Abschnitt 5 - Kapitel 53 bis Nachwort

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Larna.

  • Hier können wir zu den Kapiteln 53 bis zum Ende (Nachwort) (bis Seite 464) diskutieren.

    Liebe Grüße, Caren

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    Wenn lesen Kalorien verbrennen würde, wäre ich in kürzester Zeit beängstigend dünn.

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    Meine Rezensionen

  • Durch die letzten Kapitel fügt sich alles gut zusammen. Millies Traum hat sich endlich erfüllt, sie geht an Bord eines Schiffes nach Amerika. Im nächsten Band werden wir bestimmt erfahren , wie das Leben von Millie und Anna weitergeht. Hoffentlich wird sie dort glücklich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie mit Moritz ihr Glück finden könnte. Man spürt deutlich, dass sie ihn insgeheim doch liebt. Vielleicht folgt ihr Moritz ja ;-) Ein schönes Ende für Band 1. Ich bin schon sehr gespannt auf Band 2. Ich habe da so eine Ahnung, dass auch Auguste wieder eine Rolle spielen wird. Bei ihrer letzten Begegnung sagt sie zu Martha, dass Waffenstillstand ist, aber kein Frieden. Da kommt bestimmt noch was. Vielleicht gibt es dann auch wieder eine Leserunde. Mir hat es hier viel Spaß gemacht.

  • Wie sagte ich noch im letzten Abschnitt? Jede Regenwolke hat einen silbernen Rand? Für Martha geht es bergauf. Sie ist nun eine verheiratete und dennoch sehr selbstständige Frau, die inzwischen selbst Schwangerschaftsberatungen durchführt. Das finde ich absolut klasse!


    Und Paul entwickelt sich so langsam zu meinem Helden. Wir er den schrecklichen Stiefvater und seine Kumpanen in die Schranken weist, ist absolut unbezahlbar. Der wird nun hoffentlich endlich Ruhe geben. Eine läppische Geldstrafe war auch viel zu mild für ihn.


    Soso, Marthas Gefühl hat sie also nicht getrogen … die liebe Auguste hat in der Tat eine uneheliche Tochter, die die Familie als Kind der Mutter ausgibt. Was für ein Glück, dass das Mädel aus Stuttgart auftaucht. Martha zeigt mal wieder viel Charakter und schließt mit Auguste Waffenstillstand. Sie ist wirklich eine bemerkenswerte Frau.


    Tja, und dann kommt der 18. April … der Tag an dem Milli nach Amerika geht, das hat mir ja schon ein wenig die Tränen der Rührung in die Augen getrieben. Besonders als Moritz sich von ihr verabschiedet. Liebe Melanie, wir sehen Milli aber wieder, oder? Ich bin schon sehr gespannt, wie es ihr ergehen wird. So ein wirklich gutes Gefühl habe ich ja nicht bei der Sache ….


    Übrigens auch ein sehr informatives Nachwort. Da habe ich doch einiges erfahren, was ich so noch nicht wusste.

  • Und Paul entwickelt sich so langsam zu meinem Helden. Wir er den schrecklichen Stiefvater und seine Kumpanen in die Schranken weist, ist absolut unbezahlbar. Der wird nun hoffentlich endlich Ruhe geben. Eine läppische Geldstrafe war auch viel zu mild für ihn.

    Tja Paul ist da auch ganz handfest - der ist ja auch im Hafen aufgewachsen als Sohn eines Schauermanns. Er hatte halt Glück, dass seine Eltern das Schulgeld für ihn hatten. Die Karriere hätte Heinrich auch haben können, wenn es die Cholera nicht gegeben hätte.

    Soso, Marthas Gefühl hat sie also nicht getrogen … die liebe Auguste hat in der Tat eine uneheliche Tochter, die die Familie als Kind der Mutter ausgibt. Was für ein Glück, dass das Mädel aus Stuttgart auftaucht. Martha zeigt mal wieder viel Charakter und schließt mit Auguste Waffenstillstand. Sie ist wirklich eine bemerkenswerte Frau.

