Bernhard Hennen - Der Wahrträumer

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Es gibt 55 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von whiskers.

  • Hallo!


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    Inhalt:


    Der mehrfach preisgekrönte deutsche Fantasy-Autor Bernhard Hennen ist einem größeren Publikum in erster Linie durch seine Romane über die Spielewelt Aventurien ein Begriff. Gemeinsam mit anderen Autoren hat er nun eine eigene Fantasy-Welt geschaffen, die den Hintergrund für eine neue, groß angelegte Serie abgeben wird. Der Wahrträumer spielt in einer nicht näher bestimmten Zukunft unserer Erde, in der die meisten wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften unserer Zeit verloren gegangen sind. Die Menschen leben auf einem zivilisatorischen Niveau, das in den Städten dem Hochmittelalter, auf dem Lande einer noch früheren Zeit entspricht.
    So unterschiedlich die Schauplätze, so verschieden sind auch die Protagonisten der parallel verlaufenden Handlungsebenen. Alessandra ist eine Walfängerin, die vom Schicksal an den Rand der Gesellschaft getrieben wird und lernen muss, dass es Wichtigeres gibt als Reichtum und Ansehen. Der junge Schamane Serun dagegen war in seiner Jugend vielleicht allzu bescheiden und sieht sich seiner neuen Aufgabe als Führer seines Volkes kaum gewachsen. Der Söldnerführer Joacino wiederum hält seine Abgebrühtheit für seine größte Stärke -- und wird von der Treue seiner Truppen und seiner eigenen Opferbereitschaft überwältigt. Tragischste Figur des Romans ist Francisco, ein mächtiger Priester in der Kirche des Abwesenden Gottes. Als eine geheimnisvolle Krankheit seine schutzbefohlene Gemeinde heimsucht, erscheint ihm nicht nur sein Glaube, sondern auch die Wahl seiner Machtmittel in einem völlig neuen Licht.


    Teilnehmer:


    Seychella
    Rianonne
    Rio
    denny!d
    Bianca
    Shirley
    Papyrus
    melima
    ÜberdenWolken
    Fardun
    Miramis
    Leen
    whiskers (Gewinnerin des Buches, kommt etwas später)
    nimue
    jem


    Eine kurze Bitte: Damit das ein bisschen angenehmer zu lesen ist, postet erst, wenn ihr angefangen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze immer so sehr in die Länge.


    Interessant für Leserunden-Neulinge ist sicherlich die Leserunden-FAQ. Dort findet ihr auch Informationen z.B. zu Spoilern etc.


    Viel Spaß!
    nimue

  • Hallo zusammen,


    dann mache ich eben mal den Anfang, ich habe nämlich schon 52 Seiten gelesen :redface:


    Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, es ist von Anfang an sehr flüssig zu lesen und nimmt sofort Fahrt auf.


    Was mich gleich zu Beginn berührt hat:


    Zitat von "Spoiler bis Seite 52"

    Die Szene, in der Alessandra dem sterbenden Wal in die Augen blickt, erinnert mich an ein Bild, das ich einmal in einem Buch gesehen habe. Dort ist ein sterbender Wal abgebildet, und Du denkst, er blickt Dir mit seinem kleinen Auge mitten ins Herz. Ich habe nie mehr an das Bild gedacht bis zu dem Moment, als ich die Szene las.


    Ansonsten finde ich seltsam, daß Alessandra so ohne weiteres als Märtyrerin sterben möchte und gar nicht gegen ihr Schicksal ankämpft. Und das, obwohl ich den Eindruck habe, daß sie schon am Leben hängt, vor allem jetzt, nachdem sie reich ist. Ihre Flucht geschieht ja nicht aus Angst vor dem Tod, sondern weil sie den Priester (aus Versehen) getötet hat und entehrt ist.


    Was mir sehr gut gefallen hat: die Wahl mit den weißen und dem einen schwarzen Kieselstein. Eine gute Idee!


    Das waren meine ersten Eindrücke und ich freue mich schon aufs Weiterlesen. Schade daß Bernhard Hennen nicht mitmachen kann, aber die Arbeit an seinem neuen Buch geht selbstverständlich vor!


