erschreckend, aber vermutlich gar nicht so unglaublich.


    Schließlich landet Dominique dort, wo ich sie gedanklich schon vorher einquartiert hatte - in einer psychologischen Klinik. Ob das womöglich sogar eine Wirkung hat?


    Interessant übrigens, dass Deutschland an seinen Hilfsleistungen noch verdient. Wusste ich noch nicht. Und da ich recht sicher bin, dass du, Tobias, das gut recherchiert hast und es nicht fiktiv ist, freue ich mich über den Roman etliche solcher wertvollen Infos zu bekommen.

  • Aber ist es auf Dauer eigentlich befriedigend, wenn man immer nur mit Lug und Trug gewinnt?

    Denke wie eine Superschurkin. Sie investiert Zeit, Geld, Ideen und Personal in ihr Vorhaben, es ist richtige Arbeit. Sie hält sich für die Nummer 1 und deshalb sollen auch alle anderen sie so sehen. Und wenn sie das nicht tun, muss sie halt ein wenig nachhelfen.


    Der Überfall von Mr Right auf der Damentoilette hat mich unvorbereitet erwischt. Irgendwie habe ich gehofft, dass Dominique sich da wieder rauswindet, und als das nicht passierte, puh! Nervenkitzel! (und Schokolade!)


    ***

    Aeria

  • Die Änderungen in den Gebetbüchern fand ich übrigens recht riskant, da es bei Rallyes um hohe Geschwindigkeiten gehen, wäre ich mir nicht sicher gewesen, ob das diesmal wirklich alles ohne Verletzungen abgeht.

    Das kann man so hinbekommen, dass es ungefährlich ist. Natürlich lässt man die Fahrer nicht nach links in einen Abgrund abbiegen, sondern z. B. nach links, wenn die Kurve nach rechts geht und links einfach nur Schotter ist. Vor einer Kurve muss das Tempo ja ohnehin gedrosselt werden. Und dann fahren die Wagen sich halt im Schotter fest.


    Interessant übrigens, dass Deutschland an seinen Hilfsleistungen noch verdient. Wusste ich noch nicht. Und da ich recht sicher bin, dass du, Tobias, das gut recherchiert hast und es nicht fiktiv ist, freue ich mich über den Roman etliche solcher wertvollen Infos zu bekommen.

    Ja, das ist nicht fiktiv.

    Ziemlich viel an diesem Roman ist nicht fiktiv, z. B. gibt es tatsächlich ein Bollywood-Konsortium namens "Mountain of Light", das gerne den Koh-i-Noor vom britischen Empire zurückkaufen würde. Auch habe ich mich sehr darum bemüht, dass die Zahlen stimmen, wenn es um Länder oder Firmen oder Zahlungen oder reale Bankraube oder all das geht.

    Man muss echt viel recherchieren, wenn man Superschurke werden will... :zwinker:


    :buecherstapel:: Tobias

    Erzähler von Mammuten und Schwertern

  • Die Gemeinheiten die sich Dominique und Team bei der Rallye ausgedacht haben, um die Kontrahenten auszuschalten waren sehr cool. Bei dem Scharfschützen dachte ich mir erst, dass das doch auffallen muss, aber weil er Steinchen statt Projektilen nutzt, war sein Anschlag ja gut getarnt. Dass er auch Dominique "erwischt" verschleiert es noch zusätzlich. Gut, das Rizinusöl war erwartbar, das ist ja der Klassiker der in solchen Geschichten immer vorkommt, aber es ist halt auch einfach einfach und effektiv. :evil:


    Als Dominique ein eigenes Land haben will scheitert sie erstmals. Lustig, mitanzusehen wie sie ihre Ansprüche herunterschraubt, aber es dennoch nicht reicht, dass sie sich ein Land leisten kann.


    Dann bekommt der PotUS sein Fett ab. Da trifft es sicherlich keinen falschen. Und über die Reaktion des echten PotUS in so einer Situation kann man nur spekulieren, aber ich bin mir recht sicher, dass Tobias diese recht treffend beschrieben hat. :D


    Aber die Rache kommt ja dann unerwartet und plötzlich, da tat mir Dominique schon leid. Ich hoffe dieser Fiesling Mr Right bekommt noch seine Abreibung!

  • Warum Dominique jetzt auch noch Rallye-Meisterin werden will, habe ich irgendwie überlesen. Ich hätte nicht Nachts nach der Arbeit noch weiter lesen sollen.

    Was mir aber sehr wohl aufgefallen ist, musste ausgerechnet Ogier die Rallye (fast) gewinnen? Konntest du nicht Thierry Neuville vorne mit fahren lassen? Ich würde ihn gerne mal als Weltmeister sehen, auch wenn es nur fiktiv ist :).