    Der Zufall mit der Frau aus Stuttgart wurde von meiner Lektorin noch mal andiskutiert - aber letztlich fanden wir keine bessere Lösung, wie es ans Licht kommen könnte. Und manchmal gibt es ja besondere Zufälle im Leben - hier scheiterte Familie Feldbehn wieder an ihrer Hartherzigkeit - hätten sie die junge Dame unterstützt, hätte Martha davon nie erfahren ...

    Tja, und dann kommt der 18. April … der Tag an dem Milli nach Amerika geht, das hat mir ja schon ein wenig die Tränen der Rührung in die Augen getrieben. Besonders als Moritz sich von ihr verabschiedet. Liebe Melanie, wir sehen Milli aber wieder, oder? Ich bin schon sehr gespannt, wie es ihr ergehen wird. So ein wirklich gutes Gefühl habe ich ja nicht bei der Sache ….

    Martha und Milli bleiben immer per Brief in Kontakt. Und Band 2 beginnt 15 Jahre nach Millis Abreise. Martha erhält ziemlich am Anfang des Buches folgenden Brief von Milli. Den spoilere ich euch schon mal:


    Zitat

    Meine liebste Martha, las sie.

    Es ist so lange her, dass wir uns gesehen haben. Erinnerst Du Dich noch daran, wie ich vor fünfzehn Jahren bei meiner Abreise sagte, Lawrence ist vermögend genug, um Dir und Paul irgendwann einmal eine Überfahrt zu finanzieren? Lange Zeit gingen unsere alltäglichen Pflichten vor und ich weiß, dass es für Paul vermutlich nicht so ohne weiteres möglich sein wird, länger als einen Monat seiner Arbeit fernzubleiben. Aber das sollte mich nicht daran hindern, Euch dennoch zur Hochzeit Deiner Patentochter Anna einzuladen, die am Freitag, den 27. Juni 1913 stattfinden wird. Lawrence hatte die wunderbare Idee, für Paul, die Kinder und Dich Passagen in der zweiten Klasse für die Jungfernfahrt auf dem deutschen Schiff Imperator zu buchen. Du solltest mal sehen, wie viel Werbung die Reederei sogar hier in New York für das größte Schiff der Welt macht. Lawrence meinte, es ist doch ein Wink des Schicksals, wenn die Jungfernfahrt des größten Schiffes der Welt kurz vor der Hochzeit unserer Tochter in der Heimatstadt meiner besten Freundin beginnt. Es wäre wunderbar, wenn Ihr kommen könntet. Besprich es doch umgehend mit Paul. Es wäre Lawrence sogar so viel wert, Euch alle hier zu haben, dass er Euch den Lohnausfall erstatten würde, wenn Paul der Arbeit fernbleibt. Wie gesagt – Lawrence kann es sich leisten. Manchmal stelle ich mir vor, jene giftigen Weiber, die einst auf mich herabgesehen haben, weil sie sich für etwas Besseres hielten, könnten unser Haus mit den zahlreichen Dienstboten sehen. Dagegen verblassen viele der Hamburger Villen. Natürlich ist Geld nicht alles, ich habe hier auch mein persönliches Glück gefunden, aber davon erzähle ich dir, wenn wir uns persönlich sehen. Schreib alsbald, ob wir die Schiffskarten kaufen sollen, wir werden das dann alles mit diesem neumodischen Überseetelegrafen anweisen. Du würdest mir eine so große Freude machen!