    Viele Grüße
    Miramis

    :lesen: Tad Williams - Shadowmarch. Die Grenze

  • Ich habe bis Seite 147 gelesen.
    Es macht wieder richtig Spaß ein Buch von Bernhard Hennen zu lesen :klatschen:


    Vor allem Alessandra und Tormo sind mir schon so richtig ans Herz gewachsen.


    Zitat von "Spoiler bis Seite 116"


    Die Beschreibung von der brandigen Wunde und wie das brandige Fleisch weggeschnitten wurde :entsetzt: Mir ist richtig übel geworden. Das "platsch" war schon sehr anschaulich



    Miramis
    Alessandras Schicksal war wohl eine große Ehre

  • Papyrus: ja, anders läßt es sich wohl kaum erklären.


    Ich bin auf Seite 124 und muß feststellen, das Buch ist eines von denen, die man nicht so schnell mehr aus der Hand legt. Ich bin schon total gefangen von der Geschichte - meine Lieblingsfigur ist allerdings bis jetzt Seruun. Mir gefällt es, wenn Figuren nicht gleich von Anfang an perfekt und vollkommen sind, sondern sich erst im Laufe des Lesens entwickeln und an ihren Aufgaben wachsen.


    Zitat von "Spoiler bis Seite 124"

    Das Erd- und Seebeben und die dazugehörige Flutwelle sind sehr eindrucksvoll beschrieben. Ich konnte es mir sehr gut vorstellen, zumal wir ja alle noch die Bilder vom Tsunami im Kopf haben...
    Die Szene mit der Wund-OP fand ich auch schrecklich :entsetzt: an solchen Stellen kann ich auch nicht aufhören zu lesen, sondern muß noch ein Stück weiterlesen, sonst verfolgt mich die Erinnerung daran.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.


    Viele Grüße
    Miramis

    :lesen: Tad Williams - Shadowmarch. Die Grenze

  • Hallihallo,


    ich bin leider noch nicht sehr weit und kann mich deshalb auch noch nicht zum Inhalt direkt äußern - eure Beiträge machen mich aber sehr heiß darauf (bei mir wirds aber langsamer gehen, da es sich die Zeit mit einem anderen Leserundenbuch teilt).


    Sagt mal, sind in eurer Ausgabe auch so wunderschöne Illustrationen drin? Das hat mich doch sehr überrascht (für eine Taschenbuchausgabe). Ansonsten würde mich auch noch brennend interessieren, ob das Buch mit einem Cliffhanger endet und man die anderen Teile unbedingt hinterher lesen muss. Habt ihr da schon was mitgekriegt?


    Liebe Grüße
    nimue

  • Zitat von "nimue"


    Sagt mal, sind in eurer Ausgabe auch so wunderschöne Illustrationen drin? Das hat mich doch sehr überrascht (für eine Taschenbuchausgabe).


    Natürlich. Ich finde auch die Ornamente unten an den Seiten sehr schön (eigentlich noch schöner als die Zeichnungen). Ja, für ein Taschenbuch ist das schon sehr liebevoll gestaltet.


    Zitat von "nimue"


    Ansonsten würde mich auch noch brennend interessieren, ob das Buch mit einem Cliffhanger endet und man die anderen Teile unbedingt hinterher lesen muss. Habt ihr da schon was mitgekriegt?


    Ich habe das so verstanden, dass jedes Buch eine eigene Geschichte erzählt.
    Schau mal hier
    Sichere Angaben erhälst du aber erst, wenn einer von uns das Buch aus hat :breitgrins:

  • Hallöchen!


    Nun möchte ich mich auch gern endlich melden. Ich hatte gestern Abend keine Zeit mehr zu schreiben, aber gelesen hatte ich eure Beiträge schon...


