01 - Intro – Kapitel 6 (bis Seite 71)

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 30 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von simmilu.

  • Sicher ist da unterschiedlich, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es nicht nur schön ist, die Eltern mit den Romanen teilen zu müssen.

    Es ist überhaupt nicht schön, die Eltern mit irgendwas zu teilen...in meinem Fall war es der Sportplatz und eine Fußballmannschaft :rolleyes:

    Kann es eine Krankheit sein, oder hatte sie einen Entschluss gefasst und war deshalb so abwesend?

    Alles ist möglich und kommt als Grund in Frage - jedenfalls zu diesen frühen Zeitpunkt.

    Ich empfinde Richard fast zu kühl seiner Tochter gegenüber

    Hab ich auch so empfunden. Umso wichtiger für Ivy, das mit Joy ein sehr warmherziger Mensch in ihr Leben tritt.

    Ich konnte Ivys Enttäuschung nachvollziehen, als ihre Mutter wieder einmal vergessen hat, was Ivy so wichtig war.

    Oh ja, ich auch :(

  • Trotzdem ist es wohl für Ivy ein Schock, dass er Lila nun abschreibt.

    Man kann es so sehen, aber ich sehe es anders. Er will weiter leben und dazu muss er diesen Schritt gehen. Wenn sie wieder auftauchen sollte, wären immernoch 13 Jahre vergangen und es ist ja nicht unmöglich, dass sie sich längst eine andere Existenz aufgebaut hat. Abschreiben klingt so nach vergessen, nach endgültig, aber das wird es nie sein, solange ihr Schicksal nicht geklärt ist. Es ändert sich eine bürokratische Sachlage.

    Ich sehe es wie Rhea. 13 Jahre sind lange genug, um zu sagen, er hätte sie nicht abgeschrieben. Er blickt nach vorne und es täte Ivy gut, es auch zu tun. Gleichzeitig verstehe ich Ivy aber auch...

  • Ich glaube nicht, dass er es erzwingen möchte. Es ist eine lange Zeit vergangen und irgendwann sollte man wieder ein "normales" leben führen, auch wenn der Verlust immer Thema bleibt, aber er sollte nicht das Leben bestimmen.

    Ich meine mit erzwingen, dass er sich selber dazu zwingt, seine erste Frau zu vergessen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass er diesen Verlust schon wirklcih verarbeitet hat. Ich glaube, es geht ihm ähnlich wie seiner Tochter. Die Frage, was passiert ist, beschäftigt ihn auch noch immer. Und er denkt, er könnte sich und ihr ein Signal setzen, dass es nun genug ist. Ja, man muss irgendwann weiter machen. Aber ich denke, beiden fehlt ein adäquater Abschluss. Sei es eine symbolische Handlung wie z.b. ein Grab, in dem niemand liegt oder ein anderes Ritual, um sich zu verabschieden. Das haben beiden nicht getan. Der Vater hat seine Gefühle eingeschlossen. Vielleicht war er früher liebevoller und ist erst nach dem Verlust so kühl geworden, wie wir ihn jetzt empfinden.

    :lesen:





  • Hallo buchregal 123,

    Es ist schön, wieder einmal in New York zu sein und so manches kommt mir doch bekannt vor.

    Eigentlich wollte ich nach meinen "Farben der Erinnerung" nicht noch einmal einen Roman in New York spielen lassen. Aber mir ist beim besten Willen keine andere Stadt eingefallen, die für mich so gut zum Thema des Verlorengehens, Verlorenseins passt. Die ganze Atmosphäre war meinem Empfinden nach wie geschaffen für Ivys Geschichte - also wurde es mit viel Freude dann doch New York. Und ein bisschen ein Großstadtmärchen. :)

    Der Anfang hat mich sehr berührt. Ich konnte Ivys Enttäuschung nachvollziehen, als ihre Mutter wieder einmal vergessen hat, was Ivy so wichtig war.


    Es muss wirklich schwer für Ivy gewesen sein, als ihre Mutter einfach so verschwunden ist, besonders da sie sich wegen der Enttäuschung nicht verabschiedet hat.

    Das ist für mich auch mit der entscheidende Knackpunkt: Ivys Vorwurf in diesem Moment, und dass sie dann einfach davongerannt ist. Ich glaube, das ist so ein Apltraum, zumindest ein dunkler Gedanke, den jeder irgendwann in seinem Leben schon einmal hatte: ich sage etwas im Zorn, bin vielleicht mal gemein - und sehe dann mein Gegenüber nie wieder.

    Grausam.


    @ all


    Ich verfolge gespannt eure Diskussion, die sich hier über Richard und Ivy entsponnen hat! Mich hat dieser Konflikt ebenfalls sehr beschäftigt, in dem beide Seiten ihre Berechtigung haben, das fand ich selbst ganz interessant für mich zu entwickeln und dann zu schreiben.


    Noch ein bisschen zum Hintergrund: rein nach Gesetz hätte Richard in New York diesen Antrag schon nach drei Jahren stellen können.

    Dabei geht es nicht zuletzt auch meist um finanzielle Fragen wie Lebensversicherungen, Immobilienbesitz oder Erbgüter und gar nicht mal so selten hängt da auch schlicht der Lebensunterhalt der Hinterbliebenen mit dran.