    Deine Freundin

    Milli

  • Ich habe mir jetzt nur diesen Ausschnitt vom zweiten Teil gelesen. Das ist gemein, hatte gleich gerne mehr davon:D

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Ich habe mir jetzt nur diesen Ausschnitt vom zweiten Teil gelesen. Das ist gemein, hatte gleich gerne mehr davon:D

    Gibt es, wenn das Buch fertig ist - es fängt an wie ein Märchen und endet wie ein Stephen King-Roman aber ohne Übernatürliches ;-)

  • Melanie Metzenthin , jetzt machst du es aber spannend. Geduld ist eine der Tugenden die ich praktisch überhaupt nicht besitze, was meinen Mann so manches Mal verzweifeln lässt:D

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Melanie Metzenthin , jetzt machst du es aber spannend. Geduld ist eine der Tugenden die ich praktisch überhaupt nicht besitze, was meinen Mann so manches Mal verzweifeln lässt:D

    Bist du denn schon mit diesem Abschnitt durch?

    Ja, gerade eben. Schaffe es aber erst morgen meinen Beitrag zu schreiben. Nur so viel schon vorweg....

    Ich bin soooo beeindruckt vom ersten Band der Hafenschwestern<3 da ist dir wieder ein Meisterwerk gelungen.

    &quot; Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben , über die Sterne&quot;<br />- Thomas Carlyle

  • Der Zufall mit der Frau aus Stuttgart wurde von meiner Lektorin noch mal andiskutiert - aber letztlich fanden wir keine bessere Lösung, wie es ans Licht kommen könnte. Und manchmal gibt es ja besondere Zufälle im Leben - hier scheiterte Familie Feldbehn wieder an ihrer Hartherzigkeit - hätten sie die junge Dame unterstützt, hätte Martha davon nie erfahren ...

    Ich muss gestehen, im ersten Moment dachte ich auch soviel Zufall kann es gar nicht geben aber nachher fügte sich das doch alles wunderbar zusammen :)


    Ich habe mir jetzt nur diesen Ausschnitt vom zweiten Teil gelesen. Das ist gemein, hatte gleich gerne mehr davon :D

    Ich könnte auch direkt weiterlesen ... ;)

    Gibt es, wenn das Buch fertig ist - es fängt an wie ein Märchen und endet wie ein Stephen King-Roman aber ohne Übernatürliches ;-)

    Na, jetzt bin ich doppelt gespannt, liebe Melanie :)


    Meine Rezi kommt übrigens - hoffentlich - übers Wochenende ...

  • Ein schönes und versöhnliches (Zwischen-)Ende dieses Roman! Alle gröberen persönlichen Probleme unserer Protagonisten finden eine gute Lösung.


    Einzig Auguste (die mir noch immer leid tut! Auch wenn sie unverbesserlich arrogant und verbohrt ist und <XArtikel schreibt) hat nichts dazu gelernt und bleibt einfach mal so wie sie ist - auch wenn das ihr selber und ihrer Umwelt nicht gut tut! Aber sie ist ein interessanter Charakter: denn ich bin mir fast sicher, dass sich damals viele Frauen in diesem Zwiespalt befanden. Dass sie einerseits unter ihren Männern, den gesellschaftlichen Konventionen und der Unfreiheit der Frauen gelitten haben, aber keinen rechten Ausweg wußten und sich wahrscheinlich nicht zutrauen konnten, ein selbstverantwortliches Leben zu führen. Frauen neigen ja heute auch noch oft dazu, sich zu verzwergen.


    Ganz wichtig in diesem Buch war für mich, dass ich Lida Gustava Heymann kennenlernen durfte - ich werde sicher versuchen, noch mehr über ihr Leben herauszufinden. Ihre Persönlichkeit hat mich tief beeindruckt.


    Martha und Paul - die zwei passen richtig gut zusammen. Was mir an beiden besonders gut gefällt, ist, dass sie sich durchaus zu helfen wissen und dabei manchmal zu Mitteln greifen, die nicht jeder moralischen Prüfung standhalten würden. Aber manchmal geht es einfach nicht anders. Millis Vater hätte keine andere Sprache verstanden und Auguste wird durch Marthas Erpressung in ihre Schranken verwiesen. Und solange Martha ihr Wissen nicht ausplaudert, finde ich das eigentlich sogar ganz ok. Aber ich fürchte, dass solche Tatsachen sich nicht ewig unter der Decke gehalten werden können. Und wenn von irgendeiner Seite her diesbezüglich getratscht wird, wird Auguste sicher glauben, dass Martha dahinter steckt...