    Also, ich bin mittlerweile auf Seite 131 und mein erster Eindruck war: Das Buch gibt mir einen Einstieg in eine komplett andere Welt - eine groß(artig)e, komplexere Welt. Das fand ich schon wieder prima und war von Anfang an voll gefesselt. Und das sowohl durch den Inhalt, aber auch durch die Sprache, bei der mir Bernhards Stil wieder richtig gut gefällt. Vor allem bei den Salhin Hült, die mich stark an Indianer erinnern, begeistern mich die Bezeichnungen wie Eisatem, Tagauge, Nachtauge, Geistertänzer oder

    Zitat von "Spoiler bis S. 80"

    Himmelsfaust

    oder auch die Namen wie z.B. Grasfeder.
    Und bei diesem Volk bin ich gerade hingerissen vom

    Zitat von "Spoiler bis S. 131"

    Kapitel "Der Kuss" zwischen Grasfeder und Seruun. Das fand ich sehr niedlich! :herz:


    Allerdings hab ich mich auch gefragt,

    Zitat von "Spoiler bis S. 131"

    wie alt Seruun denn nun ist. Als er mit Garwun unterwegs war, dachte ich, er ist noch ein Junge, aber das scheint ja nun nicht so zu sein. Auch auf dem Bild nicht, das ich übrigens richtig toll finde! :klatschen:


    Das bringt mich gleich zum nächsten Thema:

    Zitat von "nimue"

    Sagt mal, sind in eurer Ausgabe auch so wunderschöne Illustrationen drin?


    Natürlich! Und ich liebe sie. Genau wie die restlichen Verzierungen. Ich bin ein großer Fan von solchen Gestaltungen und habe selten ein so aufwändig und liebevoll gestaltetes Buch in den Händen gehabt, wie dieses! Richtig toll! Und großes Lob!



    Was mir bisher (noch?) nicht ganz so gut gefällt, was aber angekündigt war und auch an mir selbst liegt, weil ich immer mit den Buchcharakteren mitfühlen muss, ist die Grausamkeit oder Unerbittlichkeit, die mir schon mehreren Stellen aufgefallen ist. Z. B. hat mich gleich

    Zitat von "Spoiler bis S. 83"

    die anfängliche Szene, in der Alessandra die Wale tötet, erschreckt und mir wurde übel. Und mir taten die Norgas Leid. Klar, sowas gibt es ja auch in unserer Realität nicht selten, aber davon halte ich mich immer sehr fern. Daher hab ich mich eigentlich weniger buchbezogen als allgemeiner meine Moral betreffend gefragt, wie die Menschen so etwas hinkriegen und mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ich könnte z.B. niemals ein Tier schlachten oder auch nur dabei sein, wenn das getan wird...


    Auch sehr grausam fand ich das Aufbringen der Maske. Und ich versuche die ganze Zeit verzweifelt nicht nachzuempfinden, wie es Alessandra in dem Moment und während des Tragens ging. Allerdings gelingt es mir nicht so gut. Leider. :traurig:


    Und wieder kommt da meine moralische Seite durch und ich frage mich - wieder eher allgemein, denn wieder gibt es das bei uns ja auch - wie die Menschen so gläubig sein können, dass sie den Tod durch Verdursten oder allein schon so eine grauenhafte Maske, die bei mir allerschlimmste Todesängste auslösen würde, freiwillig aufsetzen, weil sie der Meinung sind, ihr Gott verlange ein Opfer.


    Wie ging es denn euch dabei?



    Gespannt bin ich darauf, wie die anderen

    Zitat von "Spoiler bis S. 131"

    3 Charaktere vorgestellt werden - Alessandra kennen wir ja nun und Grasfeder wurde erst als Nebencharakter eingeführt.


    Ich bin jedenfalls sehr begeistert und freue mich aufs Weiterlesen!


    Liebe Grüße,
    melima

  • Hallo Ihr Lieben,


    das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet und auch eine Karte ist vorhanden (was mir immer sehr gut gefällt) :klatschen: .


    Ich habe gerade vorhin erst angefangen und das erste Kapitel gelesen, daher kann ich zum Inhalt noch nicht viel sagen. Mir gefällt allerdings der Schreibstil schon sehr gut und ich fand auch den Anfang schon schön spannend und vielversprechend :smile: .

  • Zitat von "melima"


    Wie ging es denn euch dabei?