    Ehrlich gesagt habe ich von der Rallye nicht wirklich Ahnung, deswegen fand ich es mal gut die Regeln erklärt zu bekommen. Wusste gar nicht, dass so viele Etappen pro Rennen gefahren werden. Die Ergebnisse der Rallye bekomme ich nach jedem Rennen unfreiwillig mit, weil Neuville aus der gleichen Gemeinde kommt wie ich. Er ist quasi mein Nachbar und deswegen werden auch seine Leistungen überall besprochen. Sonst hätte ich wohl nie gewusst wer Ogier ist.


    Der Überfall von Mr Right auf der Damentoilette hat mich unvorbereitet erwischt. Irgendwie habe ich gehofft, dass Dominique sich da wieder rauswindet, und als das nicht passierte, puh! Nervenkitzel! (und Schokolade!)

    Mich auch. Und sie konnte ja überhaupt nichts dagegen tun und hatte auch nicht die geringste Chance. Eigentlich ziemlich schwach für eine Superschurkin. Auch ihre Reaktion hinterher als sie merkt dass sie von Mr. Right reingelegt wurde, ließ doch sehr zu wünschen übrig.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Was mir aber sehr wohl aufgefallen ist, musste ausgerechnet Ogier die Rallye (fast) gewinnen? Konntest du nicht Thierry Neuville vorne mit fahren lassen? Ich würde ihn gerne mal als Weltmeister sehen, auch wenn es nur fiktiv ist :) .

    Ich konnte ja nicht wissen, dass Thierry Neuville dein Nachbar ist... :knuddel:

    Ihr seid also beide deutschsprachige Belgier?


    Habe gerade eben mal gegoogelt: Vor zwei Tagen hat Ogier die Rallye Türkei gewonnen, Neuville wurde Achter. Wen ich aber letztes Jahr, als ich das Buch geschrieben habe, noch gar nicht so auf dem Schirm hatte, war der momentan Gesamtführende Ott Tänak.


    :buchalarm:: Tobias


    P.S.: Die Idee zur Rallye Monte Carlo kam Dominique bereits in einem früheren Kapitel: auf S. 98.

    Erzähler von Mammuten und Schwertern

  • Ich bin etwas enttäuscht von Dominique. Ich habe gedacht, sie will wirklich was für die Frauen am Steuer tun, vielleicht hat sie das auch, weil zumindest die Diskussion wieder aufgenommen werden könnte, aber mir hätte auch besser gefallen, wenn sie ihren eigenen Rennstall aufgebaut hätte. Gute Fahrerinnen gibt es sicher, wenn sie die Chance zum Training und gute Wagen bekommen. Das wäre ein sinnvolles Ziel gewesen. Nunja, sie ist eine Schurkin und es scheint ja so zu sein, dass Schummeln bei dieser Rallye erlaubt ist. Die ganze Szene hat mich an den Film "Das große Rennen rund um die Welt" erinnert. Hat was Lustiges.


    Dann aber kam die große Enttäuschung, die ganze Sache mit dem amerikanischen Präsidenten fand ich total daneben. Ich möchte diesem Menschen nicht in den Hintern treten, ich möchte den Amerikanern mehr Hirn bei der Wahl wünschen. Die AmerikanerInnen lieben Cowboys (war immer die Antwort, warum jemand wie Kirk ein Raumschiff steuern dürfte) und er hat jetzt so ziemlich unbegrenzte Macht. Ihn in den Hintern zu treten würde nichts ändern und sie hat es noch nicht mal ohne Hilfe gekonnt. Es wäre schon schön, wenn er an eine Frau gelangen würde, die ihm wirklich zeigt, dass er ein kleines Würmchen ist ohne seine Macht. Sie hätte ja mit Selbstverteidigung an ihn gehen können. Das hätte mir wenigstens Respekt abgerungen. An sich aber war es eine total Teenie mäßige Aktion, ohne Niveau. Und was noch schlimmer ist, sie muss doch mit den Konsequenzen rechnen. Sie denkt aber wirklich, ein so mächtiger Mann könnte nicht das Gleiche machen wie sie? Das war dumm! Fantomas wäre das nicht passiert. Der Präsident ist ja noch nicht mal subtil vorgegangen. Dann die Reaktion, ihre Garde aufzulösen mit dem Wissen, dass sie die Menschen damit plötzlich arbeitslos macht. Am schlimmsten aber fand ich ihr Verhalten im Gefängnis. Warum lässt sie sich plötzlich so gehen? Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

  • Was mir gerade noch einfällt - ich fürchte, ich bin die Einzige hier, die die Entführung des königlichen Babys gar nicht so schlimm fand :verlegen: Das Baby hat nichts mitbekommen und die Eltern hatten es schnell zurück. Genau so habe ich es auch empfunden. Fühle mich jetzt etwas monstermäßig deswegen ?(


    Schlimmer fand ich die Situationen, in denen Dominique wirklich Menschenleben bzw. deren Gesundheit riskiert hat wie bei der Rallye.