    Es freut mich sehr, dass Milli nach Amerika kann und ich hoffe wirklich, dass ihr zukünftiger Ehemann tatsächlich reich und nett ist. Und klug soll er auch sein - der Schwarze Freitag kam ja erst viel später, 1929.

    Melanie Metzenthin - wie weit werden wir die Geschichte von Martha und ihrer Familie bzw Freunden verfolgen können? Der nächste Band spielt knapp 15 Jahre später? Dann werden sie und wir noch mehrere weltpolitisch wichtige Ereignisse erleben!


    Moritz? Der bekommt von mir einen Heiligenschein aufgesetzt - soviel Selbstlosigkeit ist wirklich fast ein wenig zuviel. Aber ich hoffe, liebe Melanie, Du entschädigst ihn noch reichlich dafür. Er hätte es sich echt schwer verdient!


    Das Nachwort war auch wieder interessant. Ich finde die dichterischen Freiheiten nicht arg, aber ich freue mich immer, wenn ich sie selber finde!


    Es war wieder eine tolle Lesezeit und ich freu mich schon auf den nächsten Band:blume:

  • Der Zufall mit der Frau aus Stuttgart wurde von meiner Lektorin noch mal andiskutiert - aber letztlich fanden wir keine bessere Lösung, wie es ans Licht kommen könnte. Und manchmal gibt es ja besondere Zufälle im Leben - hier scheiterte Familie Feldbehn wieder an ihrer Hartherzigkeit - hätten sie die junge Dame unterstützt, hätte Martha davon nie erfahren ...

    Ich finde schon, dass es ein sehr glücklicher Zufall war, vor allem zeitlich perfekt, aber er ist vollständig geklärt worden in der Geschichte und gleichzeitig kann auch gezeigt werden, dass Lida Heymann großen Wert auf Bildung legte. Und außerdem zeigt es, welche Rechte sich Menschen wie die Feldbehns herausnehmen durften (die Arbeitszeugnisse behalten) ohne dass sie irgendwelche Konsequenzen befürchten mussten. Die Macht dieser reichen Familien war fast grenzenlos in dieser "kleinen Welt" und hat sicher viele Bedienstete ruiniert.


    Ach ja... wenn ich nächstes Jahr, wie jedes Jahr, wieder ein paar Tage in Hamburg verbringen werde, werde ich den Hygieia-Brunnen mit ganz anderen Augen betrachten und an Martha, Milli und natürlich an Euch alle denken:)

    2 Mal editiert, zuletzt von ysa ()

  • Vielen Dank, ich freue mich sehr, dass es dir so gut gefallen hat.

    Einzig Auguste (die mir noch immer leid tut! Auch wenn sie unverbesserlich arrogant und verbohrt ist und <X Artikel schreibt) hat nichts dazu gelernt und bleibt einfach mal so wie sie ist - auch wenn das ihr selber und ihrer Umwelt nicht gut tut! Aber sie ist ein interessanter Charakter: denn ich bin mir fast sicher, dass sich damals viele Frauen in diesem Zwiespalt befanden. Dass sie einerseits unter ihren Männern, den gesellschaftlichen Konventionen und der Unfreiheit der Frauen gelitten haben, aber keinen rechten Ausweg wußten und sich wahrscheinlich nicht zutrauen konnten, ein selbstverantwortliches Leben zu führen. Frauen neigen ja heute auch noch oft dazu, sich zu verzwergen.

    Auguste taucht auch in Band 2 wieder auf. Ich muss mir noch überlegen, wie viel Raum ich ihr einräume - das wird sich beim Schreiben ergeben. Im Moment ist es nur eine kleine Rolle, aber wer weiß ...