    Gut (na ja, im übertragenen Sinne :smile: )
    Das mag ich eben so an den Geschichten von Bernhard Hennen. Sie sind mehr als einfach "ästhetisch" schön.


    Stimmt, die Beschreibung der Salin Hült erinnert an Indianer, andere Elemente ans Mittelalter, oder gar an die Antike. Eine gelungene bunte Mischung.
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt:
    Ein, zwei Sätze und ich tauche direkt ab in eine andere Welt, mit vielen Bildern, die sich direkt in meinem Kopf bilden. So macht Fantasy richtig Spaß.

  • Zitat von "melima"


    Wie ging es denn euch dabei?


    melima: mir ging es da wie dir -

    Zitat von "Spoiler bis Seite 83"

    Die Wale taten mir unendlich leid, aber ich denke, Alessandra hat sie von ihrem Leiden erlöst. Sie waren doch gestrandet und wären eh eines jämmerlichen Todes gestorben. Außerdem gefiel mir gut, daß sie ein Gebet für die Wale gesprochen hat, bevor sie sie getötet hat. Das ist in meinen Augen ein Zeichen von Achtung und Respekt vor dem Leben.


    Was die Opferbereitschaft von Alessandra betrifft, hab ich ja bereits angedeutet, dass mir das Verständnis dafür fehlt; vor allem, daß sie sich nicht gegen ihr Schicksal aufbäumt und ihr Leben nicht höher einschätzt als die "Ehre", die ihr durch das Verdursten widerfahren sollte. Besonders traurig war ich darüber, daß die beiden anderen "Auserwählten" dann verdurstet sind und dieses Opfer umsonst war, weil Alessandra fehlte.


    Trotzdem gefällt mir das Buch ausgesprochen gut, und ich finde es in Ordnung, wenn auch mal traurige oder unverständliche Dinge passieren - darüber denke ich viel mehr nach, als wenn alles immer nur friedlich und harmonisch verläuft.


    Die optische Gestaltung ist wunderschön und man sollte auch die Karte am Ende erwähnen, auf die ich schon sehr oft geschaut habe. Hoffentlich hält meine TB-Ausgabe das aus...


    Nimue: Wenn es mit einem Cliffhanger enden sollte, müssen wir eben bald schon die nächste Leserunde ansetzen :zwinker:


    Viele Grüße
    Miramis

    :lesen: Tad Williams - Shadowmarch. Die Grenze

  • Hallo!


    Zitat von "Papyrus"


    Stimmt, die Beschreibung der Salin Hült erinnert an Indianer, andere Elemente ans Mittelalter, oder gar an die Antike. Eine gelungene bunte Mischung.


    Ja, das stimmt. Gerade habe ich die Beschreibung von

    Zitat von "Spoiler bis S. 142"

    Monte Flora

    gelesen und mir das Bild angeschaut. Wunderschön! Und ich fand an der Stelle auch das Bild absolut passend und hilfreich.



    Zitat von "Miramis"


    melima: mir ging es da wie dir -


    Liebe Grüße,
    melima (die gleich noch ein bisschen weiterliest, bevor sie den Tag beendet)

  • Zitat von "melima"


    Die Figur des Francisco kann ich auch nicht richtig einordnen

    Zitat von "Seite 256"

    Einerseits ist er die Inquisition persönlich, überlegt äußerst politisch und dann handelt er wieder mit sehr viel Anteilnahme und Mitgefühl. Wieviele Herzen schlagen eigentlich in seiner Brust?


    Zitat von "miramis"

    Nimue: Wenn es mit einem Cliffhanger enden sollte, müssen wir eben bald schon die nächste Leserunde ansetzen


    Im Band 0 "Das Geheimnis der Gezeitenwelt" steht drin, dass es sich jeweils um abgeschlossene Romane handelt. Ich würde aber gerne auch die anderen Bücher mit euch lesen.

