Pat Conroy - A Lowcountry Heart

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    Mit Pat Conroy hat meine persönliche Literaturwelt einen ganz Großen verloren, als er vor drei Jahren an Krebs starb. Seine immer stark autobiographisch geprägten Romane habe ich genauso geliebt wie die Bücher, in denen er über seine eigenen Erlebnisse schrieb, wort- und bildgewaltig, mit bissigem Humor, viel Liebe zu seiner (Wahl)Heimat South Carolina und Mut zu heiklen und auch oft für ihn selbst ambivalenten Themen wie seiner mehr als dysfunktionalen Herkunftsfamilie oder den Zuständen in der Militärakademie, die er besucht hat.


    Als kleine Hommage an diesen großartigen Schriftsteller wurde ein Jahr nach seinem Tod dieses Buch veröffentlicht. Es beginnt mit einem Vorwort seiner Witwe Cassandra King und vereint Conroys Blogeinträge (die er lieber "Briefe" nannte, weil er das Wort Blog so scheußlich fand), Reden zu verschiedenen Anlässen und ein paar Interviews.


    Für Conroy-Fans gibt es nicht allzu viel Neues zu erfahren, aber es ist schön, noch einmal in Conroys Welt einzutauchen und seiner unverwechselbaren Stimme zu lauschen, die auch in der Kurzform unverkennbar ist. Auch wenn es ein bittersüßes Vergnügen ist, vor allem, wenn er nach seiner Krebsdiagnose sagt, dass er hofft, ihm bliebe wenigstens noch Zeit, die drei Romane zu schreiben, die ihm ihm Kopf herumgeistern. Es sollte leider nicht sein.


    Böse Zungen könnten behaupten, man habe aus Conroys Tod Kapital schlagen wollen, ich selbst habe das Buch jedoch als letzten Gruß und als Dank an einen Mann verstanden, der mit seinen Büchern viele Menschen berührt hat.


    4ratten

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)