    Ganz wichtig in diesem Buch war für mich, dass ich Lida Gustava Heymann kennenlernen durfte - ich werde sicher versuchen, noch mehr über ihr Leben herauszufinden. Ihre Persönlichkeit hat mich tief beeindruckt.

    Die Frau war für mich auch sehr beeindruckend - deshalb habe ich sie in diesen Roman eingebaut.

    Martha und Paul - die zwei passen richtig gut zusammen. Was mir an beiden besonders gut gefällt, ist, dass sie sich durchaus zu helfen wissen und dabei manchmal zu Mitteln greifen, die nicht jeder moralischen Prüfung standhalten würden. Aber manchmal geht es einfach nicht anders. Millis Vater hätte keine andere Sprache verstanden und Auguste wird durch Marthas Erpressung in ihre Schranken verwiesen. Und solange Martha ihr Wissen nicht ausplaudert, finde ich das eigentlich sogar ganz ok. Aber ich fürchte, dass solche Tatsachen sich nicht ewig unter der Decke gehalten werden können. Und wenn von irgendeiner Seite her diesbezüglich getratscht wird, wird Auguste sicher glauben, dass Martha dahinter steckt...

    Ja, Martha und Paul sind keine "Edelmenschen", sondern handfest - denn wenn einen die Gesetze nicht schützten, muss man manchmal nach eigenen Gesetzen handeln. Das ist natürlich immer eine Gratwanderung, aber ich denke, jeder von uns kennt diese Situationen, wo man sich wünscht, da würde doch mal jemand "dreinschlagen". Und damals war das ja z.T. noch schlimmer als heute.

    Es freut mich sehr, dass Milli nach Amerika kann und ich hoffe wirklich, dass ihr zukünftiger Ehemann tatsächlich reich und nett ist. Und klug soll er auch sein - der Schwarze Freitag kam ja erst viel später, 1929.

    Melanie Metzenthin - wie weit werden wir die Geschichte von Martha und ihrer Familie bzw Freunden verfolgen können? Der nächste Band spielt knapp 15 Jahre später? Dann werden sie und wir noch mehrere weltpolitisch wichtige Ereignisse erleben!

    Wenn es nach mir geht, werden wir die Geschichte von Martha und ihrer Familie bis zu ihrem Tod 1971 verfolgen können. Drei Bände sind aber auf jeden Fall geplant. Band 2 ist Kaiserreich bis Weimarer Republik inkl. 1. Weltkrieg, Band 3 dann die Erlebnisse im 3. Reich.

    Moritz? Der bekommt von mir einen Heiligenschein aufgesetzt - soviel Selbstlosigkeit ist wirklich fast ein wenig zuviel. Aber ich hoffe, liebe Melanie, Du entschädigst ihn noch reichlich dafür. Er hätte es sich echt schwer verdient!

    Nun ja, das Leben ist kein Ponyhof ... Warte es ab.

    Ach ja... wenn ich nächstes Jahr, wie jedes Jahr, wieder ein paar Tage in Hamburg verbringen werde, werde ich den Hygieia-Brunnen mit ganz anderen Augen betrachten und an Martha, Milli und natürlich an Euch alle denken :)

    Dann solltest du dir auch die Kramer Amtsstuben ansehen, falls du da bislang noch nicht warst. Da haben wir für den SAT-1-Beitrag, den ich oben im Anmeldethread zur Leserunde verlinkt habe, gedreht.

  • So nun erst einmal meinen Beitrag zu diesem ereignisreichen Abschnitt.


