Heiko Hentschel - Das hungrige Glas

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    Eine Monsterjagd vom feinsten mit 1A Spannung!


    Klappentext

    Monsterjagd über den Dächern von Ravenbrück - düster, spannend und actionreich!
    Moritz’ schlimmster Albtraum wird wahr, als seine Schwester Konstanze mitten in der Nacht von einem grausigen Monster verschleppt wird. Als das Untier weitere Mädchen raubt, heftet Moritz sich an seine Fersen. Er hat nur noch ein Ziel: seine Schwester aus den Klauen des Ungeheuers zu befreien. Doch er ahnt nicht, dass die Bestie lediglich Diener einer höheren, weitaus bedrohlicheren Macht ist …“


    Gestaltung

    Das Cover ist meiner Meinung nach ein Eyecatcher ohne gleichen! Man sieht zwei schemenhafte Gestalten, die man im Schatten der Nacht nicht genauer erkennen kann. Einzig die Käfige und Monster auf ihren Rücken deuten auf ihren Job hin. Das Wesen, denen sie Folgen, nimmt den linken Rand des Buchcovers ein, wobei man nicht genauer erkennen kann, was für ein Tier es ist. Mir gefällt die dargestellte Szene unheimlich gut, weil sie perfekt zum Buch passt. Auch die Farbgebung liebe ich sehr, da der Mond die Nacht erhellt und diese somit grünblau schimmert, wodurch das Cover seinen Hauptfarbton erhält. Dieser wird nur von wenigen Rotnuancen unterbrochen, welche bestimmte Bildelemente besonders betonen.


    Meine Meinung

    Tatsächlich war es das Cover, das zuerst meine Aufmerksamkeit weckte und mich geradezu magisch anzog. Als ich dann im Klappentext die Beschreibung „düster, spannend und actionreich“ las, war es um mich geschehen, denn dies sind die Geschichten, die ich liebe. Tatsächlich wurde „Das hungrige Glas“ dann glücklicherweise auch genauso gut wie erhofft! In dem Buch geht es um Moritz, der sich auf Monsterjagd begibt, da seine Schwester Konstanze und weitere Mädchen von einem unheimlichen Monster verschleppt wurden. So setzt Moritz alles daran, Konstanze zu befreien! Dabei stößt er auf eine Macht, die weitaus gefährlicher und bedrohlicher ist als das Monster, denn dieses dient der Macht nur…


    Zunächst muss ich die unglaublich beeindruckenden und in meinen Augen gelungenen Illustrationen ansprechen und in den höchsten Tönen loben, denn das Buch ist im Inneren einfach wunderschön gestaltet. Zu Beginn eines jeden Kapitels wird der Leser von einem wie ich finde richtig süßen Monster begrüßt, aber dass diese auch unheimlich sein können, zeigt das sehr nützliche Monster-Glossar von „Das hungrige Glas“. Hier gibt es allerlei Wissenswertes rund um die verschiedenen Monster inklusive Zeichnungen. Diese haben es wirklich in sich, denn sie sind düster und echt unheimlich! Ich fand dies echt gelungen! Auch die schöne Karte vom Handlungsort Ravenbrück in den Buchdeckeln ist nicht nur atemberaubend illustriert, sondern unglaublich hilfreich. Hierdurch konnte ich die Handlung sehr gut verfolgen.


    Apropos Handlung: diese hat mich wirklich mitgerissen. Es passiert so viel in diesem Buch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen und aufhören soll mit meiner Begeisterung! Erst die Entführung von Konstanze durch ein Monster und dann Moritz‘ Suche nach ihr! Für mich wurde durch die Frage, ob er sie finden würde, schon enorm viel Spannung erzeugt. Die Suche nach ihr hat dann aber noch einiges an Spannung draufgelegt, denn Moritz trifft auf die Geschwister Edgar und Helene. Edgar ist Monsterjäger und hilft Moritz. Doch die Geschwister haben Geheimnisse… Hierdurch und durch die im Klappentext angedeutete bedrohliche Macht hat mich die Geschichte noch mehr gepackt als sie es ohnehin schon hatte! Außerdem fand ich die Idee der Monster und der Jagd nach diesen richtig toll, weil ich sowas noch nicht oft gelesen habe!


    Ich habe es geliebt, wie ich atemlos dagesessen habe und so viele Fragen und Überlegungen im Kopf hatte, auf die ich gerne Antworten erhalten hätte. Dies ist ein enormer Antrieb beim Lesen, da ich einfach wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Die Spannung ist hier von Anfang bis Ende auf Höchstlevel! Dabei habe ich nicht nur mitgerätselt, wie alles zusammenhängen und weitergehen könnte, sondern ich habe auch immer wieder kleine Einschübe entdecken können, die der Geschichte Tiefgang verliehen haben. So geht es in dem Buch auch um Familie, Verantwortung, Angst und einige weitere Themen, die mit der fesselnden Handlung eng verwoben werden.


    Die Atmosphäre der Geschichte fand ich sehr greifbar, denn ich hatte das Gefühl als könnte ich die Monster beim Lesen neben mir spüren und als würde in der Dunkelheit etwas Düsteres lauern. Dies sorgt beim Lesen für Gänsehaut und macht großen Spaß, da die Geschichte so noch viel lebendiger erscheint! Auch die Charaktere konnten mich begeistern, denn Moritz war ein liebevoller Bruder, der für seine Schwester sorgt, aber auch Edgar und Helene waren spannende Figuren. Sie fand ich vor allem sehr interessant, weil ich sie nicht sofort in eine Schublade einordnen konnte. Auch der Schreibstil des Autors konnte mich überzeugen, denn dieser erweckte aufgrund der kurzen Sätze, des Satzbaus und der Wortwahl einen leicht altertümlichen Eindruck, was für mich perfekt zur Geschichte passte. Dabei sind auch die Kapitel angenehm kurz, wodurch sich das Gefühl einstellt, durch das Buch zu fliegen.


    Fazit

    „Das hungrige Glas“ ist eine Monsterjagd vom feinsten! Die Handlung ist von der ersten Sekunde an spannend, da stets etwas Fesselndes passiert und der Leser im Hinterkopf mehrere Fragen und Überlegungen hat, auf die er gerne Antworten erhalten würde. Die Atmosphäre ist düster und mehr als greifbar, wodurch das Buch sehr lebendig wirkt. Zudem kam zu der temporeichen Handlung auch ein schöner Tiefgang durch ernstere Themen hinzu, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die Illustrationen ergänzen den Text wunderbar, ebenso wie die interessanten Figuren und der für mich perfekt zur Geschichte passende Schreibstil mit seinem leicht altertümlichen Flair.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Das hungrige Glas

    2. ??? (erscheint voraussichtlich im Herbst 2020)

    3. ??? (erscheint voraussichtlich 2021)