  • Hallo,
    ich war ja ein ziemlicher Glueckspilz und habe waehrend meines Deutschlandaufenthaltes das Buch gewonnen! :freu::klatschen:
    Nimue, vielen Dank fuer das Buch, das war wirklich eine tolle Ueberraschung! :smile:
    Ich bin jetzt auf S. 117 angekommen und mir gefaellt die Geschichte schon sehr gut. Auch die Verzierungen und Illustrationen finde ich sehr schoen und aussergewoehnlich.
    Am Spannendsten finde ich bis jetzt die Geschichte um Alessandra und Torma. Die beiden haben schon so viel mitgemacht und sind mir bis jetzt auch richtig sympathisch geworden.

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin leider erst am Dienstag dazugekommen, mit dem Buch anzufangen (bei mir geht es momentan etwas drunter und drüber), aber dafür hatte es mich gleich wieder in seinem Bann (ich hatte ja schon mal angefangen und dann wurde die Leserunde verschoben).



    Zitat von "Spoiler bis S.139"

    Wie beim ersten Mal fand ich die Szene, in der die Wale geschlachtet wurden, absolut grausam. Ich mußte mehrmals schlucken. Hingegen machte mir die Wundbehandlung des collectors überhaupt nichts aus. Naja, Menschen und Tiere haben bei mir halt einen anderen Stellenwert :zwinker:


    Mir fiel es übrigesn auch schwer zu verstehen, wieso Alessandra ihr Schicksal einfach so hinnahm, obwohl ihr gesagt wurde, was ihr drohte. Und diese Maske erst :entsetzt: Aber bei genauerem Nachdenken glaube ich, sie wurde von den Ereignissen einfach überrollt und konnte sich wohl auch nicht so recht vorstellen, was da auf sie zukommen würde. Sie ist ja auch noch recht jung, noch keine Zwanzig, wenn ich mich recht erinnere. Ihre romantischen Vorstellungen vom Märtyrertum (Ehre für sich und das Dorf, ihr Bild an der Decke des Gemeindehauses, die Harpune als ihr Wahrzeichen) beweisen das.


    Was haltet Ihr eigentlich von den Knochenknöpfen an den Gewänden der Priester?
    Ich fand das ziemlich krank. Aber dann fiel mir ein, daß in der katholischen Kirche auch die Knochen der Heiligen verehrt werden, allerdings bringt man die nicht an Kleidungsstücken an (hoffe ich). Naja, andererseits finde ich die ganzen Kleriker ein wenig krank. Warum wählt man als Märtyrer - die sich dann doch nur in das Heer all der anderen Kleriker einreihen, sofern sie keine großartigen Leistungen vollbringen - eigentlich niemanden aus den Reihen der Priester, also Menschen, die von sich aus schon "reiner" als der Rest der Bevölkerung sein sollte. Sie beschäftigen sich doch tagein, tagaus mit dem Verschwundenen Gott und seinen Lehren, müßten also viel eher wissen, wie sie bei ihm um Gehör bitten.



    Komisch, ich hatte mir die Salin Hült eher als mongolische Nomaden vorgestellt. Liegt wohl an der Sprache. Auf dem Bild sehen sie dann eher aus wie Indianer, das stimmt.


    Und endlich habe auch die Karten gefunden! Mensch, da wundere ich mich über fast 200 Seiten hinweg, wie wohl das Land aussieht und warum in einem Buch voller Zeichnungen und Kapiteleinfassungen keine Karte drin ist, und dann finde ich sie durch Zufall, weil ich hintem im Buch rumblättere *vorkopfschlag*.
    Was ich auch schön und originell finde, sind die Aufzeichnungen von Schwester Dolores (auch wenn die erste in dieser winzigkleinen, kaum lesbaren Schrift gedruckt war :sauer: )


    LG, Rio

  • Hallo, bin auch noch dabei!


    Rio: Deine Erklärung bezüglich Alessandra gefällt mir bisher am besten :klatschen:


    Ich bin mittlerweile auf Seite 184, und mein erster Eindruck bestätigt sich immer mehr, nämlich daß Seruun meine Lieblingsfigur wird. Überhaupt gefällt mir dieser Handlungsstrang mit Abstand am besten, weil mir auch die Sprache poetischer vorkommt als in den anderen Teilen. Zum Beispiel:


    Zitat von "Spoiler bis Seite 184"

    "Kurz vor dem Tod des Tagauges hätten geschwätzige Vogelstimmen von den Ästen hallen sollen, doch es war still"
    oder "Es war ein Trost, den Weg des Nachtauges zu beobachten und die vielen Sterne zu sehen."