    Ich bin nicht nur immer wieder über Martha erstaunt, sonder auch über Paul. Übrigens mein heimlicher Liebling, da er mir so sympathisch ist. Ohne lange zu zögern schlägt er vor Milli und die kleine Anna bei sich und Martha aufzunehmen, was auch gleich in die Tat umgesetzt wurde. Und als Milli sich endlich dazu durchgerungen hat, ihren Stiefvater anzuzeigen, wurde es richtig spannend. Paul ist im wahrsten Sinne ein Mann der Tat. Ich bin richtig stolz auf ihn. Denn das was er mit seinen Freunden getan hat war überfällig. Endlich hat Hannes Steuber mit seinen Kumpanen eine richtige Abreibung bekommen. Gut so, am liebsten hätte ich da mitgemacht.


    Lida Heymann hat das Haus gekauft und gemeinsam haben die Frauen darin eine Beratungsstelle eröffnet. Das ist eine so tolle Sache und fand auch Zuspruch und vielen Frauen und Kindern konnte geholfen werden. Martha geht sogar auf Hausbesuch, da müsste ich schmunzeln, denn du habe mir vorgestellt.....wie eine kleine Ärztin....schön das sie weiterhin als Krankenschwester ein gutes Werk vollbringen kann. Wie eine kleine Samariterin:).

    Mir war nicht klar, dass diese Hilfe auf Wiederstand prallen wird. Und ausgerechnet Auguste mit an vorderster Front. Wie Martha reagierte und was sie dann zu den Frauen gesagt hat, hat mich mit offenem Mund weiterlesen lassen. Das war so genial und ich denke so einige Frauen haben da endlich über ihre holden Gatten nachgedacht:D

    Entsetzt war ich über die Schilderungen von Frauen, die sich in unglückliche Ehen stürzten und jedes Jahr ein Kind bekamen. Und dann fast kaum Trauer zeigten wenn das Neugeborene starb. Schwache Winterkinder, wenn man sie auch im Winter draußen stehen lässt, sollen sie wohl Lungenentzündung bekommen. Ach das ist alles so traurig, wie groß das Elend war. Gut das Martha auch die Verhütung bei den Frauen angesprochen hat, denn es gab natürlich auch Frauen die daran Interesse zeigten.


    Der Streik hat doch seine Wirkung gehabt, es gab jetzt ein Institut für Hafengesundheit und auch Lohnbüros. Das ist eine richtig gute Sache. Geschmunzelt habe ich da auch wieder. Ich hätte es bildlich vor Augen, wie die Frauen vor diesen Büro standen , auf ihren Ehemann warteten und diesen gleich auf den kürzesten Weg nach Hause geführt haben.


    Schön fand ich auch, dass Carol und Martha wieder als Freundinnen zusammen waren. Und die beiden tun sich zusammen als sie Augustes Geheimnis heraus finden wollten. Und.....ha, da war das kleine schmutzige Geheimnis. Ich habe es geahnt. Ausgerechnet Auguste steht es nicht zu über andere Frauen zu urteilen. Es war ein glücklicher Zufall das Erika Köster Martha aufgesucht hat. Und dieses Dienstmädchen, welches Erika heimlich diesen Tipp gegeben hat, hat das bestimmt nicht ohne Grund getan.

    Carola und Martha machten sich auf den Weg um alles über Auguste in Erfahrung zu bringen. Und wieder mit Paul seiner Unterstützung, clever.

    Die Aussprache mit Auguste hat zwar nun zur Folge daß ein Waffenstillstand besteht, doch finde ich Auguste nach wie vor unsympathisch und habe auch kein Mitleid mit ihr.


    Milli wandert nun tatsächlich aus, ihr Traum geht in Erfüllung. Doch die Umstände sind schon sehr kurios. Sie möchte Anna eine gute Zukunft und ein besseres Leben ermöglichen, aber sie wird keine Liebe von ihrem Mann erwarten können. Ich stelle mir vor, dass sie mit ihrem Mann, so hoffe ich inständig, ein gutes freundschaftliches Verhältnis haben wird.

