NobelpreisträgerInnen 2018 & 2019

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Es gibt 69 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von mn1712.

  • Gibt so viel gute Literatur die nicht von &$@#*löchern geschrieben wurde, da habe ich noch Stoff für den Rest meines Lebens, auch ohne solche Spinner.

    Dieses Niveau kann doch nicht wirklich euer Anspruch sein, liebe Moderatoren?? Kein Wort zum literarischen Werk des Preisträgers und stattdessen diese Fäkalsprache? Ein Armutszeugnis für ein Literaturforum.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Gibt so viel gute Literatur die nicht von &$@#*löchern geschrieben wurde, da habe ich noch Stoff für den Rest meines Lebens, auch ohne solche Spinner.

    Dieses Niveau kann doch nicht wirklich euer Anspruch sein, liebe Moderatoren?? Kein Wort zum literarischen Werk des Preisträgers und stattdessen diese Fäkalsprache? Ein Armutszeugnis für ein Literaturforum.


    ?

    Meiner Meinung nach darf man sich auch in einem Literaturforum auch so ausdrücken. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    In einem Literaturforum hat man die gemeinsame Leidenschaft Literatur, niemand sagt dass man sich da stets gewählt und "geschwollen" ausdrücken muss. Zumal es viele Preisträger*innen und Autor*innen gibt, die sich sicherlich oft und gerne der Fäkalsprache bedienen.

    Ich erinnere mich gerne an "...er kann mich im Arsche lecken!" aus Goethes Götz von Berlichingen. :D


    Es mag vielleicht keine feine Sprache sein, aber wir müssen hier doch nicht irgendeinem Anspruch gerecht werden, solange es niemandem ernsthaft schadet und keine Hetze ist. Finde ich...

  • Danglard : Ich würde vorschlagen, dass Du lieber Deine eigene Meinung in einem entsprechenden Beitrag "dagegenstellst", wenn es Bücher von Peter Handke gibt, die Du schätzt..?!

    Ich selbst bin ein sehr subjektiver Leser - wenn mir der Autor auf irgendeine Art "aufstößt", habe ich auch Probleme mit seinem "Werk". Wobei ich in diesem Fall das Werk vor dem Autor kannte - aber für mich scheint die Persönlichkeit auch sehr oft durch Texte durch - Irrtümer und Ausnahmen vo&rbehalten. Das Privileg der Amateure, sehr subjektiv sein zu dürfen.

    Was ja aber eben nicht heißt, dass man es nicht auch anders halten kann.

  • Die Preisverleihung an einen solchen Typen finde ich gerade jetzt reichlich unpassend, dafür kann man auch mal deutliche Worte finden. (Abgesehen davon, dass mich noch nie etwas an seinen Büchern gereizt hat, auch bevor ich wusste, wie er sonst so drauf ist ... aber das ist natürlich kein Kriterium.)


    Aber mal ernsthaft, was sind denn eigentlich die Kriterien?

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Valentine

    Der Wikipediaartikel sagt aus, das die Vorschläge von 600 bis 700 ausgewählten Personen und Institutionen Weltweit kommen.

    Das sind laut Wiki:

    • bisherige Preisträger des Nobelpreises für Literatur;
    • Mitglieder der Schwedischen Akademie sowie anderer Akademien, Gesellschaften oder Institutionen, die in ihren Zielen und in ihrem Aufbau mit dieser vergleichbar sind;
    • Universitäts- und Hochschulprofessoren für Literatur beziehungsweise Linguistik;
    • Präsidenten von Schriftstellerverbänden, die für die Literaturproduktion ihres jeweiligen Landes repräsentativ sind.

    Mehr konnte ich auf die schnelle nicht herausfinden.

  • Hm. Und all diesen illustren Köpfen fällt nix Besseres ein als dieser seltsame Mensch.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich wollte nur noch mal klarstellen, dass ich mich nicht an der Kritik an sich sondern an der Art der Kritik gestoßen habe. Es liegt mir fern, den Autor in irgendeiner Weise zu verteidigen, jedoch gehe ich davon aus, dass an seinem Werk doch was "dran" sein muss, das das Komitee zur Vergabe des Preises gerade an ihn bewogen hat und das den Unsinn, den er ansonsten verzapft (hat), in eine zu vernachlässigende Größe verwandelt hat.


    Wirklich schade an der ganzen Sache finde ich, dass aufgrund des Wirbels um Handke die Preisvergabe an Olga Tokarczuk völlig untergegangen ist. Sie hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich habe in einem anderen Bücherforum gelesen, dass in einer Onleihe 28 Bücher von Handke neu eingestellt wurden, aber nur zwei von Frau Tokarczuk. "Alle sind gleich, nur einige sind gleicher" offensichtlich. :entsetzt:

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Danglard Das liegt sicher auch daran das Handke im deutschsprachigen Raum sehr viel bekannter ist. Zeigt aber gleichzeitig das die doppelte Vergabe keine so gute Idee war...


