Matthias Morgenroth - Z wie Zorro

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Wer kommt hinter das Rätsel um Rächer Zorro?


    Klappentext

    „Elias staunt nicht schlecht: Seine fiese Mathelehrerin hat plötzlich eine tintenblaue Zunge! Und an der Tafel prangt ein riesiges „Z". Z wie Zorro? Ist Der Rächer der Armen und Hilflosen in der Schule gewesen? Elias und Luna, die Neue in der Klasse, würden den geheimnisvollen Helden zu gern kennenlernen. Überall in der Stadt taucht auf einmal Zorros Zeichen auf. Doch als Elias‘ Leih-Opa Kurt aus seinem Haus vertrieben wird, kann Elias nicht auf einen Zorro warten. Er muss selbst eingreifen …“


    Gestaltung

    Mit dem dunklen Cape, hinter dem sich ein Kind versteckt und dem davor laufenden Hund bringt mich das Cover zum Lächeln, denn das Cape und die Pose des Kindes erinnern passgenau an den Rächer der Armen und Hilflosen – Zorro! Die Farben passen auch gut zueinander und betonen die dargestellte Szene noch. Außerdem gibt die Coverillustration erste Einblicke auf die im Buchinneren folgenden Illustrationen.


    Meine Meinung

    An „Z wie Zorro“ hat mich sofort die Idee des Buches angesprochen, denn ein Rächer in der Schule, der Lehrern Streiche spielt – wer wünscht sich sowas nicht? Elias ist jedenfalls ziemlich erstaunt und begeistert, als seine gemeine Mathelehrerin eine blaue Zunge hat und ein Z an der Tafel prangt. Aber Zorro kann nicht überall tätig sein und so müssen Elias und seine neue Freundin Luna selbst Hand anlegen, als Elias‘ Leih-Opa aus seinem Haus geschmissen werden soll…


    Die Spannung wird in diesem Buch unter anderem dadurch erzeugt, dass die Identität von Zorro, dem Rächer, geheim ist. So rätselt der Leser gemeinsam mit Protagonisten Elias, wer hinter all den guten Taten stecken könnte. Mir gefiel es dabei sehr, wie geschickt die Informationen eingestreut wurden, denn der Autor füttert den Leser nur stückchenweise mit neuem Wissen. So bleibt einige Zeit für Spekulationen und Vermutungen, was mir richtig viel Spaß gemacht hat.


    An den Schreibstil musste ich mich erst ein wenig gewöhnen. Der Autor schreibt in meinen Augen zwar kindgerecht und mit einfachen Sätzen, aber mir kam es zu Beginn etwas sperrig vor. Manche Wörter wurden bei aufeinanderfolgenden Sätzen am Satzanfang wiederholt und die Sätze wirkten dadurch unverbunden und nicht so flüssig. Ich denke aber, dass dies jüngeren Lesern nicht auffallen wird und es ihnen vielleicht sogar das Lesen erleichtern könnte.


    Die Freundschaft, die sich zwischen Elias und der Neuen in seiner Klasse – Luna – entwickelt, fand ich auch sehr schön mitzuverfolgen, denn Luna ist taff und ziemlich cool. Sie hilft Schwächeren und steht für andere ein. Durch sie wächst Elias in meinen Augen über sich hinaus und wird auch mutiger. Auch die unterschiedlichen Hintergründe beider Figuren fand ich interessant, denn während die Eltern von Elias immer arbeiten sind und er oft alleine ist, hat Luna drei kleine Geschwister und ein immer volles Haus.


    Die Handlung ist zudem nicht nur durch das Rätsel um Zorros Identität spannend, sondern auch dadurch, dass Kurt, ein alter Mann bei dem Elias ab und an seine Zeit verbringt, in Schwierigkeiten gerät und die Kinder ihm helfen wollen. Nur leider glaubt niemand zwei Kindern und einem alten Mann, also beschließen Elias und Luna selber etwas zu unternehmen. Ihr Tatendrang gefiel mir gut, denn ich fand es spannend, herauszufinden, ob sie Erfolg haben würden oder nicht. Das Ende des Buches ließ bei mir eigentlich nur die Frage offen, ob es eine Fortsetzung geben wird, denn Zorro könnte noch einiges tun…


    Fazit

    „Z wie Zorro“ erzeugt nicht nur durch die Frage, wer sich hinter dem geheimnisvollen Rächer verbirgt, Spannung. Auch die Rettungsaktion der beiden Protagonisten ist fesselnd, da man wissen möchte, ob sie ihnen gelingt. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, da er mir etwas abgehackt vorkam, aber ich denke für junge Leser sind die einfachen Sätze leicht verständlich.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband (?)