    Martha hat sich richtig entschieden als sie Moritz alles erklärte und den Abreisetag preis gegeben hat. Ich fand auch das er es verdient hätte, sich von Milli verabschieden zu können. Das die Angst vor Josef von Milli nur vorgezogen war, darauf wäre ich nicht gekommen. Ich hätte ihr das abgenommen, doch Martha erkennt den wahren Hintergrund.


    Egal wie die Winter damals waren, sie waren für die armen Menschen immer furchtbar. Dieses nasskalte Wetter war furchtbar, denn in den Kellerwohnungen war es feucht und schimmelig. Das das Krankheiten mit sich brachte war klar und auch Martha konnte nicht immer helfen. Und immer sind es die Kinder, die am schnellsten erkrankten. Das mit dem Behring Serum und dem Pferd-Blut kam glaube ich auch in der Charité zur Sprache. Ein interessantes Thema, wie nach und nach in der Medizin Fortschritte gemacht wurden und wie mühsam es war. Sogar mein Vater ist als Kind noch an Kehlkopf Diphtherie schwer erkrankt und hat es gerade so geschafft. Er hatte einen Kehlkopfschnitt und dort eine große Narbe, die mich als Kind oft erschreckt hat.


    Der Abschied von Milli hat mir das Herz zerissen. Eine langjährige Freundschaft, von Kindesbeinen an, wird nun getrennt. Ach wie traurig. Aber ich wünsche Milli alles gute. Und wie man aus dem kleinen Ausschnitt vom zweiten Teil lesen kann, ist es Milli anscheinend gut ergangen. Ich hätte ja gehofft, dass wir vielleicht noch erfahren das Martha guter Hoffnung ist. Aber die Familienplanung hat wohl noch kein Vorrang, wo es so viel andere Dinge anzupacken gilt.

    Ich habe bestimmt noch einiges unerwähnt gelassen, schaue jetzt erst einmal bei euch rein.

    Auf jeden Fall bin ich begeistert und hätte wirklich gerne weiter gelesen;( nun heißt es sich in Geduld üben^^, keine meiner Stärken.

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  • Das freut mich am meisten, dass Martha nicht alles aufgeben musste. Glücklich verheiratet zu sein und dann noch eigenständig denken und handeln zu können, war bekanntlich nur wenigen Frauen vorbehalten. Und die die es waren, mussten hart darum kämpfen.


    Genau wie bei mir, hab ich ja gerade geschrieben, Paul ist auch mein heimlicher Liebling.


    Bei Auguste und ihrer Familie habe ich nur gedacht.....nach aussen Hui, nach innen pfui, diese feinen Herrschaften....


    Der Abschied von Milli ist mir genauso schwer gefallen wie Martha, traurig;(


    Ach ja, das Nachwort habe ich ganz vergessen. Bei Melanie sind die immer sehr interessant und informativ. Darauf freue ich mich dann immer schön wenn das Ende näher kommt.

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  • Ich fand auch, dass das Ende für einen Mehrteiler richtig gut gewählt. Für mich blieben keine Fragen offen, ausser natürlich das ich wissen möchte wie es allen in der Zukunft ergeht.


    Lida Heymann war eine interessante Frau und deshalb habe ich mir noch einige Artikel im Netz durchgelesen um mehr über sie zu erfahren.


    Martha und Paul passen wie Deckel auf Topf. Als wenn das Schicksal nur diesen einen Weg, sich zu finden, für die beiden bereit gehalten hat.

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  • Übrigens mein heimlicher Liebling, da er mir so sympathisch ist. Ohne lange zu zögern schlägt er vor Milli und die kleine Anna bei sich und Martha aufzunehmen, was auch gleich in die Tat umgesetzt wurde. Und als Milli sich endlich dazu durchgerungen hat, ihren Stiefvater anzuzeigen, wurde es richtig spannend. Paul ist im wahrsten Sinne ein Mann der Tat. Ich bin richtig stolz auf ihn. Denn das was er mit seinen Freunden getan hat war überfällig. Endlich hat Hannes Steuber mit seinen Kumpanen eine richtige Abreibung bekommen. Gut so, am liebsten hätte ich da mitgemacht.

