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Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Judith C. Vogt.

  • Von S. 181 (Nirgendwo, Laylay, 10. Februar 2064) bis S. 259 ("Brr", sagte er. "Ich brauche Wasser, Koffein und mein Plan noch etwas Feintuning.")

  • Diese Rückfahrt von Laylay ist ja sehr plastisch beschrieben. Sie kämpft wirklich und sie ist sich bewusst, dass ihr Handeln dem Vater gegenüber nicht fair ist, gelinde gesagt.

    Der Übergang über die Brücke, man da gehört schon viel Mut dazu. Toll finde ich, wie der Markt sie aufnimmt und versteckt. Diese Sekte, ich dachte erst: man wenn die zu Loke gehen und sich beschweren, dass sie sich das Baby heimlich bringen lies, dann fliegt Laylay doch auf. Die können sie ja beschreiben. Aber die Dummheit ist eben doch der heimliche Helfer der Guten. Allerdings weiß ich nicht, womit die da schießen, das klingt sehr ungesund.

    Schön beschrieben ist der Alltag und ganz besonders hat mich das Gespräch mit Riika gefreut, als es um die Pillen ging. Sie brauchen das Medikament hier nicht, weil jeder nach seiner Zeit handeln kann. Ich finde das so klasse! Ich bin überzeugt, wenn es damals schon Ritalin gegeben hätte, man hätte es mir auch verabreicht, es ei denn mein Vater hätte es verhindern können. Wie schön wäre es, wenn man jedem Kind erlauben könnte nach seiner Art zu lernen. Wenn lernen einfach Spaß macht, denn eigentlich ist lernen ja die schönste Beschäftigung und hält ein Leben lang die Langeweile fern. Leider ist bei uns ja Schule immer mit dem "MUSS" versehen.

    Die Gemeinschaft scheint wirklich gut zu funktionieren. Jeder ist bereit, seinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen, ohne Gleichmacherei, was ja immer behauptet wird, das käme dann in einer solchen, ohne Konkurrenz und Existenzangst existierenden Gemeinschaft.

    Die Szenen zwischen den Beiden ´sind toll beschrieben (auch wenn ich die Wortwahl immernoch nicht so toll finde). Als Zeeto sich wegdreht, weil sie ihn gekratzt hat, dachte ich erst, wie ist der denn drauf? Denn normalerweise merkt man in der Situation Kratzer nicht. Erst als die Krallen sichtbar wurden und Riika die Luft einzog, wurde mir klar, dass sie ihn richtig verletzt hat.

    Was ist das mit den Krallen? Hat man experimentiert, um immun zu werden und eine Kreuzung vorgenommen? Ich hoffe mal, dass es nicht wirklich ein Werwolf ist. Das wäre doch schon wieder Fantasy, obwohl in Shadowrun...

    Aber Die Begrüßung der beiden war wieder so entladend, dass man beim Lesen die Entspannung förmlich fühlen konnte.

  • "Wie schön wäre es, wenn man jedem Kind erlauben könnte nach seiner Art zu lernen" - ja, genau das sollte so eins der Credos vom Handgebunden-Markt sein. Das Zitat von Avery Alder am Anfang des Buchs soll das auch so ein bisschen widerspiegeln - dass es schön wäre, wenn man "Normalität" nicht mehr als die Grundlinie annehmen würde.
    Zum Rest sag ich nichts und warte ab. ;)

  • Zum Rest sag ich nichts und warte ab.

    Haha! Wie gemein!


    Auch ich kann Rhea nur zustimmen. Die Atmosphäre des Handgebundenen Marktes ist eine ganz besondere und ich ich spürte, wie sich die Wogen glätten und sich der Handlungsfaden, vormals klüftig und Wellig, voller Energie, beruhigte. Die Szenen, in denen der Alltag beschrieben wurde und man tiefer in das Thema Neurodivergenz einstieg, fand ich ziemlich gut gelungen. Seine Hoch und Tief und vor allen Dingen seine Machtlosigkeit, seine Lethargie habt ihr wirklich gut beschrieben.


    Lay ist für mich eigentlich eine sehr starke Person, gerade weil sie sich ihres Handelns so bewusst ist, und weiß, dass sie das Vertrauen ihres Vaters missbraucht hat, genau so wie er das ihre.


    Bei der Sexszene musste ich auch schlucken (zugegeben, Sexszenen sind jetzt nicht meine Alltime Favs, aber ihr habt es gut hinbekommen finde ich). Interessant, dass Lay von Anfang an die Hosen anhatte (mal ganz abgesehen davon, dass sie Zee später verletzt hat ...) und Zee eher der zurückhaltende Typ ist beim Sex. Man merkt schon, dass ihr die Klischees geschickt umgeht ;)

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Arg. Ihr macht mich fertig.^^

    Dass Laylay Azmi verlässt ist ziemlich hart. Ihre Überlegungen sagen ja schon, warum. Das wird so richtig heftig für ihn. Aus ihrer Sicht gibt es aber keine andere Möglichkeit. Selbst wenn sie nicht zu Zeeto will (und ich glaube, das ist in der Situation auch eher Kurzschlusshandlung, um dem Verrat durch ihren Vater etwas entgegen zu setzen), muss sie da weg. Auch krass, wie "normal" seine Ausreden als Schutzmaßnahme klingen. Da musste ich wirklich mal in mich gehen und überlegen, warum ich es zwar nicht in Ordnung, aber gesellschaftlich tolleriert finde, wenn jemand jemand anderen ohne seinen Willen aus der Gefahrenzone bringt.


    Aber dass Laylay selbst auch eine Gefahr darstellt kommt ja dann. Und so richtig heftig. Also die Szene war wirklich nicht ohne. Ihr Egoismus im Bett und auch ihre Übertretung von Zeetos Wünschen dabei. Puh. Ich bin gespannt, was Mtoto damit zu tun hat und wie sich das ganze auflöst.

    Träume sind die Edelsteine unserer Gedanken - Bücher sind Juwelen für die Seele


    Buchbloggerin

    Autorin

  • Oh Egoismus im Bett? Das sehe ich nicht so, ich liebe die Zeiten als mein Rücken noch von den Nägeln meines Partners zerkratzt war. :DEigentlich heißt es doch nur, dass man sich vollkommen fallen lässt. Sie konnte ja nicht wissen, was wirklich passiert. Das wiederum nehme ich ihrem Vater wirklich übel.

  • Ja, Azmi hat es nicht für nötig erachtet, mit ihr zu kommunizieren, und das rächt sich jetzt. Sie ist 21, was dachte er, wie lange er ihr nichts sagen kann?
    Und zu den Nägeln - das lass ich jetzt einfach so stehen. ;)