    Das inhaltlich was dran sein muss... Nun ja darüber ließe sich streiten, denn letztendlich ist so eine Preisvergabe subjektiv, auch wenn sie versucht es nicht zu sein.

  • Danglard Das liegt sicher auch daran das Hände im deutschsprachigen Raum sehr viel bekannter ist. Zeigt aber gleichzeitig das die doppelte Vergabe keine so gute Idee war...

    Vollkommen richtig. Das hätte man anders gestalten müssen.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Wirklich schade an der ganzen Sache finde ich, dass aufgrund des Wirbels um Handke die Preisvergabe an Olga Tokarczuk völlig untergegangen ist. Sie hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich habe in einem anderen Bücherforum gelesen, dass in einer Onleihe 28 Bücher von Handke neu eingestellt wurden, aber nur zwei von Frau Tokarczuk. "Alle sind gleich, nur einige sind gleicher" offensichtlich. :entsetzt:

    Dadurch werden jetzt sicher auch mehr Bücher von ihr übersetzt und im deutschsprachigen Raum angeboten, bzw wieder erhältlich sein.

  • Ich wollte nur noch mal klarstellen, dass ich mich nicht an der Kritik an sich sondern an der Art der Kritik gestoßen habe.

    Danglard Das tut mir leid, ich entschuldige mich für die Wortwahl. Ich habe mir da Luft gemacht weil ich mich so sehr über die Preisvergabe geärgert habe.

    Dadurch werden jetzt sicher auch mehr Bücher von ihr übersetzt und im deutschsprachigen Raum angeboten, bzw wieder erhältlich sein.

    Das hoffe ich auch!

  • Ich habe in einem anderen Bücherforum gelesen, dass in einer Onleihe 28 Bücher von Handke neu eingestellt wurden, aber nur zwei von Frau Tokarczuk. "Alle sind gleich, nur einige sind gleicher" offensichtlich. :entsetzt:

    Wie yanni gehe ich zum einen davon aus, dass wahrscheinlich gar nicht all ihre Werke übersetzt wurden (müsste man nachprüfen) und zum anderen können die Onleihen aus diversen Gründen oft nicht das kaufen, was sie möchten (weil es die Bücher nicht als eBook gibt; weil der Verlag seine eBooks nicht zur Verfügung stellt; weil der Verlag unmögliche Preise fordert; ...). Die Erwerbungsspielräume sind da leider aufgrund der gesetzlichen Regelung sehr eng.

  • Katjaja Alles wieder gut! :bussi: Ich hätte dich auch selbst anschreiben können, habe da auch überreagiert…


    yanni  Zank

    Ich habe mich schon umgesehen, derzeit ist wirklich praktisch nichts von Olga Tokarczuk lieferbar. Außer als eBook, aber eBooks kaufe ich nur, wenn sie vergünstigt sind. Ab November erscheinen dann wieder einige Bände auf Deutsch. Meine Bücherei bietet jedenfalls derzeit überhaupt nichts von ihr an. Ich habe beim "Blick ins Buch" kurz in Unrast gestöbert, das gefällt mir wirklich sehr gut vom Stil her.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Danglard Ich habe von ihr bisher nur Der Gesang der Fledermäuse gelesen. Das hat mir recht gut gefallen.

    Das klingt auch sehr interessant, danke! Ich habe es mir mal vorgemerkt, denn hinreißend-schrulligen Heldinnen kann ich selten widerstehen.

    Liebe Grüße

    Danglard

  • Was die von euch wahrgenommene Ungleichbehandlung von Handke und Tokarczuk angeht, unterschätzt ihr glaube ich den deutschsprachigen und den Alterseffekt. Handke hat viel mehr Bücher geschrieben (seine ersten Bücher erschienen in Tokarczuks früher Kindheit) und sie sind auch auf eine andere Weise verfügbar als Tokarczuks, die erst übersetzt werden müssen - wobei von ihr schon einiges auf Deutsch erschienen ist.


    Hier in Schweden ist die Situation ganz anders. Auf dem Markt ist von Handke überhaupt nichts; das wird sich in den nächsten Wochen natürlich ändern, da nachgedruckt wird. Sein letztes Buch auf Schwedisch erschien 2006 und auch in den 10 Jahren davor wurde er nur sporadisch übersetzt, wohingegen seine frühen Bücher alle übersetzt wurden.


    Von Tokarczuk hingegen waren zumindest ihre Jakobsbücher noch auf dem Markt; eventuell auch noch ein paar andere. Vor allem war sie auf ganz andere Weise im allgemeinen Bewusstsein als Handke, da viel aktueller. LeserInnen sandhofers Alters haben Handke in ihren jungen Jahren gelesen, jüngere Leute eher nicht.


    Im Feuilleton wurde hier etwa gleich viel über die beiden berichtet, wobei der Hauptaugenmerk bei Tokarczuk auf ihren Büchern und bei Handke auf seinem Serbienengagement lag.

    Wir sind irre, also lesen wir!