    Mich erinnert das Volk der Windwanderer auch eher an Indianer, während Joacino mit seinen Truppen und auch sein Bruder Arcimbaldo mich mehr an die alten Römer erinnern. Ach so, was haltet ihr eigentlich von


    Zitat von "Spoiler bis Seite 184"

    Ernanda? Ich kann nicht behaupten, daß sie mir sehr sympathisch ist. Sie benimmt sich wie ein Mann und unterstreicht dies noch durch ihre unflätigen Aussprüche. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß da doch noch eine andere Ernanda in ihr steckt; ihre Antwort auf Seite 182 "Irgendjemand muß ja auf dich aufpassen, tercio." hat mir zu denken gegeben!!!


    melima: mir hat das Bild von Monte Flora auch sehr gut gefallen.
    Die Illustrationen sind überhaupt genial und wenn ich mich recht erinnere, habe ich darüber gelesen, daß es dafür einen Preis gab. Ich muß das mal noch recherchieren...


    Jetzt lese ich aber erst mal weiter - bis bald!


    Viele Grüße
    Miramis

    :lesen: Tad Williams - Shadowmarch. Die Grenze

  • man seit ihr alle weit. Ich konnte noch nicht anfangen, habs mir schon in der Hand gehabt und die erste Seite gelesen, aber momentan hab ich soviel zu tun. Mein Bruder zieht um. Und meine Schwester ist endlich mal wieder mich besuchen. :klatschen:


    Nimue: Ich hab ja den zweiten Teil auch hier liegen und die Schriftsteller sind auch verschiedene, sind dann wohl auch verschiedene Geschichten!?


    Ich hoffe ich komme ab nächste Woche ordentlich zum lesen. Euch bis dahin viel Spaß bei dem schönen Wetter.


    jem

  • Zitat von "Miramis"

    Mich erinnert das Volk der Windwanderer auch eher an Indianer, während Joacino mit seinen Truppen und auch sein Bruder Arcimbaldo mich mehr an die alten Römer erinnern. Ach so, was haltet ihr eigentlich von


    Spoiler bis Seite 184 hat folgendes geschrieben:
    Ernanda? Ich kann nicht behaupten, daß sie mir sehr sympathisch ist. Sie benimmt sich wie ein Mann und unterstreicht dies noch durch ihre unflätigen Aussprüche. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß da doch noch eine andere Ernanda in ihr steckt; ihre Antwort auf Seite 182 "Irgendjemand muß ja auf dich aufpassen, tercio." hat mir zu denken gegeben!!!


    Miramis, stimmt, mich erinnern die Windwanderer auch an Indianer. Alessandra und die Walfaenger erinnern mich ein bisschen an Eskimos.

    Zitat von "spoiler bis S.184"

    .Mir ist Ernanda eigentlich recht sympathisch. Sie hat eben ein aufbrausendes Temperament und muss sich als vermutlich einzige Frau gegen die Maenner bewaehren. Ich denke auch, dass sie in Joacino verliebt ist und sich unter der harten Schale ein weicher Kern befindet.


    Rio, ich stimme Deiner Erklaerung bezueglich Alessandra auch zu.


    Es gibt schon einige Stellen in dem Buch, die ich ziemlich eklig finde. Das erinnert mich ein wenig an die historischen Romane im Mittelalter, in denen es manchmal recht heftig zugeht.
    Mir gefallen auch die verschiedenen Charaktere, die geschaffen wurden. Sehr abwechslungsreich!


    Ich bin schon gespannt, was genau es mit Orlando auf sich hat:

    Zitat

    Vor wem genau versteckt er sich und warum? Scheinbar war er frueher ein Heiler, moechte sich aber nicht mehr daran erinnern.