  • Hallo buchregal 123,

    Es ist schön, wieder einmal in New York zu sein und so manches kommt mir doch bekannt vor.

    Eigentlich wollte ich nach meinen "Farben der Erinnerung" nicht noch einmal einen Roman in New York spielen lassen. Aber mir ist beim besten Willen keine andere Stadt eingefallen, die für mich so gut zum Thema des Verlorengehens, Verlorenseins passt. Die ganze Atmosphäre war meinem Empfinden nach wie geschaffen für Ivys Geschichte - also wurde es mit viel Freude dann doch New York. Und ein bisschen ein Großstadtmärchen.

    New York fasziniert mich schon immer sehr, wahrscheinlich weil ich noch nie dort war, ist es in meiner Vorstellung wie ein schräges, lautes Musikstück , eine Rockoper , die Gegensätze vereint, Brüche hat,Zitate und Motive mäandern lässt und alte Hörgewohnheiten herausfordert -" Bohemian Rhapsody " von Queen trifft für mich diese Vorstellung ziemlich genau ;)

    Unzählige Leben und Schicksale, Farben und Formen, hell und dunkel, dur und moll, formen die Melodie dieser Stadt und Ivy ist ein Teil davon.

  • Hallo buchregal 123,

    Eigentlich wollte ich nach meinen "Farben der Erinnerung" nicht noch einmal einen Roman in New York spielen lassen. Aber mir ist beim besten Willen keine andere Stadt eingefallen, die für mich so gut zum Thema des Verlorengehens, Verlorenseins passt. Die ganze Atmosphäre war meinem Empfinden nach wie geschaffen für Ivys Geschichte - also wurde es mit viel Freude dann doch New York. Und ein bisschen ein Großstadtmärchen.

    New York fasziniert mich schon immer sehr, wahrscheinlich weil ich noch nie dort war, ist es in meiner Vorstellung wie ein schräges, lautes Musikstück , eine Rockoper , die Gegensätze vereint, Brüche hat,Zitate und Motive mäandern lässt und alte Hörgewohnheiten herausfordert -" Bohemian Rhapsody " von Queen trifft für mich diese Vorstellung ziemlich genau ;)

    Unzählige Leben und Schicksale, Farben und Formen, hell und dunkel, dur und moll, formen die Melodie dieser Stadt und Ivy ist ein Teil davon.

    New York ist keine Schöne, aber eine sehr interessante Stadt. Ich war schon mehrere Male dort, auch wenn das ewig her ist. Es ist wirklich eine Stadt voller Gegensätze.

  • New York fasziniert mich schon immer sehr, wahrscheinlich weil ich noch nie dort war, ist es in meiner Vorstellung wie ein schräges, lautes Musikstück , eine Rockoper , die Gegensätze vereint, Brüche hat,Zitate und Motive mäandern lässt und alte Hörgewohnheiten herausfordert -" Bohemian Rhapsody " von Queen trifft für mich diese Vorstellung ziemlich genau ;)

    Unzählige Leben und Schicksale, Farben und Formen, hell und dunkel, dur und moll, formen die Melodie dieser Stadt und Ivy ist ein Teil davon.

    New York ist keine Schöne, aber eine sehr interessante Stadt. Ich war schon mehrere Male dort, auch wenn das ewig her ist. Es ist wirklich eine Stadt voller Gegensätze.

    "Bohemian Rhapsody" gefällt mir sehr gut für New York!

    Mich hat an New York fasziniert, dass die Stadt wirklich unglaublich viele Facetten hat und für mich auch wirklich körperlich spürbar unterschiedliche Melodien und Rhythmen. Im Wesentlichen ist Ivys New York so geschildert, wie ich es empfunden habe, verwoben mit Eindrücken, Erlebnissen, Gedanken, die ich dort hatte.

  • Ich muss es leider mit Udo Jürgens halten: Ich war noch niemals in New York....

    Aber das kommt demnächst. Eigentlich sollte ich dann das Buch gleich nochmal lesen. So etwas mache ich im Urlaub immer. Die passende Lektüre zum Urlaub lesen.

    :lesen:





  • Mich hat es noch nicht so weit verschlagen. Aber ich wäre vielleicht überrascht. Als Jugendliche wollte ich immer nach Paris und bin dann aber nach der Wende zuerst nach London gekommen, eine Stadt, die ich mir grau und langweilig vorgestellt habe. Ich war aber sofort in diese Stadt verliebt, die auch so viele Gesichter hat. Als ich endlich mal in Paris war, hat mich diese Stadt sehr enttäuscht. Erst in der Nacht kam etwas von dem angeblichen Flair rüber. Bisher hatte ich nie den Wunsch New York zu sehen, ich will in die Orte des Jazz und Country. Aber vielleicht irre ich mich da auch so.

  • Aber vielleicht irre ich mich da auch so.

    Das weiß man wirklich nie so genau.

    Ich war von New York angenehm überrascht, weil ich keine Spur von Reizüberflutung hatte, was mich sonst immer mal schnell in Metropolen ereilt. Ich führe es auf die bestimmte Rhythmik der Stadt zurück. Auf einen ganz eigenen Flow, von dem man sich tragen lassen kann.