  • Ziemlich viel an diesem Roman ist nicht fiktiv,

    Hatte ich so erwartet und macht den Roman für mich auch besonders.

    Man muss echt viel recherchieren, wenn man Superschurke werden will... :zwinker:

    Dann bist du doch jetzt eigentlich bestens vorbereitet :boxen:

    :D Das habe ich auch gedacht! Super Vorbereitung, diese Fantasien muss man erst einmal haben. :saint:

    Ich bin etwas enttäuscht von Dominique. Ich habe gedacht, sie will wirklich was für die Frauen am Steuer tun, vielleicht hat sie das auch, weil zumindest die Diskussion wieder aufgenommen werden könnte, aber mir hätte auch besser gefallen, wenn sie ihren eigenen Rennstall aufgebaut hätte.

    Ja, das hätte mir auch besser gefallen. Aber Dominique scheint nicht zu tun, was uns gefällt, sondern ihr. Oder das von dem sie glaubt, dass es ihr gefallen würde. Im Endeffekt scheint sie aber ja nie genug zu bekommen. Scheint auf der Suche nach etwas zu sein, dass sie aber bisher nicht hat finden können.

    Sie denkt aber wirklich, ein so mächtiger Mann könnte nicht das Gleiche machen wie sie? Das war dumm! Fantomas wäre das nicht passiert.

    Fantomas wäre das nicht passiert, du bringst es auf den Punkt :-D

    Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

    Ich glaube nicht, dass sie überhaupt die perfekte Superschurkin ist. Sie versucht sich anzunähern und hetzt irgendwas hinterher. Und von rationalem Vorgehen sehe ich bei ihr nur selten etwas. Mir scheint das alles etwas durcheinander und von einem unzufriedenen, vielleicht verletztem und unsteten Geist getrieben. *ich werde schon wieder philosophisch, sorry*

    btw: Vermutlich sind die meisten Superschurk*innen halt einfach nur Menschen ... Oft auf der Suche nach etwas Bestimmten.

  • Die Sache mit der Rallye fand ich wieder spannend und amüsant zu lesen. Der Satz "Ihr Gesicht glühte vor Eifer, während Irati neue Gebete erfand" beschreibt alles! :D Das waren wieder filmreife Szenen, was da so alles während den Fahrten passierte. Allerdings musste ich auch etwas schlucken über die Änderung der Richtung - hier dachte ich mir, oh weh, das hätte auch schief gehen können. Das hat mich ein bisschen erschreckt, auch wenn dann nichts Schlimmes passiert ist. Bitterer fand ich dann das Ende, was dem Thema Monte Carlo dann etwas für mich den "Witz" nahm, nämlich die Tränen des Fahrers Ogier. Seine Angst, er könnte den vermeintlichen Fan überfahren haben, war dann schon mies und er tat mir leid. Er hat so einen Schreck nicht verdient, war ja immer nett.


    Ich bin etwas enttäuscht von Dominique. Ich habe gedacht, sie will wirklich was für die Frauen am Steuer tun, vielleicht hat sie das auch, weil zumindest die Diskussion wieder aufgenommen werden könnte, aber mir hätte auch besser gefallen, wenn sie ihren eigenen Rennstall aufgebaut hätte.

    Ja, das hätte mir auch besser gefallen. Aber Dominique scheint nicht zu tun, was uns gefällt, sondern ihr. Oder das von dem sie glaubt, dass es ihr gefallen würde. Im Endeffekt scheint sie aber ja nie genug zu bekommen. Scheint auf der Suche nach etwas zu sein, dass sie aber bisher nicht hat finden können.

    Ich habe hier auch erst gedacht, sie wird bestimmt ihren eigenen Rennstall aufbauen. Aber kurzfristig hätte ihr das halt nichts für diesen einen Sieg gebracht. Und langfristige Ziele scheinen sie nicht zu interessieren. Ich habe auch den Eindruck, sie sucht etwas bzw. hetzt von einem zum anderen, um so viel wie möglich zu erreichen. Obwohl sie ja auf neue Ideen im Laufe ihrer anderen Coups erst kommt, sieht es auch ein bisschen so aus, als würde sie eine Liste abarbeiten - eben eine Liste, die sich immer wieder kurz vor der Ausführung füllt ...