    Ja, Paul ist schon der perfekte Ehemann für Martha. Die beiden teilen eben ihre Ziele und Ideale - das macht die Beziehung stabil. Und Stabilität werden sie im zweiten Teil brauchen, denn da kommt noch einiges auf sich zu - anfangs sehr viel Schönes und später sehr viel Schlimmes. Aber sie machen wie immer das Beste daraus, auch wenn es sie an ihre Grenzen führen wird.

    Mir war nicht klar, dass diese Hilfe auf Wiederstand prallen wird. Und ausgerechnet Auguste mit an vorderster Front. Wie Martha reagierte und was sie dann zu den Frauen gesagt hat, hat mich mit offenem Mund weiterlesen lassen. Das war so genial und ich denke so einige Frauen haben da endlich über ihre holden Gatten nachgedacht :D

    Die Beratungsstelle gab es wirklich. Die Demonstrationen dagegen sind hingegen fiktiv - ich wollte das etwas dramatischer machen.

    Ich hätte es bildlich vor Augen, wie die Frauen vor diesen Büro standen , auf ihren Ehemann warteten und diesen gleich auf den kürzesten Weg nach Hause geführt haben.

    Genauso war es damals.

    Und dieses Dienstmädchen, welches Erika heimlich diesen Tipp gegeben hat, hat das bestimmt nicht ohne Grund getan.

    Genau, das Dienstmädchen wollte den Feldbehns eins auswischen.

    Milli wandert nun tatsächlich aus, ihr Traum geht in Erfüllung. Doch die Umstände sind schon sehr kurios. Sie möchte Anna eine gute Zukunft und ein besseres Leben ermöglichen, aber sie wird keine Liebe von ihrem Mann erwarten können. Ich stelle mir vor, dass sie mit ihrem Mann, so hoffe ich inständig, ein gutes freundschaftliches Verhältnis haben wird.

    Milli hat die richtige Entscheidung getroffen. Wie es ihr in Amerika ergeht, werdet ihr in Band 2 erfahren, wenn Martha und ihre Familie sie dort am Anfang des Romans besuchen.

    Sogar mein Vater ist als Kind noch an Kehlkopf Diphtherie schwer erkrankt und hat es gerade so geschafft.

    Mein Vater hatte als Kind auch zweimal Diphtherie. Das war damals wirklich eine sehr häufige Krankheit.

    Ich hätte ja gehofft, dass wir vielleicht noch erfahren das Martha guter Hoffnung ist. Aber die Familienplanung hat wohl noch kein Vorrang, wo es so viel andere Dinge anzupacken gilt.

    Martha ist ja am Ende des Buches erst 19 Jahre alt. Viel zu jung. Ich verrate schon mal, wann die Kinder geboren werden: 1905 kommt Rudolf, genannt Rudi, 1907 kommt Alfred, genannt Fredi und 1910 kommt Ella. Die sind am Anfang von Band 2, der 1913 beginnt, schon alle geboren.

  • Danke dir liebe Melanie, dass du uns ein kleines Geheimnis verraten hast. Ich bin schon so gespannt. Am liebsten würde ich mich neben dir am Schreibtisch setzten und mitlesen wenn du den zweiten Teil schreibst:D

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  • Danke dir liebe Melanie, dass du uns ein kleines Geheimnis verraten hast. Ich bin schon so gespannt. Am liebsten würde ich mich neben dir am Schreibtisch setzten und mitlesen wenn du den zweiten Teil schreibst:D

    Und wie man aus dem Mopo-Artikel erkennen kann, kommt Paul versehrt aus dem 1. WK zurück - und Gesichtschirurgie wird ein Thema ... Gesichtsverlust im wahrsten Sinne des Wortes wird eine Rolle spielen.