    [size=12px]Auch mit Alessandra bleibt es spannend:[/size]

    Zitat von "spoiler S.155"

    Die Frau ist wirklich vom Pech verfolgt! Erst kommt sie gerade so mit dem Leben davon und jetzt hat sie auch schon der Spion von Francisco gesichtet. Zu Orlando und Tormo ist sie ja sehr abweisend. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie den beiden kein Unglueck bringen moechte.


    [size=12px]Ich bin jetzt auf Seite 200 und werde gleich lesen, wie es mit Jaocino weiter geht![/size] :smile:

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin mittlerweile auf Seite 200 angelangt und stehe dem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, zumal Alessandra ein toller Charakter ist, aber mittlerweile macht sich bei mir etwas Langeweile breit :rollen: . Die anderen Protagonisten sind mir nicht so sympathisch und ihr Schicksal berührt mich wenig. Außerdem stören mich die teilweise recht ekligen Szenen sehr, da man darauf gut hätte verzichten können, ohne daß das Einfluß auf die Handlung genommen hätte.


    Zitat von "Spoiler bis Seite 200"


    Daß Alessandra sich nicht gewehrt hat fand ich vollkommen verständlich. Sie ist in diesem "Glauben" aufgewachsen und wäre nie auf die Idee gekommen, sich zu verweigern. Das Anlegen der Maske fand ich übrigens auch grausig :entsetzt: .

  • Zitat von "Bianca"

    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin mittlerweile auf Seite 200 angelangt und stehe dem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, zumal Alessandra ein toller Charakter ist, aber mittlerweile macht sich bei mir etwas Langeweile breit :rollen: . Die anderen Protagonisten sind mir nicht so sympathisch und ihr Schicksal berührt mich wenig. Außerdem stören mich die teilweise recht ekligen Szenen sehr, da man darauf gut hätte verzichten können, ohne daß das Einfluß auf die Handlung genommen hätte.


    Langeweile? Hm, ist bei mir gar nicht aufgekommen bisher. Ich fand die Szenen auch nicht zu ekelig.


    Ich habe bei Amazon eine Rezi gelesen, in welcher kritisiert wurde, dass Bernhard Hennen nur kurze Sätze schreibt. Ich habe dann beim Lesen darauf geachtet und es stimmt. Aber mir ist dies nicht negativ aufgefallen, im Gegenteil. Seine Bücher lassen sich "schnell" lesen, was an den kurzen Sätzen liegen mag. Wie empfindet ihr das?


    Zitat von "Spoiler bis Seite 345"


    Nanu, eine Intrige?
    Gerade lese ich, dass Alessandra Orlandos Aussage nie richtig schreiben lernen wird. Zwei Seiten weiter erhält Francisco den Kopf von Arbenga Canos und ein Schreiben in "zierlicher, geübter Handschrift" von Alessandra. Wer weiß denn da nun über die Vorgänge so genau bescheid?

  • Hallo zusammen,


    also als langweilig würde ich das Buch jetzt auch nicht beschreiben!


    Bianca: mit dem Ekelfaktor kannst du schon recht haben, ich habe das teilweise genauso empfunden, zum Beispiel


    Zitat von "Spoiler bis Seite 231"

    die Szene mit dem Iltis, da blieb mir fast das Herz stehen! Wer denkt sich denn sowas aus? :entsetzt: Allerdings hat sich mein Lieblingsprotagonist Seruun hier recht gut gehalten und hat seine Aufgabe als Geistertänzer erfüllt, was mich dann auch wieder versöhnt hat.


    Papyrus: Auf die einzelnen Sätze hab ich noch nicht geachtet (werde es jetzt aber mal machen), aber mir ist aufgefallen, daß die einzelnen Kapitel relativ kurz sind. Damit komme ich prima zurecht.


    Zitat von "Spoiler bis Seite 231"

    Die Vergiftung von Joacin und Ernanda in Monte Flora fand ich auch superspannend, und ich weiß auch noch nicht, ob die beiden es überleben werden - denke aber doch.


    Also von Langweile kann, wie gesagt, nicht die Rede sein und ich muß mich echt zurückhalten, daß ich das ganze Buch nicht in einem Atemzug durchlese... :zwinker:


    Viele Grüße
    Miramis

    :lesen: Tad Williams - Shadowmarch. Die Grenze