    Na endlich beendet Luc sein Rumgeeier und spricht seine Chefin an - ich musste grinsen, dass er sämtliche mögliche Situationen und Gesprächswendungen monatelang durchgeprobt hatte :D Und dann kommt mal wieder überhaupt keine Reaktion von Dominique auf seine Geschenke, auch wenn das Gespräch eigentlich ganz gut gelaufen ist - armer Kerl ^^

    Oh ja, der arme Luc. Ich war richtig stolz auf ihn, wie er das Gespräch im Aufzug geführt hatte und Dominique war wohl auch etwas überrascht. Aber ich habe das Gefühl, diese Überraschung war für Dominique nur eine Momentaufnahme, die mit dem nächsten Schritt vergessen war (wie ja auch das "Nicht-Auspacken" der Geschenke zeigt). Für sowas scheint sie nicht offen zu sein.


    Aber wer weiß, evtl. schlägt nun Lucs große Stunde, da er noch Student an der Sorbonne ist? Ich weiß zwar nicht wie, aber evtl. kann er einen Coup planen, der Dominique nachhaltig beeindrucken kann.

    Ja, vielleicht kommt er hier ja endlich richtig zum Zug. Ich bin gespannt!


    Die Sache mit dem Präsidenten lief ja echt mal richtig schief. Anfangs war die Genugtuung ja noch groß, aber dann ging es nach hinten los. Ich habe mich schon gewundert, warum sie ihm so offen gegenübersteht. Klar hat das Stil und es ist ihr eine große Genugtuung ihm so gegenüber zu stehen, aber es muss ihr doch klar gewesen sein, dass man sie erkennt?! Und dass der Präsident genug Macht und Falschheit besitzt, um es ihr heimzuzahlen... Irgendwie war die Sache wohl zu emotional, um mit bewährter Kaltblütigkeit, Planung und Vorsicht zu agieren. Ihre nachfolgende Wut und ihr Verhalten haben ihr ja dann auch nur geschadet. Es kommt mir so vor, als resultieren diese Emotionen, die sie dann nicht mehr im Griff hatte, aus den Geschehnissen in der Vergangenheit, die wir noch nicht kennen.


    Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

    Ich glaube nicht, dass sie überhaupt die perfekte Superschurkin ist. Sie versucht sich anzunähern und hetzt irgendwas hinterher. Und von rationalem Vorgehen sehe ich bei ihr nur selten etwas. Mir scheint das alles etwas durcheinander und von einem unzufriedenen, vielleicht verletztem und unsteten Geist getrieben. *ich werde schon wieder philosophisch, sorry*

    ..

    Ja, das Gefühl habe ich auch.

  • Ihr seid also beide deutschsprachige Belgier?

    Ganz genau!


    Habe gerade eben mal gegoogelt: Vor zwei Tagen hat Ogier die Rallye Türkei gewonnen, Neuville wurde Achter. Wen ich aber letztes Jahr, als ich das Buch geschrieben habe, noch gar nicht so auf dem Schirm hatte, war der momentan Gesamtführende Ott Tänak.

    Letztes Jahr ist Neuville bei der WM Zweiter geworden, nur ein paar Pünktchen hinter Ogier. Jetzt momentan ist er bei der Gesamtwertung Dritter, aber es kommen ja noch ein paar Rennen.


    Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

    Au ja, eine gute Idee. Das würde mir gefallen. Dominique sollte ihn vor der Öffentlichkeit so lächerlich machen dass er die nächsten Wahlen verliert.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

    Au ja, eine gute Idee. Das würde mir gefallen. Dominique sollte ihn vor der Öffentlichkeit so lächerlich machen dass er die nächsten Wahlen verliert.

    Ui, ja - da bin ich bei euch! :bang:

  • Die Rallye fand ich ganz amüsant, aber auch irgendwie nicht so groß, wie die anderen Coups. Vielleicht bin ich einfach nicht motorsportaffin genug, aber bei so vielen "Pannen" und Tricks ist der Fehlerquotient einfach so hoch. Dann auch noch sowas profanes wie Rizinusöl. Ihre Einfälle werden irgendwie immer simpler.

    Die Aktion gegen den amerikanischen Präsidenten, so witzig sie auch ist und es trifft dabei ja auch definitiv den Richtigen, ist dann aber schon Schulhofniveau.

    Ihr geht die Puste aus.

    Auch dass die sonst so besonne Dominique derart ausrastet passt nicht so ganz in meine Vorstellung von der Figur. Ja, sie wurde reingelegt, aber ihr muss doch klar sein, dass sie so nicht weiterkommt. Gerade als kühl berechnende Superschurkin.


    (Kleiner Einwurf von mir am Rande. Dominique bekommt durch den Stress eine leichte Form von Schuppenflechte. Ich selbst leide an Psoriasis, die in vielen Fällen eine chronische Krankheit ist. Ja, ich weiß, sie kann auch in Extremsituationen in nicht-chronischer Form auftreten. Leider kommt hier ein bisschen der Eindruck auf, sie wäre eben nur dem immensen Stress geschuldet.)

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    Autorin